Vatikan richtete Nothilfe-Fonds für arme Länder ein

Merken
Vatikan richtete Nothilfe-Fonds für arme Länder ein

Die katholische Kirche hat einen Nothilfe-Fonds für die Opfer der Coronakrise in ärmeren Länder eingerichtet. Wie der vatikanische Informationsdienst “Fides” mitteilte, soll der Fonds kirchliche Spitäler, Heime und Schulen unterstützen, die durch die Pandemie besonders betroffen sind.

Für den bei den Päpstlichen Missionswerken angesiedelten Fonds habe Papst Franziskus ein Startkapital von 750.000 Dollar (694.000 Euro) angewiesen. Gleichzeitig bitte er alle kirchlichen Organisationen, soweit es ihnen möglich ist, diesen Fonds über die Missionswerke in ihren Ländern zu unterstützen. In Österreich, Deutschland und der Schweiz sind dies die Päpstlichen Missionswerke (“Missio”) mit Sitzen in Wien, Aachen, München, und Freiburg. Damit rufe der Papst das gesamte weltweite Netzwerk der Kirche dazu auf, sich den anstehenden Herausforderungen zu stellen, erklärte Kardinal Luis Tagle, Leiter der Päpstlichen Missionskongregation.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Der Kurzbotschaftendienst Twitter hat damit begonnen, in seinem Netzwerk verbreitete Falschinformationen und Verschwörungstheorien zum Coronavirus mit Warnhinweisen zu versehen. “Irreführende” und “umstrittene” Botschaften zu der Pandemie würden gekennzeichnet, teilten die Twitter-Manager Yoel Roth und Nick Pickles am Montag in einem Internetbeitrag mit. Bei der Identifizierung solcher fragwürdigen und mutmaßlich schädlichen Inhalte arbeite Twitter mit “vertrauenswürdigen Partnern” zusammen, hieß es in der Mitteilung, ohne dass diese Partner genannt wurden. Das Unternehmen entwickle zugleich die Instrumente fort, die dafür sorgen sollten, dass die Nutzer “glaubwürdige und authentische” Informationen auf Twitter fänden.

Twitter kennzeichnet Falschinformationen

Brasiliens Profifußballer haben Einschränkungen beim Gehalt wegen der Covid-19-Pandemie zurückgewiesen und damit einen Vorschlag der Vereine abgelehnt. Die Spielergewerkschaft FENAPAF schickte dem Repräsentanten der Clubs, Fluminese-Präsident Mario Bittencourt, am Mittwochabend (Ortszeit) ein entsprechendes Schreiben. Die Clubs hatten während der Spielbetrieb stillsteht 25 Prozent weniger Gehalt vorgeschlagen. Die Spieler stimmten jedoch vorgezogenem Kollektivurlaub im April zu, allerdings bei vollem Urlaubsentgelt und dem vorgeschriebenen Drittel eines Monatsgehalts bis zum 4. Mai. Falls die Clubs die Zahlungen nicht bewerkstelligen können, soll der Brasilianische Fußballverband CBF als Bürge für diese einstehen. Viele brasilianische Erstligaclubs sind hoch verschuldet und zahlen Gehälter bereits im regulären Spielbetrieb verspätet.

Brasiliens Fußball-Profis verweigern Gehaltskürzungen

Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat am Mittwoch eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung der Olympischen Spiele in Tokio 2021 genannt. Die Sommerspiele könnten nur dann stattfinden, wenn die Coronavirus-Pandemie bis dahin unter Kontrolle sei, erklärte der Regierungschef. Neuer Eröffnungstermin der um ein Jahr verschobenen Spiele ist der 23. Juli 2021. “Wir haben gesagt, dass die Olympischen und Paralympischen Spiele in einer Form durchgeführt werden müssen, dass alle Athleten und Zuschauer bei einer Teilnahme sicher sind. Es wäre unmöglich, die Spiele in dieser Form abzuhalten, wenn die Coronavirus-Pandemie nicht eingegrenzt ist”, sagte Abe in seiner Replik an einen Oppositionspolitiker. Am Vortag hatte der Chef der japanischen Ärztekammer, Yoshitake Yokokura, erklärt, es wäre schwierig, die Spiele ohne Impfstoff auszurichten.

Pandemie muss bei Olympia unter Kontrolle sein

Die Vereinten Nationen (UN) unterstützen den Kampf gegen eine Ölkatastrophe auf Mauritius. Zusammen mit dem UN-Umweltprogramm (Unep) und dem UN-Nothilfebüro (Ocha) stellt der UN-Vertreter in dem Inselstaat Koordinationskapazitäten und Expertise zur Verfügung, wie es in einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung von Ocha hieß. Die UN auf Mauritius würden eng mit der Regierung zusammenarbeiten. Ein japanischer Frachter war vor rund zwei Wochen vor der Südostküste von Mauritius auf Grund gelaufen. Am Donnerstag begann dann einer der Tanks Kraftstoff zu verlieren. Helfer versuchen nun, das Öl einzudämmen und weitere Austritte zu vermeiden. Behörden und Naturschützer warnen vor einer Umweltkatastrophe, weil sich das Schiff in der Nähe mehrerer Schutzgebiete befindet. Mauritius mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern liegt im Indischen Ozean und ist als Urlaubsparadies bekannt.

Nun schaltet sich die UNO ein

Aufgrund der abnehmenden Neuinfektionen in China nimmt der Güterverkehr vom Ursprungsland des Coronavirus nach Deutschland wieder zu. Der Warenverkehr über Schiffe, der einen großen Teil ausmacht, sowie jener über den Luftweg stehen jedoch noch vor Herausforderungen.

Zurück zu alter Stärke? Warenverkehr aus China legt zu

Nach der breit inszenierten “Erklärung” von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) vergangenen Freitag hat nun auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) eine “Erklärung” angekündigt. Die “Erklärung des Gesundheitsministers am Beginn der großen Herausforderungen der kommenden Monate” ist für kommenden Dienstag angesetzt. Als Replik auf die Kanzler-Rede sei Anschobers Auftritt allerdings nicht gedacht, versicherte man im Büro des Ministers auf APA-Nachfrage. Thema ist laut Einladung der “Start von Phase 4 bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie in Österreich“. Tags darauf, am Mittwoch, findet der erste Ministerrat nach der Sommerpause statt. Bis dahin will die Regierung anhand der Entwicklung der Corona-Zahlen über etwaige Verschärfungen der Maßnahmen beraten. Am Freitag, 4. September, soll außerdem erstmals die Corona-Ampel “geschaltet” werden. Corona-Gesetz im Finale Das von Anschober angekündigte Gespräch mit den Klubobleuten nach der harschen Kritik am neuen Corona-Gesetz wird am kommenden Montagnachmittag stattfinden. Die Begutachtung zum Epidemiegesetz und Covid-19-Maßnahmengesetz hatte zuletzt viele kritische Stellungnahmen gebracht. Anschober versicherte daraufhin, er nehme Kritik, “auch in den Teilbereichen, die eher parteipolitisch motiviert sind oder auf Missverständnissen aufbauen”, sehr ernst. Weltweit steigende Zahlen Weltweit sei in den vergangenen 24 Stunden ein Zuwachs von rund 276.000 bestätigten SARS-CoV-2-Fällen gemeldet worden. Die Corona-Pandemie bewege sich daher “mit großen Schritten auf 25 Millionen bestätigte Fälle(abzüglich Genesene) zu (24,649.431). Die Zahl der Todesfälle hätte rund 835.000 erreicht, hieß es am Samstag in einer Aussendung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober. “Auch in Europa werden aus einigen Ländern besorgniserregende Steigerungen gemeldet: allen voran aus Spanien (plus 9.779; plus 2,3 Prozent) und Frankreich (plus 7.462;: plus 2,5 Prozent). Luxemburg meldet ebenfalls starke Steigerungen, auch Kroatien (plus 3,9 Prozent), Griechenland, Slowakei, Tschechien, Montenegro und Ungarn haben – teilweise allerdings von relativ geringem Ausgangsniveau – überdurchschnittliche Steigerungen”, wurde in der Aussendung festgestellt. In Österreich sei mit 395 Neuinfektionen (bei 272 Neugenesenen) ebenfalls wieder ein “stärkeres Plus” (Zunahme um 1,5 Prozent) zu verzeichnen. Die Zahl der aktiv Infizierten erhöhe sich in Österreich damit auf 3.386.

Auch Minister Anschober gibt eine "Erklärung" ab