Tanzen im Homeoffice: Berliner Staatsballett bekam Böden geliefert

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Tanzen im Homeoffice: Berliner Staatsballett bekam Böden geliefert

Staatsballett im Homeoffice? Das noch bis zum Sommer von Sasha Waltz und Johannes Öhman geleitete Berliner Ensemble trainiert in Zeiten der Corona-Krise in vielen Privatwohnungen über die Stadt verteilt. Damit die tänzerische Qualität der Kompanie nicht leidet, wurden fast 70 Tänzerinnen und Tänzern in den vergangenen Tagen je drei Quadratmeter Tanzboden von den Werkstätten nach Hause gebracht.

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Mit 21 Jahren und beim siebenten Start aus der Pole Position hat Fabio Quartararo am Sonntag den ersten Sieg in der MotoGP-Klasse der Motorrad-WM gefeiert. Der Franzose gewann beim späten Saisonauftakt der Königsklasse mit einer Yamaha den Grand Prix von Spanien in Jerez 4,603 Sekunden vor seinem spanischen Markenkollegen Maverick Vinales. Weltmeister Marc Marquez stürzte schwer. Vorjahressieger Marquez verzeichnete in der fünften Runde in Führung liegend einen langen Ausritt mit 100 km/h durch das Kiesbett, kämpfte sich aber vom 18. Platz noch zurück an die dritte Stelle. Fünf Runden vor dem Ende kam für den Sechsfach-Champion bei der Aufholjagd jedoch das Aus. Nach einem “Highsider” stürzte der 27-jährige Honda-Pilot schwer und wurde mit einer Trage zur Untersuchung gebracht. Der rechte Arm des Spaniers schien ärger verletzt zu sein. Quartararo triumphierte als erst vierter Nicht-Spanier in Jerez im Süden der Halbinsel und sorgte für den ersten Sieg eines Franzosen in der Königsklasse seit 21 Jahren. Der Pilot des Satellitenteams Petronas Yamaha, der 2021 in das Werksteam aufsteigt, übernahm neun Runden vor dem Ende von Vinales die Spitze und ließ sich den Premierenerfolg nicht mehr nehmen. “Das ist der beste Moment meines Lebens”, jubelte der erst im Vorjahr in die MotoGP gekommene Quartararo und widmete den Sieg allen Menschen, die vom Coronavirus betroffen sind. 2019 hatte er sieben Podestplätze erreicht. Werksfahrer Vinales war auch über den zweiten Platz “richtig glücklich”. “Ich sah mich zweimal schon am Boden”, meinte der Spanier, dem das Vorderrad mit weichen Reifen Probleme bereitete. Der Italiener Andrea Dovizioso schaffte im 300. MotoGP-Rennen von Ducati den dritten Platz. “Ich hatte große Probleme und habe keine Energie mehr, um richtig glücklich zu sein”, erklärte der Vizeweltmeister, der nur drei Wochen zuvor beim Motocross einen Schlüsselbeinbruch erlitten hatte. “Nach dieser Verletzung bin ich sehr froh, auf dem Podest zu stehen.” Ausgezeichnet lief es für das KTM-Werksteam. Der Spanier Pol Espargaro holte den sechsten Platz, weniger als eine Sekunde fehlte auf den Dritten. Rookie Brad Binder (Südafrika) war nach einem Ausritt weit zurückgefallen, kämpfte sich mit starkem Finish aber noch auf den 13. Platz und holte damit ebenfalls Punkte. Der Portugiese Miguel Oliveira aus dem KTM Tech3-Team wurde Achter. “Pol ist bis zur letzten Runde mit der Spitze mitgekommen”, freute sich Team-Manager Mike Leitner auf ServusTV. “Wir haben in den Wintertests gemerkt, dass sich unser Bike auf der Renndistanz in die richtige Richtung bewegt, das haben wir heute bei schwierigen Bedingungen bewiesen. Jetzt ist eine Riesenlast abgefallen.” In der Moto3-Klasse stellte der Oberösterreicher Maximilian Kofler im zweiten Saisonlauf mit dem 20. Platz sein bisher bestes Karriere-WM-Resultat von Spielberg im August 2019 ein. “Insgesamt kann ich ganz zufrieden sein, denn schon nach Kurve eins hätte es auch vorbei sein können. Ich habe dort wichtige Zeit liegen lassen müssen”, sagte der 19-jährige KTM-Fahrer. Kofler hatte zwei stürzenden Piloten ausweichen und sich nach gutem Start wieder ganz hinten einreihen müssen. “Die ersten Runden nach dem Zwischenfall waren echt gut, da bin ich die schnellsten Zeiten meines Wochenendes gefahren und habe wieder Anschluss an die Fahrer vor mir gefunden”, resümierte der frischgebackene HAK-Maturant nach seinem erst sechsten WM-Einsatz. Die zweite Gruppe erreichte er aber nicht mehr. Den Sieg beim Neustart der Saison, mehr als vier Monate nach dem Auftakt, sicherte sich wie Anfang März in Katar der Spanier Albert Arenas mit KTM. Das Moto2-Rennen wurde eine Beute des Italieners Luca Marini (Kalex), der beim Auftakt ausgeschieden war. Kommendes Wochenende folgt neuerlich in Jerez der GP von Andalusien.

Franzose Quartararo feiert in Jerez ersten MotoGP-Sieg

Das Klagenfurter Unternehmen S.A.M. Kuchler Electronics GmbH hat eine innovative Verpackung für Wurst und Käse entwickelt. “Bio-SamPak” heißt die Folie, die aussieht wie Plastik, aber aus Holz hergestellt wird und daher kompostierbar ist. “Damit haben wir erstmals im Lebensmittelhandel eine Alternative zu Plastik, mit der die Hygienestandards eingehalten werden können”, erklärte Firmenchef Constantin Kuchler im Gespräch mit der APA. Eigentlich ist die Bio-Folie nur ein Nebenprodukt, denn S.A.M. Kuchler stellt Schneidmaschinen her, mit denen an den Feinkosttheken von Supermärkten Wurst, Schinken und Käse geschnitten werden. Die Abkürzung S.A.M. steht für das lateinische sine auxilio manus, also ohne Hilfe der Hand, sagt Kuchler, der das Familienunternehmen seit zweieinhalb Jahren leitet. Schneidemaschinen Gegründet wurde es von seinem Vater Fritz Kuchler. “Mein Vater hat Schneidmaschinen eines anderen Herstellers verkauft. Dann hatte er die Idee, diese Maschinen so weiterzuentwickeln, dass sie automatisch Wurst schneiden, ohne dass jemand den Schlitten bedient.” Er wurde ausgelacht, also setzte er sich in seiner Freizeit hin und entwickelte die automatische Schneidmaschine. Zuerst adaptierte er die Schneidmaschinen seiner Firma, schließlich machte er sich selbstständig. Das war in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Im Laufe seines Lebens meldete Fritz Kuchler nicht weniger als 500 Patente an. “Er war ein leidenschaftlicher Erfinder”, sagt Tochter Valentina Kuchler. Heute gehört das Unternehmen, das nach wie vor in Klagenfurt seinen Firmensitz hat, wo auch produziert wird, zu den Weltmarktführern. Im Jahr 2018 lag der Umsatz bei 5,5 Mio. Euro, es gibt eine eigene Forschungsabteilung, die als GmbH geführt wird. Gemeinsam mit seiner Schwester Valentina Kuchler führt der Firmenchef im Schauraum des Unternehmens die High-Tech-Produkte vor. Da gibt es Schneidmaschinen, bei denen man nur noch eingeben muss, wie viel sie aufschneiden soll. Man legt die Wurststange an, drückt auf einen Knopf, und dann wird geschnitten, verpackt und verschweißt. Kuchler: “Das ist dann wirklich frisch verpackt, nicht so wie bei den vorverpackten Produkten, die industriell hergestellt und in den Supermärkten angeboten werden.” Europaweites Patent Um nicht nur frische Ware anbieten zu können, sondern sie auch umweltfreundlich zu verpacken, wurde die neue Folie entwickelt. “Das war ein ziemlicher Aufwand, aber jetzt funktioniert es”, sagt Kuchler. Die Neuentwicklung habe man sich europaweit patentieren lassen, das Interesse der Kunden sei sehr groß. Das Unternehmen verkauft seine Produkte weltweit, Hauptabsatzmarkt ist aber der deutschsprachige Raum. Die Maschinen, die hier hergestellt werden, haben mit herkömmlichen Schneidmaschinen kaum noch etwas gemeinsam. Sie können über Tablets bedient werden, es gibt Touchscreens für Supermärkte, über welche die Kunden an der Bedientheke bestellen können. “Während der Kunde andere Produkte einräumt, wird seine Bestellung vollautomatisch erledigt, er kommt dann und nimmt seine Salami, seine Wurst oder den Käse, frisch verpackt, etikettiert und mit Preis versehen mit zur Kasse. Dazu kann die Wurst auch noch in mehreren Lagen einzeln verpackt werden. “Man macht die erste Lage auf, nimmt die Wurst heraus, der Rest bleibt dicht verpackt und damit frisch”, erklärt Kuchler. Neben der ständigen Weiterentwicklung des Angebots sieht der junge Firmenchef einen zweiten Erfolgsfaktor des Unternehmens: “Das sind unsere Mitarbeiter. Viele sind schon jahrzehntelang bei uns.” Ein gutes Betriebsklima sei die wichtigste Basis für eine florierende Firma. Rund 50 Menschen finden hier Arbeit, vor zwei Jahren gab es den Forschungs- und Innovationspreis des Landes Kärnten.

Neuartige Bio-Verpackung für Wurst und Käse aus Klagenfurt

Die Schließung der Grabeskirche in Jerusalem ist laut dem Leiter des Lateinischen Patriarchats in Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, auch angesichts der Corona-Epidemie keine Option. “Die Grabeskirche ist sehr groß, vielleicht können wir zwei oder drei voneinander getrennte Gruppen mit maximal zehn Personen schaffen”, sagte der Italiener laut einem Kathpress-Bericht vom Donnerstag.

Schließung der Grabeskirche in Jerusalem "keine Option"

In Italien ist am Dienstag die Zahl der Coronavirus-Todesopfer innerhalb von 24 Stunden um 604 auf insgesamt 17.127 gestiegen. Der Höhepunkt war am 26. März mit 969 Gestorbenen an einem Tag verzeichnet worden. Die Zahl der Infizierten kletterte um 880 Personen auf 94.067, das ist der niedrigste Anstieg von neuen Fällen seit Beginn der Pandemie am 20. Februar, teilte der Zivilschutz mit. Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation lag bei 3.792 Personen. Am vierten Tag in Folge war die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen rückgängig, was eine wichtige Entlastung für die Krankenhäuser bedeute, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli. 28.718 Covid-Patienten befanden sich noch in den italienischen Spitälern. Die Zahl der Genesenen kletterte auf 24.392.

Epidemiekurve in Italien beginnt zu sinken

Der islamische Friedhof in Wien-Liesing verweigert dem Wien-Attentäter das Begräbnis. “Allah wird mit ihm abrechnen. Aber auch wir hatten das Gefühl, etwas tun zu müssen”, sagte Friedhofsverwalter Ali Ibrahim zum “Kurier” (Donnerstagausgabe). Eigentlich hätte hier demnächst der Attentäter von Wien begraben werden sollen. In der Großmarktstraße 2a am Wiener Stadtrand befindet sich seit 2008 der erste islamische Friedhof Österreichs (einen weiteren gibt es noch in Vorarlberg). Obwohl ein fixer Termin – entgegen anderslautender Medienberichte – bis zuletzt noch gar nicht feststand, entschloss sich die Friedhofsverwaltung am Mittwoch aber dagegen, den Attentäter dort zu begraben. “Er ist ein Mörder, der unschuldige Menschen getötet hat und damit den ganzen Muslimen geschadet hat”, sagt Ali Ibrahim im “Kurier”. Er habe diese Entscheidung der Gemeinde mitgeteilt, diese würde hinter der Entscheidung stehen. Auch andere Gläubige hätten ihm gegenüber schon massive Bedenken geäußert, da sie “nicht neben einem Mörder liegen wollen”, wie Ali Ibrahim erklärt. Wo und wann der Täter nun begraben wird, ist nun offen. Als Alternative käme Vorarlberg infrage oder ein Begräbnis in Nordmazedonien, wo der in Mödling aufgewachsene Attentäter zumindest Wurzeln hat. Auch auf dem Wiener Zentralfriedhof gibt es einen Bereich für Muslime.

Islamischer Friedhof verweigert dem Täter Begräbnis

Trotz anhaltender Rekordtemperaturen in Sibirien ist die Zahl der verheerenden Waldbrände in der russischen Region nach offiziellen Angaben erkennbar zurückgegangen. Wie der russische Waldbeobachtungsdienst mitteilte, kämpften Feuerwehrleute am Samstag noch gegen 136 Waldbrände auf einer Gesamtfläche von 43.000 Hektar. Um die Brände unter Kontrolle zu bekommen, setzten die Einsatzkräfte demnach auch Sprengstoff ein. Durch eine sogenannte Wolkenimpfung soll zudem die Regenwahrscheinlichkeit erhöht werden. Feuer schwer erreichbar Ein Großteil der Feuer sei allerdings sehr schwer erreichbar, erklärte der Waldbeobachtungsdienst, der auch auf die hohen Kosten solcher Feuerwehreinsätze verwies. Demnach stehen nach wie vor Gebiete mit einer Fläche von mehr als 330.000 Hektar in Flammen, ohne dass dort Feuerwehrleute im Einsatz sind. Vergangene Woche brannte es in Sibirien noch auf einer Fläche von zwei Millionen Hektar. Wie Satellitenaufnahmen zeigten, ist nach wie vor die an den Arktischen Ozean angrenzende Region Jakutien besonders schwer von den Waldbränden betroffen. Die dortige Regionalregierung hatte vergangene Woche den Notstand ausgerufen. Seit Mitte Juni hat sowohl die Zahl der Waldbrände als auch deren Intensität in Sibirien sowie in Teilen von Alaska im Vergleich zu den Vorjahren massiv zugenommen. Klimaforscher sehen die Ursache dafür in einer Kombination aus beispiellos hohen Temperaturen und einer niedrigen Bodenfeuchtigkeit. Der russische Wetterexperte Roman Vilfand erklärte, Hochdruckgebiete seien in den vergangenen Jahren in der nördlichen Hemisphäre sehr viel üblicher geworden – auch in der Arktis. Sogenannte Antizyklone verhindern die Wolkenbildung und somit auch Regen. Für den Polarkreis, wo es im Sommer nicht dunkel wird, bedeutet das in den Sommermonaten permanente Hitze auf der Erdoberfläche. Nach Angaben von Greenpeace wurden in Russland seit Jahresbeginn mehr als neun Millionen Hektar Land durch Waldbrände beschädigt. Dies entspricht etwa der Fläche Portugals. Die Umweltschutzorganisation kritisiert die unzureichende Finanzierung von Forstämtern in Russland, die nicht genug Mittel zur Prävention von Waldbränden hätten.

Feuerwehr in Sibirien kämpft bei Rekordtemperaturen gegen Waldbrände