Trump beschwört zum Unabhängigkeitstag Überlegenheit der USA

Merken
Trump beschwört zum Unabhängigkeitstag Überlegenheit der USA

Ungeachtet der Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump bei einer Zeremonie zum Unabhängigkeitstag am Mount Rushmore die Überlegenheit seines Landes betont. Die USA seien “das gerechteste und außerordentlichste Land, das jemals auf der Erde existiert hat”, sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) vor tausenden Menschen in Mount Rushmore.

In die Felsen im Bundesstaat South Dakota sind die Konterfeis der vier bedeutenden früheren US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln gehauen. Zu Trumps Rede und einem Feuerwerk hatten sich dort zahlreiche Menschen versammelt, die wenigsten von ihnen trugen Masken.

Das Ereignis am Vorabend des Unabhängigkeitstages stand unter Eindruck der US-Präsidentschaftswahlen am 3. November. “Noch vier Jahre”, riefen zahlreiche Anhänger Trumps mit Blick auf seine mögliche Wiederwahl. In landesweiten Umfragen schneidet er allerdings schlecht ab – nicht zuletzt wegen der Corona-Krise. Das neuartige Coronavirus breitet sich in den USA immer stärker aus.

Für Kontroversen sorgt in den USA derzeit auch der Umgang mit Rassismus und dem Erbe der Sklaverei. Mit Blick auf die Zerstörung von Statuen von Persönlichkeiten, die wegen ihrer Unterstützung der Sklaverei umstritten sind, kritisierte Trump am Mount Rushmore “eine Kampagne, die darauf abzielt, unsere Geschichte auszulöschen, unsere Helden zu diffamieren, unsere Werte zu unterdrücken und unsere Kinder zu indoktrinieren”. Die US-Bürger seien aber “stark und stolz”.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Der SPÖ-Parlamentsklub hat am Freitag die roten Klubobleute aus den Landtagen in Wien zu einer Arbeitsklausur zusammengetrommelt, um über die Lehren aus der Coronakrise zu sprechen. SPÖ-Klubchefin Pamela Rendi-Wagner pochte dabei auf ein umfassendes Hilfspaket für Gemeinden, das unter anderem 250 Euro vom Bund pro hauptgemeldetem Einwohner vorsieht. “Durch die Coronakrise verlieren die Gemeinden rund zwei Milliarden Euro. Kommunale Dienstleistungen sind in Gefahr”, warnte Vizeklubchef Jörg Leichtfried. Die Regierung versage bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen. “Wir wollen schnelle und einfache Hilfe mit 100-prozentigem Corona-Ausgleich für Gemeinden”, bekräftigte Rendi-Wagner.

SPÖ pocht auf mehr Gemeinde-Hilfen wegen Coronakrise

Tirols SPÖ-Chef Georg Dornauer hat in Sachen Vier-Tage-Woche seiner Bundesparteivorsitzenden Pamela Rendi-Wagner Rückendeckung gegeben. Vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung und der derzeitigen wirtschaftliche Krise sei der Vorschlag “durchaus gut und diskutabel”, meinte Dornauer am Donnerstag bei einem Treffen mit der Bundeschefin in Innsbruck. Der Tiroler Vorsitzende verband seine Unterstützung mit einer Rüge für innerparteiliche Kritiker des Rendi-Wagner-Vorschlags wie etwa Burgenlands SPÖ-Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil, sowie Organisationen wie der Wirtschaftskammer: “Ein Njet, egal aus welcher Richtung, ist inakzeptabel.” Rendi-Wagner, am Donnerstag auf ihrem ersten Besuch in Tirol seit Ausbruch der Coronakrise, bezog sich in ihrer Argumentation für die Arbeitszeitverkürzung auf die Kündigungswelle bei Swarovski: “Durch das geförderte Vier-Tage-Modell der SPÖ hätten die Kündigungen bei Swarovski verhindert werden können.” Rendi-Wagner verwies auf die 1.800 Betroffenen und betonte: “Besser um 20 Prozent weniger arbeiten, als 20 Prozent der Belegschaft entlassen.” Die Politik müsse nun vorausschauend handeln, um Arbeitsplätze zu sichern.

Dornauer zum Thema Vier-Tage-Woche auf Rendi-Wagner-Linie

Einen Adventskalender kaufen, mit dem Erlös Gutes tun, und vielleicht sogar noch ein E-Bike gewinnen. Die Lions Clubs aus Wels führen dieses Jahr das erste Mal das Projekt „Lions Adventskalender“ durch. Und wollen 6000 Exemplare von eben diesem verkaufen.

Der Höhepunkt der Corona-Ansteckungswelle in New York wird erst in rund drei Wochen erwartet – doch bereits jetzt droht die Lage in der US-Küstenmetropole außer Kontrolle zu geraten. Unter Ärzten und Pflegern im Zentrum der Pandemie in den USA geht die Angst um, sich selbst anzustecken. Seit dem Tod des 48-jährigen Krankenpflegers Kious Kelly ist die Besorgnis noch gestiegen. Wegen Ansteckungsgefahr vor allem unter medizinischem Personal, Krankenhäuser in US-Metropole geraten an ihre Grenzen.

In New Yorks Kliniken geht die Angst um

Die “Neue Zürcher Zeitung” attestiert Bundeskanzler Sebastian Kurz“autoritäre Züge” in seiner Politik zur Bewältigung der Coronakrise. Die Grünen als Koalitionspartner habe der ÖVP-Chef an die Wand gedrückt, schrieb das renommierte Blatt am Sonntag. Unter dem Titel “Schau auf mich” heißt es, Österreich sei “sehr gut durch die erste Phase der Pandemie gekommen”. “Schneller, besser, schlauer als die anderen in Europa”hätten Kurz und die Bundesregierung Österreich durch die Pandemie lotsen wollen.

"NZZ" attestiert Kurz "autoritäre Züge"

Die Europäische Union sollte in Hinblick auf die Ausschaltung des Parlaments in Ungarn “die Dinge beim Namen nennen“, fordert der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Er kritisierte gegenüber dem Magazin “Politico” (Online-Ausgabe) vom Montag die zahnlose bisherige Antwort der EU auf die Ereignisse in Ungarn. “Wir waren bisher nicht in der Lage, den Ost-West-Konflikt auszubügeln, weil die Ungarn außerhalb jeder vernünftigen Zone handeln”, erklärte der frühere EU-Kommissionschef. “Ich dachte mir, jetzt nachdem die neue Gesetzgebung in Ungarn in Kraft getreten ist, würden die Regierungen und die (Europäische) Kommission die Dinge beim Namen nennen“, so Juncker weiter. Weder die amtierende EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen noch die Regierungen haben anfänglich in ihrer Kritik an der Verletzung von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Grundrechten in der Coronakrise Ungarn direkt angesprochen. Wenn Ungarn genannt worden wäre, “hätte dies keine unmittelbare Wirkung, aber es hätte den Verlauf der Frontlinien klarer gemacht”, sagte Juncker. “Wenn es um Standards der Rechtsstaatlichkeit geht, zählt nicht Wischiwaschi sondern eine klare Sprache.”

Ungarn: Juncker vermisst "klare Sprache" der EU