Vettel bekommt neues Chassis für seinen Ferrari

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Vettel bekommt neues Chassis für seinen Ferrari

Sebastian Vettel wird beim Großen Preis von Spanien mit einem neuen Chassis antreten. Das erklärte Ferraris Chassis-Chefingenieur Simone Resta am Mittwoch vor dem sechsten Saisonrennen der Formel 1 am kommenden Sonntag (15.10 Uhr) in Montmelo nahe Barcelona. In der Analyse nach dem Rennen in Silverstone sei ihnen ein kleiner Fehler aufgefallen, erklärte Resta. Dieser sei durch einen schweren Aufprall auf die sogenannten Kerbs (Randsteine) verursacht worden. “Es hätte nicht großen Einfluss auf die Leistung, aber es war die logische Entscheidung”, sagte Resta zum Chassis-Wechsel für den SF 1000 von Vettel. Der Deutsche hat aus den ersten fünf Grands Prix nur zehn Punkte geholt.

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Im Salzburger Finanzskandal startet am Mittwoch am Landesgericht Salzburg das Hauptverfahren gegen die ehemalige Budgetreferatsleiterin der Landesfinanzabteilung Salzburg, Monika Rathgeber. Der Untreue-Vorwurf betrifft den Abschluss von über 100 Swaps mit einem Gesamtschaden von rund 35 Millionen Euro zum Nachteil des Landes Salzburg. Rathgeber soll laut Anklage der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft die Zins-und Währungstauschgeschäften sowie andere hochkomplexe Derivate im Tatzeitraum 2009 bis 2012 entgegen einer ausdrücklichen Verbotsweisung abgeschlossen haben. Der Prozess wurde vorläufig nur für den Mittwoch anberaumt. Rathgeber ist in der Finanzcausa bereits dreimal rechtskräftig verurteilt worden.

Vierter Prozess gegen Rathgeber im Salzburger Finanzskandal

Die SPÖ fordert bei den Corona-Tests im Tourismusbereich eine bessere Strategie und ein Hochfahren der Testkapazitäten. Es brauche für alle Tourismus-Mitarbeiter “flächendeckende, regelmäßige Covid-Tests in ganz Österreich” – und zwar verpflichtend und im Zwei-Wochen-Intervall, forderte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner am Donnerstag. Denn auf freiwilliger Basis wie bisher funktioniere das nicht. Auch verlangt sie einen klaren Fahrplan für Tourismusbetriebe für den “Ernstfall”. Das Krisenmanagement müsse klar in Bundeshand sein, so die ehemalige Gesundheitsministerin auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher. Die Tests sollten durch die Bundesregierung einheitlich organisiert und finanziert werden, “das kann man nicht auf die Bezirke abschieben”. Rendi-Wagner verwies darauf, dass Tourismusministerin Elisabeth Köstinger(ÖVP) ja bei der Vorstellung der Test-Pläne im Tourismus ein Budget von 150 Mio. Euro für die entsprechende Kampagne und die Tests angekündigt hatte. “Genau dieses Geld muss dafür eingesetzt werden”, sagte sie. Scharfe Kritik an Regierung Scharfe Kritik übten Rendi-Wagner wie Kucher auch grundsätzlich am bisherigen Umgang der Regierung mit den Corona-Tests. “Es wird nach wie vor in Österreich zu wenig und viel zu langsam getestet. In einigen Ländern Europas geht das in wenigen Stunden”. Die Testergebnisse würden dort in vier bis fünf Stunden vorliegen, hierzulande dauere es nach wie vor fünf bis sechs Tage. “Man hat sich in diesem Bereich nicht verbessert”, so die Parteivorsitzende. “Fünf Monate Corona-Erfahrung hätten (Bundeskanzler Sebastian, Anm.) Kurz und seinem Team reichen müssen, um die richtigen Lehren zu ziehen. Diese sind aus meiner Sicht nicht zur Genüge gezogen worden.” Für den Tourismus hatte Köstinger ja Testkapazitäten von bis zu 65.000 Tests pro Woche angekündigt, erinnerte Rendi-Wagner. Jetzt sei man hier nicht einmal bei zehn Prozent dieser Zahlen. Die Vorgänge im Tourismusort St. Wolfgang hätten auch aufgezeigt, dass es bisher an klaren, einheitlichen Leitlinien, vor allem im Tourismus, gemangelt habe. Kucher unterstrich die Kritik und zeigte sich verwundert darüber, dass das Tourismusministerium just am heutigen Tag einen Leitfaden wie von der SPÖ gefordert (“zum Umgang mit COVID-19 (Verdachts-)Fällen”) veröffentlichte. “Schön, dass ihr langsam munter werdet”, sagte er in Richtung Köstinger. Diesen “mitten in der Hochsaison” zu bringen, sei aber zu spät. “Verdachtsmomente” Kritisch kommentierte Kucher neuerlich auch Medienberichte, wonach ÖVP-nahe Berater bei den Vorarbeiten zur Erstellung der Teststrategie im Tourismus eingebunden gewesen waren. Es steht der “Verdacht im Raum”, dass einige “das Geschäft ihres Leben” bei den Corona-Tests machen, meinte er dazu sowie zu Berichten, wonach nur bestimmte Laborinstitute mit den Tests beauftragt worden seien. Rendi-Wagner meinte dazu, es gebe hier offenbar zumindest “Verdachtsmomente”. Grundsätzlich begrüßt wurde von Rendi-Wagner die Idee der Einführung einer Corona-Ampel, diese komme aber zu spät. Bisher wisse man auch nur, dass diese mehrere Farben haben wird, “aber nicht, was die Konsequenz” bei den jeweiligen Warnstufen sein wird. “Wir wissen gar nichts über die Ampel.” Unverständnis äußerte sie auch darüber, dass das Instrument erst im Herbst in Regelbetrieb gehen soll. “Warum erst im Herbst, das ist zu spät, das ist am Ende der Tourismussaison in Österreich.” Einen klarer Leitfaden hätte spätestens zum Zeitpunkt der Lockerungen auf dem Tisch liegen und die Ampel im Frühsommer in Betrieb genommen werden müssen. Zum Aus der Strafen für den 1-Meter-Abstand (der berühmte “Babyelefant”) als indirekte Folge des VfGH-Urteils sagte Rendi-Wagner, sie setze auf Eigenverantwortung. Sie glaube zwar nicht, dass diese gesetzliche Lücke unbedingt geschlossen werden müsse. Sofern hier ein Vorschlag vorliege, werde sich die SPÖ das aber ansehen. “Ich kann mir vorstellen, dass wir so etwas mittragen.” Kein Kommentar zu Doskozil Rendi-Wagner will die Querschüsse von Burgenlands Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil (SPÖ) gegen ihre Person nicht kommentieren. Am Donnerstag hatte er nach mehrmaliger Kritik an der Bundes-SPÖ auch in Zweifel gezogen, ob Rendi-Wagner die beste Spitzenkandidatin für die nächste Nationalratswahl wäre. Rendi-Wagner verwies als Reaktion auf die Mitgliederbefragung vom Mai. Im Ö1-“Morgenjournal” meinte Doskozil, die SPÖ sollte grundsätzlich auf den- oder diejenige mit den besten Zustimmungswerten setzen. Die SPÖ-Vorsitzende wollte darauf am Rande einer Pressekonferenz nicht weiter eingehen und verwies auf die Mitgliederbefragung, bei der sie klar von den SPÖ-Mitgliedern bestätigt worden war: “Wir haben im Mai dieses Jahren das Ergebnis der Mitgliederbefragung gehabt mit einer historischen Beteiligung”. Das “eindeutige Votum” von 96 Prozent der Teilnehmer habe ergeben, dass die Sozialdemokratie “intern diskutieren und geeint auftreten” solle. Daher “gibt es das nicht weiter zu kommentieren, ich respektiere dieses Votum von 96 Prozent der Mitglieder”, so die Vorsitzende.

SPÖ will verpflichtende Mitarbeiter-Test alle zwei Wochen

In der Corona-Krise übergeben Stars wie Julia Roberts, Sarah Jessica Parker und Hugh Jackman ihre Social-Media-Profile zeitweise an Wissenschafter und Krankenhaus-Mitarbeiter. Mit der Kampagne “PassTheMic” sollen die Experten ab Donnerstag so drei Wochen lang eine größere Reichweite erzielen können, wie die Organisatoren der Wohltätigkeitsorganisation One Campaign am Mittwoch mitteilten. Als erstes werde Hollywood-Star Roberts ihre Social-Media-Kanäle zeitweise an den US-Virologen Anthony Fauci übergeben, der die US-Regierung im Umgang mit der Pandemie berät. Danach sind Stars wie Connie Britton, Shailene Woodley, Penelope Cruz, Millie Bobby Brown Rita Wilson und Robin Wright dran. Neben Wissenschaftern sollen so unter anderem Wirtschafts-Experten, Krankenhaus-Mitarbeiter und andere Menschen in systemrelevanten Berufen zu Wort kommen.

Stars geben ihre Social-Media-Profile an Experten

Brasilien hat nach jüngsten Angaben die zweithöchste Zahl von Infizierungen mit dem neuartigen Coronavirus weltweit und liegt damit nun vor Russland – nur die USA haben noch mehr Fälle. Das Gesundheitsministerium in Brasilia meldete am Freitag 20.803 Infizierte mehr als am Donnerstag. Damit stieg die Zahl der Infizierten in dem mit 210 Millionen Einwohnern größten Land Lateinamerikas auf 330.890. Russland kam nach Aufzeichnungen der Johns-Hopkins-Universität in den USA zuletzt auf 326 448 Fälle. Die USA überstiegen am Freitagabend (Ortszeit) die Marke von 1,6 Millionen nachgewiesenen Infizierungen. Mindestens 21.048 Menschen sind in Brasilien im Zusammenhang mit dem Virus bisher gestorben. Bei der Zahl der Todesopfer liegt das Land damit weltweit weiter auf Platz sechs. Die tatsächlichen Zahl der Infizierten und der Todesfälle ist jedoch wahrscheinlich noch höher. Die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas konnte seine Tests bisher nur langsam steigern.

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Die Vereinten Nationen (UN) unterstützen den Kampf gegen eine Ölkatastrophe auf Mauritius. Zusammen mit dem UN-Umweltprogramm (Unep) und dem UN-Nothilfebüro (Ocha) stellt der UN-Vertreter in dem Inselstaat Koordinationskapazitäten und Expertise zur Verfügung, wie es in einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung von Ocha hieß. Die UN auf Mauritius würden eng mit der Regierung zusammenarbeiten. Ein japanischer Frachter war vor rund zwei Wochen vor der Südostküste von Mauritius auf Grund gelaufen. Am Donnerstag begann dann einer der Tanks Kraftstoff zu verlieren. Helfer versuchen nun, das Öl einzudämmen und weitere Austritte zu vermeiden. Behörden und Naturschützer warnen vor einer Umweltkatastrophe, weil sich das Schiff in der Nähe mehrerer Schutzgebiete befindet. Mauritius mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern liegt im Indischen Ozean und ist als Urlaubsparadies bekannt.

Nun schaltet sich die UNO ein

Die erste Schaltung der Corona-Ampel erfolgt am Freitag. Auf einer Webseite wird über die Lage bis hinab auf Bezirksebene informiert. Unbekannt waren zunächst die Konsequenzen, die sich aus den vier Farben von Grün (niedriges Risiko) bis Rot (sehr hohes Risiko) ableiten. Durchgesickert war am Donnerstagabend, dass der Bezirk Kufstein sowie die Städte Wien, Linz und Graz gelb geschaltet werden. Die umfassende rechtliche Verankerung der Ampel kann erst Ende September erfolgen. Dazu ist die Novellierung des Epidemiegesetzes und des Covid-19-Maßnahmengesetzes im Rahmen der nächsten Nationalratssitzung vom Parlament am 23. September notwendig. Die Vorgangsweise bis zur mindestens wöchentlich geplanten Schaltung ist indes bekannt und beginnt mit der Zusammenkunft der Corona-Kommission am Donnerstag, die dann die epidemiologische Lage in den einzelnen Regionen oder Bezirken analysiert und infolge eine Empfehlung für den Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) abgeben wird. Welche Farbe letztendlich vergeben wird, liegt also in der Hand der Politik. Anschober versprach mit der Ampel auch “einen Schub an Transparenz” – sie soll eines der Werkzeuge sein, mit der eine zweite Coronawelle in Österreich verhindert werden soll.

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