UN-Chef mit digitalen Problemen

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UN-Chef mit digitalen Problemen

Auch UN-Generalsekretär António Guterres hat während der Corona-Krise mit Problemen bei der Umstellung aufs digitale Arbeiten zu kämpfen. Bei einem Briefing zum Umgang der Vereinten Nationen mit der Pandemie brach am Freitag der Stream bei Guterres’ Rede für etwa sieben Minuten zusammen.

Als die Übertragung wieder einsetzte, fragte ein sichtlich irritierter UN-Chef: “Können sich mich jetzt hören?”. Der Portugiese hielt seine Rede dann zu Ende und sprach unter anderem davon, dass alle UN-Konferenzen und Kommunikation nun virtuell abgehalten würden. “Mit all den Schwierigkeiten und Fehlern, die Sie offensichtlich schon beobachtet haben”.

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Gitarrist Brian May von der britischen Rockband Queen (“We Are The Champions”) freut sich, nach langer Zeit wieder draußen spazieren gehen zu können. Auf Instagram verbreitete der 72-Jährige in der Nacht auf Samstag ein Foto von sich im Sonnenschein auf einer Parkbank und dazu den Kommentar: “Mein erster Spaziergang im Park seit all das angefangen hat.” Damit spielte er wohl auf die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Ausgangssperren an, die nun schrittweise gelockert werden. “Oh Mann, die Luft fühlt sich gut an! Der Himmel ist blau, die Sonne strahlt hell und warm und es weht eine kalte Brise”, schrieb May weiter. Der einzige Haken seien seine Krücken, so der Sänger. Auf die ist er angewiesen, seit er sich Anfang des Monats bei der Gartenarbeit eine schmerzhafte Verletzung am Gesäß zugezogen hatte. Danach kündigte May an, sich für eine Weile aus den sozialen Medien zurückziehen zu wollen, war aber zwischenzeitlich immer wieder bei Twitter und Instagram aktiv.

Queen-Gitarrist geht wieder im Park spazieren

Derzeit gebe es für nur rund ein Prozent der Bevölkerung krankenkassenfinanzierte Psychotherapie. Durch die Coronakrise steige der Bedarf, die Versorgung sei aber immer noch stark an die Geldbörse des einzelnen geknüpft oder mit langem Warten verbunden,kritisiert Peter Stippl, Präsident des Bundesverbands für Psychotherapie (ÖBVP), der die Kampagne #mehrpsychotherapiejetzt gestartet hat. Ziele seien u.a. mehr kassenfinanzierte Psychotherapieplätze und die Abschaffung der Kontingentierung. Die Podcasterin Beatrice Frasl schilderte: “Stell dir vor, du gehst mit einer Grippe zu deiner Hausärztin und dort erfährst du, dass du nicht behandelt werden kannst, weil es nur ein Kontingent für zehn Grippepatientinnen gibt, und das sei bereits ausgeschöpft.” Für Menschen mit psychischen Erkrankungen stehe “genau das an der Tagesordnung”. Corona steigert Bedarf “Durch Corona sind die psychischen Belastungen in Form von Depressionen, Angststörungen und Schlaflosigkeit stark gestiegen”, warnte Stippl. Dass die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) die Plätze um 25 Prozent bzw. 20.000 Einheiten erhöht hat, sei “ein erster wichtiger Schritt, aber mehr denn je braucht es jetzt eine Aufhebung der Kontingente”. ÖBVP-Präsidiumsmitglied Barbara Haid erklärte, warum in Tirol die Wartezeiten kürzer sind als in Wien: “Bei der ÖGK versicherte Kinder und Jugendliche können in Tirol sofort und kostenlos bis zu sieben Stunden Psychotherapie in Anspruch nehmen. Wenn wir dieses Modell auf ganz Österreich ausweiten, vermindert das lange Leidenswege und spart den Sozialversicherungen langfristig sehr viel Geld.” Der Rechnungshof habe die Mehraufwendungen für die Folgen psychischer Erkrankungen im Jahr 2016 mit 300 Millionen Euro bewertet, erinnerte der ÖBVP. Psychotherapeut Richard Rogenhofer beschrieb die aktuelle Situation in Wien so: “Schon Ende des Frühlings sind die freien Plätze fürs restliche Jahr alle weg.” Für eine qualitativ hochwertige Versorgung in ganz Österreich brauche es einen Gesamtvertrag mit den Krankenkassen, forderte Haid. Die mehr als 10.000 Psychotherapeutinnen und -therapeuten könnten den Bedarf jederzeit decken.” Der ÖBVP ruft am 20. November den Tag der Psychotherapie aus. Geplant sind landesweit Veranstaltungen – wegen der Coronakrise gegebenenfalls auch virtuell -, die sich mit psychischer Gesundheit beschäftigen.

Psychotherapie: Bundesverband fordert dringend Verbesserungen

Öffentlichen Toiletten hängt das Image an, unrein, übelriechend und irgendwie unheimlich zu sein. Der weltberühmte japanische Architekt Shigeru Ban will das auf revolutionäre Weise ändern: mit durchsichtigen Toiletten. Zu bewundern sind diese seit neuestem in einem Park im berühmten Tokioter Szene-Stadtteil Shibuya. Wenn die Toiletten unverschlossen sind, werden die pastellfarbenen Glaswände durchsichtig. Jeder kann dann von außen auf die weißen, sauberen Klos und Waschbecken sehen. Sobald die Türen schließen, werden die aus Glasschichten und einem Spezialfilm bestehenden Wände undurchsichtig. Die hypermodernen Toiletten mit ihren strombetriebenen Verwandlungswänden sind Teil eines Projekts der Nippon Foundation namens “The Tokyo Toilet”. Ziel ist eine Wiedergeburt öffentlicher Toiletten als einem Ort, wo man sich wohl und sicher fühlt. “Es gibt zwei Dinge, über die wir beim Betreten einer öffentlichen Toilette besorgt sind, vor allem, wenn sie sich in einem Park befindet. Das Erste ist Sauberkeit und das Zweite ist, ob sich jemand drinnen befindet”, schreibt Ban auf der Projekt-Webseite. Ban ist einer von 16 Kunstschaffenden, darunter auch seine beiden Architektenkollegen Tadao Ando und Kengo Kuma, die das Projekt unterstützen. Was aber, so fragt sich mancher, wenn es mal zum Stromausfall oder sonstigen Pannen kommt? Keine Sorge, versichern die Projektleiter. Fällt der Strom aus, werden die Glaswände undurchsichtig. Was auch immer passiere, niemand könne hineinsehen.

Projekt in Tokio mit durchsichtigen WC-Anlagen

Am Sonntag beginnt eine der außergewöhnlichsten Formel-1-Saisonen. Wegen Corona fast vier Monate verspätet wird mit dem Grand Prix von Österreich in Spielberg die 71. Weltmeisterschaft eingeläutet. Ein Duell zwischen Mercedes-Weltmeister Lewis Hamilton und Red-Bull-Star Max Verstappen zeichnet sich ab. Für die Formel 1 beginnt auch eine Reise ins Ungewisse, für manche ein Kampf ums Überleben. Die lange Pause seit der Absage des WM-Auftaktes im März in Australien macht sportliche Prognosen schwierig, auch wenn Mercedes und Red Bull weiter als Favoriten gelten und Ausbaustufen ihrer Triebwerke in die Schlacht werfen. Klar ist, dass man aufgrund des aktuellen Rumpfkalenders mit derzeit nur acht Europarennen ohne Zuschauer außergewöhnlich reagieren muss. Jedes Rennen zählt doppelt. Wie besonders die Situation ist, zeigte auch der erstmals rein virtuelle Medien-Donnerstag. Erneuter Starkregen im Murtal und am Ende strahlender Sonnenschein sorgten dabei für eine spezielle Atmosphäre. Die mit Mund-Nasenschutz ausgestatten Fahrer nahmen zwar im Pressezentrum des Red Bull Rings Platz, waren aber durch drei Etagen von den Journalisten im Mediencenter getrennt. Beantwortet wurden von einem Live-Moderator gestellte bzw. davor per Video oder E-Mail eingereichte Fragen. Für die wenigen zugelassenen und wie die Fahrer in die höchste Sicherheitskategorie (Profil 1) eingestuften Journalisten im Pressezentrum gab es nach jeder Interview-Session einen kurzen Exklusivteil. Weil die Ausblicke auf das erste Rennen aneinandergereiht werden mussten, dauerte die Pressekonferenz fast dreieinhalb Stunden. Der Formel 1 ist offensichtlich bewusst, dass es gerade um sehr viel geht. “Wir kämpfen um einen Kalender mit zumindest 15 Rennen. Und wir sind uns bewusst, dass es ein Jahr des finanziellen Überlebens ist”, hatte Toto Wolff im Vorfeld des WM-Auftaktes die Dramatik festgehalten. Vor allem kleinere Teams könnten Schaden nehmen, so der Mercedes-Teamchef aus Österreich. Sportlich gefällt Wolff aber die spezielle Herausforderung. “Wir fahren mit Autos, die im Februar unter völlig anderen Bedingungen getestet wurden und haben keinerlei Erfahrungswerte.” Er erwarte deshalb “ein bisschen Freestyle”. So etwas habe er in zehn Jahren Formel 1 noch nicht erlebt. Lewis Hamilton trug schwarzes Shirt, Kappe und Mundschutz. Mercedes fährt 2020 mit schwarzer Lackierung, um damit Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Nicht zuletzt Hamilton hatte dafür den Anstoß geliefert. Ob die Fahrer vor dem ersten Rennstart niederknien werden, sei noch nicht ausdiskutiert, sagte Hamilton. “Man wird am Sonntag sehen.” Schon ab Freitag geht es auch für den Briten vorrangig wieder um Performance im Auto. Der 35-Jährige kann mit seinem siebenten WM-Titel die Rekordmarke von Michael Schumacher egalisieren. Wolff warnte davor, gleich beim ersten Rennen mit der Brechstange zu fahren. “Lewis ist aber clever genug, um beim Start nicht an den Schumacher Rekord zu denken, sondern nur an Rennsiege.” Die Höhenlage, die Hitze und der lange Radstand haben Mercedes zuletzt aber in Spielberg übel mitgespielt. “Ich hoffe, wir sind heuer in einer besserer Position”, sagte Hamilton. “Aber Red Bull ist speziell hier immer sehr stark. Diese zwei Wochenenden werden eine echte Herausforderung für uns.” Red Bull ist laut seinen Chefs so gut vorbereitet wie zuletzt im letzten Weltmeister-Jahr 2013. Man fühlt sich in der zweiten Honda-Saison noch stärker. Pilot Max Verstappen kann wie Ferrari-Jungstar Charles Leclerc in dieser Saison zum letzten Mal Sebastian Vettel als jüngsten Weltmeister ablösen. Obwohl der Niederländer nach dem Lockdown den RB16 nicht testen konnte, gab sich der Gewinner der beiden jüngsten Österreich-Rennen gelassen. “Nach einer so langen Pause gibt es immer Fragezeichen. Wir wollen sie so gut wie möglich beantworten”, sagte der 22-Jährige. Ob 8, 15 oder 22 Rennen im Kalender stünden, ändere für ihn nicht viel. “Ich will jedes einzelne Rennen gewinnen.”

Österreich-GP als Start einer Reise ins Ungewisse

Wels hat wieder einen Bücherbus. Doch der hat mit dem alten nicht mehr viel gemein. Wir haben uns das neue Modell genau angesehen.