Unternehmensstimmung in der Eurozone brach auf Rekordtief ein

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Unternehmensstimmung in der Eurozone brach auf Rekordtief ein

Die Unternehmensstimmung in der Eurozone ist im März wegen der Coronakrise auf ein Rekordtief eingebrochen. Wie das Marktforschungsinstitut IHS Markit am Freitag in London mitteilte, fiel der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex um beispiellose 21,9 Punkte auf 29,7 Zähler. Das ist ein Rekordtief, das selbst den Tiefpunkt während der globalen Finanzkrise klar unterschreitet. Eine erste Schätzung von Markit war etwas höher ausgefallen. Besonders stark verloren die Indikatoren, die auf einer Umfrage basieren, im Dienstleistungssektor.

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Fußball-Profi Stefan Schwab hat am Dienstag Medienberichte zurückgewiesen, wonach er bereits eine Entscheidung über seinen künftigen Arbeitgeber getroffen hätte. PAOK Saloniki sei “eine Option”, erklärte der bisherige Rapid-Kapitän der APA. Die Tageszeitung “Österreich” hatte zuvor von einem schon fixierten Wechsel des Mittelfeldspielers nach Griechenland berichtet. Schwabs Vertrag bei Rapid war mit Saisonende ausgelaufen. Die Verhandlungen über eine Verlängerung verliefen bisher erfolglos. Er sei zwar nach wie vor in Gesprächen mit den Hütteldorfern und deren Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic, erklärte der Salzburger. “Stand jetzt wird es aber eher schwierig.” Aus Sicht des 29-Jährigen spießt es sich vor allem an der bisher angebotenen kurzen Vertragslaufzeit. Mittlerweile bieten sich interessante Alternativen, auch um Auslandserfahrung zu sammeln. Neben PAOK Saloniki war zuletzt etwa US Lecce im Gespräch. Den Süditalienern droht allerdings der Abstieg in die italienische Serie B. Laut Schwab würden mehrere konkrete Angebote auf dem Tisch liegen. Bevor er sich für eines im Ausland entscheidet, will der Familienvater aber eine klare Entscheidung treffen, ob es bei Rapid weitergeht oder nicht. “Wenn ich mich für etwas anderes entscheide, möchte ich als Gentleman gehen”, betonte Schwab. Immerhin hat er sechs Jahre für Rapid gespielt, seine Wirkung im Club ist groß. In 241 Pflichtspielen für die Grün-Weißen stehen 51 Tore und 51 Assists zu Buche, die Kapitänsschleife übernahm er von Steffen Hofmann. Rapid wollte zu den Gerüchten um Schwab am Dienstag keine Stellungnahme abgeben. Bei den Leistungstests auf der Schmelz fehlte der bisherige Kapitän. Auch am ersten Mannschaftstraining am Mittwoch, das trotz eines Corona-Falles in der Mannschaft stattfinden soll, wird er nicht teilnehmen. “Solange ich keinen Vertrag unterschrieben habe, werde ich nirgendwo im Training sein”, sagte Schwab. “Das kann man nicht machen. Ich bin seit drei Wochen arbeitslos und beim AMS gemeldet.” Seine Zukunftsentscheidung werde auch noch nicht am Mittwoch fallen, kündigte Schwab an. “Ich brauche da noch ein paar Tage.” Aus Griechenland waren am Dienstag ernsthafte Verhandlungen mit PAOK gemeldet worden. “Sie wollen mich haben, das stimmt auch”, sagte Schwab. Es sei aber nicht die einzige Option – und auch Rapid trotz der “schwierigen Situation” noch nicht gänzlich aus dem Rennen.

Schwab dementiert bereits fixierten Rapid-Abschied

Die Bundesregierung will am Mittwoch über die Öffnung der Grenzen zu den Nachbarländern beraten. Außenminister Alexander Schallenberg, Europaministerin Karoline Edtstadler, Innenminister Karl Nehammer (alle ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) besprechen dabei auch, ob die wegen der Coronakrise verhängten Reisebeschränkungen auch gegenüber Italien ab 15. Juni fallen sollen. Mit Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein hat Österreich bereits eine vollständige Grenzöffnung ab dem 15. Juni vereinbart. Die Reisebeschränkungen zu Tschechien, der Slowakei und Ungarn sollen ebenfalls Mitte Juni fallen. Die vier Länder waren bereits vergangene Woche darin im Prinzip übereingekommen, der Runde Tisch soll diesbezüglich ein genaues Datum verkünden. Hoffnung auf eine Grenzöffnung machen kann sich offenbar auch Slowenien, das bisher vergeblich auf positive Signale aus Wien wartet. Italiens Grenzen sind ab Mittwoch wieder für Urlauber offen. Nach rund drei Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen gilt die Reisefreiheit für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Eine Virus-Quarantäne von zwei Wochen entfällt. Vorher durften Ausländer nur mit triftigem Grund, wie etwa Arbeit, einreisen.

Regierung entscheidet über Reisefreiheit zu Nachbarn

Bei der schwer angeschlagenen AUA-Mutter Lufthansa stehen 22.000 Vollzeitstellen auf der Kippe, die Hälfte davon in Deutschland. Eine “signifikante Senkung der Personalkosten” sei nötig, erklärte die Lufthansa nach einem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern. Betriebsbedingte Kündigungen will die Fluggesellschaft durch Kurzarbeit und Krisenvereinbarungen aber möglichst vermeiden. Die Lufthansa ist von der Coronakrise schwer getroffen; Konzernchef Carsten Spohr rechnet erst in mehreren Jahren mit einer Normalisierung des Angebots und hat bereits eine tiefgreifende Umstrukturierung angekündigt. “Wir gehen davon aus, dass die Flotte der Lufthansa Group nach der Krise rund 100 Flugzeuge weniger zählen wird”, erklärte der Konzern – entsprechend weniger Piloten und Flugbegleiter werden gebraucht. Hinzu kämen Überhänge in der Verwaltung und im Drittkundengeschäft der Servicegesellschaften.

22.000 Vollzeitstellen bei der Lufthansa auf der Kippe

In jüngster Vergangenheit sind hierzulande mehr rassistische Vorfälle als je zuvor gemeldet worden. 500 Meldungen sind allein im Juni beim Anti-Rassisimus-Verein ZARA eingegangen. Die Beobachtungs- und Beratungsstelle will sich aufgrund dessen personell verstärken und hat zur Finanzierung ein Crowdfunding-Projekt gestartet. Die gestiegenen Zahlen führt man bei ZARA nicht darauf zurück, dass sich rassistische Hetze, Beleidigungen oder Beschimpfungen in absoluten Zahlen gehäuft haben. Vielmehr sei im Zuge der Black Lives Matter-Bewegung und rassistisch motivierter Polizeiübergriffe in den USA und andernorts die Bereitschaft gestiegen, Hass und Hetze im Alltag und im Internet nicht mehr hinzunehmen, sondern zu melden, meinte ZARA-Sprecherin Meike Kolck-Thudt am Montag im Gespräch mit der APA. “Jetzt wird erstmals ein bisschen mehr von der Spitze des Eisbergs sichtbar. Durch das gesteigerte öffentliche Bewusstsein und die mediale Aufmerksamkeit für das Phänomen Rassismus werden aktuell mehr Vorfälle gemeldet als sonst”, bekräftigte ZARA-Geschäftsführerin Caroline Kerschbaumer. Um die Meldungen weiterhin in gewohnter Qualität bearbeiten zu können, benötige man bei ZARA langfristig mehr Beraterinnen und Berater. Zugleich verlangt ZARA einen Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus. Nicht nur die Politik müsse Verantwortung übernehmen, auch in anderen Bereichen würden dringende Veränderungen anstehen. Etwa in Unternehmen, wo oft schon im Bewerbungsprozess Rassismen greifen, im Bildungssystem, wo nicht nur im Geschichtsunterricht oft mit rassistischen Bildern gearbeitet wird, oder im Marketing, wenn durch Logos und Markennamen rassistische Vorurteile reproduziert werden.

Mehr Meldungen von rassistischen Vorfällen in Ö als je zuvor

Die Corona-Pandemie hat auch das Reiseverhalten geändert. Laut einer Umfrage im Auftrag des ÖAMTC gab jeder vierte Österreicher an, dass er seine Pläne für den heurigen Sommerurlaub abgewandelt hat. So hat beispielsweise knapp jede zweite Familie mit Kindern einen im Ausland geplanten Urlaub ins Inland verlegt, berichtete der ÖAMTC am Donnerstag. Für alleinlebende Personen änderte sich die Urlaubsplanung hingegen signifikant häufiger, weil der Flug bzw. die Reise aufgrund der Pandemie annulliert wurde. Dennoch sei die Lust der Österreicher am Reisen ungebrochen, sagte ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner. Fast drei Viertel planen demnach einen Sommerurlaub. “Mit 53 Prozent möchte etwas mehr als die Hälfte der Reisenden ihren Sommerurlaub heuer in Österreich verbringen; und zwar am liebsten in Kärnten, der Steiermark oder in Salzburg.” Auch ins EU-Ausland lockt es die Österreicher im Sommer wieder, ein Drittel der Österreicher möchte in die typischen Urlaubsländer. Kroatien ist dabei der deutliche Spitzenreiter, auf den weiteren Plätzen folgen Italien und Deutschland. Aber auch Urlaub in den Bergen und der Besuch von Familie und Freunden stehen heuer am Programm. “Das Verkehrsmittel der Wahl ist dabei hauptsächlich der private Pkw mit 73 Prozent – mit dem Flugzeug reisen heuer nur zwölf Prozent in den Sommerurlaub”, sagte die Expertin. “Aus Erfahrung wissen wir, dass sich Pkw und Flugzeug sonst immer die Waage halten – die Reisenden können ihr Reiseziel heuer offenbar mit dem Auto gut erreichen und sind damit auch flexibler.” Hinsichtlich des Urlaubsbudgets werden im Schnitt etwa 829 Euro pro Person eingeplant – Tendenz mit zunehmendem Alter steigend. “Wer heuer keinen Sommerurlaub plant, begründete das mit der Unsicherheit aufgrund der Coronakrise und dem Vorhaben, sein Geld für bessere Zeiten sparen zu wollen”, sagte Renner. Die Hälfte der Österreicher scheint reisetechnisch optimistisch in das 2. Halbjahr 2020 zu blicken: Auf die Frage, ob man sein bisheriges Reiseverhalten für die heurigen Reisen aufgrund der Coronakrise ändern wird, gaben 51 Prozent der Befragten an, nichts verändern zu wollen. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) jedoch möchte sich sehr wohl den Umständen anpassen – konkret: verstärkt Urlaub in Österreich machen, keine stark frequentierten Orte wie Sehenswürdigkeiten besuchen oder Unterkünfte mit Selbstversorgung wählen. Auch der Herbst als bevorzugter Reisezeitraum ist eine Reaktion auf die Coronakrise, besonders bei den über 60-Jährigen. Einige wenige der Befragten möchten erst wieder reisen, wenn es eine Impfung gegen das Virus gibt. Bei ihren Plänen für das Jahr 2021 gehen 35 Prozent der Österreicher davon aus, dass sich die Situation wieder normalisieren wird und sie wie bisher die Reisen planen. Allerdings sagen auch 25 Prozent der Befragten, dass ihnen Flexibilität nun wichtiger ist und sie im nächsten Jahr spontaner verreisen möchten, ohne lange im Voraus zu planen. Und etwa jeder zehnte Österreicher (elf Prozent) möchte 2021 nur in Österreich Urlaub machen – besonders ausgeprägt ist dieses Vorhaben bei den über 60-Jährigen. Einige wenige der Befragten (fünf Prozent) wollen auch im kommenden Jahr noch gänzlich auf das Reisen verzichten. Die Online-Umfrage wurde durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Bilendi zwischen 5. und 15. Juni 2020 unter 1.175 Österreichern durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren.

Jeder Vierte mit geänderten Sommer-Reiseplänen

Im Salzkammergut soll die Polizei künftig stärker kontrollieren, um den Ausflugsverkehr hintanzuhalten. Das teilte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) am Montag mit. Auch Maßnahmen im Bereich der Bewusstseinsbildung würden geprüft. Sollten sie zu einer Verlagerung des Tagestourismus in andere oberösterreichische Gebiete führen, werde man die Maßnahmen dementsprechend ausweiten. “Spaziergänge tun unserer Gesundheit gut, aber ich bitte alle Landsleute, dafür auf weite Ausfahrten zu verzichten”, appellierte Stelzer an alle. Schließlich gebe es “in jeder oberösterreichischen Gemeinde schöne Wege um frische Luft zu tanken”. Er wisse, dass das Frühlingswetter zu Ausflügen und zu Spaziergängen einlade und, “dass viele Familien in einer Wohnung ohne Garten leben. Aber es kann nicht sein, dass die Regierung einerseits Ausgangsbeschränkungen verhängt, um große Menschenansammlungen zu verhindern und gleichzeitig Menschenmassen durch das Salzkammergut wandern”, so Stelzer.

Kontrollen im Salzkammergut