Telefonische Krankmeldung für Covid-19-Verdachtsfälle wird verlängert

Merken
Telefonische Krankmeldung für Covid-19-Verdachtsfälle wird verlängert

Der Herbst kommt und stellt das Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen: Bereits in den vergangenen Wochen ist die Zahl der Covid-19-Infizierten gestiegen. Die Österreichische Gesundheitskasse reagiert daher schnell und verlängert die telefonische Krankmeldung für Verdachtsfälle bis Ende des Jahres 2020, um Ordinationen und die Gesundheitshotline 1450 zu entlasten.

Damit soll die Absonderung für Covid-19-Verdachtsfälle österreichweit sichergestellt werden. Um Ärztinnen und Ärzte besser zu unterstützen und das Risiko einer Ansteckung bei derartigen Fällen möglichst gering zu halten, legt die ÖGK eine österreichweite Vorgehensweise für Covid-19-Verdachtsfälle.

Wie funktioniert das?

Personen, die als Verdachtsfall gelten, sollen jedenfalls die Gesundheitshotline 1450 kontaktieren, um weiterhin eine österreichweite Übersicht über Verdachtsfälle zu gewährleisten. In den meisten Bundesländern wird auch über 1450 eine Testung und behördliche Absonderung veranlasst. Bis zur behördlichen Absonderung bzw. bis zum Vorliegen eines Testergebnisses können die Betroffenen in einer Ordination anrufen und nach einer telemedizinischen Abklärung telefonisch krankgeschrieben werden. Voraussetzung ist, dass die Person auch entsprechende Symptome aufweist.

Bei einem positiven Testergebnis, greift die behördliche Absonderung jedenfalls rückwirkend: Die Absonderung nach dem Epidemiegesetz ersetzt die Arbeitsunfähigkeitsmeldung. Bei einem negativen Testergebnis erlischt die Krankschreibung spätestens nach fünf Arbeitstagen. Ist die betroffene Person aber weiterhin krank, so ist für die Verlängerung der Krankmeldung ein persönlicher Arztbesuch notwendig.

Unbürokratisch und risikolos

Mit diesem Vorgehen will die ÖGK sicherstellen, dass Patientinnen und Patienten, die Covid-19-Symptome zeigen, möglichst unbürokratisch und risikolos eine Krankmeldung erhalten und dafür nicht extra eine Ordination aufsuchen müssen. Für alle anderen Erkrankten gilt dies nicht, sie können weiterhin von einem Arzt oder einer Ärztin persönlich untersucht und krankgeschrieben werden.

Die Verlängerung der telefonischen Krankmeldung bei Covid-19-Verdachtsfällen soll die Arbeit der Vertragspartnerinnen und Vertragspartner der ÖGK erleichtern. Sie spielen während der Pandemie eine entscheidende Rolle bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die italienische Regierung überlegt, die Schulen erst im September wieder zu öffnen. Sollte weiterhin Epidemiegefahr bestehen, müssten Maßnahmen zur Distanzierung der Schüler in den Schulklassen ergriffen werden, sagte die italienische Bildungsministerin Lucia Azzolina in einem TV-Interview am Sonntagabend.

Italien denkt an Neustart der Schulen im September

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln rechnet wegen der Coronakrise mit fallenden Mietpreisen in Deutschland. Grund sei, dass den Haushalten wegen möglicher Insolvenzen und steigender Arbeitslosigkeit insgesamt weniger Einkommen zur Verfügung stehe, heißt es in einer Studie.

Institut erwartet fallende Mietpreise in Deutschland

“You can’t cancel Rock’n’Roll Show”: Klare Worten finden die Veranstalter des Nova-Rock-Festivals, das eigentlich am heutigen Mittwoch in seine diesjährige Ausgabe gestartet wäre. So musste der Konzertreigen zwar coronabedingt abgesagt werden, dafür hat man sich etwas besonderes einfallen lassen und bringt am Freitag die sehnlichst erwartete Rockshow den Fans einfach nach Hause – per Videostream. Nun sind es zwar nicht die harten Klänge von System of a Down oder der hymnische Rock aus dem Hause Foo Fighters – zwei der eigentlich bis Samstag angesagten Headliner des Festivals. Dafür hat sich das Nova-Rock-Team auf heimische Kost konzentriert und vier Gruppen auf der Red Bull Stage ein sozusagen imaginäres Festival spielen lassen. Mit dabei auch das Erfolgsduo Seiler & Speer, das sich live bekanntlich keine Blöße gibt und beim Nova Rock bereits 2018 ein waschechtes Heimspiel vor Tausenden frenetischen Anhängern absolvierte . Eine Spur härter legt es hingegen die Wiener Metalband Black Inhale an, ebenfalls alte Bekannte für Festivalbesucher in Nickelsdorf. Mit “Resilience” hat die Gruppe außerdem ein brandneues Album im Gepäck, das es vorzustellen gilt. Abgerundet wird das ab 20.30 Uhr auf abzurufende Programm von den Amadeus-Gewinnern Kaiser Franz Josef sowie Reverend Backflash. Unterdessen gibt es bereits die ersten Namen für das nächste Jahr: System of a Down, Korn und Volbeat, schon für die diesjährige Ausgabe am Line-up, haben sich von 2. bis 5. Juni 2021 erneut angesagt. Und auch auf Acts wie Billy Talent, Deichkind, The Offspring, Social Distortion oder Seiler & Speer müssen die Nova-Fans nicht verzichten. Alle wären eigentlich dieser Tage im Burgenland zu erleben gewesen und wurden nun von den Veranstaltern auch für das kommende Jahr gewonnen. Zu den ebenfalls bereits enthüllten Künstlern gehören Bring Me The Horizon, Bad Religion, Steel Panther, Dame, Heilung, Bush und Mando Diao. Als Special-Late-Night-Act geben sich die deutschen Technoheroen Scooter die Ehre.

Nova Rock bringt Minifestival per Videostream nach Hause

Die Pflegekräfte in Österreich sind im internationalen Vergleich besonders belastet. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. 35 Prozent von ihnen berichten von Gesundheitsproblemen im Zusammenhang mit ihrer Arbeit, während es im OECD-Schnitt nur 15 Prozent sind. Einzig in Finnland ist der Wert höher. In Spanien geben hingegen nur sieben Prozent der Pfleger an, dass sie in den vorangegangenen zwölf Monaten ein auf ihre Arbeit bezogenes Gesundheitsproblem hatten. Allgemein sind Pflegekräfte höheren Gesundheitsrisiken ausgesetzt als Arbeitskräfte in anderen Sektoren, heißt es in der Studie mit Blick auf eine Untersuchung in den EU-Staaten. In dieser berichteten lediglich 7,9 Prozent aller Beschäftigten von gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang mit ihrem Job. Ebenfalls einen Spitzenwert belegt Österreich, was Risikofaktoren am Arbeitsplatz betrifft. Rund 90 Prozent der heimischen Pfleger sagten, dass sie bei ihrer Arbeit einem solchen ausgesetzt seien. Dies ist die dritte Stelle hinter Frankreich und der Schweiz. Der OECD-Durchschnitt liegt hier bei 64 Prozent. Explizit führen die Forscher der in Paris ansässigen Organisation auch eine österreichische Untersuchung an, bei der 68 Prozent der Befragten sagten, dass sie nach einem Arbeitstag erschöpft seien. Die knapp 200 Seiten dicke Studie mit dem Titel “Who Cares? Attracting and Retaining Care Workers for the Elderly” (Wer kümmert sich? Pflegekräfte für die Älteren anziehen und halten”) widmet sich neben einer Bestandsaufnahme vor allem Möglichkeiten, den massiv steigenden Bedarf an Pflegern in den kommenden Jahren zu decken. Rekrutierung von Männern, bessere Bezahlung und Ausbildung, aber auch Einsatz von Technologie werden diskutiert. Mehr als 90 Prozent der Pflegekräfte seien weiblich, 20 Prozent jeweils im Ausland geboren. Die meisten von ihnen seien Frauen im mittleren Alter, mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren. Die meisten Beschäftigten des Sektors (70 Prozent) hätten keine Krankenpflegerausbildung. Dies schlage sich auch in der Bezahlung nieder. Während der durchschnittliche Stundenlohn im Spitalsbereich 14 Euro betrage, liege er in der persönlichen Pflege bei nur neun Euro. Was den Anteil von männlichen Pflegern betrifft, liegt Österreich der Studie zufolge etwas besser als der OECD-Durchschnitt. Detaillierte Daten dazu waren jedoch nicht zu erhalten. Entgegen einer verbreiteten Wahrnehmung sind im österreichischen Pflegesektor auch nicht überproportional viele im Ausland geborene Personen beschäftigt. Mit etwas weniger als 30 Prozent liegt der Anteil nur einige Prozentpunkte höher als in der Gesamtbevölkerung. Der OECD-Schnitt liegt hier bei über 20 Prozent. Deutlich höher ist in Österreich jedoch der Anteil der Teilzeitbeschäftigten im Pflegesektor (60 Prozent, um 15 Prozentpunkte mehr als der OECD-Schnitt). Wegen der alternden Bevölkerung werden in den kommenden 20 Jahren um 60 Prozent mehr Pflegekräfte in den OECD-Staaten benötigt, um den bisherigen Versorgungsstand zu halten. Das entspreche 13,5 Millionen Jobs in dem Sektor. Aktuell sei der Engpass am größten in Staaten wie der Slowakei, Polen und Rumänien, die in europäischem Maßstab als Exporteure von Pflegekräften gelten. Die Coronakrise habe gezeigt, wie wichtig der Pflegebereich sei, betont die OECD. Schließlich seien Schätzungen zufolge mehr als 50 Prozent aller Covid-19-Todesfälle in Pflegeeinrichtungen zu beklagen gewesen. Die OECD hat derzeit 37 Mitgliedsstaaten, neben 22 EU-Staaten sind dies Australien, Chile, Großbritannien, Island, Israel, Japan, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, die Schweiz, Südkorea, die Türkei und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Österreichs Pflegekräfte besonders belastet

Ab Montag gelten bei der Einreise aus ausländischen Corona-Risikogebieten nach Bayern verschärfte Quarantänevorschriften. Quarantänepflicht gilt dann im Grundsatz für alle bayerischen Rückkehrer, die sich länger als 24 Stunden in Tirol oder einem anderen Risikogebiet aufgehalten haben, ebenso für alle Ausländer, die länger als 24 Stunden in Deutschland bleiben. Bisher war die Schonfrist doppelt so lang. Als Covid-Risikogebiet gilt laut Robert Koch Institut seit 1. November gesamt Österreich mit Ausnahme der Gemeinden Jungholz und Mittelberg / Kleinwalsertal. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte betont, dass Fahrten zum Einkaufen oder Arztbesuche weiter möglich sein sollen. “Gleichwohl ruft das bayerische Gesundheitsministerium dazu auf, auf unnötige Reisen zu verzichten und Kontakte wo immer möglich zu beschränken.” Wie im gesamten deutschen Bundesgebiet wird allerdings die Quarantänepflicht bei der Einreise aus einem Risikogebiet im Ausland verkürzt: Sie wird von 14 auf 10 Tage reduziert. Reisende können frühestens nach fünf Tagen in Isolation die Quarantäne vorzeitig mit einem negativen Testergebnis beenden. Der Test darf frühestens fünf Tage nach der Einreise nach Deutschland vorgenommen worden sein. Der deutsche Bund legte den 16 Bundesländer als Grundlage eine sogenannte Musterverordnung vor. Rechtlich umgesetzt werden muss das aber von den jeweiligen Landesregierungen. “Im Wesentlichen hat die bayerische Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) die Vorgaben der Musterverordnung umgesetzt”, sagte Huml. “Allerdings gibt es in Bayern weiterhin eine regelmäßige Testpflicht für Grenzgänger.” Das bedeutet, dass Pendler und andere Menschen, die von Berufs wegen in ein Nachbarland fahren, sich jede Woche testen lassen müssen. Ausgenommen von den Quarantäne-Vorschriften sind unter anderem Soldaten aus NATO-Staaten und hochrangige Diplomaten.

Neue Quarantäneverordnung für Einreise nach Bayern in Kraft

Nachdem am vergangenen Donnerstagabend zwei Personen mit einem gestohlenen Auto einen Verkehrsunfall verursacht haben, konnten die Tatverdächtigen später am Bahnhof festgenommen werden.

Autodiebe bei Fahndung nach Verkehrsunfall mit gestohlenem PKW in Wels festgenommen