"TikTok-Oma" tritt Joe Bidens Wahlkampf-Team bei

Merken
"TikTok-Oma" tritt Joe Bidens Wahlkampf-Team bei

Die mit einem Boykottaufruf gegen eine Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump als “TikTok-Oma” bekannt gewordene Mary Jo Laupp hat sich dem Wahlkampfteam des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden angeschlossen. Eine Sprecherin von Bidens Wahlkampagne bestätigte am Freitag, dass die 51-Jährige beim Online-Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl im November helfen werde.

Laupp war mit einem TikTok-Video über Nacht zur Internet-Ikone geworden. Im Vorfeld von Trumps Wahlkampfauftritt in Tulsa vor einer Woche hatte Laupp in einem TikTok-Video dazu aufgerufen, massenweise Tickets für die Veranstaltung zu bestellen – aber nicht hinzugehen. Damit hatte die vierfache Mutter und sechsfache Großmutter dazu beigetragen, dass bei Trumps Auftritt weniger als ein Drittel der Sitze belegt waren. Das Weiße Haus hatte zuvor bis zu 100.000 Zuschauer angekündigt. Nach Angaben von Trumps Wahlkampfteams waren sogar mehr als eine Million Tickets angefragt worden.

Laupps Video wurde inzwischen mehr als zwei Millionen Mal angeschaut. Der “New York Times” sagte Laupp, als Wahlhelferin wolle sie eine Gruppe von TikTokern zusammenzustellen, die Inhalte für Bidens Wahlkampf produzieren. Die Frau aus Iowa hatte zuvor bereits die erfolglose Wahlkampagne des Ex-Bürgermeisters Pete Buttigieg in den Vorwahlen der US-Demokraten unterstützt.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die vom Kulturministerium und den Bundesmuseen ins Leben gerufene Sommeraktion für die Bundesmuseen-Card findet bei den Besuchern großen Anklang. Seit der Einführung am 1. Juli wurden rund 11.000 Karten zum verbilligten Preis von 19 Euro verkauft, teilte Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) am Montag mit. “Die Zahlen haben meine Erwartungen übertroffen. Nach der wochenlangen Corona-bedingten Schließung ist diese Nachfrage ein wichtiger Beitrag, die BesucherInnenzahlen der Bundesmuseen zu erhöhen und den Menschen in Österreich einen kostengünstigen Zugang zu den größten kulturellen Schätzen des Landes zu ermöglichen”, so Mayer. Von 1. Juli bis 15. September kostet die Karte für je einen Besuch in allen acht Bundesmuseen 19 Euro statt 59 Euro. Nichts von der Rabattaktion hält Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder. “Ich halte die Verbilligung der Bundesmuseen-Card von 59 auf 19 Euro für falsch. Das habe ich auch Staatssekretärin Andrea Mayer gesagt. Sie wollte es trotzdem. Ich konnte zumindest eine Befristung bis 15. September erwirken”, sagte Schröder am Wochenende im “Kurier”. Für Kulturpass-Inhaber, “also jene, die leider nicht auf die Butterseite gefallen sind”, sei der Eintritt ohnedies gratis. Der reguläre Eintritt in die Albertina kostet 16,90 Euro.

11.000 vergünstigte Bundesmuseen-Cards verkauft

Die zwei großen Pakete mit Maßnahmen gegen “Hass im Netz” und der Reform des Amtsgeheimnisses sind zwar immer noch nicht ganz ausverhandelt. Aber Frauenminister Susanne Raab (ÖVP) berichtet in der “Presse” von einer türkis-grünen Teileinigung auf das Upskirting-Verbot. Bis zu ein Jahr Freiheitsstrafe droht künftig für unbefugtes Fotografieren des Intimbereichs. Zuletzt war noch offen, ob schon die bloße Aufnahme oder erst die Veröffentlichung verdeckt aufgenommener Fotos oder Videos etwa “unter den Rock” unter Strafe gestellt wird. Jetzt wurde laut Raab zwischen ÖVP und Grünen vereinbart, dass “bereits das unbefugte, absichtliche Fotografieren oder Filmen ohne Einwilligung einer Person mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe sanktioniert werden” kann. Das schon seit längerem angekündigte Gesamtpaket mit Maßnahmen gegen “Hass im Netz” sei derzeit “noch in der finalen Phase der Verhandlungen”, berichtete Raab. Sowohl dieses Vorhaben der türkis-grünen Koalition als auch das neue Informationsfreiheitsgesetz – federführend verhandelt von Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) und Alma Zadic (Grüne) – wurden eigentlich schon für Ende Juli erwartet.

"Hass im Netz"-Paket noch offen - Upskirting-Verbot fix

Die britische Regierung will Medienberichten zufolge mit sogenannten Luftbrücken geplante Quarantäne-Maßnahmen für viele Flugreisende umgehen. Premierminister Boris Johnson favorisiere diese Lösung, zitierte der “Telegraph” am Dienstag eine nicht näher genannte Regierungsquelle. Demnach müssen Flugpassagiere bei ihrer Einreise nach Großbritannien künftig nicht in eine 14-tägige Quarantäne, wenn sie aus einem Land mit geringem Ansteckungsrisiko kommen. Nach Ansicht Johnsons sei dies die beste Strategie, um das Virus in Schach zu halten und zugleich das Reisen wieder zu erlauben.

London will Reisen durch "Luftbrücken" erleichtern

Die Defensiv-Lehrstunde durch seinen früheren Assistenten hat Pep Guardiola als Warnung für das Duell mit Real Madrid in der Champions League genommen. “Es braucht kein Genie, um zu wissen, dass wir uns für Madrid steigern müssen”, meinte der Coach von Manchester City nach dem Halbfinal-Aus im englischen FA Cup mit 0:2 gegen Arsenal am Samstag. Für kommende Saison soll die Abwehr gestärkt werden. Laut der Zeitung “Guardian” sollen Guardiola in dieser Transferperiode 150 Millionen Pfund (rund 165 Millionen Euro) zur Verfügung stehen. ÖFB-Star David Alaba, der noch bis 2021 bei Bayern München unter Vertrag steht, soll auf der Wunschliste ganz oben stehen. “Ich werde mich mit dem Club hinsetzen. Wir werden uns Zeit nehmen und darüber nachdenken, welche Spieler wir ersetzen werden”, erklärte Guardiola. In knapp drei Wochen wartet zunächst das Achtelfinal-Rückspiel gegen Real. Dass er im Sommer eine Transfer-Offensive starten darf, verdankt der Club dem Internationalen Sportgericht. Es hatte am Montag eine Europacup-Sperre von zwei Jahren für ManCity durch die UEFA aufgrund von unzureichenden Beweisen und Verjährung aufgehoben. Auch durch die Abgänge von Spielmacher David Silva (Ziel unbekannt) und Leroy Sane (Bayern München) wird sich das Gesicht des Tabellenzweiten verändern. “Wir müssen uns neu aufstellen”, sagte Guardiola, der laut BBC die Verantwortung dafür trägt, dass weder der Meistertitel noch jener im FA Cup erfolgreich verteidigt werden konnte.

Alaba auf Wunschliste von Manchester City

Mindestens vier Tage lang sollen sie die Möglichkeit erhalten, sich zu äußern. Gerichtsangaben zufolge werden Erklärungen von 66 Personen verlesen. Bei Bedarf kann die Anhörung verlängert werden. Anschließend wird das Urteil gegen den Attentäter verkündet. Richter Cameron Mander sagte zu Beginn der Anhörung, er habe insgesamt rund 200 Erklärungen von Betroffenen erhalten sowie Eingaben muslimischer und anderer gesellschaftlicher Organisationen. “Ich habe sie alle gelesen.” Der 29-Jährige Rechtsextremist aus Australien hatte am 15. März 2019 muslimische Gläubige attackiert und 51 Menschen getötet. 50 weitere wurden verletzt. Die Tat übertrug er per Helmkamera im Internet. Zuvor hatte er ein Manifest mit rassistischen und rechtsextremen Parolen per E-Mail verschickt und ins Netz gestellt. Es war das verheerendste Gewaltverbrechen in der jüngeren Geschichte des Pazifikstaates. Dem Angeklagten Brenton Tarrant werden 51 Morde, 40 versuchte Morde sowie Terrorismus zur Last gelegt. Im März hatte er sich per Videoschaltung schuldig bekannt, nachdem er zuvor ein Jahr lang auf nicht schuldig plädiert hatte. Durch das Schuldeingeständnis entfiel ein Prozess. Am Wochenende war der Attentäter unter massivem Sicherheitsaufgebotmit einer Militärmaschine aus Auckland auf der Nordinsel, wo er bisher im Gefängnis saß, nach Christchurch auf der Südinsel geflogen worden. Bei der Urteilsverkündung will er auf Anwälte verzichten, wie im Juli bekannt wurde. Er wolle von seinem Recht Gebrauch machen, sich selbst zu vertreten. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe, eventuell ohne Möglichkeit zu einer vorzeitigen Entlassung. Ein solches Strafmaß ist in Neuseeland bisher noch nie verhängt worden.

Urteil gegen Christchurch-Attentäter steht bevor