Tiroler Vollquarantäne endet mit Dienstag

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Tiroler Vollquarantäne endet mit Dienstag

Während die Ausgangsbeschränkungen österreichweit doch noch bis Ende April andauern, endet mit morgen, Dienstag, ein Tiroler Spezifikum: Die sogenannte Vollquarantäne. Dies teilte Landeshauptmann Günther Platter(ÖVP) am Montag in einer Videopressekonferenz mit. Gemäß der Verordnung durften Bürger bisher nur in Ausnahmefällen von einer Gemeinde in eine andere fahren.

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Gäste, die sich von 17. Juli bis 23. Juli in einem der vier Unterkünfte aufgehalten haben, rät der Corona-Krisenstab, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten. Für Tourismusministerin Köstinger ist “Alarmismus fehlt am Platz”. n Oberösterreichs Tourismusort St. Wolfgangsind in vier Beherbergungsbetrieben mehrere Corona-Fälle aufgetreten. In den Hotels “Seevilla” und “Hotel Peter” wurden acht Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet. Auch im “13er Haus” sowie im “W3” haben sich Infizierte aufgehalten, informierte der Krisenstab Freitagfrüh. Nach Auskunft der beiden Hotels hätten die Mitarbeiter alle einen Mund-Nasen-Schutz bei Kontakt mit Gästen getragen. Inzwischen wurden in den zwei Häusern das gesamte Personal getestet. Gästen, die sich von 17. Juli bis 23. Juli in einem der vier Unterkünfte aufgehalten haben, rät der Krisenstab, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten und beim Auftreten möglicher Symptome die telefonische Gesundheitsberatung 1450 anzurufen. Auf Initiative von 26 Tourismusbetrieben aus der Region Wolfgangsee werden am Freitag im Rahmen der seit einem Monat geplanten freiwilligen Testreihe bei mehr als 500 Mitarbeitern Abstriche genommen. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat am Freitag zu den Corona-Fällen in St. Wolfgang betont, dass die Nachverfolgung der Betroffenen funktioniert hat und die Infizierten rasch isoliert wurden. Es würde sich zeigen, dass die Ansteckungen nicht im Hotel, sondern im Freizeitbereich der Mitarbeiter stattgefunden hätten. “Alarmismus ist jetzt fehl am Platz”, sagte sie im Ö1-Mittagsjournal. Sie beobachte aber auch mit Sorge die steigenden Infektionszahlen. Ziel sei es, die Infektionsketten zu durchbrechen, dafür werde intensiv getestet. Dass in vier Wochen nur 14.000 Abstriche genommen wurden, obwohl das ursprüngliche Ziel lautete, bis zu 65.000 Tests in der Woche durchzuführen, sei nicht zufriedenstellend. Köstinger setzt hier auf ein gestiegenes Problembewusstsein und mehr Aufklärung. Weiters würden die Registrierungen täglich steigen und die Testungen laufend mehr, so das Ministerium zur APA. SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher forderte heute, dass die Verantwortung für die Tests in das Gesundheitsministerium wandern soll. “Wir haben immer gewarnt, dass die Teststrategie im Tourismus nicht bei Ministerin Köstinger liegen darf. Die realen Testungen sind meilenweit vom versprochenen Ziel entfernt. Eine umfassende Teststrategie hätte von den Profis im Gesundheitsministerium ausgearbeitet werden sollen”, so Kucher.

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China hat erfolgreich ein Raumschiff zu seiner ersten Landung auf dem Mars gestartet. Die Rakete vom neuen, leistungsstarken Typ“Langer Marsch 5” hob am Donnerstag vom Raumfahrtbahnhof in Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan ab. Als erste Raumfahrtnation will China schon bei seiner ersten unabhängigen Mars-Mission auf dem “Roten Planeten” landen. Das fünf Tonnen schwere Raumschiff “Tianwen-1” besteht aus einem Orbiter, einemLandegerät und einem Gefährt von der Größe eines Golfplatzfahrzeugs. Das Projekt gilt als einer der schwierigsten Raumflüge, die China jemals unternommen hat. Mit der Mars-Mission will China nach den USA die zweite Nation werden, die erfolgreich auf dem Mars landet und auch noch einen Rover betreibt. Eine Stunde nach dem Start berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Chinas Raumfahrtprogramm, dass das Raumschiff seine vorbestimmte Bahn erreicht habe und erfolgreich auf dem Weg zum Mars sei. “Keine planetarische Mission ist jemals so umgesetzt worden”, schreiben die chinesischen Planer im Magazin “Nature” über ihr Vorhaben. “Ein Erfolg wäre ein großer technologischer Durchbruch.” Der Name “Tianwen-1” lässt sich mit “Fragen an den Himmel” übersetzen und stammt von einem Gedicht eines der größten chinesischen Poeten Qu Yuan, der etwa 340 bis 278 vor Christus gelebt hat. Als besonders riskant gilt die Landung am Mars. Von 18 Landeversuchen waren bisher nur 10 erfolgreich – allein neun durch die USA. Russlandgelang zwar bereits 1971 eine Landung, aber der Kontakt brach 20 Sekunden nach dem Aufsetzen ab. “Der Mars hat eine sehr dünne Atmosphäre, was bedeutet, dass die Fallschirme nicht so viel bremsen, wie es nötig wäre”, sagte der australische Experte Morris Jones der Deutschen Presse-Agentur. “Einige Raumschiffe haben auf der Reise zum Mars gut funktioniert, aber sind dann an der Landung gescheitert.” Die Chancen liegen laut Experten gerade einmal bei 50 Prozent. Die Landung gilt in NASA-Kreisen als die “sieben Minuten des Terrors”. Das Landegerät muss seine Geschwindigkeit von 20.000 Kilometer pro Stunde praktisch komplett abbremsen. Da der Mars eine Atmosphäre besitzt, ist ein Hitzeschild notwendig. Das chinesische Landegerät soll mit Hilfe des Fallschirms und der Raketendüsen auch etwa 100 Meter über der Oberfläche schweben, zunächst den besten Landeort auskundschaften und dafür seine Position anpassen. Chinas Mission ist eine von drei Flügen zum Mars in diesem Sommer. Im Juli und August ist der Mars der Erde am nächsten – eine Konstellation, die es nur alle zwei Jahre gibt. Am Montag haben die Vereinigten Arabischen Emirate mit Hilfe einer japanischen Rakete schon die erste arabische Mars-Sonde ins All geschickt. Sie soll aber nicht landen. In einer Woche folgen die USA, die den Rover “Perseverance” (Durchhaltevermögen) auf den Mars bringen wollen. Alle drei Raumschiffe sollen im Februar beim Mars sein. China will die Landung erst zwei, drei Monate danach versuchen. Während der Orbiter den Mars umrundet, soll das Landegerät auf flacher Oberfläche in der Marsgegend Utopia Planita aufsetzen. Dort war 1976 bereits die amerikanische “Viking 2”-Sonde gelandet. Der solarbetriebene 240 Kilogramm schwere Rover soll die Oberfläche etwas mehr als drei Monate erforschen. Er ist doppelt so schwer wie Chinas Mond-Rover “Yutu”, aber nur ein Viertel des amerikanischen Gefährts “Perseverance”, das die Größe eines Kleinwagens hat und als das bisher fortschrittlichste weltweit gilt. Chinas Rover hat ein Radargerät an Bord, das unter der Oberfläche nach möglichen Spuren von Wasser und mikrobiologischen Kulturen suchen kann. Auch soll es Magnetfeld und Atmosphäre erforschen. Von den acht Planeten in unserem Sonnensystem ist der Mars der Erde am ähnlichsten. “Der Mars ist der wahrscheinlichste Ort in unserem Sonnensystem, um Lebensformen außerhalb der Erde zu finden – oder den Beweis, dass sie einmal existiert haben”, sagte Raumfahrtexperte Jones. “Es hätte tiefgehende Auswirkungen für die Wissenschaft und unsere Vorstellung vom Universum.” In einer Entfernung von bis zu 400 Millionen Kilometer werden die Daten zur Erde gefunkt. Der Orbiter hilft bei der Kommunikation. In Miyuan vor den Toren Pekings wurde eine 70 Meter große Antennenschüssel ausgebaut, um die Signale zu empfangen. Auch in Kunming in Südwestchina gibt es eine. China hatte 2011 schon mit Hilfe einer russischen Rakete eine Mars-Mission versucht. Das Vorhaben scheiterte aber kurz nach dem Start, als die Rakete mit dem Orbiter “Yinghuo-1 zur Erde zurückfiel. Der Start von “Tianwen-1”wurde auch deswegen mit Spannung verfolgt, weil die neue Rakete vom Typ “Langer Marsch 5” zum Einsatz kam, bei deren Entwicklung es einige Fehlschläge gegeben hatte.

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Mit 80,4 Millionen Tonnen an Treibhausgasen, die laut Umweltbundesamt 2019 in Österreich emittiert wurden, werden zum dritten Mal in Folge die Klimaschutzziele verfehlt. Das sei “Höhepunkt der negativen Entwicklung”, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) bei der Präsentation der Prognose, 2020 beginne die “solare Zukunft” – laut SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr jedoch nur wegen der Coronakrise. Herr ortete zudem ein konsequent ignoriertes Klimaschutzgesetz, denn “vorgeschriebene Sofortmaßnahmen wurden verschoben oder nur halbherzig zusammengeschustert”, kritisierte sie. Die publizierten Daten der Nowcast-Studie bedeuten gegenüber dem Jahr 2018 jedenfalls eine Zunahme von 1,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent und somit einen Anstieg von 1,8 Prozent. Klimaschutzministerin Leonore Gewssler (Grüne) bezeichnete diese Werte als “Hypothek und große Last”. Jedoch seien innerhalb der vergangenen sechs Monate bereits Schritte für eine Trendwende gesetzt worden, die ab 2020 eine jährliche CO2-Reduktion von rund 2,34 Millionen Tonnen mit sich bringen sollen. Alleine die Förderungsaktion “Raus aus Öl” 2020 bewirke insgesamt 530.000 Tonnen CO2-Reduktion jährlich. Insgesamt sehe das Regierungsprogramm die Klimaneutralität bis 2040 vor, der Weg dorthin habe begonnen.Ein Anstieg wie 2019 dürfe nun nicht mehr passieren, stellte Gewessler fest, denn “die Coronakrise hat uns gezeigt, wie Krise sich anfühlt” und eine Klimakrise sei zu verhindern. “Klimaschutz muss die maßgebliche Entscheidungsgrundlage sein und eine Trendwende ist ein Auftrag an die gesamte Bundesregierung”, folgerte Gewessler. Eine deutliche Ökologisierung im Verkehrsbereich und bei der Steuerreform ab dem Jahr 2021 seien dazu notwendige Hebel.Vizekanzler Kogler erläuterte, dass die Regierung jetzt nicht nur die zuvor angezweifelte, jährliche Klimaschutzmilliarde zu Verfügung habe, sondern aufgrund der Coronakrise würden zusätzliche “grüne Investitionen” möglich sein, die ab Sommer 2021 nach Absprache mit Wirtschaftsexperten getätigt werden – man habe daher mehrere Klimaschutzmilliarden. Der Korrekturbedarf im Verkehrs- und Energiebereich sei aber offensichtlich. Im Verkehrssektor werde mit dem 1-2-3-Klimaticket ab 2021 und einem Infrastrukturausbau angesetzt, ergänzte Gewessler. Verkehr zu vermeiden habe zudem auch mit Fragen der Raumordnung zu tun, die jedoch Ländersache ist. Deren Klimaschutzkomponenten sollen hier aber stärker in den Vordergrund treten, notwendige Gespräche stehen jedoch noch aus, sagte die Ressortleiterin.

"Solare Zukunft" soll laut Kogler 2020 starten