Vier Soldaten infiziert, erster Infizierter im Kanzleramt

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Vier Soldaten infiziert, erster Infizierter im Kanzleramt

Nachdem am Vortag mit 175 der höchste Wert an Neuinfektionen seit Wochen registriert worden war, sind die Zahlen am Samstag wieder in den zweistelligen Bereich gerutscht. In den vergangenen 24 Stunden wurden österreichweit nach Angaben des Innenministeriums (Stand 9.30 Uhr) 82 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet. Mehr als die Hälfte davon betraf mit 42 Wien.

21 Fälle kamen in Niederösterreich dazu, 17 in Oberösterreich, acht in der Steiermark, je drei in Salzburg und Vorarlberg sowie zwei in Kärnten. Das Burgenland verzeichnete keine Neuinfektion. In Tirol gab es nach einer Datenbereinigung um 14 Fälle weniger als am Vortag.

19 auf Intensivstationen

Es gab in Österreich bisher 21.212 positive Testergebnisse. An oder mit dem Coronavirus sind österreichweit bisher 718 Menschen gestorben, 18.911 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 99 Menschen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 19 auf Intensivstationen.

Die Stadt Wien vermeldete mit Stand Samstag, 8.00 Uhr, bisher 5.125 positive Tests. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle betrug demnach unverändert 204. 4.333 Personen waren nach diesen Zahlen genesen. Das Dashboard des Gesundheitsministeriums gab für die Bundeshauptstadt mit Stand Samstag, 11.00 Uhr, 210 bestätigte Todesfälle an oder mit dem Coronavirus an.

Quarantäne verkürzt

Wer ab heute in Oberösterreich in Quarantäne geschickt wird, darf nach zehn Tagen wieder raus – sofern 48 Stunden keine Symptome auftauchen. Das berichtet der Kurier. Gültig ist die Neuerung seit heute, 1. August. Wer jedoch noch im Juli in Heim-Isolation geschickt wurden, muss die vollen 14 Tage durchhalten.

Man folge damit den neuesten Empfehlungen des Bundes und des Robert-Koch-Instituts, so LH Thomas Stelzer und LHStv. Christine Haberlander am Freitag.

Oberösterreich war zuletzt wegen dem Cluster in St. Wolfgang häufiger in den Medien – und auch in der Kritik.

Vier Soldaten aus Langenlebarn infiziert

Ein kleiner – und eng abgegrenzter – Corona-Cluster ist in der vergangenen Woche bei einer Bundesheerübung im niederösterreichischen Hollabrunnentstanden: Von nicht ganz 50 Soldaten der Fliegerabwehrtruppenschule Langenlebarn wurden mittlerweile vier positiv und acht negativ getestet. 28 Kollegen, die mit den Covid-19-Infizierten Kontakt hatten, stehen in Kontakt mit Gesundheitsbehörden.

Sowohl – natürlich – die positiv Getesten als auch die Verdachtsfälle befänden sich in häuslicher Absonderung, berichtete der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, am Samstag der APA. Die Übung fand im freien Gelände statt, die Soldaten hatten keinen Kontakt zu anderen Menschen – also sei das Kontakt-Tracing einfach gewesen. Getestet wurde, weil einige der Übungsteilnehmer Corona-Symptome zeigten.

Erster Infizierter im Kanzleramt

Im Bundeskanzleramt gibt es einen ersten Corona-Fall: Ein Supportmitarbeiter im Kabinett hat sich im privaten Umfeld angesteckt und ist positiv auf SARS-CoV2 getestet worden. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) – der routinemäßig regelmäßig getestet wird – arbeitet nicht direkt mit ihm zusammen. Alle Kontaktpersonen im Umfeld des Mitarbeiters wurden negativ getestet.

Nach Bekanntwerden des positiven Testergebnisses des Supportmitarbeiters sei umgehend die Informationskette gestartet worden, teilte ein Sprecher des Kanzleramtes der APA am Samstag mit. Auch wenn alle Kontaktpersonen in seinem Umfeld negativ getestet wurden, sind die unmittelbaren Kontaktpersonen (K1) in Quarantäne. Der Dienstbetrieb sei durch den Corona-Fall nicht beeinträchtigt.

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