Tschechien hebt Ausgangsbeschränkungen auf

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Tschechien hebt Ausgangsbeschränkungen auf

Die tschechische Regierung hat die Ausgangsbeschränkungen für ihre Bürger aufgehoben. Aufgehoben wird damit auch das Ausreiseverbot für tschechische Bürger. Man folge damit einer Verbesserung der Situation bei den Infektionen, so die Regierung. Tatsächlich hatte zuvor ein Gericht in Prag einen Großteil der Corona-Maßnahmen der Regierung für rechtswidrig erklärt.

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Damit mehr Unternehmen als bisher in der Corona-Krise eine Kurzarbeits-Lösung für ihre Mitarbeiter nutzen, ist ab sofort eine Kostenübernahme der Dienstgeberbeiträge schon ab dem ersten Monat statt erst ab dem vierten Monat möglich. Darauf haben sich Regierung und Sozialpartner geeinigt, wie Arbeitsministerin Christine Aschbacher und die Sozialpartner-Spitzen am Mittwoch mitteilten.

Die Kurzarbeit wird erleichtert

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zunächst nicht auf den Brief von US-Präsident Donald Trump mit neuen Vorwürfen und einer Austrittsdrohung reagiert. Die Organisation sei mit der Fortführung der virtuellen Jahrestagung beschäftigt, sagte eine Sprecherin am Dienstag in Genf. Trump hatte diesen Brief an die Organisation geschickt. 

WHO reagiert zunächst nicht auf Trumps neue Austrittsdrohung

In China haben Wissenschafter eine neue Art der Schweinegrippe entdeckt, die eine Pandemie auslösen könnte. Das Virus mit dem Namen G4 besitze “alle wesentlichen Eigenschaften, um Menschen infizieren zu können”, schrieben die chinesischen Forscher in der US-Fachzeitschrift “Pnas”. G4 ist hochinfektiös und stammt vom H1N1-Virus ab, das 2009 eine Pandemie auslöste. G4 stamme vom H1N1-Virus ab, das 2009 eine Pandemie auslöste. Für die Studie nahmen Forscher zwischen 2011 bis 2018 rund 30.000 Nasenabstriche von Schweinen in Schlachthöfen in zehn chinesischen Provinzen. Dabei konnten 179 verschiedene Schweinegrippe-Viren isoliert werden konnten. Die meisten davon waren von einer neuen Art, die seit 2016 vermehrt bei Schweinen auftritt. Anschließend führten die Forscher unter anderem Experimente an Frettchen durch, auf die in Grippestudien zurückgegriffen wird, weil sie ähnliche Symptome wie Menschen aufweisen. Dabei wurde beobachtet, dass G4 hochinfektiös ist, sich in menschlichen Zellen vermehrt und bei den Frettchen schwerere Symptome verursacht als andere Viren. Tests zeigten auch, dass jegliche Immunität, die Menschen durch die saisonale Grippe gewinnen, keinen Schutz vor G4 bietet. Den Wissenschaftern zufolge waren bereits 10,4 Prozent der Schweinehalter infiziert. Auch 4,4 Prozent der Bevölkerung seien dem Virus ausgesetzt gewesen, wie die Forscher durch Antikörpertests herausfanden. Die Hauptsorge der Wissenschafter ist, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Es sei besorgniserregend, dass sich der Erreger an den Menschen anpasse und sich damit das Risiko einer Pandemie beim Menschen erhöht, schrieben die Forscher. Die Studie sei “eine Erinnerung daran, dass wir ständig dem Risiko des erneuten Auftretens zoonotischer Krankheitserreger ausgesetzt sind und dass Nutztiere, mit denen der Mensch mehr Kontakt hat als mit Wildtieren, als Quelle für wichtige Pandemieviren dienen können”, sagte James Wood, Leiter der Abteilung für Veterinärmedizin an der Universität Cambridge in Großbritannien. Eine zoonotische Infektion wird durch einen Erreger verursacht, der von einem Tier auf einen Menschen übergesprungen ist.

Neue Art der Schweinegrippe mit Pandemie-Potenzial in China

Seit 2018 steht sie als erste Frau an der Spitze der Arena von Verona. Die Sopranistin und Intendantin Cecilia Gasdia (59), die das größte Freilicht-Operntheater der Welt führt, hat nach Monaten des Lockdowns ein prestigereiches Sommerfestival mit Opernstars auf die Beine gestellt, das tausende Zuschauer lockt. “Jeder Tag ist eine neue Herausforderung”, so die Veronesin im APA-Interview. APA: Frau Gasdia, Sie haben in wenigen Wochen für die Sommersaison ein prestigereiches Programm mit klangvollen Namen auf die Beine gestellt. Mit welchen Ergebnissen rechnen Sie? Cecilia Gasdia: Die Arena hat den Neustart geschafft, darüber bin ich sehr stolz. Wir haben hart dafür gearbeitet. Dieses Resultat ist dem Einsatz aller Mitarbeiter der Arena zu verdanken, die sich nicht geschont und alles gegeben haben, damit die Arena nach dem Lockdown zu neuem Leben erwachen konnte. Nach dem Ausbruch der Pandemie haben wir uns nicht hängen lassen und sofort reagiert. Das für Sommer 2020 geplante Festival wurde ganz auf 2021 verschoben. Dafür haben wir ein neues Programm aus elf Konzerten organisiert. Jeder Abend ist anders und einmalig, es gibt keine Repliken. Wir sind stolz, ein Programm für weniger Zuschauer, aber mit großer Qualität auf die Beine gestellt zu haben – und dies trotz einer durchaus komplizierten Situation. APA: Wie war der Start bei einer Kapazität mit nur 3.100 statt 13.000 Zuschauern wie vor der Pandemie? Gasdia: Sehr positiv. Zu Ehren der Todesopfer der Coronavirus-Epidemie haben wir erstmals in der Geschichte der Arena Mozarts “Messa da Requiem” unter dem Dirigat von Marco Armiliato aufgeführt. Eingeladen wurden Familienangehörige der Opfer, das Gesundheitspersonal, das in den Krankenhäusern gegen Covid-19 gekämpft hat, sowie Bürgermeister der am stärksten vom Virus betroffenen Gemeinden. Die Arena ist zu einer großen Kirche im Freien geworden, in der wir alle für unsere Toten gebetet haben. Es war sehr bewegend. APA: Mozart und Verona, welche Beziehung hatte der Komponist zur Stadt? Gasdia: Im Dezember haben wir das 250. Jubiläum von Mozarts Besuch in Verona gefeiert. Am 27. Dezember 1769 reiste der 13-jährige Mozart mit seinem Vater nach Verona. Es war seine erste Italien-Reise. Bis zum 5. Jänner 1770 hielt er sich in Verona auf. Unter anderem spielte er im prestigereichen Saal Maffeiana als Gast der “Accademia Filarmonica”. Anlässlich des 250. Jahrestags hatten wir im Dezember bereits eine Reihe von Konzerten und Veranstaltungen organisiert. Dass wir jetzt auch noch die “Messa da Requiem” aufführen konnten, war eine weitere Hommage an den Komponisten. APA: Sie bemühen sich, neben Klassikern der italienischen Oper auch Werke anderer Komponisten in das Sommerprogramm einzubauen. Kommt dies bei den Zuschauern gut an? Gasdia: Opernliebhaber reisen meist nach Verona, um Verdi oder Puccini zu hören. Doch in diesem außerordentlichen Sommer nahmen wir die Gelegenheit wahr, Neues zu wagen. So haben wir am letzten Wochenende zwei Konzerte aufgeführt: Eines zu Ehren Wagners unter dem Dirigat von Gustav Kuhn mit großen Sängern wie Ricarda Merbeth, und ein weiteres zu Ehren Verdis unter der Leitung von Daniel Oren mit Künstlern wie Eleonora Buratto, Francesco Meli und Luca Salsi. Damit konnten Zuschauer an einem einzigen Wochenende Konzerten der beiden so verschiedenen Komponisten beiwohnen, die beide 1813 zur Welt gekommen sind. APA: Ausverkauft war das Konzert des Galaabends mit Anna Netrebko und Yusif Eyvazov am 1. August. Netrebko, die im Sommer 2019 mit “Trovatore” in der Arena debütiert hatte, scheint Verona zu mögen… Gasdia: Anna Netrebko und Yusif Eyvazov sind große Freunde der Arena. Während des Lockdowns haben sie uns stark unterstützt und ermutigt, die Sommersaison zu organisieren. Sie haben sich von Anfang an bereit gezeigt, hier aufzutreten, sobald es die Lage ermöglichen würde, und sie haben ihr Wort gehalten. Sie werden auch Protagonisten der Saison 2021 mit Turandot sein. APA: Am 28. und 29. August stehen Auftritte von Placido Domingo auf dem Programm, der im vergangenen Sommer das 50. Jubiläum seines Debüts in der Arena von Verona gefeiert hat. Die Arena hat im Gegensatz zu anderen Opernhäusern Domingo nicht den Rücken gekehrt, obwohl er mit dem Vorwurf des sexuellen Fehlverhaltens konfrontiert ist. Gasdia: Ich kenne Domingo seit 40 Jahren und habe als Sopranistin öfters an seiner Seite gesungen. Gegen ihn ist kein Strafverfahren im Gange, er ist nicht verurteilt worden. Es tut mir sehr leid, dass er mit diesen Vorwürfen konfrontiert ist. Ich sehe jedoch keinen Grund, warum er nicht in Verona auftreten sollte. APA: Können Sie schon etwas zu den Highlights der Saison 2021 berichten? Gasdia: Im kommenden Jahr will die Arena von Verona das 150-Jahre-Jubiläum der ersten “Aida”-Aufführung in der Oper von Kairo 1871 feiern. Geplant ist eine “Aida” in konzertanter Form unter dem Dirigat von Riccardo Muti. Neben Netrebko und Eyazov in “Turandot” wird ein weiteres Sängerpaar – Roberto Alagna und seine Lebenspartnerin Aleksandra Kurzak – gemeinsam in “Cavalleria rusticana” und “Pagliacci” auftreten. Geplant ist außerdem ein Galaabend mit Jonas Kaufmann, der sein Debüt an der Arena von Verona feiert. Inzwischen arbeiten wir schon an den Saisons 2022 und 2023, in denen wir wie bisher ein Programm hoher Qualität anbieten wollen. APA: Die Arena ist seit jeher ein Magnet für österreichische Opernliebhaber und ein Publikum aus dem deutschsprachigen Raum. Wie hoch ist die deutschsprachige Komponente unter den Arena-Zuschauern in diesem komplizierten Sommer? Gasdia: Laut unseren Statistiken hatten wir vor dem Lockdown 60 Prozent Deutschsprachige unter unseren Zuschauern. Jetzt hat sich die Situation geändert, doch ausländische Zuschauer kehren allmählich zur Arena zurück. Viele Österreicher urlauben am Gardasee und an der Adria und besuchen unsere Konzerte. Der Wagner-Abend hat viele deutschsprachige Zuschauer gelockt. Leider fehlen noch Besucher aus Ländern wie China, USA, Russland und Südamerika. APA: Die Arena muss in diesem Sommer auf große Zuschauerzahlen verzichten. Wie hat sich dieses große Freiluft-Theater an die Anti-Covid-Vorsichtsmaßnahmen angepasst? Gasdia: Maximal werden 3.100 Zuschauer zugelassen. Die Plätze in den vorderen Reihen sind ausgefallen, das Publikum sitzt direkt auf den Stufen des Theaters. Alle Aufführungen finden in Form von Konzert statt, das circa eineinhalb Stunden dauert und keine Pausen vorsieht. Zugang und Ausgang zur Arena sind streng geregelt. Die Sicherheit der Zuschauer, Künstler, sowie der Theatermitarbeiter ist unsere Priorität. APA: Sie sind die erste Frau, die in 105 Jahren zur Intendantin der Arena ernannt wurde, und stammen aus Verona. Wie waren diese Jahre an der Spitze der Arena-Stiftung für Sie? Gasdia: Es war bisher eine äußerst spannende und aufregende Zeit. Als Sopranistin, die zur Intendantin geworden ist, habe ich gelernt, wie ein Theater vom administrativen Standpunkt aus funktioniert und das war eine große Herausforderung. Wegen der Pandemie wurden wir mit einer präzedenzlosen Situation konfrontiert. Ich habe gelernt, dass man mit Mut und Kreativität neue Situationen meistern kann. Unberechenbares gibt es im Leben immer. Will man überleben, muss man Mut fürs Neue haben und Aufgeschlossenheit bewahren.

Cecilia Gasdia: "Arena von Verona hat Neustart geschafft"

Studie von Wiener Wissenschaftlern zeigt: Krebspatienten können bei entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen auch während der Covid-19-Pandemie onkologisch weiter behandelt werden. Sie haben ähnlich häufig wie die übrige Bevölkerung SARS-CoV-2-positive Virustests, aber seltener als Spitalspatienten mit anderen Erkrankungen.Das haben Wiener Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden, die jetzt publiziert worden ist. Erstautorin Anna Berghoff (Universitätsklinik für Innere Medizin I/Klinische Abteilung für Onkologie) und ihre Co-Autoren haben ihre Untersuchung zwischen 21. März und 4. Mai dieses Jahres durchgeführt. 1688 SARS-CoV-2-Tests bei 1016 Krebspatienten wurden durchgeführt, die Ergebnisse dann mit den vorliegenden österreichweiten SARS-CoV-2-Untersuchungen (Kontrollkohorte 1) und mit den SARS-CoV-2-Befunden von Patienten des Wiener AKH mit anderen Erkrankungen verglichen. 270 von 1016 (26,6 Prozent) der Krebspatienten erhielten eine onkologische Therapie zur Vorbereitung auf eine andere potenziell heilende Behandlung ihrer bösartigen Erkrankung oder zu Unterstützung zum Beispiel nach einem chirurgischen Eingriff. 560 der Patienten (55,1 Prozent) bekamen eine onkologische Therapie, um das Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern. Infektionsrate war gering Die SARS-CoV-2-Infektionsrate war gering. “Bei vier von 1016 Patienten oder 0,4 Prozent wurde SARS-CoV-2 entdeckt. Alle vier SARS-CoV-2-positiven Patienten hatten keine Symptome oder hatten sich von einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung erholt”, stellen Anna Berghoff und die Co-Autoren, unter ihnen Matthias Preusser, Leiter der Abteilung, fest. Insgesamt zeigten die Krebspatienten fast exakt die gleiche SARS-CoV-2-Infektionsrate wie die sonstige Bevölkerung in Österreich. Allerdings, im Vergleich der Krebskranken mit anderen AKH-Patienten zeigte sich, dass letztere ein um den Faktor 18 höheres Risiko für einen SARS-CoV-2-positiven Test hatten. “Unsere Daten zeigen eine geringe Rate nachweisbarer SARS-CoV-2-Infektionen bei Krebspatienten. Diese Infektionsrate war mit jener der österreichischen Allgemeinbevölkerung vergleichbar und niedriger als die von Nicht-Krebspatienten, die sich in unserem Krankenhaus vorstellten”, erklärte Erstautorin Anna Berghoff von der Klinischen Abteilung für Onkologie von MedUni Wien und AKH Wien. “Aktive Krebstherapie ist durchführbar” Preusser fügte hinzu: “Unsere Daten zeigen jedenfalls, dass man auch in Zeiten von Covid-19 unter den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen im Spital und auch mit den Vorsichtsmaßnahmen in der Gesellschaft durchaus eine aktive Krebstherapie durchführen kann. Man sollte aber Krebspatienten routinemäßig testen, um asymptomatische Virusträger zu entdecken und dadurch Ausbrüche im Spital zu verhindern.” In den vergangenen Monaten ist mehrfach kritisiert worden, dass Spitäler ihre Aktivitäten wegen SARS-CoV-2 soweit herunterfuhren, dass eine Versorgung von anderen Patienten dadurch gefährdet wurde. Dies galt auch für Krebspatienten, bei denen man durch häufig immunsupprimierende medikamentöse Therapien ein zusätzliches Risiko befürchtete. Die Kritik lautete auch darauf, dass es zu “Kollateralschäden” durch den teilweisen Lockdown in der Medizin kommen könnte. In der britischen Medizinfachzeitschrift “The Lancet” sind am 20. Juni zwei Studien – eine aus Großbritannien, eine aus den USA – mit unterschiedlichen Ergebnissen zu Covid-19 und Krebspatienten erschienen. In der US-Studie zeigte sich eine relativ hohe 30-Tages-Mortalität durch Covid-19. In der britischen Studie konnte kein Einfluss von Chemotherapien etc. auf die Mortalität durch Covid-19 bei Krebspatienten beobachtet werden.

Bei Vorsichtsmaßnahmen Krebstherapie gut möglich

Peter Jungreithmair (GF Wels Marketing) im Talk.