Steuerreform tritt in Kraft, Sonderzahlung für Familien

Merken
Steuerreform tritt in Kraft, Sonderzahlung für Familien

Rückwirkend mit Jahresanfang sinkt der unterste Steuersatz für alle Lohn- und Einkommensteuerzahler von 25 auf 20 Prozent. Die maximal mögliche Negativsteuer für Geringverdiener steigt von 300 auf 400 Euro. Und für alle Kinder, die Familienbeihilfe beziehen, gibt es eine Einmalzahlung von 360 Euro.

Die Regierung erhofft sich von der – im Parlament einstimmig beschlossenen – Steuerreform eine Belebung der Wirtschaft. In Summe fließen dafür (inklusive der bereits ausgezahlten Einmalzahlung für Arbeitslose) 2,7 Mrd. Euro.

Größter Brocken ist die Senkung des Eingangssteuersatzes auf 20 Prozent.Für alle Einkommen ab 1.800 Euro brutto monatlich bedeutet das eine Entlastung von 350 Euro pro Jahr. Für die Monate Jänner bis August wird es laut Finanzministerium eine Rückerstattung geben. Die Arbeitgeber müssen die Lohnsteuer also im September “aufrollen” und neu berechnen. Wer weniger verdient, hat von der Steuersenkung weniger bzw. erhält die auf bis zu 400 Euro erhöhte Negativsteuer. Dies allerdings erst mit dem Lohnsteuerausgleich im kommenden Jahr.

Männer und Gutverdiener profitieren am stärksten

Am stärksten profitieren von den Entlastungsmaßnahmen Männer und Gutverdiener, wie der Budgetdienst des Parlaments bereits im Juli errechnet hat. Demnach erhalten Männer bei der Steuerreform sechs von zehn Euro.Sie haben wegen ihrer höheren Einkommen deutlich mehr vom niedrigeren Eingangssteuersatz als Frauen. Diese erhalten zwar mehr von der erhöhten Negativsteuer. Weil die höhere Negativsteuer nur 100 Mio. Euro kostet, die Steuersenkung aber 1,7 Mrd. Euro, steigen die Männer durchwegs besser aus.

Entsprechend auch die Verteilung des Entlastungsvolumens nach Haushaltseinkommen: Von den in Summe 2,7 Mrd. Euro erhält das oberste Fünftel der bestverdienenden Haushalte 624 Mio. Euro, das unterste Fünftel nur 364 Mio. Euro. Diese Haushalte bekommen zwar einen etwas größeren Anteil am Zuschlag zur Familienbeihilfe, haben wegen ihres geringen Einkommens aber wenig von der Steuersenkung.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Der Goldpreis hat am Montag nicht von der weiteren Zuspitzung der Coronavirus-Krise und jüngsten Notmaßnahmen führender Notenbanken profitieren können. Zu Beginn der neuen Handelswoche ist der Preis für das Edelmetall, das eigentlich als “sicherer Hafen” in unsicheren Zeiten gilt, wie bereits in der Vorwoche gesunken. Am späten Montagvormittag wurde die Feinunze (rund 31,1 Gramm) an der Börse in London für 1.523 US-Dollar (4.519,2 Euro) gehandelt und damit etwa sechs Dollar niedriger als am Freitag. Als Ursache für den fallenden Goldpreis gelten Verkäufe durch spekulative Finanzanleger, die Verluste in anderen Anlageklassen ausgleichen müssen. Die Investoren müssen “Nachschußforderungen an anderen Märkten nachkommen”, kommentierte Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank. In der vergangenen Woche habe Gold mit einem Minus von etwa neun Prozent den stärksten Wochenverlust seit 2011 verzeichnet, sagte er.

Sinkender Goldpreis

Enge Beraterin war positiv auf das Virus getestet worden. Nun ist auch das Ergebnis des Präsidenten und seiner Frau da: Das Präsidenten-Paar ist ebenfalls positiv auf Covid19 getestet worden, wie er vor wenigen Minuten auf Twitter veröffentlichte. US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. “Wir werden unsere Quarantäne und Erholung sofort beginnen. Wir werden das GEMEINSAM durchstehen”, schrieb Trump in der Nacht auf Freitag (Ortszeit) auf Twitter. Die USA befinden sich auf der Zielgeraden zur Wahl am 3. November, bei der sich Trump um eine zweite Amtszeit bewirbt. Beide seien wohlauf. “Wie viel zu viele andere Amerikaner in diesem Jahr sind der Präsident der Vereinigten Staaten und ich in häuslicher Quarantäne, nachdem wir positiv auf Covid-19 getestet wurden. Es geht uns gut, und ich habe alle bevorstehenden Verpflichtungen abgesagt”, schrieb Melania Trump am Freitag auf Twitter. “Passt bitte auf euch auf, und wir werden alle gemeinsam da durchkommen”, so die First Lady weiter.Kurz zuvor hatte Trump bestätigt, dass seine enge Beraterin Hope Hickspositiv auf das Virus getestet wurde. Im Umfeld von Trump hat es schon früher Corona-Infektionen gegeben. Hicks verbringt allerdings viel Zeit mit Trump und First Lady Melania. Die Beraterin war übereinstimmenden Medienberichten zufolge am Dienstag mit Trump in der Präsidentenmaschine Air Force One zur TV-Debatte nach Cleveland gereist, wo Trump mit seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden aufeinandertraf. Am Mittwoch reiste sie mit zu einem Wahlkampfauftritt nach Minnesota. Gefahr heruntergespielt Trump wird in der Corona-Pandemie immer wieder vorgeworfen, die Gefahr durch das Virus nicht ernst zu nehmen. Zuletzt hatte er wieder zahlreiche große Wahlkampfauftritte abgehalten. Sie fanden zwar unter freiem Himmel statt. Daran teilnehmen konnten aber Tausende Anhänger, die nicht verpflichtet sind, Masken zu tragen, und größtenteils dicht an dicht stehen. Trump selbst trägt in der Öffentlichkeit meistens keine Maske. Das Weiße Haus begründete dies damit, dass der Präsident und sein Umfeld regelmäßig auf das Coronavirus getestet würden. Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany hatte das Tragen von Masken im Juni als “persönliche Entscheidung” bezeichnet und darauf verwiesen, dass sie regelmäßig getestet werde. Anfang Mai war bekannt geworden, dass sich die Pressesprecherin von US-Vizepräsident Mike Pence, Katie Miller, angesteckt hatte. Ende Juli wurde der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, Robert O’Brien, positiv getestet. Leibarzt: Präsident kann Amtsgeschäfte weiterführen Der Leibarzt des US-Präsidenten erwartet, dass Donald Trump trotz seiner Corona-Infektion die Amtsgeschäfte “ohne Unterbrechung” weiterführen kann. Sean Conley erklärte in der Nacht auf Freitag (Ortszeit) in einer Mitteilung, Trump und seiner Ehefrau Melania gehe es gut und die beiden würden während ihrer Genesung im Weißen Haus bleiben. “Seien Sie versichert, dass ich erwarte, dass der Präsident während der Genesung weiterhin ohne Unterbrechung seinen Pflichten nachkommen wird”, erklärte Conley. Er und das medizinische Team des Weißen Hauses würden wachsam sein. Conley machte deutlich, dass dem Präsidenten und der First Lady die Unterstützung einiger der “großartigsten” medizinischen Experten und Institutionen des Landes zur Verfügung stünden. Über 200.000 Tote Die Corona-Pandemie ist in den USA noch immer nicht unter Kontrolle. Mehr als 7,2 Millionen Infektionen sind seit Beginn der Pandemie nachgewiesen worden. Mehr als 207.000 Menschen starben.

US-Präsident Trump und First Lady positiv auf Corona-Virus getestet

Ein FKK-Strand an einem Baggersee in Tschechien hat es in Corona-Zeiten zu weltweiter Berühmtheit gebracht. Selbst der US-Nachrichtensender CNN berichtete inzwischen über einen Aufruf der örtlichen Polizei an die Nacktbadenden, doch bitte einen Mundschutz zu tragen. Unter dem Motto “Nackter Körper – Ja, unverhüllter Mund – Nein” hatten die Ordnungshüter ihre Ermahnung ins Internet gestellt.

Auch Nacktbadende müssen in Tschechien Mundschutz tragen

Der “Fast and Furious”-Star Dwayne “The Rock” Johnson hat auch in der Corona-Pandemie seinen Platz als Topverdiener Hollywoods behauptet. Laut dem US-Magazin “Forbes” verdiente Johnson binnen zwölf Monaten geschätzte 87,5 Millionen US-Dollar (rund 74,6 Millionen Euro). Es ist das dritte Mal, dass der 48-Jährige an der Spitze des Branchen-Rankings steht. Seinen Erfolg verdankt er demnach unter anderem einer Gage von 23,5 Millionen Dollar für den Action-Film “Red Notice”. Auf Platz Zwei des Rankings schaffte es “Deadpool”-Schauspieler Ryan Reynolds (71,5 Millionen Dollar), Mark Wahlberg belegte den dritten Platz (58 Millionen Dollar). Zusammengerechnet wurden die Einkünfte zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 1. Juni 2020.

Dwayne Johnson erneut bestbezahlter Schauspieler

China meldet den zweiten Tag in Folge keine Ansteckungen im Inland. Allerdings gebe es 39 neue Infektionsfälle unter einreisenden Menschen, teilten die Gesundheitsbehörden mit. So viele seien an einem Tag noch nie gezählt worden. Dabei handelt es sich oft um Chinesen, die aus dem Ausland zurückkehren. Um das Virus weiter einzudämmen, müssen alle Einreisenden in der Volksrepublik für 14 Tage in Quarantäne. Insgesamt sind in China nun 80.967 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Todesopfer stieg den Angaben zufolge um drei auf 3.248. Indien: Vier Vergewaltiger von Studentin hingerichtet.

China meldete erneut keine Inlandsansteckung

US-Präsident Donald Trump will trotz der Coronavirus-Pandemie nicht an dem Termin für die Präsidentschaftswahl im Herbst rütteln. “Die Wahl wird am 3. November stattfinden”, sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. Trump war gefragt worden, ob angesichts der Verschiebung von Vorwahlen auch eine Änderung der Pläne für den Wahltermin im Herbst denkbar sei. Trump wies das ebenso zurück wie die Forderung nach einer Ausweitung der Briefwahl angesichts der Corona-Krise. “Viele Menschen betrügen bei der Briefwahl”, beklagte er. Es sei sicherer, wenn die Menschen mit einem Ausweis ins Wahllokal gingen.

Trump hält an Termin für Präsidentschaftswahl fest