Stundenlange Staus an den Grenzübergängen

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Stundenlange Staus an den Grenzübergängen

Wegen der ab heute gültigen Corona-Einreiseverordnung verstärkt das Bundesheerbis voraussichtlich 10. Jänner seine Kräfte an der Staatsgrenze in Niederösterreich, Kärnten und Tirol. In den restlichen Bundesländern werden Truppen umgeschichtet, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums Samstagfrüh in einer Aussendung mit. Das Bundesheer kontrolliert an den Grenzübergängen zu Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Italien verstärkt und gemeinsam mit der Polizei.

Auf der deutschen Autobahn A3 nahe Passau bildeten sich am Samstag seit der Nacht Staus in Richtung Österreich. Grund seien die vielen Reiserückkehrer, sagte ein Sprecher der Polizei laut Nachrichtenagentur dpa. Um 10.00 Uhr begannen laut den niederbayerischen Beamten in Österreich Gesundheitskontrollen. Viele Reisende sollen durch Österreich weiter in den Süden unterwegs sein. Dies sei an den Kennzeichen zu erkennen, teilte die Polizei mit. “Wahrscheinlich fahren die Leute nach Hause.” Zwischen drei und sieben Kilometer lang sei der Stau im Laufe des Vormittags gewesen, hieß es. An den Grenzübergängen Kiefersfelden und Salzburg lief der Verkehr laut den Beamten normal.

Stundenlanges Warten im Osten und Süden

Auch auf der Ostautobahn (A4) beim Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) kam es zu einem kilometerlangen Stau. Am Vormittag reichte die Kolonne von der Grenze rund 14 Kilometer bis zur Anschlussstelle Neusiedl und Weiden/Gols zurück, teilte die Asfinag auf APA-Anfrage mit. Die Wartezeit betrug laut ÖAMTC bis zu zwei Stunden. Auch auf der B10 kam es vor der Grenze in Nickelsdorf zu Verzögerungen.

In Kärnten hatte es Stau und Wartezeiten bei der Ausreise an der Grenze Karawankentunnel gegeben. Auf der Karawanken Autobahn (A11) von Villach in Richtung Ljubljana zwischen der Anschlussstelle St. Jakob/Rosental und Karawankentunnel betrug die Wartezeit bis zu einer Stunde. Der Stau war etwa drei Kilometer lang. Im steirischen Spielfeld wurden ebenfalls bei der Ausreise Wartezeiten verzeichnet, allerdings nur wenige Minuten.

Stundenlange Wartezeiten gab es jedoch an der slowenisch-kroatischen Grenze für die Einreise nach Kroatien. Laut dem slowenischen Autoklub mussten Reisende beim größten Grenzübergang Obrezje/Bregana bis zu zehn Stunden warten, der kroatische Autoklub gab die Wartezeit mit acht Stunden an. Laut Medien handelte es sich vielfach um Menschen, die zuvor den Karawankentunnel passiert hatten.

Einreiseverordnung gilt ab heute

Gemäß Einreiseverordnung muss jeder, der ab 19. Dezember in Österreich einreist, für zehn Tage in Quarantäne. Freitesten kann man sich nach frühestens fünf Tagen und das auf eigene Kosten. Es gibt Ausnahmen für Menschen, die regelmäßig pendeln. Diese können frei reisen. Ausgenommen sind zudem Personen, die in die Enklaven Mittelberg (Kleinwalsertal), Vomp-Hinterriss oder Jungholz einreisen.

Auf der deutschen Autobahn A3 nahe Passau bildeten sich am Samstag seit der Nacht Staus in Richtung Österreich. Grund seien die vielen Reiserückkehrer, sagte ein Sprecher der Polizei laut Nachrichtenagentur dpa. Um 10.00 Uhr begannen laut den niederbayerischen Beamten in Österreich Gesundheitskontrollen. Viele Reisende sollen durch Österreich weiter in den Süden unterwegs sein. Dies sei an den Kennzeichen zu erkennen, teilte die Polizei mit. “Wahrscheinlich fahren die Leute nach Hause.” Zwischen drei und sieben Kilometer lang sei der Stau im Laufe des Vormittags gewesen, hieß es. An den Grenzübergängen Kiefersfelden und Salzburg lief der Verkehr laut den Beamten normal.

Stundenlanges Warten im Osten und Süden

Auch auf der Ostautobahn (A4) beim Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) kam es zu einem kilometerlangen Stau. Am Vormittag reichte die Kolonne von der Grenze rund 14 Kilometer bis zur Anschlussstelle Neusiedl und Weiden/Gols zurück, teilte die Asfinag auf APA-Anfrage mit. Die Wartezeit betrug laut ÖAMTC bis zu zwei Stunden. Auch auf der B10 kam es vor der Grenze in Nickelsdorf zu Verzögerungen.

In Kärnten hatte es Stau und Wartezeiten bei der Ausreise an der Grenze Karawankentunnel gegeben. Auf der Karawanken Autobahn (A11) von Villach in Richtung Ljubljana zwischen der Anschlussstelle St. Jakob/Rosental und Karawankentunnel betrug die Wartezeit bis zu einer Stunde. Der Stau war etwa drei Kilometer lang. Im steirischen Spielfeld wurden ebenfalls bei der Ausreise Wartezeiten verzeichnet, allerdings nur wenige Minuten.

Stundenlange Wartezeiten gab es jedoch an der slowenisch-kroatischen Grenze für die Einreise nach Kroatien. Laut dem slowenischen Autoklub mussten Reisende beim größten Grenzübergang Obrezje/Bregana bis zu zehn Stunden warten, der kroatische Autoklub gab die Wartezeit mit acht Stunden an. Laut Medien handelte es sich vielfach um Menschen, die zuvor den Karawankentunnel passiert hatten.

Einreiseverordnung gilt ab heute

Gemäß Einreiseverordnung muss jeder, der ab 19. Dezember in Österreich einreist, für zehn Tage in Quarantäne. Freitesten kann man sich nach frühestens fünf Tagen und das auf eigene Kosten. Es gibt Ausnahmen für Menschen, die regelmäßig pendeln. Diese können frei reisen. Ausgenommen sind zudem Personen, die in die Enklaven Mittelberg (Kleinwalsertal), Vomp-Hinterriss oder Jungholz einreisen.

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Im Zuge der Nachforschungen wurden auch Spieler des Fußballteams SK Eggenburg abgesondert, das in der zweiten Landesliga spielt. Ein Vereinsmitglied habe bei dem Schlachtbetrieb gearbeitet. Der Club sei jedoch nicht behördlich geschlossen worden. Zudem gibt es einen Coronavirus-Fall im Stift Heiligenkreuz (Bezirk Baden). Nach dem Besuch eines mit dem Coronavirus infizierten slowakischen Bischofs, ist ein Pfarrer positiv getestet worden. Der Abt und fünf Brüder wurden abgesondert, den anderen Mönchen Tests angeboten. Nach dem Auftreten eines Covid-Clusters in zwei Polizeiinspektionen in der Stadt Salzburg ist nach Auswertung aller 101 Testergebnisse bei sieben Beamten eine Covid-19-Infektion nachgewiesen worden. Wann die zwei vorübergehend geschlossenen Polizeiinspektionen am Hauptbahnhof und im Stadtteil Itzling wieder geöffnet werden, werde am Montag entschieden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag zur APA. 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Zwei Tiroler Oppositionspartei – NEOS und die FPÖ – haben am Wochenende eine Ausnahme von den Corona-Maßnahmen für den Nikolo gefordert. Die Covid-19-Notmaßnahmenverordnung lasse “den Nikolaus formaljuristisch nicht außer Haus gehen”, kritisierte NEOS-Obmann Dominik Oberhofer in einer Aussendung. “In Zeiten, in denen Kinder ohnehin schon leidtragende in der Krise sind, stößt das bei uns auf absolutes Unverständnis”, meinte er. Stattdessen könne der Nikolo etwa“kontaktlos an den Häusern vorbeiziehen, den Kindern zuwinken und seine Gaben an der Türe hinterlassen”, schlug er vor. Dies müsse aber rechtlich gedeckt sein. Daher forderte er die Tiroler Landesregierung auf, “hier rasch in Wien tätig zu werden”. Dass Hausbesuche derzeit nicht möglich seien, war für Oberhofer “selbstverständlich”. Auch die FPÖ will am 6. Dezember den Nikolo auf Tirols Straßen sehen. “Es wäre sinnvoll, dass Personen, die einen negativen Test nachweisen können, als Nikolaus-Darsteller die Familien auf der Straße oder im Garten besuchen können“, meinte FPÖ-Chef Markus Abwerzger. Die Familien seien “total verunsichert”, es brauche daher eine “Handlungsanweisung, was erlaubt ist und was nicht”. Es wäre zudem “wenig sinnvoll”, dass am 7. Dezember “nach Aufhebung der Beschränkungen der ‘Nikolaus’ unkontrolliert zu den Kindern kommt”, sagte er.

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Das Bundesheer wird bei den Anfang Dezember beginnenden Massentests für die organisatorische und logistische Abwicklung zuständig sein. Die Erfahrungen aus den Massentestungen in der Slowakei und Südtirol wird man bei der Durchführung einfließen lassen, erklärte Generalmajor Rudolf Striedingerbei einer Pressekonferenz am Dienstag. Striedinger ist Stabschef im Kabinett von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Aus den Erfahrungen in der Slowakei und Südtirol setzt Österreich bei den kommenden Massentest voll auf eine digitale Abwicklung. Von der Anmeldung, über die Terminbuchung bis zum Ergebnis soll alles über einen einziges Programm laufen, sagte Striedinger. Damit sollen Menschenansammlungen im Verlauf der Tests vermieden werden. Aufhorchen ließ Striedinger mit der Feststellung, dass die Lehrer-Test für das Bundesheer kein Problem wären, aber die breite Bevölkerungstestung durch das Heer alleine nicht machbar sei, denn “eine Mobilmachung des Bundesheeres ist nicht vorgesehen”. Wie aufwendig und personalintensiv die Massentests sind, zeigen die Zahlen aus der Slowakei. Dort wurden in der ersten Runde mehr als 3,6 Millionen Menschen getestet. Das Land hat 5,5 Millionen Einwohner, alle 10- bis 65-Jährigen waren zum Tests aufgerufen. Zur Abwicklung waren 40.000 Personen im Einsatz, darunter 10.000 Soldaten und 10.000 Polizisten, erklärte Striedinger. Lange Warteschlangen In der Slowakei habe es keine elektronische Voranmeldung gegeben und die Menschen haben vor Ort auf ihre Ergebnisse gewartet, dadurch hätten sich lange Warteschlagen gebildet, sagte Striedinger. Solche Ansammlung will man in Österreich vermeiden und setzt daher sehr stark auf Digitalisierung. Es wird von einer externen Firma ein eigenes Programm entwickelt, das von der Anmeldung, über die Terminbuchung bis zum Ergebnis alles abwickelt. Die erste Testreihe von Lehrern und Kindergartenpädagogen und Polizisten zwischen dem 5. und 8. Dezember ist laut dem Generalmajor sowohl personell wie auch logistisch kein Problem. Für die Massentest der gesamten Bevölkerung, die vor Weihnachten stattfinden sollen, sieht die Sache wiederum anders aus. Eine Durchführung wie sie bei den Lehrern geplant ist, werde für die Masse “so nicht funktionieren”. “Das werden wir hochgerechnet nicht erbringen können, weil es nicht vorgesehen ist, das Bundesheer mobil zu machen.” Diese Tests würden sich daher viel stärker auf Gemeindeebene und auf Ebene der Städte abspielen, so Striediger. Eine Möglichkeit sei es, sich wie in der Slowakei dabei an Wahlsprengel anzulehnen. Feuerwehr zur Unterstützung In Südtirol wurden an drei Tagen 300.000 Menschen getestet, wobei die Behörden vom massiven Andrang überrascht gewesen seien. Zur Durchführung der Testung wurden die Kapazitäten auf Gemeindeebene herangezogen. Die Infrastruktur wurde durch die Gemeinden festgelegt, auf Basis von Vorgaben des Zivilschutzverbandes. Die Abnahme der Testung erfolgte durch Sanitätspersonal (Rotes Kreuz, Weißes Kreuz). Weitere Unterstützung vor allem im ländlichen Bereich erfolgte durch die Feuerwehren. Insgesamt wurden knapp 1000 Personen des Sanitätspersonals, 700 Personen Administration, 900 Personen der Feuerwehr und sonstiges Unterstützungspersonal eingesetzt, schilderte Striedinger. Überrascht war man auch von der geringen Zahl (ein Prozent) an positiven Tests. Gerechnet habe man mit fünf Prozent. Wer positiv getestet wurde, der wurde sofort in eine zehntägigen Isolation geschickt. Dass ein positiver Antigentest durch einen anschließenden PCR-Test bestätigt werden muss, sei nicht zwingend. Erfahrungen in Südtirol hätten gezeigt, dass die Antigen-Test bisher zu 100 Prozent einer PCR-Prüfung standgehalten haben. Bei der ersten Testreihe in Österreich am 6. Dezember, die rund 200.000 Lehrer umfassen soll, werde man aber die Treffsicherheit der Tests prüfen. Gibt es ein ähnlich gutes Ergebnis wie in Südtirol, sei vorstellbar, dass bei der Bevölkerungs-Testung der Antigen-Test als verbindlich und ausreichend erklärt wird.

Im "Probelauf" soll die Treffsicherheit der Antigentests überprüft werden

Der Rückreiseverkehr aus Kroatien hat am Sonntag seit den Nachmittagsstunden an der Grenze zu Slowenien sukzessive zugenommen. Am frühen Abend standen die Heimreisenden laut Auskunft der Asfinag am Grenzübergang nach Spielfeld auf der Pyhrnautobahn (A9) mehr als drei Stunden im Stau. Damit dürfte der Höhepunkt an Wartezeit auch schon erreicht sein, schätzten Experten der Asfinag die Situation ein. Die Rückreisewelle aus dem Süden stellte sich an den großen Grenzübergängen in Kärnten und Slowenien ganz unterschiedlich dar: Während es von Laibach Richtung Villach über den Karawankentunnel (Karawankenautobahn, A11) zu einem Zeitverlust von bis zu 15 Minuten kam, waren es zur selben Zeit auf der Strecke über den Grenzübergang Spielfeld dreieinviertel Stunden, schilderte ein Sprecher. Ein Ausweichen über kleinere Grenzübergänge für Österreicher war allerdings möglich. Vonseiten der Asfinag ging man davon aus, dass der Stau nicht mehr weiter anwachsen werde, da das Verkehrsaufkommen von Kroatien nach Slowenien bereits deutlich nachgelassen habe. Unterdessen stieg der neue Cluster aus Reiserückkehren von der Kroatien-Region Makarska über das Wochenende in Oberösterreich stark an: Von Donnerstag auf Sonntag kletterte die Zahl von 23 auf 68. Seit Freitag zählte man im Bundesland insgesamt 120 Neuinfektionen, 77 davon gingen auf heimkehrende Urlauber zurück. Die Rückkehrer aus Makarska hatten wiederum fünf Menschen in ihrem Umfeld angesteckt. Allgemein erhöhte sich die Gesamtzahl der infizierten Rückkehrer auf 275 Fälle, die wieder 71 weitere Infektionen zur Folge hatten. Ein 32-jähriger Serbe wurde in Sankt Johann in Tirol (Bezirk Kitzbühel) festgenommen, weil er sich gegenüber einem Zugbegleiter “äußerst aggressiv” verhalten hatte. Der Mann war vom Zugbegleiter darauf aufmerksam gemacht worden, dass im Zug wegen der Corona-Pandemie verpflichtend ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu tragen sei, teilte die Polizei mit. Da er keine Bereitschaft, eine MNS-Maske anzulegen und ein aggressives Verhalten an den Tag legte, blieb der Zug im Bahnhof St. Johann in Tirol stehen. Es wurde die Polizei verständigt. Da sich der 32-Jährige auch gegenüber den einschreitenden Beamten trotz mehrfacher Abmahnung äußerst aggressiv zeigte, wurde um 18.08 Uhr die Festnahme ausgesprochen, “und er wurde mittels Anwendung von Körperkraft aus dem Zug gebracht.” Aufgrund des Vorfalles hatte der Zug eine Standzeit von rund 50 Minuten.

Rückreisende warten an Grenze rund drei Stunden im Stau