Ungarn öffnet Grenze

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Ungarn öffnet Grenze

Nachdem Ungarn ja über Nacht ohne Vorwarnung die Grenzen dicht gemacht hat, ist es vor dem Grenzübergang Nickelsdorf im Burgenland zu einem Mega-Stau gekommen. Jetzt will Ungarn die Grenze heute um 21 Uhr bis morgen 5 Uhr Früh öffnen, damit rumänische und bulgarische Staatsbürger diese gestaffelt passieren können.

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Der US-Musiker Adam Schlesinger, der auch als Filmkomponist bekannt wurde, ist nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies teilte sein Anwalt Josh Grier laut der “New York Times” und dem Magazin “Rolling Stone” am Mittwoch mit. Der Emmy- und Grammy-Preisträger wurde 52 Jahre alt. Er war zuletzt in einem Krankenhaus an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

US-Musiker Adam Schlesinger an Coronavirus gestorben

In der Corona-Krise ist die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr zwar zurück gegangen, aber nach wie vor sterben Menschen bei Unfällen. Polizei und ÖAMTC appellieren an Vernunft und Zivilcourage.

Verkehrsunfälle sinken und dennoch ist Vorsicht geboten

Der Zuckerkonzern Agrana darf ab sofort Bioethanol, das eigentlich für Treibstoffe gedacht ist, auch für Desinfektionsmittel verwenden. Desinfektionsmittel ist in Österreich seit Wochen Mangelware, auch weil der dafür nötige Alkohol knapp wurde. “Wir beliefern ab Montag per Tankwagen die Desinfektionsmittelhersteller”, sagte Agrana-Sprecher Markus Simak am Samstag zur APA. Agrana produziert in Pischelsdorf (NÖ) täglich rund 600.000 Liter Bioethanol. Normalerweise wird dieser hochprozentige Alkohol dem Benzin beigemischt und als Treibstoff in Verbrennungsmotoren verwendet. Bioethanol wird vorwiegend aus stärkehaltigen Getreidearten wie Weizen oder Mais sowie aus Zuckerrübendicksaft hergestellt. Das Umweltministerium hat am Freitag eine Ausnahmegenehmigung zur Biozid-Verordnung für die Produktion von Desinfektionsmitteln aus Ethanol und Isopropanol erlassen. Damit darf der von Agrana produzierte Alkohol jetzt auch für Desinfektionsmittel verwendet werden. Beliefert werde allerdings nur die weiterverarbeitende Industrie, nicht einzelne Apotheken, erklärte der Agrana-Sprecher.

Agrana liefert Alkohol für Desinfektionsmittel

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat weitere Coronavirus-Reisewarnungen nicht ausgeschlossen. “Es kann weitere Reisewarnungen geben”, so der Außenminister am Freitagabend in der ORF-ZiB 2, “auch für beliebte Urlaubsdestinationen.” Zu einer möglichen Ausweitung der Reisewarnung für Spaniens Festland auf die Balearen, meinte er: “Wir beobachten die Situation und sehen neue Höchstzahlen.” Der Sommer 2020 sei eben “kein normaler Sommer” und solche Vorwarnungen könnten sehr kurzfristig ausfallen, erklärte der Außenminister. “Wir sind uns bewusst, dass wir für viele Österreicher Probleme schaffen”, meinte Schallenberg hinsichtlich der eingeschränkten Reisefreiheit. Es sei aber auch Eigenverantwortung gefragt. “Die Österreicher müssen sich bewusst sein, dass sie eine besondere Verantwortung haben, wenn sie momentan ins Ausland fahren.” Es handle sich zudem bei einer möglichen Gefährdung anderer “um kein Kavalierdelikt”. Deutschland hat am Freitag auch die spanischen Balearen-Inseln (u.a. Mallorca, Menorca, Ibiza) zum Corona-Risikogebiet erklärt. Damit sind von Spanien nur die Kanaren von der deutschen Reisewarnung ausgenommen. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht in Deutschland auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in Quarantäne begeben. Österreichs Reisewarnung gilt vorerst für das spanische Festland, nicht aber für die Balearischen und Kanarischen Inseln. Ab Montag gilt wieder eine Reisewarnung für Kroatien. Wer dann nach Österreich zurückreist muss einen negativen Coronatest vorlegen oder sich einem solchen innerhalb von 48 Stunden nach der Rückkehr unterziehen.

Schallenberg schließt weitere Reisewarnungen nicht aus

In Österreich ist die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen am Sonntag weiter in die Höhe gegangen, aber nicht so stark wie zuletzt. Erstmals seit Tagen wurden unter hundert neue Fälle gemeldet. Offen ist, ob wie angekündigt am Sonntag noch in der Regierung über eine mögliche Rückkehr der Maskenpflicht beraten werden kann. Das Innenministerium vermeldete, dass es im 24-Stunden-Vergleich 82 neue Fälle gab (Stand: 9.30 Uhr). Insgesamt beträgt die Gesamtzahl der bisher diagnostizierten Coronavirus-Fälle 19.655. 711 Menschen sind bisher an den Folgen des Virus verstorben und 17.599 sind wieder genesen. Aktiv an der Infektion laborieren derzeit 1.345 Personen, um 16 weniger als am Samstag (Stand: 9.30 Uhr). In Krankenhausbehandlung befinden sich 99 Personen, davon 14 auf Intensivstationen. Was die einzelnen Bundesländer betrifft, so wurden mit 33 Neuinfektionen die meisten in Oberösterreich vermeldet. In Wien kamen 22 Infektionen hinzu, in Niederösterreich zwölf, in der Steiermark sechs, in Salzburg fünf und im Burgenland vier. Drei Bundesländer – Kärnten, Tirol und Vorarlberg – vermeldeten keine neuen Fälle. Indes wurde auch die Grenze von 750.000 Corona-Tests überschritten, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag verkündete. Ein wichtiger Bestandteil davon seien die neuen Screening-Tests, die nun seit gut zwei Wochen erfolgen. “Diese Screening-Tests werden in den nächsten Wochen nach einem klar definierten wissenschaftlichen Programm weiter intensiviert. Natürlich werden damit auch mehr positive Ergebnisse sichtbar werden. Aber diese zusätzlichen Testungen bei symptomfreien Menschen zählen zu den wichtigsten Vorbereitungen auf den herausfordernden Herbst”, hob der Minister deren Wichtigkeit hervor. Das Screeningprogramm sei ein zentraler Teil des Aktionsprogramms der Bundesregierung gegen eine zweite Welle, wurde weiters betont. Dabei werden Bewohner und Bewohnerinnen von Betreuungseinrichtungen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Gesundheitseinrichtungen, Menschen in prekären Arbeits- und Wohnverhältnissen sowie Tests im Rahmen von epidemiologischen Studien in großer Breite durchgeführt. Angesichts der Infektionszahlen wollte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) eigentlich am Sonntag zu Beratungen mit Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und den zuständigen Ministern zusammen kommen, um über eine Rückkehr der Maskenpflicht zu entscheiden. Ob sich dies noch ausgehen wird, ist aber offen, denn Kurz befindet sich immer noch in Brüssel beim EU-Gipfel. Auch eine zuletzt für den Abend in Aussicht genommene Videokonferenz von Kurz mit seinen Regierungskollegen steht auf der Kippe. Kurz kündigte jedenfalls im Interview mit der Tageszeitung “Österreich” an: “Wir werden darüber beraten, in welchen Bereichen wir die Maskenpflicht wieder einführen. Das ist mir aber noch zu wenig. Das Ampelsystem, an dem das Gesundheitsministerium bereits arbeitet, muss nun zügig zur Umsetzung kommen, damit in ganz Österreich kein Fleckerlteppich an unterschiedlichen Maßnahmen entsteht, sondern die Länder einheitlich in den Bezirken vorgehen können.” Auch Vizekanzler Kogler äußerte sich kürzlich zum Thema. “Für eine bundesweite allgemeine Maskenpflicht muss noch einiges passieren. Die Debatte zur Maskenpflicht in den Supermärkten ist davon aber zu unterscheiden.” Diese Frage sei deshalb eine andere, “weil jeder dorthin muss. Ob ich in ein Fußballstadion gehe oder nicht, kann ich mir hingegen selbst aussuchen.” Für Kogler ist eine Maskenpflicht im Supermarkt überlegenswert, wie er kürzlich sagte. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) unterstrich am Wochenende: “Wir wollen eine zweite Welle mit aller Kraft vermeiden, denn die wäre gesundheitlich verheerend und hätte gravierend negative Folgen auf die Wirtschaftsentwicklung und die soziale Lage”, sagte er weiters. Und: “Ich bin sehr optimistisch, dass wir das schaffen, falls wir – Politik, Behörden und jeder einzelne – weiterhin konsequent handeln. Manche Bundesländer müssen bei den Testungen schneller werden und auch das Risikobewusstsein muss bei einem Teil der Bevölkerung wieder steigen.” Was eine etwaige Wiedereinführung der Maskenpflicht anbelangt, so erwähnte Anschober zuletzt, dass diese auch “kurzfristig” wieder Thema sein könnte. Innerhalb von 24 Stunden würde diese bei Notwendigkeit wieder gelten, “manche könnten überrascht sein, wie schnell das gehen könnte”. Bundesweit muss der Mund-Nasen-Schutz derzeit in den Öffis, in Arztpraxen und Krankenhäusern, in Apotheken, bei Dienstleistungen ohne Mindestabstand, sowie in bestimmten Bereichen von Indoor-Veranstaltungen angelegt werden. Zudem sind regionale Regelungen in Oberösterreich, in Salzburg und in Kärnten in Kraft.

Unter hundert Coronavirus-Neuinfektionen in Österreich

Nicht vergessen: Heute Samstag, 3. Oktober 2020 ab 12:00 Uhr ist Zivilschutz-Probealarm

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