Tausende Österreicher beteiligten sich an Klimastreik im Netz

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Tausende Österreicher beteiligten sich an Klimastreik im Netz

Unter dem Motto “Gemeinsam schaffen wir jede Krise” haben zahlreiche Organisationen, NGOs und Klima-Initiativen des Bündnisses “Klimaprotest” heute zur Teilnahme am fünften globalen Klimastreik aufgerufen. Unter den Hashtags #NetzstreikFürsKlima und #FightEveryCrisis sollten österreichweit Schilder und Banner an Fenstern, Balkonen oder Zäunen aufgehängt und Fotos im Netz gepostet werden. Bei der Online-Kundgebung mit Reden und Musik haben laut den Veranstaltern Tausende Menschen teilgenommen, dem digitalen Demozug haben sich fast 4.000 Streikende angeschlossen.

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SARS-CoV-2 könnte in seiner Aktivität temperaturabhängig sein. Nach entsprechenden ersten Berichten über eine höhere Infektionsrate bei winterlichen Temperaturen hat der aus Österreich stammende Software-Unternehmer Alex Bäcker (QLess/Pasadena/USA) entsprechende statistische Abschätzungen durchgeführt. Fazit: Hohe Temperaturen “bremsen” SARS-CoV-2 offenbar wirklich.

Hohe Temperaturen sollen Corona-Virus bremsen

Angesichts neuer Spannungen mit Nordkorea ist in Südkorea der Vereinigungsminister Kim Yeon-chul zurückgetreten. Präsident Moon Jae-in habe dessen Rücktrittsgesuch akzeptiert, teilte das Präsidialamt in Seoul am Freitag mit. Kim hatte schon am Mittwoch seine Rücktrittsabsicht geäußert und erklärt, er wolle die Verantwortung für die Verschlechterung der Beziehungen zu Nordkorea auf sich nehmen. Ein Nachfolger für den Chef des Ressorts, das für die Beziehungen zum verfeindeten Nachbarland zuständig ist, wurde zunächst nicht bekannt. Nordkorea hatte in dieser Woche ein innerkoreanisches Verbindungsbüro in der Grenzstadt Kaesong gesprengt und mit der Wiederaufnahme von Militärübungen an der Grenze gedroht. Auch kündigte die Armeeführung an, wieder Soldaten in ehemals gemeinsam mit Südkorea genutzten Industrie- und Tourismusgebiete verlegen zu wollen. Moon hatte sich den Angaben zufolge am Donnerstag mit dem Minister getroffen und sich dessen Position angehört. Der Präsident hatte Kim, der als Befürworter einer aktiven Annäherung zu Pjöngjang gilt, kurz nach dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea Ende Februar 2019 in Vietnam nominiert. Seit dem Gipfel, bei dem es um Nordkoreas Atomwaffenprogramm ging, kommen auch die innerkoreanischen Beziehungen nicht mehr voran. Die kommunistische Führung Nordkoreas hatte zuletzt verärgert auf eine neue Propagandaflugblatt-Aktion südkoreanischer Aktivisten und nordkoreanischer Flüchtlinge reagiert. Diese hatten Ende Mai an der Grenze etwa 500.000 in großen Ballons verpackte Flugblätter mit Kritik an der autokratischen Führung in Pjöngjang in Richtung Norden geschickt. Pjöngjang wirft der Regierung in Seoul vor, diese seit vielen Jahren unternommenen Aktionen zu tolerieren. Südkorea hatte das Nachbarland davor gewarnt, die Situation weiter zu verschärfen.

Südkoreanischer Minister tritt wegen Streit mit Nordkorea ab

Das neue Coronavirus ist einer Studie zufolge auch nach Stunden auf Oberflächen auffindbar. Auf Kupfer seien lebensfähige Viren bei Tests bis zu vier Stunden, auf Karton bis zu 24 Stunden und auf Plastik und rostfreiem Stahl bis zu drei Tage nachweisbar gewesen, teilten die Forscher unter anderem von der Universität Princeton und der University of California in Los Angeles mit.

Virus bis zu drei Tage auf Plastik und Stahl feststellbar

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat vor der Fortsetzung des EU-Gipfels zu den Corona-Milliardenhilfen auf die Notwendigkeit von Reformen in den bedürftigen Ländern gepocht. “In einem Krisenmoment muss man solidarisch sein mit Ländern, die es noch schwerer haben als wir”, betonte Rutte am frühen Samstagmorgen nach der ergebnislosen ersten Runde der Beratungen in Brüssel. “Gleichzeitig sage ich dann, was unternehmen wir, damit diese Länder notwendige Reformen durchführen und wie können wir das festnageln, dass die auch stattfinden”, fügte Rutte hinzu. Mit dem Ruf nach Reformen stünden die Niederlande nicht alleine da, bei der Frage der Überprüfbarkeit von Reformen gebe es nur eine kleine Gruppe von Unterstützern. “Das wird wirklich noch einen Moment dauern”, sagte Rutte zum Fortgang der Verhandlungen am Samstag. “Die Rabatte, die Reformen, das ist alles noch in der Diskussion”, meinte er. “Ich hoffe, dass es für eine Reihe der schwierigen Punkte Vorschläge gibt.” Natürlich hätten die Niederlande angesichts der großen Beträge, um die es geht, ihren Standpunkt klar vertreten. “Die Niederlande haben gesagt, wenn Länder Zuschüsse wollen, dann unter sehr strikten Bedingungen, wobei natürlich die Höhe noch eine Diskussion ist.” Beim Budget gehe es den Niederlanden um das Beibehalten von Rabatten, und darum, dafür zu sorgen, sich nicht zu verschlechtern. Es gebe grundsätzlich Konsens, dass es Rabatte gebe, die Frage sei aber, wie hoch diese Rabatte seien, meinte Rutte. Die Niederlande sind Teil der “Sparsame Vier” genannten Allianz von Nettozahler-Ländern, der neben Dänemark und Schweden auch Österreich angehört. Im Ringen um den milliardenschweren Corona-Aufbauplan nehmen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und die anderen EU-Staats- und Regierungschefs am Samstag einen neuen Anlauf. Denn am ersten Tag des Brüsseler EU-Sondergipfels hatten sich die Verhandlungen völlig verhakt. EU-Ratschef Charles Michel unterbrach die Gespräche kurz vor Mitternacht ohne Ergebnis. EU-Budgetkommissar Johannes Hahn hat noch Hoffnung auf eine Einigung. Am Freitag sei ein Tag schwieriger Verhandlungen zu Ende gegangen, Samstag sei aber ein anderer Tag “und noch immer eine Chance für einen Kompromiss”, twitterte Hahn in der Nacht. “Ich hoffe, dass der europäische Geist siegt – im Interesse aller”, fügte Hahn hinzu.

Rutte pocht weiter auf Reformen: EU-Länder "festnageln"

Nach dem schweren Corona-Ausbruch in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist die Diskussion um Reisebeschränkungen für Menschen von dort nun auch in Österreich angekommen, besser gesagt in Wels. Anlassfall ist eine deutsche Reisegruppe aus dem betroffenen Landkreis Warendorf, die in Wels nächtigte. Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) fordert nun eine Bundesregelung für den Umgang mit deutschen Urlaubern. Die deutsche Reisegruppe mit rund 30 Teilnehmern wollte ursprünglich in Bayern einen Radurlaub machen, wurde aber dort unter Hinweis auf ein Beherbergungsverbot für Reisende aus der Risikoregion abgewiesen. Sie wichen nach Wels aus und mieteten sich dort in ein Hotel ein. Der Eigentümer war vorsichtig. Deshalb unterzogen sich die Gäste freiwillig Tests, alle waren negativ, wie die Stadt Wels der APA mitteilte. Dennoch forderte der Welser Bürgermeister Rabl unter Hinweis darauf, dass im Sommer tausende Urlaubsgäste aus Nachbarländern zu erwarten seien, in denen die Coronavirus-Gefahr aktuell sei: “Der Bund wird sich daher überlegen müssen, wie er zukünftig damit umgeht, damit die Länder und auch die Gemeinden wissen, was sie zu tun haben”. In Wels hatte es am Donnerstag nach längerer Infektionsfreiheit wieder erste Coronafälle gegeben. Diese haben zwar mit der deutschen Urlaubergruppe nichts zu tun, allerdings ist darunter ein Fall eines Heimkehrers aus einem nicht näher genannten Risikogebiet. Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) ist der Ansicht, dass die Krankheit nicht weg sei und eben tagesaktuell zu bewerten sei, welche Maßnahmen zu setzen sind. Gerade in Oberösterreich habe man sich sehr gefreut, als die Grenzen zu Deutschland aufgegangen sind. “Aber genauso muss man jetzt wachsam bleiben, und nicht um jeden Preis Grenzöffnungen voranbringen”, so Stelzer im ORF-Radio Ö1. Er tritt nicht für Urlaubsverbote für Deutsche ein, appelliert aber an den Hausverstand. “Wenn ich in einem Gebiet wohne, wo es größere Ausbrüche der Krankheit gibt, begebe ich mich nicht ins Ausland. Denn dort muss ich ja dann mit Quarantänemaßnahmen, mit Absonderungen und vielleicht auch damit rechnen, dass ich behördlich wieder zurückgeschickt werde”, sagte er und riet Urlaubern aus Risikogebieten eindringlich von einer Reise ab. Das Außenministerium hat am Donnerstag die wegen des massiven Coronavirus-Ausbruchs beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies verhängte partielle Reisewarnung für das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen wieder aufgehoben und auf die beiden Landkreise Gütersloh und Warendorf beschränkt. Zuvor hatte es Kritik aus Deutschland an der österreichischen Entscheidung gegeben. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, entgegen früherer Ankündigung doch keine Landeverbote für Flugzeuge aus Nordrhein-Westfalen zu verhängen. An den österreichischen Flughäfen werden Gesundheitskontrollen – in Form von Fieberchecks – vorgenommen. Für auf dem Landweg einreisende Touristen gibt es keine Einschränkungen. Reisende aus Nordrhein-Westfalen würden genauso behandelt wie aus ganz Deutschland, sagte ein Sprecher des Krisenstabs des Innenministeriums gegenüber der APA.

Aufregung in Wels um Touristen aus Corona-Risikoregion

Im Ringen um die Entwicklung von Atomwaffen macht Nordkorea Berichten zufolge trotz internationaler Sanktionen Fortschritte. Mehrere Länder gehen davon aus, dass der Staat “wahrscheinlich kleine nukleare Vorrichtungen entwickelt” hat, die in die Sprengköpfe ballistischer Raketen passen, wie aus einem vertraulichen UNO-Bericht hervorgeht. Die Länder, die in dem Dokument nicht näher benannt werden, nehmen an, dass Nordkoreas vergangene sechs Atomtests wahrscheinlich zur Entwicklung der verkleinerten Atomsprengköpfe beigetragen haben. Die Regierung in Pjöngjang hat seit September 2017 keinen offiziellen Atomtest mehr durchgeführt. Das Dokument des Expertengremiums der Vereinten Nationen zur Einhaltung der Sanktionen gegen Nordkorea betonte dabei, dass die Einschätzungen auf Informationen eines Mitgliedslandes zurückgingen. Die Demokratische Volksrepublik Korea setzt ihr Atomprogramm fort, einschließlich der Produktion von hochangereichertem Uran und dem Bau eines experimentellen Leichtwasserreaktors, heißt es in dem Bericht weiter. Dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un nach Atomwaffen strebt, ist dabei kein Geheimnis. Erst vor wenigen Tagen machte er bei einer Rede deutlich, dass er im Atomwaffenarsenal seines Landes eine Garantie für die Sicherheit sieht. Dank unserer zuverlässigen und wirksamen nuklearen Abschreckung zur Selbstverteidigung wird es ein Wort wie Krieg in diesem Land nicht mehr geben, hatten ihn die Staatsmedien Ende Juli zitiert. Die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel war der zentrale Streitpunkt bei mehreren Verhandlungsrunden zwischen Washington und Pjöngjang. Die bilateralen Atomgespräche stecken seit dem gescheiterten Gipfeltreffen von US-Präsident Trump mit Kim im Februar 2019 in Vietnam fest. Beide Seiten konnten sich nicht auf einen Fahrplan für die atomare Abrüstung Nordkoreas und die Gegenleistungen Washingtons einigen.

Nordkorea hat "wahrscheinlich" kleine Atomwaffen