Trump will Vergabe von Arbeitsvisa bis Jahresende aussetzen

Merken
Trump will Vergabe von Arbeitsvisa bis Jahresende aussetzen

Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit infolge der Corona-Pandemie will die US-Regierung die Vergabe bestimmter Arbeitsvisa bis Ende des Jahres aussetzen. Betroffen seien unter anderem die H-1B- und L-1-Visa, die befristete Arbeitsgenehmigungen in den USA beinhalten, so ein hoher Regierungsbeamter am Montag in Washington. US-Präsident Donald Trump werde eine entsprechende Verfügung unterzeichnen.

H-1B-Visas sind für hoch spezialisierte Fachkräfte wie Ingenieure und Wissenschafter vorgesehen, die eine begrenzte Zeit in den USA arbeiten. Bei dem Visum L-1 handelt es sich um ein Visum, das für die firmeninterne Versetzung eines Mitarbeiters vorgesehen ist.

Infolge der Corona-Pandemie hatte Trump vor zwei Monaten verfügt, dass die legale Einwanderung in die USA für 60 Tage ausgesetzt wird. Dies betraf im Wesentlichen jene, die sich um einen dauerhaften Aufenthalt mit einer Green Card bemühten. Diese Regelung soll ebenfalls bis zum Ende des Jahres ausgeweitet werden, machte der Regierungsbeamte deutlich.

Die Pandemie hat die US-Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in eine schwere Krise gestürzt. Mehr als 40 Millionen Menschen verloren innerhalb kürzester Zeit zumindest zeitweise ihren Job. Die US-Regierung erwartet, dass von den nun angekündigten Maßnahmen mehr als 500.000 amerikanische Arbeitskräfte profitieren können. Im November steht in den USA die nächste Präsidentschaftswahl an, bei der Trump als republikanischer Kandidat im Duell mit seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden eine zweite Amtszeit anstrebt.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Vor dem EU-Sondergipfel Mitte Juli zur Bewältigung der schweren Corona-Wirtschaftskrise will der französische Staatspräsident Emmanuel Macron bei europäischen Partnern für eine Einigung werben. Auf dem Tisch der Staats- und Regierungschefs liegt ein 750-Milliarden-Programm, das bisher nicht von allen EU-Ländern mitgetragen wird. Der Gipfel ist für den 17. und 18. Juli geplant. Beim Treffen Macrons mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte habe es Fortschritte gegeben, hieß es am Mittwoch aus Kreisen des französischen Präsidialamts. Macron und Rutte waren am Dienstagabend in Den Haag zusammengetroffen. “Wir haben es immer geschafft, mit dem niederländischen Premierminister konstruktive Abmachungen zu finden”, teilte Macron nach dem Besuch via Twitter mit. Die Niederlande gehören zu den sogenannten “sparsamen Vier”, die Hilfen für wirtschaftlich schwache Länder nur als Kredit und mit Auflagen zu Reformen vergeben wollen. Der EU-Wiederaufbaufonds mit einem Volumen von 750 Millionen Euro geht unter anderem auf eine Initiative von Macron und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zurück und sieht zum größten Teil Zuschüsse vor. Verhandelt wird der Plan zusammen mit dem nächsten siebenjährigen EU-Finanzrahmen, für den die Kommission 1,1 Billionen Euro ansetzt.

Macron will EU-Partner von Wiederaufbauplan überzeugen

Freitagfrüh ist es auf der Wiener Straße in Edt bei Lambach (Bezirk Wels-Land) zu einem Unfall zwischen einem PKW und einem LKW gekommen.

Verkehrsunfall zwischen LKW und PKW auf Wiener Straße in Edt bei Lambach

Der Anbruch des 40. Lebensjahrs ist normalerweise noch kein besonderer Meilenstein. Doch für Herzogin Meghan, die am 4. August 39 Jahre alt wird, dürfte sich das vergangene Jahr wie ein ganzes Jahrzehnt angefühlt haben. Sie und ihr Mann Prinz Harry(35) haben sich in dieser Zeit vom engeren Kreis des britischen Königshauses losgesagt. Das Leben in Windsor mit seinen für die britische Oberschicht typischen Anlässen wie dem Pferderennen in Ascot tauschten sie mitsamt dem inzwischen einjährigen Söhnchen Archiegegen die US-Metropole Los Angeles. Ihren Überzeugungen Taten folgen zu lassen, sei das härteste für sie gewesen, gestand Meghan Mitte Juli in einer Videobotschaft zu einer Konferenz für Mädchen. Ob das eine Anspielung an den “Megxit” war, wie die Loslösung von den Royals genannt wird, blieb unklar. Sie fühlte sich vom Königshaus im Stich gelassen, als die britische Boulevardpresse gegen sie Stimmung machte. Das geht aus Gerichtsunterlagen in einem Rechtsstreit mit dem Verlag des britischen Boulevardblatts “Mail on Sunday” hervor. Unzweifelhaft dürfte der Schritt für Meghan schwierig gewesen sein. Wahrscheinlich ging es dabei auch darum, nicht nur als Anhängsel ihres Mannes gesehen zu werden. Sie selbst sieht sich nicht in erster Linie als Royal sondern als “bekannte amerikanische Schauspielerin, Unternehmerin und Frauenrechtsaktivistin”, wie aus den Einlassungen ihrer Anwälte hervorgeht. Was will sie mit der neu gewonnenen Freiheit anfangen? Die Umrisse sind bisher nur unscharf zu erkennen. Harry und Meghan wollen eine Stiftung mit dem Namen Archewell gründen. So viel ist bereits bekannt. Doch wann genau der Start kommen soll, ist unklar. Kürzlich machte sich Meghan in einer Ansprache an Schülerinnen ihrer alten Highschool für die Black-Lives-Matter-Bewegung stark. Sie habe zunächst gezögert – aus Angst, kritisiert zu werden, sagte sie. Doch dann habe sie realisiert, “dass das einzig Falsche ist, gar nichts zu sagen”. Trotzdem ist Meghan wohl noch weit davon entfernt, eine Ikone der Antirassismus- oder der Frauenrechtsbewegung zu werden. Die Coronavirus-Pandemie dürfte auch die Pläne des royalen Glamour-Paares erst einmal auf Eis gelegt haben. Vielleicht wollen die beiden aber auch zunächst die Konflikte der Vergangenheit lösen? Im Zentrum des Prozesses gegen die “Mail” steht der Streit mit Meghans Vater. Solange der die Schlagzeilen bestimmt, scheint es schwer vorstellbar, dass sie ihre Rolle neu definieren kann. Eine Aussöhnung mit ihrem Dad scheint aber nicht in Sicht. Zu einem Treffen zwischen Harry und Meghans Vater ist es offenbar noch immer nicht gekommen, Thomas Markle hat auch noch immer seinen Enkel Archie nicht gesehen. Das zumindest geht aus einem der Gerichtsdokumente von Anfang Juni hervor. Wann die eigentliche Verhandlung beginnen soll, ist unklar. Sowohl Vater als auch Tochter könnten als Zeugen aussagen, was den Graben sogar noch vertiefen könnte. Derzeit leben Meghan, Harry und Archie sich in Los Angeles ein und scheinen bisher ihren Schwerpunkt auf Wohltätigkeitsarbeit zu legen. Glamouröse öffentliche Auftritte gab es bisher keine, dafür hemdsärmelige Kurzbesuche etwa bei Suppenküchen und Videoanrufe oder -botschaften an Wohltätigkeitsorganisationen. Zum ersten Geburtstag von Sohn Archie veröffentlichte das Paar Anfang Mai ein Video, in dem Meghan ihrem Sohn aus dem Kinderbuch “Duck! Rabbit!” vorliest. Im Hintergrund ist Harry zu hören, der Archie lautstark lobt, als das Buch zu Ende gelesen ist. Ansonsten geben die beiden nur extrem wenig Privates bekannt – umso wilder sprießen die Spekulationen in den Boulevardzeitungen: Wird das Paar weiter in Beverly Hills in der Luxusvilla von Hollywood-Mogul Tyler Perry wohnen oder sucht es ein eigenes Haus im Küstenort Malibu? Vor neugierigen Blicken scheinen sie jedenfalls so gut wie nirgends sicher zu sein. Erst Ende Juli reichte das Paar bei einem Gericht in Los Angeles Klage ein, weil es sich auf seinem Anwesen von Paparazzi belästigt fühle. Unter anderem hätten Fotografen mit Drohnen Archie im Garten abgelichtet, teilte ihr Anwalt Michael Kump mit. “Jeder Mensch und jedes Familienmitglied in Kalifornien hat das Recht auf Privatsphäre im eigenen Haus”, hieß es in der Mitteilung des Anwalts. “Keine Drohnen, keine Hubschrauber oder Tele-Objektive können dieses Recht nehmen. Spekuliert wird auch, dass Meghans Mutter Doria Ragland, eine in Los Angeles lebende ehemalige Yogalehrerin und Sozialarbeiterin, bei der kleinen Familie einzieht. Harry soll Gerüchten zufolge zudem große Schuldgefühle gehabt haben, dass er während der Corona-Pandemie, in der sich auch sein Vater Prinz Charles infizierte, nicht näher bei der Großfamilie in Großbritannien war. Einiges deutet darauf hin, dass schon bald mehr von Meghan und Harry zu hören sein dürfte: Medienberichten zufolge unterschrieb das Paar einen Vertrag mit der Agentur Harry Walker, zu deren Klienten prominente Namen wie Barack und Michelle Obama und Bill und Hillary Clinton gehören. Schon bald sollen sie über die Agentur für Vorträge oder die Teilnahme an Diskussionsrunden gebucht werden können – in den USA ein lukratives Geschäft. Zudem soll nur wenige Tage nach Meghans Geburtstag eine Biografie erscheinen, aus der laut vorab verbreiteten Auszügen hervorgeht, dass sich die beiden angeblich am Hof schon lange unwohl fühlten. Das Buch erscheint nach Angaben des Verlags Harper Collins am 11. August und trägt den Titel “Finding Freedom: Harry and Meghan and the Making of A Modern Royal Family” – also etwa: “Die Freiheit finden: Harry und Meghan und die Entstehung einer modernen Königsfamilie”.

Neues Lebensjahr, neue Rolle? Meghan feiert Geburtstag

Zwei Tage vor Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sind die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron auf Schloss Meseberg bei Berlin zusammengekommen. Die beiden begrüßten sich am Montag vor dem Gästehaus der Bundesregierung mit Abstand. Im Mittelpunkt ihres Gesprächs steht der wirtschaftliche Wiederaufbau in Europa nach der Corona-Krise. Macron und Merkel hatten im Mai einen Hilfsfonds in Höhe von 500 Milliarden Euro vorgeschlagen, um die europäische Wirtschaft aus der Corona-Krise zu bringen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen präsentierte anschließend einen schuldenfinanzierten Wiederaufbauplan mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro. Davon sollen 500 Milliarden Euro als Zuschüsse und 250 Milliarden als Kredite an EU-Staaten vergeben werden. Die Schulden sollen bis 2058 gemeinsam aus dem EU-Haushalt abbezahlt werden. Verhandelt wird der Plan zusammen mit dem nächsten siebenjährigen EU-Finanzrahmen, für den die Kommission 1,1 Billionen Euro ansetzt. Merkel und Macron werben unter den anderen EU-Mitgliedsstaaten für diesen Plan. Österreich, die Niederlande, Schweden und Dänemark – die “Sparsamen Vier” – lehnen Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, jedoch ab. Eine Entscheidung könnte beim EU-Gipfel Mitte Juli in Brüssel fallen. Die deutsche Bundesregierung würde gerne bei diesem Gipfel mit einer Einigung in den Finanzfragen den Grundstein für eine erfolgreiche EU-Ratspräsidentschaft legen, der ersten seit 13 Jahren. Für Merkel ist es etwa ein Jahr vor dem Ende ihrer Amtszeit noch einmal eine Chance, sich als große Europäerin in die Geschichtsbücher einzutragen. Mit ihrem Agieren während der Euro-Krise und bei der Aufnahme hunderttausender Flüchtlingen 2015 hatte sie sich den Vorwurf eingehandelt, Europa auseinanderzudividieren. Die Erwartungen an die deutsche Präsidentschaft sind hoch. Neben den Finanzfragen gilt es auch den Brexit zu regeln und bei den Themen Klimaschutz und Digitalisierung voranzukommen. “Wir wollen diese Erwartungen erfüllen, indem wir uns dafür einsetzen, dass wir alle zusammen gut aus der Krise herauskommen und wir Europa gleichzeitig auf die Zukunft vorbereiten”, sagte Merkel (CDU) am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Das Motto der Präsidentschaft lautet: “Gemeinsam. Europa wieder stark machen”. Auch für Frankreich, das hart von der Corona-Pandemie getroffen wurde, geht es in den Verhandlungen über den Wiederaufbaufonds um viel Geld. Paris erhofft sich aus dem Programm 30 bis 40 Milliarden Euro. Macron sucht nach der monatelangen Corona-Krise neuen Schwung. Der einstige Senkrechtstarter nimmt dabei diplomatische Initiativen wieder auf. So sprach er Ende vergangener Woche mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin über einen möglichen neuen Ukraine-Gipfel. Ein nächstes Spitzentreffen im sogenannten Normandie-Format würde in Berlin stattfinden, hieß es aus Macrons Umfeld. Auch über dieses Thema dürften die beiden Spitzenpolitiker also in Meseberg sprechen. Nachdem Macron und Merkel Mitte Mai ihre Initiative für den europäischen Krisenplan zur Bewältigung der Corona-Krise vorlegten, herrscht wieder Harmonie zwischen den beiden wichtigen Hauptstädten. Es gibt aber bei Details wohl noch unterschiedliche Auffassungen, beispielsweise bei der Kontrolle der Mittelverwendung. So will Paris bei der Überprüfung von Wirtschaftsreformen Ähnlichkeiten mit der berüchtigten “Troika” aus der griechischen Schuldenkrise vermeiden. “Wir müssen ein neues System finden”, so lautet das Credo.

Erstes Treffen seit Corona-Ausbruch: Merkel empfängt Macron