Tschechische Grenzen monatelang geschlossen

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Tschechische Grenzen monatelang geschlossen

Zumindest für ein halbes Jahr sollen die tschechischen Grenzen geschlossen bleiben, sagte der Leiter des tschechischen Coronavirus-Krisenstabs, der Epidemiologe Roman Prymula. Ausländer dürfen aus-, aber nicht wieder einreisen. Ausnahmen für Berufspendler, auch LKW-Fahrer dürfen Grenzen passieren.

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Personen mit besonders hohem Risiko schwer an dem Coronavirus zu erkranken sollen die Möglichkeit zu Homeoffice oder eine Dienstfreistellung erhalten, gab die Regierung vor knapp zwei Wochen bekannt. Offen ist noch, wie diese Risikopatienten identifiziert werden sollen. Nun soll eine Lösung gefunden worden sein: Den Hausärzten soll eine tragende Rolle zukommen, berichtet der “Kurier”. Bereits in Kürze soll ein Leitfaden herausgegeben werden, in welchem verschiedene Krankheitsbilder aufgelistet werden, und der dem Arzt eine Handlungsanleitung bietet. Diese Liste sei von Fachleuten erstellt worden und soll dem Vernehmen nach sehr genau sein. Einfacher Bluthochdruck etwa reicht nicht aus, um in die Risikogruppe zu fallen, so der “Kurier”.

Hausärzte sollen bei Bewertung von Risikopersonen wichtiger werden

Aus Protest gegen den Umgang von Facebook mit Hasskommentaren und abwertenden Inhalten in seinen Diensten haben sich mittlerweile Dutzende Unternehmen einem Aufruf zum Werbeboykott angeschlossen. Die Initiative #StopHateForProfit führte auf ihrer Webseite am Sonntag in einer Liste gut 90 Unternehmen, die ihre Werbung auf Facebook in den USA erst einmal stoppen. Einige der Unternehmen wollen diese Maßnahme auch auf die Facebook-Tochter Instagram sowie auf Twitter ausweiten. Facebook will nun stärker gegen Hassnachrichten und Falschmeldungen vorgehen, wie sein Chef Mark Zuckerberg betonte. Falschmeldungen unmittelbar vor der US-Präsidentenwahl sollen gelöscht sowie die Standards für Werbung erhöht werden. “Ich stehe gegen Hass und alles, was zu Gewalt anstachelt”, sagte Zuckerberg. Außerdem sollen auch in der Werbung abwertende und hasserfüllte Botschaften bezüglich ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder sexueller Vorlieben blockiert werden, wie Zuckerberg weiter sagte. Zudem sollen einige Facebook-Inhalte, die eigentlich gegen die Richtlinien des Sozialen Netzwerks verstoßen, aber zum Beispiel aufgrund eines prominenten Absenders nachrichtenrelevant sind, künftig mit Hinweisen flankiert werden. Als große Namen kamen seit Freitag unter anderem der Konsumgüterriese Unilever und der Autobauer Honda dazu. Der Getränkeriese Coca Cola kündigte ebenfalls an, für mindestens 30 Tage auf allen sozialen Plattformen weltweit seine Werbung auszusetzen. Er schließe sich aber nicht dem Boykott an, betonten Sprecher in diversen US-Medien. “Es gibt keinen Platz für Rassismus in der Welt und keinen in den Sozialen Medien”, sagte Konzernchef James Quincey. Während der Werbepause will Coca Cola nun seine Werbestrategien überprüfen und festlegen, ob Änderungen nötig sind. “Wir erwarten auch mehr Verantwortlichkeit und mehr Transparenz von unseren Social-Media-Partnern”, betonte er. Hershey, einer der weltweit führenden Schokoladenproduzenten, bestätigte der Zeitung “USA Today”, sich dem Boykottaufruf anzuschließen und im Juli keine Anzeigen zu schalten. Zudem wolle das Unternehmen seine Ausgaben für Facebook und die Tochter Instagram für den Rest des Jahres um ein Drittel kürzen. Die US-Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt im Zuge des Todes des Afroamerikaners George Floyd hatte die Kritik an Facebook wieder aufflammen lassen, zu nachlässig mit kontroversen Beiträgen umzugehen. Dazu trug auch Konzernchef Zuckerberg wesentlich bei, der sich weigerte, gegen umstrittene Aussagen von US-Präsident Donald Trump einzuschreiten. Dafür gab es sogar Kritik von eigenen Mitarbeitern. Mit dem Aufruf der von Bürgerrechtsorganisationen Mitte Juni ins Leben gerufenen Initiative #StopHateForProfit zum Werbeboykott soll der Konzern an einer empfindlichen Stelle getroffen werden – Facebook macht fast seinen ganzen Umsatz mit Werbeerlösen. Allein bei Coca Cola habe der Werbeetat in den USA 2019 geschätzte 22 Millionen Dollar (knapp 21 Mio. Euro) ausgemacht, berichtete die “New York Times” mit Verweis auf Daten des Branchenanalysten Pathmatics. Bei Unilever seien es rund 42 Mio. Dollar gewesen. Die Aktien von Facebook und auch Twitter gerieten mit dem sich ausweitenden Boykott stark unter Druck. Facebook verlor gut acht Prozent, was der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge einem Wertverlust von 56 Milliarden Dollar (etwa 53 Mrd. Euro) entsprach. Zuckerberg habe damit sieben Mrd. Dollar seines Privatvermögens eingebüßt.

Gegen Hass im Netz - 90 Unternehmen stoppen Facebook-Werbung

Am Freitag startet der bei der SVS eingerichtete Künstler-Überbrückungsfonds, der mit bis zu 90 Mio. Euro dotiert ist. “Wir haben eine Finanzierung für freischaffende Künstler in dieser schwierigen Phase versprochen, jetzt erfolgt der Startschuss”, zeigte sich Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) bei einem Medientermin erfreut. Rund 15.000 Antragsberechtigte erhalten bis zu 6.000 Euro. Die ersten Auszahlungen sollen bereits kommende Woche erfolgen. “Die Lage für die Künstler ist ernst. Sie waren die ersten, die vom Lockdown betroffen waren, und es wird wohl noch länger bis zu einem Normalbetrieb dauern”, unterstrich Mayer die Notsituation in der Coronakrise. “Wir haben auch die Kritik gehört, dass es zu wenig Unterstützung und wenn, dann diese nicht schnell genug gibt. Darauf haben wir reagiert.” Mittels Online-Formular (abrufbar unter ) kann für den Überbrückungsfonds angesucht werden, per eidesstattlicher Erklärung geben die Kunstschaffenden dabei ihre wirtschaftliche Notsituation an. Ausbezahlt werden bis zu 6.000 Euro (eine Gegenverrechnung erfolgt nur mit Zuwendungen aus dem Härtefallfonds) in einer Tranche. “Seit gestern um 18.00 Uhr ist das Formular online”, sagte SVS-Obmann Peter Lehner. Die ersten Ansuchen seien bereits eingetroffen. “Wir können sie also schon bearbeiten, was erfreulich ist.” Für die “gewaltige Anzahl” von rund 15.000 Antragsberechtigten werden laut Lehner bis zu 110 Mitarbeiter der Sozialversicherung für Selbstständige zuständig sein. Mayer kündigte beim Pressetermin in der SVS-Zentrale in Wien außerdem die zweite Phase der Coronahilfe im Rahmen des Künstler-Sozialversicherungsfonds an. Ab 10. Juli können Anträge gestellt werden, möglich sind Einmalzahlungen von bis zu 3.000 Euro. Bisher wurden auf diesem Weg knapp zwei Mio. Euro ausgeschüttet, dotiert ist der Fonds mit insgesamt fünf Mio. Euro. Eine weitere, pauschale Unterstützung in der Höhe von 6.000 Euro, wie sie IG-Autorinnen-Autoren-Geschäftsführer Gerhard Ruiss am Mittwoch am Rande eines “Schweigemarschs” in Aussicht gestellt hat, wird es unterdessen nicht geben, wie Mayer auf APA-Nachfrage betonte. Sie sei sich aber sicher, dass “Herr Ruiss auch mit diesem Überbrückungsfonds glücklich sein wird”.

Künstler-Überbrückungsfonds startet

Nachdem Italien am Freitag seinen eigenen, traurigen Rekord von Coronavirus-Toten gebrochen hat und die Bilanz auf 9.134 Gestorbene geklettert ist, überlegt die italienische Regierung eine Verlängerung der Ausgangssperre und des Produktionsstopps um weitere zwei Wochen. Die Maßnahmen sollen per Verordnung vom 3. auf den 18. April verlängert werden, verlautete aus Regierungskreisen am Samstag.

Italien prüft Verlängerung der Maßnahmen bis 18. April

Die EU-Kommission hat für die Aufhebung aller Reisebeschränkungen innerhalb der Europäischen Union bis Ende Juni plädiert. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson kündigte am Donnerstag im Sender Euronews an, sie wolle den Innenministern bei deren Beratungen am Freitag die Abschaffung aller wegen des Coronavirus eingeführten Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen bis Monatsende vorschlagen.   Johansson begründete ihre Position damit, dass sich die Infektionslage in vielen EU-Ländern “rasch verbessert”. Die EU-Innenminister beraten am Freitagvormittag (09.30 Uhr) in einer Videokonferenz über weitere Lockerungen der Einreisebeschränkungen. Dabei wollen die Minister auch besprechen, wie lange die pauschalen Einreiseverbote für Reisende aus Drittstaaten noch bestehen bleiben sollen. Die EU-Kommission hat sie derzeit noch bis zum 15. Juni empfohlen, sie könnten aber verlängert werden.

EU-Kommission schlägt Ende der Reisebeschränkungen vor