Trump und Erdogan beraten über Coronakrise

Merken
Trump und Erdogan beraten über Coronakrise

US-Präsident Donald Trump und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan haben sich in der Coronavirus-Krise beraten. Nach Darstellung des Weißen Hauses waren sich die beiden Staatschefs in ihrem Telefonat am Dienstag einig, dass es derzeit für Konfliktländer wichtiger denn je sei, Vereinbarungen über einen Waffenstillstand einzuhalten und an Lösungen für Syrien und Libyen zu arbeiten.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Notärztlich versorgt werden musste Sonntagnachmittag ein Fußgänger in Wels-Innenstadt, nachdem dieser von einem Auto erfasst wurde.

Notarzteinsatz: Verkehrsunfall mit Fußgänger in Wels-Innenstadt

Mit dem ÖBB-Sommerticket konnten junge Menschen kreuz und quer durch Österreich reisen – einen ganzen Sommer lang. Seit letztem Jahr wurde die Gültigkeit des Tickets jedoch auf einen Monat beschränkt, was einem erheblichen Preisanstieg gleichkommt. Bernhard Stegh und Christoph Kaspar vom Verein „Junge Generation Marchtrenk“, der sich in der Stadtgemeinde für offene Jugendarbeit und für die Förderung von Jugendaktivitäten einsetzt, stehen dieser Preisentwicklung skeptisch gegenüber.

Förderung von Jugendmobilität in den Sommermonaten

Nach dem Klopapier und der Germ gibt es ein neues Objekt der Begierde: In Klagenfurt bildeten sich vor Läden, die Stoffe verkaufen, meterlange Schlangen – selbstgenähte Stoffmasken stehen derzeit hoch im Trend.

Nach Klopapier und Germ werden nun Stoffe gehamstert

Glücklicherweise glimpflich endete Montagnachmittag ein Autoüberschlag auf der Großendorfer Straße bei Eberstalzell (Bezirk Wels-Land).

Autoüberschlag bei Eberstalzell endet glimpflich

“Umgehend eine Entschuldigung” von FPÖ-Chef Norbert Hofer forderte am Mittwoch der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) Ümit Vural. Denn Hofer hat am Dienstag bei einer FPÖ-Demo den Koran als gefährlicher als Corona bezeichnet. Es stehe der Verdacht der Verhetzung und der Herabwürdigung religiöser Lehren im Raum, die Staatsanwaltschaft Wien sollte Hofers Aussagen prüfen. “Ich fürchte mich nicht vor Corona, Corona ist nicht gefährlich. Da ist der Koran gefährlicher, meine Lieben, als Corona”, hatte Hofer bei der FPÖ-Kundgebung am Viktor-Adler-Markt gesagt. Das sei eine “unglaubliche Entgleisung”, empörte sich Vural in einer Aussendung. Hofer beleidige die gesamte muslimische Bevölkerung. “Er hat aus der Vergangenheit offensichtlich nichts gelernt und möchte wohl neue Gräben aufreißen”, hielt der IGGÖ-Chef dem blauen Parteichef vor. Der Vergleich mit einem tödlichen Krankheitserreger wie dem Coronvirus, dem in den letzten Monaten weltweit mehrere hunderttausend Menschen zum Opfer gefallen sind, habe in rechtsextremen Zusammenhängen lange Tradition. “Für eine Person des öffentlichen Lebens sind Aussagen dieser Art untragbar und müssen Konsequenzen haben”, verlangte Vural: “Derartige Vergleiche dürfen in Österreich keinen Platz mehr haben.” Diesbezüglich brachte die neue Partei der ehemaligen Nationalratsabgeordneten Martha Bißmann, die Liste SÖZ (Soziales Österreich der Zukunft), gegen FPÖ-Chef Hofer eine Sachverhaltsdarstellung wegen des Verdachts der Herabwürdigung religiöser Lehren sowie der Verhetzung ein. Die Partei SÖZ habe am Mittwoch eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wien übermittelt, gab Bißmann via Aussendung bekannt. Dort konnte man die Anzeige gegenüber der APA vorerst nicht bestätigen. Die designierte SÖZ-Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl Bißmann sagte dazu, Hofers Aussagen seien “schlichtweg nicht die Art von Miteinander, wie wir in einer pluralen und solidarischen Gesellschaft zusammenleben möchten”. Auch SÖZ-Parteichef Hakan Gördü kritisierte, dass die FPÖ hier andauernd versuche “mit dem religiösen bzw. gesellschaftlichen Frieden zu spielen. Die österreichischen Muslime wollen sich hier nicht dauernd zum Spielball der hetzerischen Politik der FPÖ machen lassen.”

IGGÖ-Präsident empört über Hofers Corona-Vergleich mit Koran

Der Wirbel um die Ausladung der österreichischen Kabarettistin Lisa Eckhart vom Literaturfestival Harbour Front geht weiter. Eine Einladung für einen anderen Veranstaltungsort lehnte Eckart, die am 14. September ihren Debütroman “Omama” im Wettlesen um den Klaus-Michael-Kühne-Preis vorstellen sollte, gemeinsam mit ihrem Verlag ab. Unterdessen wehrt man sich gegen Unterstützung von falscher Seite. “Linke zerstören Deutschlands Freiheit – Kabarettistin Lisa Eckhart nach Gewaltandrohung von Kulturfestival ausgeladen”, textete am vergangenen Samstag der Landesverband Hessen der AfD auf Facebook zu einem Foto von Eckhart. “Sowohl Lisa Eckhart als auch der Paul Zsolnay Verlag weisen diesen plumpen Versuch der Instrumentalisierung zurück und betonen, die Inhalte und Ziele dieser Partei entschieden abzulehnen”, hieß es heute in einer Presseerklärung dazu. “Darüber hinaus verletzt diese Aktion sowohl das Persönlichkeitsrecht als auch das Urheberrecht. Rechtliche Schritte gegen die AfD-Hessen wurden bereits eingeleitet.” Kritiker werfen der 1992 in Leoben geborenen und heute in Leipzig lebenden Kabarettistin vor, bei ihren Auftritten rassistische und antisemitische Klischees zu bedienen. Eckhart war wegen Sicherheitsbedenken des Hamburger Nochtspeichers (“Es ist unseres Erachtens sinnlos, eine Veranstaltung anzusetzen, bei der klar ist, dass sie gesprengt werden wird, und sogar Sach- und Personenschäden wahrscheinlich sind.”) vom Festivalteam ausgeladen worden. Nachdem der Club, seit vielen Jahren Veranstaltungsort des “Debütantensalons” im Harbour Front Literaturfestival, in der Begründung für die Absage präzisierte, dass es sich nicht um Drohungen von, sondern um Warnungen vor Gewaltanwendungen gehandelt habe, möchte das Festival nun die gesamte Veranstaltung (und nicht nur, wie zunächst angeboten, jene von Lisa Eckhart) an einer anderen Location stattfinden lassen und hat die Einladung an Lisa Eckhart zur Teilnahme erneuert. “Zu unserem größten Bedauern” hätten die Autorin und ihr Verlag aber abgesagt, so die Festivalleitung, die betont, “dass uns weder politische Motive, noch irgendwelche Kritik an der Arbeit der Künstlerin beeinflusst oder gar geleitet haben”. Im Verlag hieß es dazu gegenüber der APA, man habe selbst am Anfang den Vorschlag einer Verlegung der gesamten Veranstaltung gemacht, sei damit aber abgeschmettert und Eckhart stattdessen eine Online-Lesung angeboten worden. Jetzt sei es zu spät. Nun werde Eckart instrumentalisiert, wogegen man sich verwehre. “Aufgabe eines Verlags ist auch, seine Autoren und Autorinnen zu schützen”, sagte Zsolnay-Verlagsleiter Herbert Ohrlinger der dpa. Die Autorin stehe nun “unter enormem Druck”. Unterdessen hat der Autor Sascha Reh über Facebook aus Solidarität mit Eckhart seine Teilnahme an den Lesungen um die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für das beste deutschsprachige Romandebüt des Jahres abgesagt: “Ich sehe mich außerstande, bei einer Veranstaltung zu lesen, die sich nicht unmissverständlich hinter das Recht auf Freiheit in Kunst und Rede stellt – auch dann, wenn mit Krawall zu rechnen ist.” In Wien wird Eckhart ihren Roman am 27. August bei den O-Tönen im Museumsquartier vorstellen. Heute, Montag, Abend sowie am Dienstag tritt sie im Wiener Stadtsaal mit ihrem Programm “Die Vorteile des Lasters” auf.

Lisa Eckhart: Weiter Zwist um Ausladung