TikTok: Anonymous warnt vor "Chinesicher Regierungsspionage"

Merken
TikTok: Anonymous warnt vor "Chinesicher Regierungsspionage"

Vor allem bei Jugendlichen ist die App TikTok derzeit sehr beliebt. Mit der App können kurze Videoclips verschickt werden. Doch darüber hinaus fällt vor allem der große Datenhunger der App auf. Denn sie greift auch regelmäßig auf die sogenannte Zwischenablage zu. Das ist jener Speicherort, in dem Daten abgelegt werden, die man “kopieren” will. Sie bleiben dort auch noch nach dem Kopiervorgang liegen.

TikTok hat daher alle Informationen ausgelesen, die Nutzer kopiert haben – egal ob harmlose Fotos oder Passwörter. Aufgefallen ist das erst nach einem Update von iOS. Das Apple-Betriebssystem warnt Nutzer inzwischen davor, wenn eine App auf die Zwischenablage zugreift.

Einfluss der Regierung

Anfang Juli hat das internationale Hacker-Kollektiv “Anonymous” daher vor der App gewarnt. TikTok sei eine Malware (ein schädliches Programm) unter der Kontrolle der chinesischen Regierung, die damit eine massive Spionage-Operation betreibe. Es wird empfohlen, die App zu deinstallieren! In Indien ist die App inzwischen verboten. Der Vorwurf, dass die chinesische Regierung ihre Finger im Spiel habe, kommt nicht von ungefähr. Die Kommunistische Partei Chinas betreibt eine strenge Zensur im Internet. Milliardenkonzerne aus dem Land sind fast immer auf die eine oder andere Art mit der Partei verbunden. Das gilt auch für die App TikTok. Entwickler ist das chinesische Unternehmen ByteDance mit Sitz in Peking. Durch den großen Erfolg der App wurde auch das kommunistische Regime auf ByteDance aufmerksam. 2018 musste der Gründer Zhang Yiming versprechen, dass sein Unternehmen besser mit der Kommunistischen Partei Chinas zusammenarbeiten werde.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

China unterstützt das vom Coronavirus schwer betroffene Italien weiter. Aus der südöstlichen chinesischen Provinz Fujian startete eine Maschine mit einem dritten Team von Experten und Ärzten in Richtung Mailand, um Italien im Kampf gegen die Epidemie zu unterstützen, berichteten Medien am Mittwoch. An Bord befanden sich acht Tonnen medizinisches Material, das von Fujian gespendet wurde. Dazu gehörten 30 Beatmungsgeräte, 3.000 Schutzanzüge und 300.000 Atemschutzmasken

China entsendet drittes Ärzteteam nach Italien

Wegen Mordes ist ein 39 Jahre alter Mann am Dienstag in Wiener Neustadt nicht rechtskräftig zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der rumänische Staatsbürger wird zudem in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht. Der Mann soll im August des Vorjahres in Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) eine 83-Jährige auf offener Straße mit einem Küchenmesser erstochen haben. Die Hauptfrage nach Mord wurde von den Laienrichter einstimmig bejaht. Als mildernd wurde bei der Strafbemessung nach Angaben der vorsitzenden Richterin das Tatsachengeständnis gewertet. Erschwerend wirkten sich die einschlägige Vorstrafe und die “besonders grausame Tatausführung” aus. Vor und nach der Urteilsverkündung schrie der 39-Jährige mehrmals im Gerichtssaal auf Rumänisch. Nach Angaben des Angeklagten war der Messerattacke am 16. August 2019 eine folgenschwere Verwechslung vorausgegangen. Der Rumäne hatte drei Tage zuvor seinen Kurzzeit-Job auf einem Pferdegestüt im Bezirk Neunkirchen verloren. In der 83-Jährigen will er von hinten die Frau des Gestütbesitzers erkannt haben. Den Irrtum habe er erst bemerkt, als er das Opfer auf den Rücken gedreht habe, gab der 39-Jährige bei der Einvernahme zu Protokoll. Laut Anklage erlitt die Pensionistin zwölf wuchtige Stich- und Schnittverletzungen im Hals- und Nackenbereich sowie im Rücken. Unter anderem wurde das Halsmark der Frau durchtrennt, wodurch das Opfer rasch starb. Ausgeführt wurde die Attacke mit einem Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 16 Zentimetern. Der Staatsanwalt sprach am Dienstag in seinem Schlussvortrag von einem “eiskalt geplanten und brutal durchgeführten Mord”, eine Affekthandlung liege keinesfalls vor. Dem Vertreter der Anklagebehörde fehlte es zudem beim 39-Jährigen an Einsicht. “Er bereut nicht die Tat, die er begangen hat, sondern die Verwechslung. Von einem reumütigen Geständnis sind wir weit entfernt.” Es sei lediglich die Höchststrafe – also lebenslange Haft – angemessen. Verteidiger Wolfgang Blaschitz sah ebenfalls Mord und nicht Totschlag erfüllt. Er forderte jedoch, von der Verhängung der Höchststrafe abzugehen. “Wir haben es zu tun mit einem rumänischen Heimkind.” Der Angeklagte habe nur drei Jahre seines Lebens “bisher in Freiheit verbracht”, sagte der Rechtsanwalt. Zudem verwies Blaschitz unter anderem auf eine bei seinem Mandanten vorliegende reduzierte Impulssteuerung. An der Einweisung des Beschuldigten in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher gebe es hingegen “nichts zu deuteln”. In juristischer Hinsicht ist der Angeklagte kein unbeschriebenes Blatt. Der 39-Jährige beging 2005 in seiner rumänischen Heimat einen Raubmord an seinem Vermieter, indem er diesen von hinten mit einem Messer erstach. Am 31. Jänner 2006 wurde der Beschuldigte in Rumänien zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahren verurteilt und am 19. Dezember 2017 auf Bewährung entlassen. Der 39-Jährige war laut dem psychiatrischen Sachverständigen zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig. Vorliegen würden jedoch die Voraussetzungen für eine Unterbringung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher gemäß Paragraf 21 Absatz 2 Strafgesetzbuch.

Lebenslange Haftstrafe für Mord an 83-Jähriger

Die Coronakrise ist für viele Firmen existenzgefährdend, auch für die Kleinsten. Jede Fünfte beziffert die Wahrscheinlichkeit, den Betrieb einstellen zu müssen, mit 50 Prozent oder höher. Das berichtet der “Kurier” (Freitagsausgabe) auf Basis einer Umfrage des Instituts für Volkswirtschaftslehre der Uni Wien unter 564 Firmen (Einpersonenunternehmen und Unternehmen mit bis neun Mitarbeiter). Demnach sind die Einpersonenunternehmen (EPU) und die anderen ganz kleinen Firmen extrem unzufrieden mit den staatlichen Hilfsmaßnahmen. Nur zwei Prozent der EPU vergeben dafür ein “Sehr gut”, aber gleich 56 Prozent ein “Nicht genügend”. “Mit der Verfügbarkeit von Informationen über das Hilfspaket waren die meisten halbwegs zufrieden, daran liegt es nicht”, sagt Paul Pichler, Mitautor der Studie, der Zeitung. Allerdings seien viele enttäuscht, weil sie mit der ersten Tranche aus dem Härtefallfonds(Phase zwei) nur 500 Euro erhielten, weitaus weniger als vielfach erwartet. Neben dem bürokratischen Aufwand und der Berechnung sei auch die Geschwindigkeit ein Kritikpunkt.

20 Prozent der Kleinstbetriebe bangen um Existenz

China hat am Montag den höchsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen seit April verzeichnet. Insgesamt infizierten sich binnen 24 Stunden 61 Menschen mit dem neuartigen Virus, wie die nationale Gesundheitsbehörde mitteilte. Mehr als 400 Flüge in die Sechs-Millionen-Metropole Dalian im Nordosten Chinas wurden inzwischen gestrichen. In der Stadt wurden Massentests angeordnet. Die Entwicklung ist auf Infektionsherde in drei Regionen zurückzuführen: In der nordwestlichen Region Xinjiang wurden demnach 41 Neuinfektionen gemeldet. Mitte Juli war dort in der Regionalhauptstadt Urumqi ein neuer Infektionsherd aufgetreten. 14 weitere Fälle wurden aus der nordöstlichen Region Liaoning gemeldet, die meisten davon in der Hafenstadt Dalian. Zwei weitere Fälle wurden nach Behördenangaben in der Nachbarprovinz Jilin registriert. Vier weitere Infizierte waren aus dem Ausland eingereist. Die Behörden ordneten Tests für hunderttausende Bewohner von Dalian an. Auch in Urumqi wurden am Sonntag reihenweise Bewohner auf das Coronavirus getestet, wie die staatliche Zeitung “Global Times” berichtete. Für einige Viertel der beiden Städte wurden Lockdowns verhängt. In China war das Coronavirus vergangenen Dezember zum ersten Mal aufgetreten. Allerdings konnte die Epidemie vor einigen Monaten weitgehend eingedämmt werden. Seit Mitte Mai wurde kein Todesfall mehr registriert. Der aktuelle Anstieg ist der stärkste seit dem 14. April. Damals wurden nach offiziellen Angaben 89 Neuinfektionen registriert. Angesichts der Entwicklung wächst die Sorge vor einer neuen Infektionswelle. Allerdings sind in den vergangenen Monaten vereinzelt auftretende Virusausbrüche durch strikte Maßnahmen eingedämmt worden. Landesweit sind nach Behördenangaben derzeit 331 Menschen infiziert.

China mit stärkstem Anstieg von Infektionen seit April

Die National Hockey League (NHL) hat am Montagabend ihren Plan für die Fortsetzung der Saison konkretisiert und eine vorläufige Einigung auf einen Rahmenkollektivvertrag (Collective Bargaining Agreement/CBA) bekanntgegeben. Demnach soll die Saison der nordamerikanischen Eishockey-Liga nach der Corona-Unterbrechung am 1. August mit den erweiterten Play-offs fortgesetzt werden. Die Abmachung für den Tarifvertrag sowie die Absprachen für die Abläufe der Saisonfortsetzung müssen von den Gremien und Spielern noch in Abstimmungen angenommen werden. Die Saison war am 12. März unterbrochen worden, die restlichen Spiele des Grunddurchgangs gestrichen und festgelegt worden, dass die Saison mit einem Play-off mit 24 Mannschaften (statt bisher 16) fortgeführt werden soll. Gespielt wird in zwei noch nicht bekannt gegebenen Städten (Hub-Cities), eine für die Eastern und eine für die Western Conference. Seit 8. Juni dürfen die Teams beschränkt und auf freiwilliger Basis unter strengen Auflagen trainieren, nun soll am 13. Juli Phase 3 des “Return to Play”-Programms startet. Dann können die 24 Teams, die im Play-off um den Stanley Cup spielen, mit dem Mannschaftstraining beginnen. Am 26. Juli erfolgt dann die Anreise in die Hub-Cities. Betroffen davon sind auch die beiden Villacher Stürmer Michael Raffl (Philadelphia Flyers) und Michael Grabner (Arizona Coyotes). Jedes Team darf an Spielern, Betreuern und Funktionären maximal 52 Personen umfassen. Diese müssen sich 48 Stunden vor dem Beginn des Mannschaftstrainings und dann täglich auf Corona testen lassen. Während des Finalturniers bekommen die Spieler Einzelzimmer, jedes Team hat im Hotel eine eigene Etage zur Verfügung. Die Spieler müssen während des Aufenthalts Mund-Nasen-Schutz tragen, Familienbesuch ist erst ab dem Conference-Finale erlaubt. Sollte ein Spieler positiv getestet werden, muss er sich in Quarantäne begeben. Der Club darf den Namen erst nach Rücksprache mit der NHL und der Spielergewerkschaft NHLPA bekanntgegeben. Beim Rahmenkollektivvertrag wurden keine Details veröffentlicht. Der Vertrag soll bis September 2026 laufen, ob die NHL für eine Olympia-Teilnahme eine Pause einlegt, ist nicht bekannt.

NHL will Saison am 1. August fortsetzen