Thunberg kritisiert brasilianischen Umweltminister

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Thunberg kritisiert brasilianischen Umweltminister

Greta Thunberg hat Kritik an den Äußerungen des brasilianischen Umweltministers Ricardo Salles zu Lockerungen von Bestimmungen für das Amazonas-Gebiet in der Covid-19-Pandemie geübt. “Stellt euch vor, was gesagt wurde, als die Kamera aus war. Unsere gemeinsame Zukunft ist nur ein Spiel für sie“, schrieb die schwedische Klima-Aktivistin auf Twitter.

Zudem verlinkte sie einen Bericht über ein am Freitag freigegebenes Video einer Kabinettssitzung. Salles zufolge sollte die Regierung es ausnutzen, dass die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf das Coronavirus gerichtet sei, um Umweltvorschriften für Amazonien zu lockern, ohne einen Aufschrei zu erzeugen. “Wir haben in diesem Moment die Gelegenheit, alle Regelungen zu ändern und die Vorschriften zu vereinfachen”.

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Nur vier EU-Länder liegen hinsichtlich der Digitalisierung von Unternehmen laut der Europäischen Investitionsbank vor den USA: Dänemark, die Niederlande, Tschechien und Finnland. Österreich liegt mit Platz 13 auf dem EIB-Digitalisierungsindex für 2019 knapp über dem EU-Schnitt und gehört noch zu den “starken” Ländern. Generell sieht die EIB Handlungsbedarf, vor allem aufgrund der Coronapandemie. Laut der am Montag veröffentlichten Studie auf Basis von Unternehmensdaten und Wahrnehmung sind Firmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad produktiver als nicht-digitalisierte, haben ein besseres Management, sind innovativer, wachsen schneller und schaffen besser bezahlte Arbeitsplätze. Eine Erholung nach einer globalen Krise werde dadurch vereinfacht, so die Europäische Investitionsbank (EIB).

EIB-Bericht: Österreichs Unternehmen "stark" bei Digitalisierung

Die Prämien für 200 Führungskräfte und den Vorstand der Austrian Airlines (AUA) sorgen seit Wochenbeginn bei Gewerkschaft und Opposition weiter für Empörung. Die Gewerkschaft und die Opptositionsparteien, aber auch Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) üben harsche Kritik, Blümel forderte am Mittwoch eine Rückzahlung. Dem kommt der AUA-Vorstand nun nach, wie AUA-Boss Alexis von Hoensbroech via Twitter wissen lässt. Nach Rücksprache mit dem Finanzminister habe man beschlossen, “die für 2019 ausgezahlten Boni des Vorstands freiwillig zurückzulegen”. Dies geschehe “zusätzlich zum bereits fixierten Verzicht auf 2/3 unserer Einkünfte für die kommenden Jahre”, so von Hoensbroech. Zuvor übte Blümel weiter Kritik an den Prämien bei der AUA. In der Tageszeitung “Österreich” forderte er, dass die Vorstände ihre Bonus-Zahlungen zurückzahlen. “Staatshilfen für das Unternehmen in Anspruch zu nehmen, Mitarbeiter in Kurzarbeit zu haben und als Vorstand gleichzeitig Boni auszubezahlen, ist völlig inakzeptabel. Ich erwarte, dass der Vorstand den Bonus umgehend zurückbezahlt“, zitierte die Zeitung “Österreich” den Finanzminister in einer Aussendung. Wie ein Sprecher von Bümel auf APA-Rückfrage erklärte, betrifft diese Forderung nur den Vorstand, nicht die übrigen Führungskräfte der Airline. Halbe Million Euro Bonus für Vorstand Die AUA argumentiert, die Zahlungen seien für 2019, nicht für das Coronajahr 2020. Insgesamt seien für das abgelaufene Geschäftsjahr 2,9 Millionen Euro an Boni ausgezahlt worden. Eine halbe Million Euro davon ging demnach an den Vorstand. Grundlage dafür sei ein bereinigter operativer Gewinn (EBIT) von 19 Millionen Euro im Jahr 2019 gewesen. Wegen der Krise verzichten die AUA-Vorstände aktuell auf “rund zwei Drittel ihres Gesamtgehalts”, die anderen Führungskräfte auf “bis zu ein Drittel”, wie eine Sprecherin erklärte. “Das wird es nicht nur 2020, wo wir Verluste schreiben werden, geben, sondern die nächsten drei bis fünf Jahre – je nach wirtschaftlicher Lage.” Prämien gibt es in vielen Firmen und sind meist vom Erfolg des Unternehmens abhängig, sie sind zum Teil auch in den Dienstverträgen vereinbart. Dazu kommt, dass 2019, das Jahr auf das sich die aktuellen Prämien beziehen, ein Großteil der Betriebe in Österreich noch gute Zahlen geschrieben hat. Im mittleren Management und dem Vorstand setzen sich die Gagen fast immer aus einem Grundgehalt und einer variablen Vergütungzusammen. Der Kleinaktionärsvertreter Wilhelm Rasinger hält Boni-Zahlungen trotz Krise für legitim, sie seien aber unsensibel gegenüber der Öffentlichkeit und dem Steuerzahler, wie er zur APA sagte. Beim Vorstand des von der Coronakrise ebenfalls schwer getroffenen Flughafen Wien wird die aktuell schwierige Situation bei den Prämien für 2020 berücksichtigt. “Da die Gesellschaft beabsichtigt, Unterstützungsleistungen aus dem Notfallfonds der Bundesregierung zu beanspruchen, wird die Bonusauszahlung 2020 den Richtlinien entsprechend auf 50 Prozent der erreichbaren Bonuszahlung für 2019 reduziert“, heißt es in Unterlagen zur anstehenden Hauptversammlung. Die beiden Flughafen-Vorstände haben ein Grundgehalt von je rund 350.000 Euro brutto im Jahr. Durch Prämien kann es auf das Doppelte steigen. 2019 schrieb der Airport Rekordzahlen. Auch andere Branchen, die die Krise zu spüren bekommen haben, sehen keinen Grund, die Prämien für das vergangene Jahr infrage zu stellen. So erklärte der Baukonzern Strabag, der heuer von einem Einbruch der Bauleistung um 10 Prozent ausgeht und Mitarbeiter vorübergehend in Kurzarbeit hatte, auf APA-Anfrage, für 2019 die variablen Gehaltsbestandteile auszuzahlen. “2019 war für uns ein wirtschaftliches Rekordjahr. Und auch der bisherige Geschäftsverlauf des Jahres 2020 gibt keinen Anlass, von vertraglichen Verpflichtungen und berechtigter Leistungshonorierung abzugehen”, so eine Sprecherin. Voest-Vorstand: Von 13 auf 8 Millionen Euro Bei der voestalpine hat sich die Krise bereits auf die Vorstandsgehälter ausgewirkt. Das Vergütungsmodell sei seit jeher so konzipiert, dass es rasch auf wirtschaftliche Veränderungen reagiere, erklärte Sprecher Peter Felsbach. “So haben sich die Bezüge des Gesamtvorstandes der voestalpine AG aufgrund des schwierigen konjunkturellen Umfeldes und der ersten Auswirkungen von Covid 19 bereits von rund 13 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2018/19) auf 8 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 reduziert”, teilte Felsbach auf APA-Anfrage mit. Beim Linzer Stahlkonzern reicht Kurzarbeit alleine nicht mehr aus – an den beiden steirischen Produktionsstandorten Kindberg und Kapfenberg sollen noch heuer Hunderte Jobs gestrichen werden. Der Faserhersteller Lenzing teilte mit, die vereinbarten Prämien für 2019 seien schon im ersten Quartal, also noch vor Ausbruch der Coronakrise ausbezahlt worden. Prämien gibt es auch bei den teilstaatlichen Casinos. Wie die Tageszeitung “Kurier” am Mittwoch berichtete, werden diese wegen Krise nun aber gekürzt. Die Prämie von Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner und ihrem Vorstandskollegen Martin Skopek, die rund die Hälfte des Gesamtbezugs ausmache, werde um 50 Prozent gekürzt und beim Fixum verzichten beide zusätzlich auf 20 Prozent, so die Zeitung. Krisenfonds bei der FACC Beim Luftfahrtzulieferer FACC gab es für 2019 keine Prämien. “Wir haben auch die Gewinne zu 100 Prozent im Unternehmen gehalten mit dem Ziel die Liquidität des Unternehmens nach Corona zu stärken”, so FACC-Pressesprecher Andreas Perotti. Durch einen Gehaltsverzicht des Vorstands sei ein FACC-Krisenfonds mit 100.000 Euro eingerichtet worden. Die Gewerkschaft vida fordert von Finanzminister Blümel ein Verbot von Boni. “Was es endlich braucht, sind klare gesetzliche Spielregeln, dass, wenn Konzerne mit Steuergeld unterstützt werden und bei den Beschäftigten gespart wird, keine zusätzlichen Boni mehr an ohnedies gut bezahlte Manager fließen dürfen”, verlangte vida-Chef Roman Hebenstreit am Mittwoch in einer Aussendung. Wie das Thema Boni bei den ÖBB gehandhabt werde, wisse er nicht, so Hebenstreit zur APA. Als Belegschaftsvertreter sei er da außen vor. Neos-Wirtschaftssprecher Josef Schellhorn sieht in den Prämien bei der AUA eine “Verhandlungspanne” der Regierung. Die pinke Oppositionspartei forderte erneut die Offenlegung des Vertrags zur AUA-Rettung. Das Finanzministerium lehnt dies ab, weil nicht das Finanzressort sondern die Staatsholding ÖBAG und die Coronafinanzierungsagentur Cofag zuständig seien.

AUA-Vorstand zahlt Boni für 2019 freiwillig zurück

Die Entscheidung über die Zukunft der Luftraumüberwachung und damit auch der Eurofighter wird für nächste Woche erwartet. Bereits jetzt sickerte via “Standard” eine Berechnung durch, die ein für den Eurofighter günstiges Ergebnis bringt. Demnach wäre der Weiterbetrieb des Eurofighter mit Kosten von 4 bis 4,5 Mrd. Euro in den kommenden 20 Jahren ähnlich teuer wie der Umstieg auf ein anderes System. Die Berechnung stammt von der noch unter FPÖ-Verteidigungsminister Mario Kunasek 2018 eingesetzten Kommission zur Luftraumüberwachung. Allerdings müsste die Eurofighter-Flotte dafür nachgerüstet werden, heißt es. Und für die Kostenberechnung wird davon ausgegangen, dass Österreich keine Trainingsflugzeuge anschafft, sondern einen Teil der Piloten-Ausbildung im Ausland abwickelt. Zu einem gänzlich anderen Ergebnis war eine von Kunaseks SPÖ-Vorgänger Hans-Peter Doskozil eingesetzte Kommission gekommen. Deren Berechnungen ergab Einsparungen von bis zu 2 Mrd. Euro durch den Umstieg auf günstigere Kampfjets. Doskozil verkündete daraufhin den – bis heute nicht vollzogenen – Ausstieg aus dem Eurofighter-System. Schon damals stand aber der Vorwurf im Raum, die Kosten wären bewusst zuungunsten des Eurofighter-Systems gerechnet worden. Und zwar, indem die erwartete Lebensdauer der Jets von 30 auf 40 Jahre verlängert wurde, wodurch die ohnehin hohen Betriebskosten noch einmal deutlich anstiegen.

Eurofighter offenbar nicht teurer als Alternativen

Die Pancharte, ein Privilegien- oder Freiheitenbuch, wurde am 27. März 1582 verliehen. Am Titelblatt befindet sich eines der seltenen Porträts Kaiser Rudolf II. Sie enthält die Bestätigung des Kaisers für sämtliche Rechte und Gnaden, welche die Stadt seit dem 12. Jahrhundert von österreichischen Herzögen und einzelnen Herrschern des Dt. Reiches erlangt hatte. Es beginnt mit einem Ablassbrief Papst Alexanders und führt über Jahr- und Wochenmarktsrechte, Stapelrechte für Holz, dem Bann- und Hochgericht bis zum Rotwachs-Siegelprivileg, einem reinen Statussymbol. Solche Prunkbücher sind sehr selten und daher von hohem historischen Wert. Foto: Stadtarchiv Wels

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