USA laut Trump-Berater nicht bereit für Profisport

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USA laut Trump-Berater nicht bereit für Profisport

“Ich würde gerne alle Sportarten zurück haben können”, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, in einem am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Interview der “New York Times”. “Aber als ein Gesundheitsbeamter, Arzt und Wissenschafter muss ich jetzt sagen, wenn man sich das Land anschaut, sind wir dazu noch nicht bereit.”

Die großen Sport-Ligen sind entweder seit Mitte März unterbrochen oder haben ihren Saisonstart verschoben. Einzige Ausnahme ist die NFL, die erst im September beginnt, aber zumindest die Saisonvorbereitung anders gestalten muss als üblich.

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Angesichts steigender Corona-Todeszahlen haben mehrere US-Bundesstaaten Kühlwagen für Covid-19-Tote bestellt. In Texas und Arizona gaben die Behörden wegen drohenden Platzmangels in Leichenhallen und Krematorien Bestellungen auf, um sich auf das Schlimmste vorzubereiten. Die in Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität meldete am Samstagabend (Ortszeit) mehr als 60.200 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Derweil wurde landesweit weiter über die Maskenpflicht gestritten. “Wir können sie nirgends unterbringen. Es klingt schrecklich, aber es ist wahr”, sagte der Bürgermeister des texanischen San Antonio, Ron Nirenberg, vor einigen Tagen über die Todesopfer. Bisher starben in Texas mehr als 3.700 Menschen an Covid-19. Auch im Bundesstaat Arizona, der bisher 2.500 Todesfälle verzeichnete, bestellten die Behörden im Bezirk Maricopa 14 Kühlfahrzeuge mit einem Fassungsvermögen von rund 300 Opfern. Erinnerungen an New York Zu Beginn der Pandemie war bereits die damals besonders stark betroffene Stadt New York gezwungen gewesen, Kühlwagen einzusetzen, da die Leichenhallen, Friedhöfe und Krematorien Mühe hatten, die vielen verstorbenen Menschen zu lagern und zu bestatten. Die USA sind das Land mit den weltweit meisten Todesfällen, 140.103 Menschen starben mit oder an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Erst am Freitag hatten die USA mit mehr als 77.600 Corona-Fällen einen neuen Höchststand bei den täglich festgestellten Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle seit Beginn der Pandemie beläuft sich inzwischen auf knapp 3,7 Millionen. Ungeachtet der rasant steigenden Zahlen wurde weiter heftig über die Anordnung einer Maskenpflicht gestritten. Der republikanische Gouverneur des US-Bundesstaats Georgia reichte eine Klage gegen die demokratische Bürgermeisterin von Atlanta wegen einer von ihr angeordneten Maskenpflicht ein. Keisha Lance Bottoms sei nicht befugt, strengere Maßnahmen zu fordern als der Bundesstaat, der das Tragen von Masken nur empfohlen habe, hieß es in der Klage. Zudem dürfe sie die Stadt nicht eigenmächtig in eine Virus-Eindämmungsphase zurückversetzen. Klagen gegen Lockdowns und Maskenpflicht In Texas ordnete Gouverneur Greg Abbott angesichts des Anstiegs der Infektionszahlen eine landesweite Maskenpflicht an. Mehrere lokale Politiker der republikanischen Partei kritisierten die Maßnahme und warfen ihm laut Medienberichten unter anderem vor, gegen die Grundsätze der Gewaltenteilung sowie des freien Unternehmertums zu verstoßen. Zudem wollte der demokratische Bürgermeister von Houston, der größten Stadt in Texas, einen erneuten Lockdown ausrufen, der Schritt wurde jedoch von Gouverneur Abbott abgelehnt. Experten gehen davon aus, dass die Vereinigten Staaten nie aus der ersten Infektionswelle herausgekommen sind. Seit einigen Wochen schnellen die Infektionszahlen in die Höhe. Betroffen sind vor allem Bundesstaaten im Süden und Westen der USA, die ein frühzeitiges Ende der Corona-Beschränkungen eingefordert hatten.

Texas und Arizona bestellten Kühlwagen für Tote

Wegen der Corona-Pandemie ist die für Ende Juni in New York geplante “Pride”-Parade, bei der jedes Jahr auf die Rechte u.a. von Homo-, Bi- und Transsexuellen aufmerksam gemacht wird, erstmals abgesagt worden. “Diese Parade ist so ein wichtiger Teil des Lebens in dieser Stadt, aber dieses Jahr wäre es ein ganz besonders geschichtsträchtiger Moment gewesen”, sagte Bürgermeister Bill de Blasio. Die Stadt hatte allerdings zuvor schon angedeutet, alle großen Veranstaltungen im Juni abzusagen – darunter fallen auch zahlreiche andere Paraden. Die öffentlichen Schwimmbäder und Strände der Stadt würden in diesem Sommer wohl auch nicht aufmachen, hatte de Blasio gesagt. Die “Pride”-Parade geht auf die “Stonewall”-Aufstände von 1969 zurück. Damals hatten sich Feiernde in der beliebten Homosexuellen-Bar “Stonewall Inn” in der Christopher Street im Greenwich Village in Manhattan gegen eine Polizei-Razzia gewehrt. Zum ersten Jahrestag der Krawalle – vor 50 Jahren – zogen etwa 4.000 Menschen durch New York und forderten Gleichberechtigung. Heute erinnert der jährliche Christopher Street Day (CSD) weltweit an die Vorfälle. Er steht für das Selbstbewusstsein der LGBTQ-Gemeinschaft (englische Abkürzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und queer) und ihren Widerstand gegen Diskriminierung.

"Pride"-Parade in New York abgesagt

Bayern fordert ein deutschlandweites Konzept mit Pflicht-Test für Urlaubs-Heimkehrer aus Risikogebieten. Zugleich richtet das deutsche Bundesland an mehreren Autobahn-Grenzübergängen zu Österreich freiwillige Teststationen ein – ebenso an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg, kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in München an. An den Flughäfen der beiden Großstädte hat Bayern bereits Zentren für freiwillige und kostenlose Tests eingerichtet. Der Bund müsse diese aber zur Pflicht machen. “Wir brauchen verpflichtende Tests an Flughäfen und zwar so schnell wie möglich”, sagte Söder. Er sprach sich zudem dafür aus, die Risikogebiete in Europa noch einmal genauer zu fassen. Rückkehrer aus diesen Regionen nach Deutschland müssen zwar eigentlich in Quarantäne, dies ist aber kaum zu kontrollieren. “Meine Sorge ist nicht, dass es ein großes Ischgl gibt, sondern viele Mini-Ischgls”, sagte er mit Blick auf den Tiroler Ski-Ort, der zu Beginn der Pandemie zum Corona-Hotspot wurde. Das deutsche Gesundheitsministerium prüft derzeit, ob Tests an Flughäfen Pflicht werden könnten. Gegebenenfalls könnte das Infektionsschutzgesetz dafür geändert werden. Söder äußerte sich zuversichtlich, dass es Pflichttests bei einer entsprechenden Möglichkeit dann deutschlandweit geben werde. “Corona kommt schleichend zurück, aber mit aller Macht”, warnte der CSU-Politiker. Die geplanten Tests an Autobahnen und Bahnhöfen werden allerdings zunächst freiwillig bleiben. Anders als an Flughäfen könne man hier die Urlaubsorte nur über Befragungen in Erfahrung bringen, was aufwendiger sei, als an Flughäfen mit klarem Abflugort. Söder appellierte an die Menschen, erst gar nicht in Risikogebieten Urlaub zu machen, sondern eher in Deutschland zu bleiben. In den vergangenen Tagen häuften sich Meldungen über Corona-Ausbrüche an Urlaubsorten – zuletzt am Wolfgangsee in Oberösterreich. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte der Deutschen Presse-Agentur, er werde “eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anordnen”. Dies diene dem Schutz aller Bürgerinnen und Bürger. “Wir müssen verhindern, dass Reiserückkehrer unbemerkt andere anstecken und so neue Infektionsketten auslösen”, sagte der CDU-Politiker. Die Tests sollen für die Reisenden kostenfrei sein.

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Die Hoffnung der Motorradsportler auf WM-Rennen in Argentinien, Thailand und Malaysia erfüllt sich nicht, dafür wird es aber am 22. November einen zusätzlichen Europa-Schauplatz geben, wo dann auch das Finale stattfinden wird. Das gab die MotoGP am Freitag in einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Weltverband (FIM) und der Team-Vereinigung (IRTA) bekannt. Wo das Finale in Szene gehen wird, wird am 10. August bekanntgegeben. Der stark überarbeitete Kalender umfasst damit 14 MotoGP-Rennen, davon zwei im August in Spielberg als Highlight aus österreichischer Sicht.

Keine MotoGP-Überseerennen, aber neues Finale in Europa

Die Retourkutsche der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) auf die Drohung der USA, aus der Finanzierung der WADA auszusteigen, ist genauso beispiellos wie die Attacke aus Washington. “Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die US-Regierung eine wichtige Rolle beim Schutz des sauberen Sports zu spielen hat”, schrieb WADA-Präsident Witold Banka in einem Brief. Dieser ist die Antwort auf einen Bericht des Büros für nationale Drogenkontrollpolitik des Weißen Hauses (ONDCP). “Ich hoffe aufrichtig, dass wir in Zukunft zusammenarbeiten können, anstatt dass die WADA sich gegen unbegründete Angriffe verteidigen muss”, erklärte Banka. Das ONDCP hatte in dem Report die Struktur und Führung der WADA hart kritisiert und infrage gestellt, ob sie weiterhin mit jährlich 2,7 Millionen Dollar (2,39 Millionen Euro) unterstützt werden sollte. Der US-Betrag solle gekürzt oder gestrichen werden, wenn die WADA keine Reformen vornehme. Die ONDCP habe der WADA nur drei Tage bis zur Veröffentlichung des Berichts Zeit gegeben, Stellung zu beziehen – ohne dass diese dem Kongress auch mitübermittelt wurden. “Als wir dies in gutem Glauben taten, verzichteten Sie darauf, unsere Klarstellungen aufzunehmen”, schrieb Banka und betonte: “Wie das Sprichwort sagt: ‘Warum sollte die Wahrheit einer guten Geschichte im Wege stehen?'” Die Reformen der WADA in den letzten drei Jahren seien umfassend gewesen und hätten die Bereitschaft der Agentur zur Anpassung gezeigt. “Dennoch erwähnt der Bericht diese Fortschritte nicht”, kritisierte Banka. Für die WADA enthalte der Report “Ungenauigkeiten, Missverständnisse und Unwahrheiten, die zu unnötigen Missverständnissen führen”. Es sei sehr bedauerlich, dass der Bericht “mit der klaren Absicht verfasst wurde, die WADA zu diskreditieren”. So behaupten die USA, größter Beitragszahler (dies ist Kanada mit 2,861 Millionen Euro pro Jahr) und in den Gremien der Agentur unterrepräsentiert zu sein (kein anderes Land hat mehr als die elf US-Repräsentanten). Auch gegen den Vorwurf des Missmanagements im russischen Doping-Skandal setzt sich die WADA zur Wehr – hat dabei aber die schwächsten Argumente. Am Ende seines Briefes gibt WADA-Chef Banka den Amerikanern noch eine süffisante Empfehlung. “Ein offensichtlicher Weg für die US-Regierung, mehr zum Kampf gegen Doping im Sport beizutragen, könnte in verstärkten Anstrengungen zum Schutz junger Amerikaner liegen, die Sport in einem Umfeld treiben, in dem die Regeln hinter denen der WADA zurückbleiben”, betonte der Pole. “Ich kann Ihnen versichern, dass die Agentur bei einem solchen Unterfangen gerne mit den USA zusammenarbeiten würde.” Unterstützung findet der Bericht dagegen beim Chef der US-Anti-Doping-Agentur (USADA). “Ich denke, es ist eine vernichtende, aber zutreffende Anklage gegen die Führung der WADA und ihr Versagen in ihrer Rolle, sauberen Athleten zu dienen”, sagte Travis Tygart. “Hoffen wir, dass dies der letzte Weckruf an das IOC und die WADA ist, diese Probleme zu lösen, bevor es zu spät ist.”

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