Unternehmen stellen auf Schutzausrüstung um

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Unternehmen stellen auf Schutzausrüstung um

Angesichts des Engpasses bei Schutzkleidung und medizinischer Ausrüstung stellen auch in Deutschland Unternehmen ihre Produktion um. Bei dem schwäbischen Textilhersteller Trigema löste allein die Ankündigung, in die Produktion von Atemschutzmasken einzusteigen, einen Bestellansturm aus. Der Automobilkonzern Daimler will 3D-Drucker für die Herstellung von Medizinprodukten zur Verfügung stellen.

“Kommunen, Polizeibehörden, Krankenhäuser, einfach alle” meldeten sich, um Masken zu bestellen, sagte Trigema-Chef Wolfgang Grupp der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Er kündigte an, kommende Woche werde sein Unternehmen rund 100.000 Schutzmasken herstellen, diese Woche dürften es demnach etwa 80.000 sein. Insgesamt habe Trigema für die Zeit bis Ostern Bestellungen über 300.000 Masken angenommen.

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  1. GIUSEPPE PALERMO sagt:

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Slowenien stuft ganz Österreich als Risikogebiet ein