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Das Telekomunternehmen A1 und das Grazer Unternehmen Inveniumliefern dem Covid-19-Krisenstab der Regierung täglich anonymisierte Analysen über die Bewegungsmuster der Bürger. Der starke Mobilitätsrückgang infolge des Lockdowns ist nun zwar etwas abgeschwächt, von ihrem Vorkrisen-Verkehrsverhalten sind Herr und Frau Österreicher aber “noch weit, weit entfernt”, so Mario Mayerthaler von A1. Die Analysen des Spin-offs der Technischen Universität (TU) Graz, Invenium, beruhen auf Information darüber, welche Mobiltelefone sich über die SIM-Karte über den Tag verteilt an welchen Handymasten einwählen. Die Grunddaten bleiben zu jeder Zeit bei A1. Jedes Handy erhält eine für das Tracking automatisch zufällig generierte Nummer zugewiesen, die alle 24 Stunden neu vergeben wird. Beim Blick auf die Werktage der vergangenen Wochen zeigt sich, dass der Anteil der Österreicher, die pro Tag geschätzt weniger als einen Kilometer zurücklegen von beständigen rund 27 Prozent vor der Coronakrise in der Woche von 23. bis 27. März auf den Höchststand von 56 Prozent anstieg. In der Osterwoche waren dann noch genau 50 und in der vergangenen Woche (14. bis 17. April) noch 47 Prozent dieser Mobilitätsgruppe zuzuordnen, sagte Mayerthaler.

Mobilität noch "weit entfernt" von Vorkrisen-Niveau

Die Italien-Tochter der ehemaligen Hypo Alpe-Adria-Bank International AG ist verkauft. Das meldete die staatliche Abbaugesellschaft HBI Bundesholding AG am Donnerstag. Käuferin ist eine Gesellschaft des US-Finanzinvestors Bain Capital Credit. Die Republik Österreich hätte das italienische Institut ursprünglich gerne geschlossen, der Plan scheiterte aber am Widerstand der Gewerkschaft in Italien. Die nunmehr verkaufte Bank aus Udine firmiert seit Anfang Juli 2020 unter Julia Portfolio Solutions S. p. A. und beschäftigt 76 Mitarbeiter. Die Bilanzsumme liegt bei 260 Millionen Euro. Stark geschrumpft Seit 2016 waren rund 240 Jobs bei der italienischen Bank abgebaut worden. Das Institut musste von EU wegen – aufgrund der Staatshilfe – beträchtlich geschrumpft werden. Von 2015 bis 2019 wurde die Bilanzsumme von 2,4 Milliarden Euro auf 400 Millionen Euro reduziert, indem etwa große Portfolios verkauft wurden. Ab Herbst 2018 wurde die Bank für den Verkauf fit gemacht. Die HBI gehörte seit 2014 nicht mehr zur Heta, dem staatlichen Abbauvehikel des Kärntner Milliardengrabs Hypo Alpe Adria. Dies aus regulatorischen Gründen, da die Heta alle Banklizenzen zurücklegen musste und das Italien-Institut noch eine solche Konzession hat. Daher hat man die italienische Bank in der HBI untergebracht, um sie zu restrukturieren. Keine Haftungen mehr “Mit dem Verkauf der Hypo Alpe-Adria-Bank S.p.A. in Italien sind alle Verpflichtungen der Republik aus der Einigung mit der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2013 zur Gänze umgesetzt. Es freut mich sehr, dass der gesetzliche Auftrag der HBI-Bundesholding AG somit erfolgreich erfüllt wurde und sowohl die Republik als Eigentümerin als auch die Heta als Gläubigerin keinen Risiken mehr ausgesetzt sind”, so HBI-BH-Vorstand Florian Schumi in einer Aussendung. Wie viel Bain Capital bezahlt hat, wurde nicht bekanntgegeben. Nur so viel: Der Verkaufspreis habe zwei Teile. Zum einen seien die ausstehenden Forderungen der Heta mit dem Kauf abgelöst wurden “und auch der Equity-Kaufpreis kommt der Heta zugute”, wie ein Sprecher auf APA-Anfrage sagte. Laut Schumi liegt das Ergebnis des gesamten Restrukturierungsprozesses “deutlich über den ursprünglichen Erwartungen”.

Österreich verkauft Hypo-Tochter in Italien an US-Investor

In Bulgarien breitet sich das Coronavirus in einer zweiten Welle aus. Das zunächst kaum von der Pandemie getroffene Balkanland verzeichnete am Donnerstag mit 104 Covid-19-Neuerkrankungen binnen 24 Stunden einen Rekordwert seit Beginn der Corona-Krise. Eine ursprünglich bis 14. Juni verhängte “epidemische Ausnahmesituation” soll bis Ende des Monats verlängert werden.   Der bisherige Rekord mit 90 Coronavirus-Neuinfektionen an einem Tag war am 24. April gemessen worden. Bulgarien befinde sich wohl in einer zweiten Welle der Krankheit, sagte der Oberste Inspektor für Gesundheit und Mitglied des Krisenstabs in Sofia, Angel Kuntschew, am Donnerstag im privaten Fernsehsender bTV. Das Virus breite sich jetzt aber vor allem lokal in Netzwerken, sogenannten Clustern, aus. Die Situation könne unter Kontrolle gebracht werden, meinte er.

Bulgarien erlebt zweite Welle

Wien soll der Sitz einer neuen “Koordinationsplattform” für Migrationspolitik werden. Das ist das Ergebnis nach Beratungen von Vertretern von insgesamt 18 Staaten und EU-Vertretern in der Bundeshauptstadt, zu denen Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) eingeladen hatte. Ziel der neuen Plattform sei es, die Maßnahmen der EU und der Westbalkanstaaten effektiver zu gestalten, erklärte Nehammer. Auch für ihn sei es überraschend gewesen, dass so schnell eine Einigung gefunden werden konnte, räumte Nehammer ein, der aber bereits in der Früh er von “sehr guten” Gesprächen berichtet hatte. Die neue Plattform werde sich auf die Koordination vier zentraler Punkte konzentrieren: Zusammenarbeit beim Schutz der Außengrenzen, bei Rückführungen von Migranten ohne Anspruch auf Asyl, im Kampf gegen Schlepperei und beim Aufbau von schnelleren und effizienteren Asylverfahren. Die Koordinierungsstelle solle aber keine neue EU-Agentur oder -Institution sein, wie die Beteiligten mehrmals betonten. Vielmehr solle sie schon bestehende, sinnvolle Maßnahmen besser koordinieren – “Koordination wahrnehmen und Wissen zusammenführen”, wie Nehammer ausführte. Gleichzeitig solle erörter werden, “wo es blinde Flecken gibt und was man dagegen tun” könne. Österreich werde jedenfalls die “technisch” unterstützen, also Bürokapazitäten und Mitarbeiter zur Verfügung stellen, teilte Nehammer auf Nachfrage mit. Über die operative Tätigkeit solle dann konkreter bei einer neuerlichen Konferenz im Herbst beraten werden. Von der Plattform erhofft sich der deutsche Innenminister Horst Seehofer eine Art “Frühwarnsystem”. Durch einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch der teilnehmenden Länder sowie der EU-Institutionen könne schneller auf Veränderungen reagiert werden, wenn sich zeige, dass zusätzliche Maßnahmen notwendig sind, erklärte er im Rahmen der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Karl Nehammer. Deutschland unterstütze die “geniale Idee” der Errichtung einer solchen Koordinationsplattform im Kampf gegen irreguläre Migration “sehr”, betonte Seehofer. Das Thema Migration “wird uns noch viele, viele Jahre beschäftigen”, begründete er. Derzeit verzeichne man auch in Deutschland wieder “deutlich steigende Migrationszahlen”. Mit 300 bis 400 Zuwanderern pro Tag habe man wieder “exakt” das Niveau vor der Coronakrise erreicht. Die Berichte seiner Kollegen aus den Westbalkanstaaten – sie waren bei der Migrationskonferenz in Wien per Videostream zugeschaltet – würden zudem “stark darauf hindeuten, dass diese Entwicklung so weitergeht”, teilte der CSU-Politiker mit. Die Konferenz sei jedenfalls notwendig gewesen und sei “exakt zur richtigen Zeit” gekommen. Auf der zweitägigen Migrationskonferenz, zu der Nehammer Vertreter aus 18 Staaten lud, sei man sich einig gewesen, dass es noch “viel engere Zusammenarbeit” in Europa, aber auch mit den Westbalkanstaaten, den Herkunfts- und Transitländern von Geflüchteten geben müsse. Das sei auch für alle Seiten eine “Win-Win-Situation”, so der für Migration und den Schutz der europäischen Lebensweise zuständige Kommissar Margaritis Schinas. Auch er merkte an, dass die Idee, eine Plattform zur Koordinierung zu gründen, “interessant” sei und genau richtig komme. Österreich entwickle sich zum “Hauptakteur der europäischen Migrationspolitik”, lobte Schinas die Initiative. Seiner Vorstellung nach solle die neu beschlossene Einrichtung ein “flexibles operatives Instrument” sein, um die Prioritäten Europas auf eine Linie zu bringen und effektiver zu gestalten. Der serbische Innenminister Nebojsa Stefanovic merkte kritisch an, dass einige Systeme zum Informationsaustausch derzeit nur für EU-Mitglieder zugänglich seien, eine bessere Kommunikation zwischen der EU und den Westbalkanstaaten sei “erforderlich”, so Stefanovic, der bei der Pressekonferenz per Video zugeschaltet war, nachdem es derzeit für Serbien Reisebeschränkungen gibt. Schinas beteuerte, dass die EU die Westbalkanstaaten wie eine “erweiterte Familie” betrachte und Zusammenarbeit deshalb intensiviert werden solle. “Es gibt keinen Mitgliedsstaat, der das Problem Migration alleine lösen kann”, gab Seehofer zu bedenken. Deutschland will während seiner noch bis Ende des Jahres laufenden EU-Ratspräsidentschaft vor allem die Verhandlungen über ein gemeinsames Asylsystem vorantreiben. Er kenne auch keinen Mitgliedsstaat, der dies nicht wolle, so Seehofer. Tatsächlich streiten die EU-Staaten seit Jahren über eine gemeinsame europäische Asylpolitik bzw. ein Gemeinsames Europäisches Asylsystems (GEAS). Insbesondere bei der Seenotrettung und der Verteilung von geflüchteten Menschen von den Staaten an den EU-Außengrenzen herrscht Uneinigkeit. Auch muss geklärt werden, wer für die Prüfung des Asylantrages an den Außengrenzen künftig zuständig ist. Die EU-Kommission will im September einen Vorschlag für eine gemeinsame Asylpolitik vorlegen. “Europa kann nicht zweimal scheitern”, sagte Schinas in Anspielung auf die “Flüchtlingskrise” 2015/2016. Die EU habe soviel geschafft, sei der größte Binnenmarkt der Welt und für 20 Prozent des weltweiten BIP verantwortlich. Es sei “undenkbar, dass wir noch immer keine gemeinsame Migrationspolitik haben”, meinte der griechische EU-Kommissar.

Wien soll Sitz von Migrations-Koordinierungsstelle werden

Ein Tiger, der in Indien drei Menschen getötet haben soll, ist eingefangen worden und soll den Rest seines Lebens eingesperrt bleiben. Die männliche Raubkatze sei “zu gefährlich”, um weiter in Freiheit zu leben, teilten die Behörden im Bundesstaat Madhya Pradesh am Wochenende mit. Der fünfjährige Tiger habe wiederholt Menschen und Vieh attackiert. Das Tier befindet sich seit Samstag in einem Zoo von Bhopal, der Hauptstadt von Madhya Pradesh. Es ist dort isoliert untergebracht. Der Tiger wird von indischen Medien “Vagabund” oder “Nomade” genannt, weil er vor einigen Jahren die mehr als 500 Kilometer lange Strecke vom Bundesstaat Maharashtra in den Bezirk Betul in Madhya Pradesh zurückgelegt hatte. Nach dieser weiten Reise war der Tiger schon einmal Ende 2018 gefangen genommen und zwei Monate lang eingesperrt gehalten worden. Anschließend bekam er einen Halsband mit Sender verpasst, um seine Wege verfolgen zu können, bevor er wieder ausgesetzt wurde. Die Behörden hatten ein Tigerreservat und auch einen Nationalpark als ständige Aufenthaltsorte für “Vagabund” bestimmt, doch er streunte immer wieder aus diesen Gebieten heraus. Dem Tiger seien “mehrere Chancen” gegeben worden, wieder in der Wildnis zu leben, doch er sei immer wieder in die Wohngebiete von Menschen eingedrungen, sagte der oberste amtliche Wildhüter von Madhya Pradesh der Nachrichtenagentur AFP. Deshalb sei seine permanente Gefangenschaft nun “die einzige Option”. Indien ist die Heimat von etwa 70 Prozent der weltweit existierenden Tiger. Die Tigerpopulation im Land nahm nach den jüngsten offiziellen Zahlen zwischen 2006 und 2018 um mehr als das Doppelte zu – von 1411 auf 2967. Die natürlichen Lebensräume der Raubkatzen sind allerdings durch die Ausbreitung des Menschen in den vergangenen Jahrzehnten stark geschrumpft, was immer wieder zu tödlichen Zusammenstößen zwischen Mensch und Tiger führt. Fast 225 Menschen wurden laut amtlichen Zahlen zwischen 2014 und 2019 in Indien von Tigern getötet. Umgekehrt wurden zwischen 2012 und 2018 mehr als 200 Tiger durch Wilderer oder elektrische Drähte getötet.

Tiger in Indien soll lebenslang eingesperrt werden

Die USA haben erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 66.000 Neuinfektionen an einem einzelnen Tag verzeichnet. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Samstag lag die Zahl der am Vortag registrierten Neuansteckungen bei 66.627. Erst am Donnerstag war die Zahl auf einen Rekordwert von 63.247 gestiegen. Die Zahl der Neuansteckungen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, hat seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch zugenommen. Seit Beginn der Pandemie haben die Forscher der JHU in den USA insgesamt fast 3,2 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Mehr als 134.000 Menschen starben demnach infolge einer Covid-19-Erkrankung. Die Zahl der täglich verzeichneten Toten liegt in den USA zwar weiterhin deutlich niedriger als zum Höhepunkt der Krise, hat in den vergangenen Tagen aber wieder zugenommen. Am Freitag verzeichnete die Statistik der Universität 802 Tote. Trotz steigender Coronavirus-Fallzahlen auch im US-Staat Florida hat der Freizeitpark “Walt Disney World” seine Türen wieder für Besucher geöffnet. “Der Magic Kingdom-Park und der Disney’s Animal Kingdom-Park sind jetzt geöffnet”, hieß es am Samstag auf der Webseite des Freizeitparks nahe der Stadt Orlando. Am Eingang werde die Körpertemperatur gemessen und Abstands- und Hygieneregeln müssten eingehalten werden, hieß es weiter. Normalerweise kommen fast 60 Millionen Menschen jedes Jahr in den Freizeitpark in Florida, der wegen der Coronavirus-Pandemie seit März geschlossen war. Ein ebenfalls vom US-Unterhaltungsriesen Walt Disney betriebener Vergnügungspark in Kalifornien blieb zunächst weiter geschlossen, nur ein angeschlossenes Einkaufszentrum öffnete in der vergangenen Woche.

Mehr als 66.600 Coronavirus-Infektionen an einem Tag in USA