UNO warnt wegen Schulschließungen vor "Katastrophe"

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UNO warnt wegen Schulschließungen vor "Katastrophe"

Die Vereinten Nationen warnen wegen der Schulschließungen im Kampf gegen das Coronavirus vor einer “Katastrophe für eine ganze Generation”. Oberste Priorität müsse die sichere Rückkehr der Schüler in den Unterricht haben, sagte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres am Dienstag bei der Eröffnung der UNO-Kampagne “Save our Future”.

“Jetzt stehen wir vor einer Katastrophe für eine ganze Generation, durch die unermessliches menschliches Potenzial verschwendet, jahrzehntelanger Fortschritt untergraben und tief verwurzelte Ungleichheiten verschärft werden könnten”, sagte Guterres bei der Eröffnung von “Save our Future”.

Sobald die erste Übertragung des Coronavirus vor Ort unter Kontrolle sei, müsse es höchste Priorität haben, die Schüler so sicher wie irgend möglich wieder in den Unterricht zu bringen, mahnte der UNO-Generalsekretär. Die Beratung von Eltern, Betreuern, Lehrern und Jugendlichen sei dabei von grundlegender Bedeutung.

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In der Stadt Salzburg hat sich rund um eine an Covid-19 erkrankte Mitarbeiterin eines Seniorenwohnheims des Roten Kreuzes im Stadtteil Gneis ein neuer Cluster gebildet. Bis Mittwochnachmittag haben sich vier weitere Mitarbeiter und Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Auch in der Familie der positiv getesteten Frau traten zwei Fälle auf. Die Pflegerin selbst hatte nie Krankheitssymptome gezeigt, war aber positiv auf das Coronavirus getestet worden, nachdem eine Person in ihrem Umfeld erkrankt war. Und offenbar dürfte auch ein Zusammenhang zu dem erkrankten Mitarbeiter in einem zweiten Seniorenheim in Salzburg-Aigen bestehen. Mehr als 100 Testergebnisse offen Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, werde das Epidemie-Geschehen in den beiden Häusern von den Behörden mittlerweile als “Cluster B” bezeichnet, weil sich immer deutlicher eine einzelne Person als Ursache für alle weiteren Infektionen herauskristallisiere. Die Zahl der erkrankten Personen dürfte sich in den nächsten Tagen weiter erhöhen. “Denn im Cluster B stehen derzeit noch über 100 Testergebnisse aus”, sagte ein Sprecher der Stadt. In beiden Heimen wurden mittlerweile einzelne Wohntrakte von den Gesundheitsbehörden unter Quarantäne gestellt. Die Bewohner der betroffenen Bereiche dürfen die Räumlichkeiten bis zum 16. bzw. 19. Juli nicht verlassen. Es gibt auch keine Besuchsmöglichkeit. Alle Personen müssen jeden Tag in der Früh und am Abend Fieber messen und ein Fiebertagebuch führen. Zuletzt fünf weitere Infektionen Vom neuen Cluster unabhängig traten in der Landeshauptstadt zuletzt fünf weitere Infektionen auf. Drei betreffen die Mitglieder einer türkischen Familie, eine weitere eine Frau, die von einer Bosnien-Reise nach Salzburg zurückgekehrt ist. Zuletzt erkrankte auch eine Frau aus Deutschland.Insgesamt waren in der Stadt damit zuletzt 24 Personen aktuell mit dem Virus infiziert. Das Land meldete am Mittwoch in Summe 46 aktive positive Fälle, mehr als die Hälfte davon in der Stadt Salzburg. Für morgen, Donnerstag, sind zudem die Anfang der Woche angekündigten Testungen der rund 300 Mitarbeiter des Salzburger Schlachthofs in Bergheim (Flachgau) geplant.

Zwei Seniorenheime bilden neuen Cluster

Die Definition, wer nun während der Corona-Krise zu einer Risikogruppezählt und damit von zu Hause aus arbeiten soll, wird im Laufe der kommenden Woche vorliegen. Auch in den kommenden Tagen wird laut Gesundheitsministerium ein von der Regierung eingerichteter Fachbeiratdazu beraten. Ausnahmen von der künftigen Regelung sollen für Betriebe der sogenannten kritischen Infrastruktur gelten. Der Expertengruppe, welche allgemein über die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe entscheidet, gehören jeweils drei Fachleute des Sozial- und des Arbeitsministeriums an, sowie des Dachverbandes der Sozialversicherungsträger und der Ärztekammer. Im individuellen Fall hat dann der behandelnde Arzt die Risikosituation zu beurteilen und muss gegebenenfalls ein Attest darüber ausstellen. Legt ein Betroffener seinem Dienstgeber dieses erstellte Risiko-Attest vor, hat er Anspruch auf Freistellung bei Fortzahlung des Entgelts.

Definition von Risikogruppen soll kommende Woche vorliegen

Am Mittwoch jährt sich die Seilbahnkatastrophe von Kaprun im Pinzgauzum 20. Mal. 155 Menschen kamen bei dem Brand eines Zuges der Kitzsteinhorn-Gletscherbahn am 11. November 2000 ums Leben, nur zwölf überlebten. Das Inferno gilt als die größte Katastrophe der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Kurz nach 9.00 Uhr war am 11. November 2000, ein Samstag, im talseitigen Führerhaus der Zuggarnitur im Heizstrahler Feuer ausgebrochen. Eine Hydraulikleitung zerriss wegen der Hitze, das ausrinnende Öl entfachte den Brand explosionsartig, und durch die Kaminwirkung im Tunnel breiteten sich die Flammen blitzschnell auf die komplette Seilbahngarnitur aus. Zwölf Menschen, die sich aus dem Zug befreien konnten und geistesgegenwärtig nach unten liefen, überlebten, für alle anderen gab es keine Rettung mehr. Keine Schuldigen gefunden Im Strafverfahren konnte die Justiz keine Schuldigen finden, alle 16 Beschuldigten wurden freigesprochen. Laut Urteil ist der Brand wegen eines Gebrechens im Heizlüfter ausgebrochen, durch eine Verkettung von unglücklichen Umständen sei es in der Folge zu dieser Katastrophe gekommen. Viele Hinterbliebene nahmen die Freisprüche mit Fassungslosigkeit auf und konnten nicht verstehen, dass es für ein solches Ereignis keine Schuldigen geben soll. Einige von ihnen bezweifelten das Ergebnis viele Jahre und kämpften um ein neues Verfahren. Sie stützten sich dabei auf deutsche Gutachter, denen zufolge nicht ein Fehler im Heizlüfter das Unglück verursacht haben soll, sondern der unsachgemäße Einbau des Gerätes, das für eine Standseilbahn gar nicht geeignet sei. Mehrere Opferanwälte stellten im Vorfeld riesige Summen in Aussicht, letztlich waren aber häufig sie die Profiteure und nahmen den Hinterbliebenen zum Teil mehr als die Hälfte des Schmerzengeldes als Honorar ab. Zehn Jahre nach dem Unglück haben sich die Gletscherbahn-Verantwortlichen offiziell entschuldigt: “Mit anhaltender Trauer und Erschütterung bitten wir von den Gletscherbahnen Kaprun um Verzeihung.” Die Katastrophe “geschah in unserem Betrieb, also unter unserer Verantwortung. Zu dieser Verantwortung bekennen wir uns”, hieß es in einer Stellungnahme zum 10. Jahrestag. DVI-Team seit dem Unglück im Einsatz Seit dem Katastrophenunglück gibt es in Österreich das DVI-Team, das auch zu Einsätzen im Ausland ausrückt. DVI (Disaster Victim Identification) steht für Katastrophen-Opfer-Identifizierung. Das DVI-Team, damals über 235 Spezialisten, darunter 20 Zahnärzte und zehn Gerichtsmediziner, sorgte dafür, dass keiner der am 155 Verunglückten namenlos geblieben ist. Gottesdienst in Kaprun Unweit der Seilbahn-Talstation steht heute zur Erinnerung an die Opfer eine Gedenkstätte. Dort sind am 20. Jahrestag, dem 11. November 2020, um 9.00 Uhr die Angehörigen zu einem ökumenischen Gottesdienst geladen. Die Gedenkfeier findet wegen der Corona-Pandemie im Freien statt und wird vom katholischen Generalvikar Roland Rasser sowie vom evangelischen Superintendenten Olivier Dantine geistlich begleitet. Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst vom Ensemble Paris Lodron. Es handle sich um einen schlichten Gottesdienst für die Angehörigen, es seien keine “Offiziellen”, keine Politiker und Regierungsvertreter geladen, hieß es aus dem Gemeindeamt auf APA-Anfrage. In der Gedenkstätte ist jedem Toten eine eigene Nische gewidmet. Viele wurden liebevoll dekoriert, mit Fotos, Sprüchen und persönlichen Erinnerungsstücken versehen.  

Gedenken an Katastrophe von Kaprun

Zum ersten Mal seit elf Jahren schreibt BMW wieder rote Zahlen. “Wie erwartet haben die weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie im zweiten Quartal voll auf unser Geschäft durchgeschlagen”, sagte Vorstandschef Oliver Zipse am Mittwoch in München. Unter dem Strich stand ein Quartalsverlust von 212 Millionen Euro. Trotzdem bleibe nach dem ersten Halbjahr noch ein Gewinn 498 Millionen Euro vor Steuern, betonte Zipse und zeigte sich für das zweite Halbjahr “durchaus zuversichtlich”. Aufschwung im Juli “Einen klaren Lichtblick signalisiert der Monat Juli: Unser Absatz Automobile auf Group-Ebene lag hier deutlich über Vorjahr”, sagte Zipse. “In China verläuft die Marktentwicklung positiver als erwartet”, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter. “Auch in anderen wichtigen Märkten wie Deutschland oder den USA ist inzwischen eine leichte Erholung spürbar. Wie geplant sind wir somit auf Kurs, unsere Jahresziele zu erreichen.” Allerdings bleibe die Unsicherheit groß, betonte Peter: “Eine erneute Verschärfung der Lage sowie eine mögliche zweite Infektionswelle und damit verbundene Eindämmungsmaßnahmen sind in unserem Ausblick weiterhin nicht enthalten.” Genügend Reserven Für das Gesamtjahr erwartet BMW derzeit einen Autoabsatz und einen Vorsteuergewinn deutlich unter Vorjahresniveau. Mit 21,7 Milliarden Euro Liquidität sei der Konzern aber sehr gut aufgestellt und habe genügend Reserven, sagte der Finanzchef. Im zweiten Quartal verkaufte BMW ein Viertel weniger Autos als vor einem Jahr – vor allem wegen der Werksschließungen und der Schließung der Autohäuser in Europa und den USA. In China lagen die Verkäufe bereits wieder deutlich über Vorjahr. Der Umsatz fiel im zweiten Quartal um 22 Prozent auf knapp 20 Milliarden Euro. Regulärer Schichtbetrieb Das Unternehmen schloss auch ein Viertel weniger Kredit- und Leasingverträge ab und verdiente mit Finanzdienstleistungen nur noch einen Bruchteil des Vorjahresergebnisses. Das gesamte Konzernergebnis vor Steuern betrug minus 300 Millionen Euro, nach einem Gewinn vor Steuern von 2,05 Milliarden Euro vor einem Jahr. Seit Ende Juni laufen alle BMW-Werke wieder im regulären Schichtbetrieb. “Wir beobachten die Situation weiterhin sehr genau und steuern die Produktion unverändert gemäß der Entwicklung in den Märkten und der regional unterschiedlichen Kundennachfrage”, sagte Zipse. Die Mitarbeiterzahl soll bis Jahresende leicht unter Vorjahr liegen. Viele Investitionen würden verschoben oder stünden auf dem Prüfstand, sagte Finanzchef Peter.  

BMW: Erster Verlust seit elf Jahren

Ein ausgedehnter Küchenbrand in einem Mehrparteienwohnhaus musste Mittwochmittag in Wels-Vogelweide von den Einsatzkräften der Feuerwehr bekämpft werden.

Vier Verletzte bei ausgedehntem Küchenbrand in einem Mehrparteienwohnhaus in Wels-Vogelweide

Jahrelang hatte das Damen-Tennis in Österreich zwei WTA-Turniere fix im Kalender. Gehalten hat sich nur das Upper Austria Ladies in Linz. Das Hallenturnier auf der Gugl feiert im Herbst seine 30. Auflage. Zuletzt war bis 2015 in Bad Gasteinein WTA-Freiluft-Turnier in der Alpenrepublik zu Gast, nun will man in Pörtschach aus der Not eine Tugend machen und ein langfristiges Turnier veranstalten. Hintergrund für diese kurzfristige Chance ist die Absage der Qualifikation für die US Open, da unmittelbar vor dem Grand-Slam-Turnier das Großturnier aus Cincinnati (ATP und WTA) nach Flushing Meadows verlegt wurde. “Die US Open haben der WTA und der ATP Geld gegeben, um Veranstaltungen statt der Qualifikation auszutragen”, berichtete der im WTA-Tour-Board sitzende Peter-Michael Reichel am Mittwoch im APA-Gespräch. “Wir unterstützen die Kärntner und auch die Prager, die ein zweites Turnier machen”, sagte der in der Schweiz lebende Oberösterreicher. Genaue Zahlen wollte er nicht nennen, es handelt sich aber um eine Unterstützung des Preisgeldes. Warum Spielerinnen aus den Top 100 nicht antreten können, liegt auf der Hand. Es geht um jene Damen, die normalerweise nicht im Grand-Slam-Hauptfeld stehen. “Das Ganze ist ein Ersatz der Qualifikation, nicht des Hauptfeldes”, präzisiert der 67-jährige Reichel. Die Veranstalter des WTA 125K-Turniers, das mit 125.000 Dollar dotiert sein wird, wollen am Donnerstagnachmittag über Einzelheiten informieren. Das Turnier ist, zumindest dieses Jahr, eigentlich ein Challenger. “Sie wollen auch weitermachen, auch wenn die Unterstützung von der WTA nicht mehr da ist. Das ist der Plan”, verriet Reichel. Die Location Werzer-Stadion am Wörthersee hatte Reichel seinerzeit in den 90er-Jahren selbst entwickelt und dank finanzieller Unterstützung von Stadt und Land auch das Stadion modernisiert. Pörtschach wurde dann Schauplatz mehrerer Davis-Cup- und Fed-Cup-Länderkämpfe sowie später auch eines ATP-Turniers. Für das Upper Austria Ladies in Linz schaut es laut Reichel übrigens “gut aus”. “Linz war immer im Kalender. Allerdings war es die Frage, ob es geschoben werden muss wegen der chinesischen Turniere, das ist weggefallen.” Man habe nun die angestammte Woche, dennoch überlegt man noch eine Verschiebung nach hinten. “Damit die Reisemöglichkeiten zwischen den anderen Turnieren gut passen. Linz wird sicher ein gutes Turnier heuer”, glaubt Reichel. Zumal die Asien-Konkurrenz-Turniere komplett wegfallen. Ein Großturnier wird aus finanziellen Gründen aus dem Event in der TipsArena dennoch nicht. Die Dotation wird sogar von 275.000 auf 220.000 Dollar reduziert. “Es gibt eine Reduktion des Preisgeldes bei allen Turnieren. Bei anderen Turnieren teilweise von einer Million auf 700.000”, erläutert Reichel. Grund sind die eingeschränkten Besucherzahlen in der Coronakrise. “In erster Linie geht es um Dollars” Was Reichel davon hält, dass man die US Open trotz der immer noch eklatant hohen Coronavirus-Fallzahlen in den USA durchpeitschen will? “Die USA ist ja bekannt dafür, dass es in erster Linie um Dollars geht”, meinte er lachend. Reichel erwartet demnächst Entscheidungen der ATP und WTA, wie es in nächster Zeit weitergehen soll. “Es ist alles auf Stand-by, allein heute habe ich vier Videokonferenzen.” Auch für 2021 erwartet er ein schwieriges Jahr. “Aber es wird schon leichter werden, weil man auch gelernt hat, damit umzugehen.” Die bisherigen Verluste seien groß, man versuche umzuschichten, und auf mehrere Jahre zu verlagern. “Aber natürlich ist das ein schwerer Schlag für ATP und WTA.”

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