USA will Export von Schutzausrüstung stoppen

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USA will Export von Schutzausrüstung stoppen

Die USA will den Export von medizinischer Schutzausrüstung verbieten. Grund ist die Ausbreitung des Coronavirus im eigenen Land. „Wir brauchen die Produkte sofort bei uns im Land“, sagt US-Präsident Donald Trump gestern Abend. Sollten aber Länder wie Spanien große Probleme haben und längerfristige Bestellungen aufgegeben, werden solche Lieferungen nicht gestoppt. In den USA ist die Zahl der Covid-19 Toten innerhalb von 24 Stunden enrneut auf mehr als 1.000 angestiegen. Mehr als 275.000 Menschen sind infiziert. Damit ist die USA das am stärksten betroffene Land.

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Der Direktor von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS), Silvio Brusaferro, schließt nicht aus, dass nach Ostern das Ausgangsverbot in Italien aufgelockert werden könnte. “Wir warten bis Ostern und werden dann die Zahlen prüfen, um weitere Schritt zu unternehmen. Auch nachdem es zu keinen neuen Infektionen kommen wird, werden wir nicht zum alten Leben zurückkehren”, sagte Brusaferro. “Wir beobachten, dass sich die Infektionskurve abflacht. Es gibt zwar noch keine Signale eines Rückgangs, doch es geht besser. Die ergriffenen Maßnahmen zeigen Auswirkungen, doch es muss zu einem beträchtlichen Rückgang der Infektionen über mehrere Tage hinaus kommen”, sagte Brusaferro im Interview mit der römischen Tageszeitung “La Repubblica” (Montagsausgabe). Solange es weder Impfstoff noch Medikamente gegen das Coronavirus gibt, werde das Leben nicht wie früher sein.

Auflockerung der Verbote nach Ostern in Italien möglich

TU-Forscher Popper berechnete erste Modelle über eine schrittweise Rücknahme der Maßnahmen: Schnelle Rückkehr zum Alltag wäre falsch. Für die Zukunft haben die Wissenschafter drei mögliche Szenarien berechnet: Im ersten Fall gingen sie davon aus, dass die derzeitigen Maßnahmen – etwa mit einer Schließung der Schulen und von etwa einem Viertel der Arbeitsstätten sowie einer Reduktion der Freizeitkontakte um die Hälfte – voll beibehalten würden. Dann würde die Zahl der COVID-19-Erkrankungen über den Sommer kontinuierlich zurückgehen. Ebenso kontinuierlich zurückgehen würden die Krankheitszahlen im zweiten Szenario: Dieses geht davon aus, dass nach Ostern die Arbeitsstätten wieder geöffnet, die Schulen aber geschlossen und die Freizeitkontakte weiterhin reduziert bleiben. Der Rückgang der Erkrankungen wäre dann langsamer, aber das Gesundheitssystem käme nicht an seine Belastungsgrenzen. Im dritten Szenario gingen die Forscher davon aus, dass die Arbeitsstätten nach Ostern wieder geöffnet werden und die Schulen ab 4. Mai, also zwei Wochen vor der Matura. Weiterhin gebe es aber nur die Hälfte der Kontaktanzahl in der Freizeit. In diesem Fall kommt es den Berechnungen zufolge zwar nicht zu einem explosiven Anstieg der Krankheitszahlen, sie würden aber trotzdem steigen und das Niveau der ersten Infektionswelle übertreffen. Popper schränkt ein, dass langfristige Prognosen “immer mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind”. Deshalb sei es wichtig, die Modelle Woche für Woche weiter zu verbessern und an das neueste Datenmaterial anzupassen.

Drei Szenarien, wie es in Österreich weitergehen könnte

Der italienische Publikumsliebling Andrea Bocelli hat am Ostersonntag im leeren Dom von Mailand ein live in alle Welt übertragenes Konzert mit dem Titel “Music for hope” gegeben. Begleitet wurde der 61-jährige blinde Tenor ausschließlich vom Domorganisten Emanuele Vianelli, der auf einer der größten Pfeifenorgeln der Welt spielte. Bocelli folgte einer Einladung des Mailänder Bürgermeisters Giuseppe Sala. Gemäß der behördlichen Verordnungen zu Covid-19 waren keine Zuschauer erlaubt. Das Konzert wurde auf Bocellis Youtube-Kanal gestreamt. Die Werke wurden speziell für Solostimme und Orgel arrangiert. Bocelli präsentierte Stücke wie Ave Maria von Bach und Gounod, sowie “Sancta Maria” von Mascagni. Der toskanische Sänger beteiligt sich mit seiner Stiftung an der Covid-19-Notfallhilfe. Die Andrea Bocelli Foundation (ABF) hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um Krankenhäuser bei der Beschaffung von notwendiger Ausrüstung zum Schutz des medizinischen Personals zu unterstützen.

Bocelli sang im leeren Mailänder Dom

In London beginnt am Montag eine weitere einwöchige Gesprächsrunde über ein Brexit-Anschlussabkommen zwischen der EU und Großbritannien. Die erste dieser intensivierten Verhandlungsrunde in kleinem Kreis war am vergangenen Donnerstag ohne greifbares Ergebnis vorzeitig beendet worden. Beide Seiten unterstrichen dabei die noch immer bestehenden Meinungsunterschiede. Großbritannien hat die EU zwar bereits Ende Jänner verlassen, gehört aber bis Jahresende noch zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion. Dann droht ohne Anschlussregelung ein harter wirtschaftlicher Bruch mit Zöllen und Handelshemmnissen. Eine Frist zur Verlängerung dieser Übergangsfrist ließ London Ende Juni ungenutzt verstreichen. Die Gespräche drehen sich seit Monaten im Kreis. Die EU bietet ein umfassendes Handelsabkommen, mit dem Großbritannien seine Waren ohne Zölle und Mengenbegrenzung in den Binnenmarkt exportieren könnte. Im Gegenzug verlangt die EU gleich hohe Umwelt- und Sozialstandards, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Großbritannien will solche Vorgaben jedoch nicht akzeptieren. Auch das Thema Fischerei und die Frage, wie Streitigkeiten künftig geregelt werden sollen, gehören zu den Knackpunkten bei den Gesprächen. Die britische Regierung dringt auf eine rasche Einigung bis zum Ende des Sommers. Doch ob das gelingen kann, gilt angesichts der noch immer weit voneinander entfernten Positionen als fraglich. Spätestens bis Herbst muss aber eine Einigung her, damit das Abkommen noch rechtzeitig ratifiziert werden kann.

Fortsetzung von Gesprächen über Brexit-Anschlussabkommen

Die Premiere von Verdis “Don Carlo” mit Anna Netrebko an der Dresdner Semperoper im Mai ist wegen Corona ausgefallen – ihr Rollendebüt der Elisabetta aber nicht. Mit dem ersten Ton des Duetts “Io vengo a domandar” aus Giuseppe Verdis “Don Carlo” nimmt ihre Stimme die rund 330 Zuhörer gefangen, die später die russische Sopranistin, eine der prominentesten Sängerinnen der Gegenwart, feiern. Grandios, bezaubernd, besonders: Majestätisch betritt sie die Bühne der Dresdner Semperoper, in einer schwarzen, im Graffito-Stil bestickten Taftrobe. Anna Netrebko ist Elisabetta, Königin von Spanien – ohne Kostüm und Perücke. Musikalisch ist Elisabetta für Netrebko eine Herausforderung. “Diese Rolle hat viele niedrige Tessitura und sehr lange Phrasen im mittleren Register”, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. “Meiner Meinung nach wurde es für Sopran-Spinto geschrieben, was ich im Prinzip nicht bin.” Sie habe hart daran arbeiten müssen. Auch ohne Kulissen, Requisiten und großes Orchester ist Verdis Oper präsent. Wegen der Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie ist es ein fast exklusives Konzert in dem weltberühmten Opernhaus, das eigentlich 1250 Plätze hat und sich nach gut dreimonatiger Zwangspause nun spektakulär zurückmeldet. Mit “Aufklang! Don Carlo” hat das weltberühmte Opernhaus den Spielbetrieb wieder aufgenommen – mit Einschränkungen aufgrund der Hygieneregeln. Solisten, Musiker und Chorsänger hielten Abstand auf der Bühne. Nur Netrebko und ihr Mann, Tenor Yusif Eyvazov als Don Carlo, kamen sich bei den Duetten ganz nah. Beide hatten für die “Don Carlo”-Inszenierung in der Semperoper geprobt, aber die Aufführung im Mai musste abgesagt werden. Der Musikalische Leiter Johannes Wulff-Woesten arrangierte nun eine konzertante Fassung für Kammerensemble. Neben Netrebko und Eyvazov überzeugten auch die russische Mezzosopranistin Elena Maximova als Prinzessin Eboli sowie die Bässe Tillmann Rönnebeck als Philipp II. und Alexandros Stavrakakis als Mönch. Sie alle spielten ihre Rollen, obwohl es eine konzertante Präsentation war. “Man spürte Leidenschaft und auch Freude, dass sie wieder auftreten können”, sagte eine Mitfünfzigerin. 2016 hatte Netrebko schon einmal ein gefeiertes Rollendebüt an der Sächsischen Staatsoper, als Elsa in Richard Wagners “Lohengrin”. Auch damals hatte sie sich akribisch auf ihre erste deutschsprachige Partie vorbereitet – und mit dem erwarteten Wohlklang ebenso wie mit Textverständlichkeit brilliert. Für die 48-Jährige war es eine Freude, “wieder in Dresden und in diesem wunderbaren Theater zu sein”. Sie habe nur positive Erinnerungen an das erste Debüt, “die mir sehr am Herzen liegen”. Semperoper-Intendant Peter Theiler sprach von “Segen und Glück”, dass “die weltberühmteste Sängerin” auch in der konzertanten Version singt. Die drei noch folgenden Abende sind ebenso ausverkauft. “Einfach wunderbar!”, sagte ein junger Kölner mit Leidenschaft für die Oper und Anna Netrebko. “Sie hat heute besonders große Dynamik in ihrer Stimme gehabt, der Kontrast zwischen Piano und Forte”, schwärmte er.

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