Ungarn schließt ab Dienstag Grenzen für Ausländer

Merken
Ungarn schließt ab Dienstag Grenzen für Ausländer

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft die ungarische rechtsnationale Regierung die Corona-Bestimmungen und schließt ab 1. September die Grenzen des Landes. Laut den im ungarischen Amtsblatt vom Samstag veröffentlichten Bestimmungen dürfen ausländische Staatsbürger nur in Sonderfällen nach Ungarn einreisen. Für Pendler gilt eine Sonderregelung.

Eine Ausnahme gilt nur für jene Ausländer, die über eine ständige oder eine länger als 90 Tage gültige Aufenthaltsgenehmigung für Ungarn verfügen. Sie müssen sich ebenso wie ungarische Staatsbürger bei der Rückkehr nach Ungarn 14 Tage in Quarantäne begeben, nur nach zwei negativen Corona-Tests im Abstand von zwei Tagen dürfen sie die Quarantäne vorzeitig verlassen. Im Ausland durchgeführte Corona-Tests werden nicht anerkannt.

Einreisen können weiter in Ungarn tätige ausländische Sportler, Sportexperten, Transportunternehmer, die Lastenverkehr abwickeln, Personen, deren persönliches Erscheinen wegen eines behördlichen Verfahrens erforderlich ist, oder jene, die eine Genehmigung eines Regierungsorgans für ihre Geschäftstätigkeit besitzen. Einreisen dürfen außerdem Studenten oder Personen, die zu familiären Ereignissen wie Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen anreisen oder über eine Einweisung in eine Gesundheitseinrichtung verfügen, weiter Personen, die an international relevanten Sport-, Kultur- oder kirchlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen.

Für Pendler gilt eine Sonderregelung. Die Bürger des durch den Außenminister benannten Nachbarstaates sowie die dort lebenden ungarischen Staatsbürger dürfen sich höchstens für 24 Stunden in einer von der Staatsgrenze aus berechneten 30 km-Zone in Ungarn aufhalten und müssen diese innerhalb dieser 24 Stunden auch wieder verlassen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die australische Biotechfirma Ena Respiratoryhat in Tierversuchen festgestellt, dass ein von ihr entwickeltes Nasenspray das Wachstum von Coronaviren hemmt. Das Spray sei eigentlich entwickelt worden, damit das menschliche Abwehrsystem besser gewöhnliche Erkältungs- und Grippeviren bekämpfenkönne. In einer Studie an Frettchen habe sich gezeigt, dass das Medikament die Menge der Coronaviren um bis zu 96 Prozent senkenkönne, teilte Ena Respiratory mit. In einigen Monaten könne man mit Tests an Menschen beginnen. Das Spray könne etwa in Kombination mit einem Impfstoff eingesetzt werden.

Nasenspray hemmt in Tierversuchen das Wachstum von Coronaviren

Die Regierung hat am Mittwoch nach dem Ministerrat weitere Lockerungen der Coronamaßnahmen bekanntgeben. So ist ab 1. Juli wieder jeder Sport sowohl Indoor als auch Outdoor erlaubt, also auch Kontakt- und Mannschaftssport. Die Sperrstunde für Veranstaltungen bis 100 Personen und die Maskenpflicht für Kellner fällt. Zudem wurde eine Reisewarnung der Stufe fünf für Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bat darum, “die Maske bitte nicht wegzuwerfen, wir werden sie noch brauchen”. Vor allem im Spätherbst könne es wieder eine “schwierige Situation” geben, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) forderte dazu auf, mit den Lockerungsschritten “sorgsam umzugehen”. Das Motto “genießen und aufpassen” solle beherzigt werden. Ab September werden unter bestimmten Voraussetzungen Events im Freien mit bis zu 10.000 und drinnen mit bis zu 5.000 Teilnehmern erlaubt – das betrifft den Sportbereich ebenso wie die Kultur. Somit sind Besucher in Stadien und bei Konzerten auch wieder erlaubt. Allerdings muss es für diese zugewiesene Sitzplätze geben, auch müssen Abstandsregeln eingehalten werden. Dazu wird laut Anschober auf “freiwilliges Tracking” gesetzt. Die Namen der besuchenden Personen sollen erfasst werden – “freiwillig im Rahmen des Datenschutzes”, sagte der Minister. Das “festhalten von Kontaktdaten auf freiwilliger Ebene” soll auch für alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Besuchern realisiert werden, sagte Anschober. Er kündigte für die kommende Woche ein “umfassendes neues Testprogramm mit großem Screening” an. Umfangreich fallen die Lockerungen im Sportbereich aus. Hier wird bereits nächste Woche sowohl im Innen- als auch im Außenbereich wieder alles erlaubt. Allerdings müssen Anwesenheitslisten geführt werden, sagte Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne). In der Gastronomie darf ab Juli früher aufgesperrt werden – um 5.00 statt wie bisher um 6.00 Uhr, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Die Sperrstunde für geschlossene Veranstaltungen bis zu 100 Personen – also beispielsweise für Hochzeitsfeiern – fällt. Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen in Österreich stabil ist – laut Anschober sind derzeit 474 Personen aktiv erkrankt – zeigen internationale Entwicklungen, dass das nicht überall der Fall ist, meinte Kurz. “Das Virus ist nicht verschwunden. Wir müssen auch in Österreich bei niedrigen Ansteckungszahlen weiter wachsam sein”, forderte er. Vor allem der massive Corona-Ausbruch beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen habe gezeigt, “wie schnell es zu weiteren dramatischen Situationen kommen kann”, sagte der Bundeskanzler. Daher wurde die partielle Reisewarnung der Stufe fünf für das deutsche Bundesland verhängt.

Regiering verkündet Lockerungen im Sport- und Gastrobereich

Die Polizei hat kurz nach einem Banküberfall Freitagmittag in Linz zwei Verdächtige festgenommen. Die Beute wurde sichergestellt. Das teilte die Landespolizeidirektion Oberösterreich mit. Im Überfalls wurde mit der Zündung einer Bombe gedroht. Ein vorerst unbekannter Mann betrat um 11.40 Uhr das Bankinstitut in der Unionstraße im Stadtteil Keferfeld. Er hatte einen bombenähnlichen Gegenstand bei sich, drohte damit der anwesenden Angestellten, legte ihn ab und forderte Geld. Nachdem er es ausgehändigt bekommen hatte, flüchtete der Räuber aus dem Bankinstitut und übergab das Geld einer Komplizin. Die Polizei startete eine Großfahndung. Den Beamten ging wenige Minuten später die auf einem Fahrrad fahrende 23-jährige Frau ins Netz. Die Beute wurde bei ihr sichergestellt und sie wurde festgenommen. Danach wurde auch der 25-jährige mutmaßliche Haupttäter geschnappt. Wegen des vom Räuber zurückgelassenen bombenähnlichen Gegenstandes wurde die viel befahrene Unionstraße im Bereich des Geldinstitut großräumig abgesperrt und ein Sprengstoffexperte angefordert. Dieser stellte fest, dass es sich um eine Attrappe handelte. Danach konnte die Straßensperre wieder aufgehoben werden. Zuvor hatten sich lange Staus gebildet. Die Einvernahme der beiden Verdächtigen durch Beamte des Landeskriminalamtes dauerte am Nachmittag noch an.

Pärchen überfiel Bank und drohte mit Bombe

In Panama hat ein katholischer Bischof die Menschen wegen der Coronavirus-Pandemie am Palmsonntag von einem Hubschrauber aus gesegnet. Erzbischof Jose Domingo Ulloa feierte zum Auftakt der Karwoche eine Messe in einem Flughafenhangar und stieg dann mit einer Marienstatue und einer Monstranz in einen Hubschrauber.

Bischof spendete in Panama Segen von Hubschrauber aus

Das Internationale Olympische Komitee hält trotz der Corona-Pandemie an dem Termin für die Sommerspiele von 24. Juli bis 9. August in Tokio fest: “Das IOC steht weiterhin voll und ganz hinter den Olympischen Spielen in Tokio 2020, und mehr als vier Monate vor den Spielen sind derzeit keine drastischen Entscheidungen notwendig. Jede Spekulation in diesem Moment wäre kontraproduktiv.”

Das IOC hält weiterhin an Olympia in Tokio fest

Das seit diesem Juli stark erhöhte Förderbudget für den Radverkehr für das Jahr 2020, das laut Umweltministerium mit 40 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr fast verzehnfacht wurde, wird im kommenden Jahr ebenfalls in dieser Höhe zur Verfügung stehen. Allein mit den bisher genehmigen 55 Projekten für Fahrradinfrastruktur und saubere Mobilität werden jährlich 7.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden, hieß es aus dem Ressort. Die Förderung werde massiv nachgefragt: Insgesamt 58 Projekte, darunter insgesamt 67 Kilometer Radwege, wurden laut den Angaben bei der klimaaktiv-Beiratssitzung im September schon genehmigt. 1.000 Maßnahmen und Projekte eingereicht Über 1.000 weitere Maßnahmen zu klimafreundlicher Mobilität mit einem Gesamtfördervolumen von mindestens 18 Millionen Euro, darunter weitere 32 Radprojekte, wurden von Gemeinden und Betrieben schon eingereicht und warten auf Überprüfung bzw. Genehmigung. “Für all jene Gemeinden und Betriebe, die noch in der Planung sind: Einreichungen sind auch jetzt noch möglich, bei Genehmigung aller bereits bekannten Projekte sind rund zwei Drittel der Fördermittel ausgeschöpft”, ermutigte Ressortchefin Leonore Gewessler (Grüne) zu weiteren Initiativen. Der Ausbau des Radverkehrs und Investitionen in klimafreundliche Mobilität seien zudem auch Impulse für die lokale Wirtschaft: Alleine die zwölf Millionen Euro an Förderungen, die in den letzten Monaten bereits abgeholt wurden, hätten insgesamt 45 Millionen Euro an klimafreundlichen Investitionen ausgelöst.

Fahrradoffensive geht 2021 in die nächste Runde