Tokio Hotel feiert "Berlin" zwischen Kennedy und Bowie

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Tokio Hotel feiert "Berlin" zwischen Kennedy und Bowie

15 Jahre nach dem Start der Band in Magdeburg ist Tokio Hotel mit dem neuen Song “Berlin”musikalisch in der deutschen Hauptstadt angekommen. Das hymnische Stück feiert Berlin als Stadt der Sehnsüchte. Die Band um die Zwillinge Bill und Tom Kaulitz sieht sich im Text des Songs mit Zeilen wie “Berlin, I miss you/ Berlin, wo bist du?” auch an frühere Zeiten erinnert, in denen der Gang durch die weiten Straßen jeden neuen Tag zu einem Abenteuer machte.

Auch große Namen werden bemüht. John F. Kennedys Auftritt vor dem Rathaus in Schöneberg (“Ich bin ein Berliner”) ist ebenso dabei wie David Bowie, der – so der Song – gewusst habe, was er tat. “He’s just like us”, zieht Tokio Hotel individuelle Parallelen. “Für mich beschreibt der Song auch eine tiefe Verbindung zu jemandem, mit dem man lange keine Zeit mehr verbracht hat – aber selbst, wenn man sich erst nach Jahren wiedersieht, ist alles wie vorher”, sagt Tom Kaulitz laut Mitteilung zu dem Song. Der Gitarrist ist seit einem Jahr mit Model und TV-Moderatorin Heidi Klum verheiratet.

Bruder Bill wird zitiert: “Dadurch, dass wir nicht mehr in Deutschland leben, ist Berlin der Ort, an dem wir uns treffen, um an neuer Musik zu arbeiten und an dem wir unsere Tourneen beginnen. Die Stadt ist unser Band-Zuhause geworden.”

Als Feature ist die Sängerin, Songwriterin und Produzentin Emma Sophia Rosen auf “Berlin” mit dabei. Die als Vvaves agierende Musikerin lernte die Kaulitz-Brüder nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr in deren Studio in Los Angeles kennen.

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Seine Karriere war in vielerlei Hinsicht rekordverdächtig: Christopher Plummer war schon 82, als er 2012 mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde – und schon fast sechs Jahrzehnte im Filmgeschäft tätig. “Du bist nur zwei Jahre älter als ich, Darling, wo warst du mein ganzes Leben lang?”, scherzte der Schauspieler damals auf der Bühne mit seiner goldenen Statuette. Plummer wurde damals für seine Rolle eines sich im hohen Alter als homosexuell outenden Vaters in Mike Mills’ “Beginners” als “Bester Nebendarsteller” ausgezeichnet. Und ein paar Jahre später, mit 88, schon wieder nominiert: 2018 war er als  Ersatz für den nach einem Nötigungsskandal gefeuerten Kevin Spacey in “All the Money in the World” eingesprungen. Und in der Rolle des Öl-Tycoons Paul J. Getty zum ältesten je oscarnominierten Schauspieler aufgestiegen. Bei so viel Schauspielkunst kein Wunder, dass er bis letztes Jahr in exquisiten Altersrollen zu sehen war. Zuletzt im Ensemble-Krimi “Knives Out” an der Seite von Daniel Craig, Chris Evans, Ana de Armas und Jamie Lee Curtis. Nun ist der vielseitige kanadische Schauspieler gestorben, im Alter von 91 Jahren. Der am 13. Dezember 1929 in Toronto, Kanada, geborene Plummer setzte mit seinem Oscar-Gewinn vor neun jahren einen Altersrekord,  aber die Auszeichnung kam wohl nicht ganz unerwartet: Plummer galt schon als einer der bedeutendsten Filmschauspieler der Nachkriegszeit. 1965 spielte er an der Seite von Julie Andrews den Baron von Trapp in “The Sound of Music”,dem Filmmusical, der das Österreichbild von Generationen von Amerikanern prägte. Dieser Durchbruch im Filmgeschäft kam mit einer Rolle, die er später als die schwerste seiner Karriere bezeichnet, “weil sie furchtbar und sentimental und schnulzig war”. Weniger Rührseliges wie John Hustons “Der Mann, der König sein wollte”(1976) oder Terry Gilliams “Twelve Monkeys” (1995) folgten. Bis zuletzt zeigte sich der 82-Jährige nicht müde, war in den letzten Jahren seines Schaffens in der Stieg-Larsson-Verfilmung “Verblendung” und in zahlreichen Nebenrollen von “Das Kabinett des Doktor Parnassus” bis “A Beautiful Mind” zu sehen. Plummers Ursprung aber lag am Theater, wo der Urenkel des dritten kanadischen Premierministers John Abbott am Beginn seiner Karriere die großen Shakespeare-Rollen von Hamlet bis King Lear spielte und am Broadway als Cyrano de Bergerac oder John Barrymore gefeiert wurde. Plummer, Vater der Schauspielerin Amanda Plummer, war dreimal verheiratet  und zumindest beim dritten Mal glücklich. Als er den Oscar überreicht bekam, dankte er besonders seiner Ehefrau, der Schauspielerin Elaine Taylor: Er habe nun zwar den Academy Award, sagte er damals, ihr aber gebühre der Friedensnobelpreis – “dafür, dass sie mich jeden Tag meines Lebens rettet”. Laut “Deadline Hollywood”starb er am Freitag friedlich in seinem Haus in Connecticut an ihrer Seite.

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