Verkehrsministerin: "Italien schließt Grenzen nicht"

Merken
Verkehrsministerin: "Italien schließt Grenzen nicht"

Die italienische Verkehrsministerin Paola De Micheli lobt Italien, das trotz der Coronavirus-Epidemie seine Grenzen nicht geschlossen hat. “Wir haben Mut bewiesen. Wir haben gegen die Epidemie Eingrenzungsmaßnahmen ergriffen, ohne die Prinzipien des europäischen Zusammenlebens infrage zu stellen”, sagte De Micheli auf Facebook.

“Italien hat dem Warenverkehr seine Grenzen offen gehalten. Dank des Einsatzes der Mitarbeiter der Logistikbranche können wir die Warenlieferungen garantieren und Handelsbeziehungen mit dem Rest der Welt unterhalten”, sagte De Micheli.

Die Verkehrsministerin hatte am Montag die von einigen EU-Ländern – darunter Österreich – wieder eingeführten Grenzkontrollen als Maßnahme gegen die Coronavirus-Epidemie kritisiert. “Einige EU-Länder nutzen die Ausrede des Gesundheitsschutzes, um besondere Waren zu stoppen und somit Barrieren aufzubauen”, sagte die Ministerin.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Das Land Oberösterreich dürfte vor der Wiedereinführung der allgemeinen Maskenpflicht in Geschäften und Lokalen stehen. Offiziell bestätigt wurde das zwar bisher nicht, das Land hatte aber bereits am Montag weitere Schritte angedeutet. Seit Dienstag muss man in den OÖ Amtsgebäuden bereits verpflichtend Mund-Nasen-Schutz tragen. Grund sind die zuletzt stark steigenden Covid-19-Fallzahlen. Österreichweit bezeichnet Simulationsexperte Niki Popper die nächsten Wochen als “entscheidend” für den weiteren Verlauf der Corona-Epidemie. Die große Frage sei, wie gut und schnell Testen, Tracing und Containment – also bei einem positiven Testergebnis die Isolierung des Umfelds in sehr kurzer Zeit – funktioniere. “Wenn wir die lokalen Wiederanstiege nicht in den Griff bekommen, ist es nicht unwahrscheinlich, schon im Sommer ein Problem mit steigenden Fallzahlen zu bekommen.” Sorgen bereiten den Simulationsexperten von der Technischen Universität (TU) Wien lokale Herde wie in Salzburg oder Oberösterreich. Bereits Anfang Juni haben die Mathematiker zwar berechnet, dass man viele solcher Herde gut im Griff behalten kann, vorausgesetzt das Testen, das Tracing und die Isolierung funktionieren schnell und effektiv. “Dass Fälle wie in Oberösterreich gefunden werden, ist nicht negativ, sondern zeigt, dass getestet wird. Wir werden uns an solche Cluster gewöhnen müssen. Was wir aber nicht wissen ist, wie schnell und wie konsequent das Containment regional in den Bundesländern funktioniert, wir haben keine genauen Aufzeichnungen darüber”, so Popper. Ein täglicher Anstieg an Neuinfektionen im knapp dreistelligen Bereich sei grundsätzlich nicht so drastisch zu sehen. Wenn das so bliebe, würde es beweisen, dass das Containment funktioniere. Es stelle sich nun aber “die Frage, ob sich das Wachstum weiter beschleunigt”. Ob man das jetzt “Zweite Welle” nenne oder wie die WHO als “Wiederaufflackern” sei sekundär. In ihren neuesten Simulationsmodellen haben sich die Wissenschafter dem Thema “Superspreader” – also einzelne Personen, die eine große Zahl anderer Personen anstecken – gewidmet und positive Aspekte gesehen. “Der sogenannte Dispersionsfaktor ist bei Covid-19 laut aktuellen Studien niedrig. Das bedeutet, dass wenige Personen sehr viele anstecken und bisher ging man oft davon aus, dass das negativ ist”, sagte Popper. Die Modelle würden nun zeigen, dass das eigentlich ganz praktisch sei, weil Tracen und Containment bei Superspreadern sehr gut funktioniere. “Wenn man wirklich gutes Containment macht, kann die Ausbreitung in fast 90 Prozent der Simulationsdurchläufe abgestoppt werden”, so Popper. Dagegen funktioniere das bei einer Infektion, wo jeder Infizierte gleich viele Personen ansteckt, im Modell nur bei weniger als 30 Prozent der Fälle. “Das Virus hat die nette Eigenschaft, dass das Containment sehr gut funktioniert. Aber man muss es – so die Simulationsergebnisse – halt gut machen”, sagte der Experte. Entscheidend seien schnelle Tests und die Nachverfolgung von Kontakten sowie das konsequente Containment. Das funktioniert solange die Zahlen nicht zu hoch ansteigen und ist davon abhängig wie viele Ressourcen für das Tracing zur Verfügung stehen. Abgesehen von den Clustern sehe man, dass die Leute mittlerweile viel mehr Kontakte im Freizeitbereich haben als noch vor einigen Wochen, als diese Kontakte noch um die Hälfte reduziert waren. “Da muss man etwas tun und schauen, dass Hygiene und Abstand wieder eingehalten werden und die Leute mittun”, empfiehlt Popper. Es gebe mittlerweile besseres Wissen darüber, welche Maßnahmen wirken und weniger Schäden verursachen als andere. “Deshalb sollte man bereits klar festlegen, was passiert, wenn die Zahlen weiter steigen, also ob und wo wieder Maskenpflicht kommt, welche Veranstaltungen wieder ausgenommen werden usw., und es wäre gut die Leute frühzeitig darüber zu informieren.”

OÖ offenbar vor Einführung der allgemeinen Maskenpflicht

Exakt 7.221 Laptops und Tablets sind während der Coronakrise an Bundesschulen ausgeliefert worden, um Jugendliche ohne entsprechende Geräte gratis ausstatten zu können. Das geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) an die NEOS hervor. Mit Abstand die meisten Laptops wurden in Wien und dort an den AHS vergeben. Der Bund wollte mit der Aktion das Homeschooling unterstützen. Die Geräte wurden ab Ende April zugestellt und waren damit erst nach der Intensivphase des Lockdowns verfügbar. Sie mussten von den Schülern mit Ende des Schuljahrs zurückgegeben werden und werden an den entsprechenden Standorten gewartet und danach “ihrem sozialen Zweck entsprechend” wieder an Schüler vergeben. 2.690 Geräte waren in Wien vergeben worden, 1.303 in der Steiermark, 699 in Nieder- und 696 in Oberösterreich. Tiroler Schüler wurden in 605 Fällen bedacht, Salzburger in 514. In Kärnten wurden 369 ausgeliefert, im Burgenland 227 und in Vorarlberg bloß 199. Besonders groß war der Bedarf an den AHS mit 5.398 mobilen Endgeräten. Die BMHS wurden in 1.770 Fällen bedacht, dazu kamen noch 53 vom Bund finanzierte Geräte für Mittelschulen. Wer einen Laptop bzw. ein Tablet benötigt, wurde seitens der Bildungsdirektionen über die Schulstandorte erhoben. Die Kosten der Hilfsleistung liegen bei 4,8 Millionen Euro. Unabhängig von den Bundesschulen wurden auch an den Pflichtschulen Laptops und Tablets ausgegeben. Diese Aktion lief allerdings über die jeweiligen Länder. Aktionen dieser Art sollten künftig nicht mehr nötig sein. Denn gemäß Regierungsplänen wird im Schuljahr 2021/2022 mit einer Gratis-Laptop-Aktion begonnen. Erhalten werden die mobilen Endgeräte jeweils die Schüler der fünften Schulstufe, im ersten Jahr auch die der sechsten.

Mehr als 7.000 Gratis-Computer an AHS und BMHS ausgeliefert

Die behördlichen Definitionen der Risikogruppen für eine Covid-19-Erkrankung sind laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) fertig. Ein Wissenschaftlergremium habe die Abgrenzung durchgeführt, sagte er am Dienstag im Ö1-“Morgenjournal”. Anschober hofft auf eine Rechtskräftigkeit ab 4. Mai. Am Mittwoch solle der entsprechende Antrag im Nationalrat eingebracht werden. Auf die Frage, wer zu den Risikogruppen zählt, erwähnte der Minister etwa Menschen mit schweren Gehirn- und Lungenerkrankungen sowie schweren Krebserkrankungen. Die niedergelassenen Ärzte erhielten eine Art Checkliste. Das Attest werde genügen, um im Gespräch mit dem Arbeitgeber entweder einen besonders verstärkten Schutz am Arbeitsplatz, Home-Office oder eine Freistellung zu erreichen. Details könnten noch heute nachmittag in einer Pressekonferenz präsentiert werden.

Diese Menschen gehören zur Risikogruppe

Die heimischen Unternehmen nutzen in der Coronakrise weiter stark die Kurzarbeit. Mit Stand vom 24. April lagen 88.604 genehmigungsfähige Corona-Kurzarbeitsanträge für 1,1 Mio. Arbeitsplätze vor, teilte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Montag mit. Das entspricht einem Plus von mehr als 25.000 Anträgen und zusätzlich rund 230.000 potenziell betroffenen Jobs im Vergleich zur Vorwoche.

Kurzarbeit steigt weiter rasant

Eine Twitter-Nutzerin hat geteilt, wie ihr Vater während der Pandemie modisch bleibt. Und alle lieben es. Eigentlich war Twitter-Userin @ki_eeks kein großer Fan der Covid-Fashion ihres Vaters, Twitter jedoch liebt es: Auf Bildern ist zu sehen, dass der Mund-Nasen-Schutz des Mannes stets auf seine Krawatte abgestimmt ist. Binnen weniger Stunden hatten sich mehrere Hunderttausend Likes gesammelt. Kurz darauf haben auch andere NutzerInnen stolz Fotos ihrer Väter präsentiert. Wie es aussieht, scheint es sich bei abgestimmten Krawatten um ein Papa-Phänomen zu handeln – auf jeden Fall ist es nicht nur herzerwärmend, sondern auch modisch. Je nachdem, wie lange die Pandemie noch andauern wird, könnte sich daraus ein echter Trend entwickeln.

Maske und Krawatte abgestimmt: Dieser modische Vater geht viral

Die Einschränkungen bei Gottesdiensten wegen der Coronakrise sorgen jetzt für innerkirchlichen Unmut. Nachdem eine Gruppe junger Katholiken in einem Video die Bischöfe aufforderten, ihnen die Heilige Messe zurückzugeben, wirft ihnen der bekannte Ordensmann Erhard RauchBesserwisserei vor, berichtet die Kathpress. In einem offenen Brief, der auf der Website der Salvatorianer in Österreich veröffentlicht wurde, attestiert der frühere Generalsekretär der männlichen Ordensgemeinschaften diesen “wahren Gläubigen” verantwortungsloses und unsolidarisches Handeln vor.

Kritik an Messen ohne Besuchern