Taiwan fordert Entschuldigung von WHO-Chef

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Taiwan fordert Entschuldigung von WHO-Chef

Taiwan hat eine Entschuldigung vom Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefordert, der der Regierung in Taipeh persönliche Angriffe bis hin zu rassistischer Beleidigung vorgeworfen hat. Die Vorwürfe von Tedros Adhanom Ghebreyesus seien “unbegründet”, sagte eine Sprecherin des taiwanischen Außenministeriums am Donnerstag in Taipeh. Taiwan fordere eine Entschuldigung wegen “Verleumdung”.

Taiwan habe “nie dazu ermutigt, persönliche Attacken gegen ihn zu starten oder hat irgendwelche diskriminierenden rassitischen Äußerungen gemacht”, so die Sprecherin des Außenministeriums in Taipeh. Tedros hatte am Mittwoch in einer Pressekonferenz zu Geschlossenheit im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen, nachdem US-Präsident Donald Trump seiner Organisation massive Versäumnisse im Kampf gegen das Coronavirus vorgeworfen und mit einem vorläufigen Stopp der Beitragszahlungen seines Landes gedroht hatte. Zugleich warf Trump der WHO vor, zu China-freundlich zu sein.

Der WHO-Chef vermied es weitgehend, Trump namentlich zu nennen, verwies aber auf die Regierung in Taipeh, die auf Druck Chinas aus der WHO ausgeschlossen worden war. Seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie sei er Beleidigungen und rassistischen Verunglimpfungen aus Taiwan ausgesetzt, sagte Tedros.

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