Viertes Todesopfer

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Viertes Todesopfer

In Wien hat das Virus ein weiteres Todesopfer gefordert. Eine unter 50-jährige Frau ist laut einem Bericht von krone.at an dem Virus gestorben. Es ist nicht bekannt, ob sie an Vorerkrankungen litt. Die Frau befand sich in Heimquarantäne. Die Hilfe durch den Notarzt kam leider zu spät.

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Kommentare:
  1. Elke Mascherbauer sagt:

    😞😞😞😞

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Das Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus wird 40. Am 17. Juli 1980 wurde es nach langjährigen Diskussionen vom damaligen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger eröffnet. Seitdem wurde das Gebäude 1996/97 bzw. 1998 zweimal erweitert und vor 15 Jahren abermals ausgebaut und generalsaniert. In den kommenden Jahren steht die nächste Sanierung an. Über 400.000 Gäste begrüßt das Festspielhaus pro Jahr. Betrieben wird das Haus ganzjährig von der Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus GmbH mit der Stadt Bregenz als alleiniger Eigentümerin. Rund zwölf Millionen Besucher strömten seit der Eröffnung in den markanten Bau am Bodenseeufer, die Auslastung des Hauses über das ganze Jahr gesehen liegt bei rund 93 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden bei 349 Veranstaltungen rund 438.080 Besucher – inklusive der 249.500 Festspiel-Gäste – gezählt. 1955 wurde ein erster Ideenwettbewerb zur Planung eines Festspielhauses durchgeführt. Damals stand die Seetribüne für die Festspiele noch hinter dem Bregenzer Fußballstadion, und die Sporthalle wurde als “Festspielhaus” genutzt. Die erste Aufführung im Rahmen der Bregenzer Festspiele hatte 1946 auf zwei Kieskähnen in der Bregenzer Bucht stattgefunden. 1971 wurde die Idee geboren, das Festspielhaus mit der Seetribüne zusammenzulegen, ehe schließlich 1974 der Bregenzer Architekt Wilhelm Braun den Auftrag für Planungsarbeiten für das Festspiel- und Kongresshaus am neuen Standort erhielt. In den Jahren 1977/78 wurde das Festspielhaus neu gebaut, ein Jahr später erstmals die Seeaufführung – Puccinis “Turandot” – an heutiger Stelle dargeboten. Im Juli 1980 wurde das Festspielhaus schließlich feierlich eröffnet. Die rasant positive Entwicklung der Bregenzer Festspiele führte dazu, dass das Festspielhaus 1996/97 durch Zubauten (Verwaltungstrakt, Seestudio und Werkstattbühne) auf die doppelte Kubatur vergrößert wurde. 1998 wurde die Osttribüne auf der Seebühne erweitert und die Sitzplatzkapazität von 4.600 auf rund 7.000 ausgebaut. Der bisher letzte Meilenstein in der Geschichte des Festspielhauses datiert aus den Jahren 2005/06: Für 38,5 Mio. Euro wurde das Gebäude nochmals größer gestaltet und generalsaniert. Unter anderem wurde auch der Große Saal mit rund 1.600 Sitzplätzen erneuert. Nun steht von voraussichtlich 2021 bis 2024 die nächste Sanierung an, die diesmal auch Seebühne und -tribüne umfasst – sie wurden bereits mehrfach repariert, aber nie saniert. Investiert werden insgesamt rund 55 Mio. Euro. Auf dem Sanierungsplan stehen die Außenhülle des Gebäudes, die rund 40 Jahre alte Bühnentechnik des Haupthauses und die technische Infrastruktur der Werkstattbühne, die außerdem einen Zubau erhalten soll. Veranstaltungshighlights hatte das Bregenzer Festspielhaus in den vergangenen 40 Jahren auch abseits der Festspiele viele zu bieten. Tänzer-Legende Rudolf Nurejew gab sich ebenso die Ehre wie Dirigent Leonard Bernstein oder die Popstars Elton John, Peter Gabriel, Herbert Grönemeyer oder Falco, die auf der Seebühne auftraten. 2006 trafen sich die EU-Verkehrsminister im Festspielhaus, und 2008 war sogar Daniel Craig alias James Bond zu Dreharbeiten für das Bond-Abenteuer “A Quantum of Solace” zu Gast.

Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus wird 40 Jahre alt

In Panama hat ein katholischer Bischof die Menschen wegen der Coronavirus-Pandemie am Palmsonntag von einem Hubschrauber aus gesegnet. Erzbischof Jose Domingo Ulloa feierte zum Auftakt der Karwoche eine Messe in einem Flughafenhangar und stieg dann mit einer Marienstatue und einer Monstranz in einen Hubschrauber.

Bischof spendete in Panama Segen von Hubschrauber aus

Die Verhandlungen sind mühsam und ziehen sich zwischen Bund, Ländern und Verkehrsverbünden seit fast einem Jahr hin. Doch hält der Zeitplan von Verkehrsministerin Leonore Gewessler, soll es im Frühsommer soweit sein: In Österreich wäre erstmals eine bundesweite Öffi-Jahreskarte erhältlich. 1095 Euro – also drei Euro pro Tag – soll das Ticket kosten und der erste von drei Teilen eines zentralen Versprechens der grünen Ministerin sein. Im Endausbau sieht das 1-2-3-Ticket auch Jahreskarten für zwei Bundesländer (730 Euro) beziehungsweise ein Bundesland (365 Euro) vor. Doch ob der Fahrplan mit einem Start vor Jahresmitte nun hält oder nicht – klar ist, dass es mit einem neuen Öffi-Ticket, einigen zusätzlichen Nachtzügen und der seit Jahresbeginn erhöhten Normverbrauchsabgabe (NoVA) in Sachen Verkehrspolitik heuer nicht getan sein kann. Die neuen EU-Klimaziele dürften für Österreich bis 2030 eine CO2-Reduktionsverpflichtung um  die Hälfte (verglichen mit 2005) mit sich bringen. Zehn Jahre darauf soll das Land laut Regierungsprogramm überhaupt klimaneutral sein. Der Verkehr ist der Sektor mit dem größten Potenzial, der Republik diese Ziele zu verhageln. Das zu verhindern, so sind sich Fachleute einig, kann nur mit einer Operation am offenen Herzen der Mobilität gelingen, die heuer beginnen muss. Emissionen galoppieren davon Seit 1990 sind die Verkehrsemissionen in Österreich um 75 Prozent gestiegen. Fast jede zweite Tonne CO2, für die Österreich international geradestehen muss, stammt von den Straßen. Etwas mehr als ein Drittel davon steuert der Güterverkehr bei, dessen Verlagerung auf die Schiene bislang kaum gelungen ist und dessen Emissionen sich binnen 30 Jahren mehr als verdoppelt haben. Der große Rest entstammt den Pkw, von denen es hierzulande inzwischen mehr als fünf Millionen gibt. Und die Autos werden von Jahr zu Jahr stärker und schwerer. Lag die durchschnittliche Leistung der Neuwagen vor zehn Jahren noch bei knapp 100 PS, ist sie inzwischen bei 120 PS angelangt, Tendenz weiter steigend, wie heuer eine Aufstellung der Wiener Städtischen Versicherung ergab. Fast jeder vierte Neuwagen ist mittlerweile ein SUV, 80 Prozent davon werden steuerschonend als Dienstwagen angemeldet. Masterplan soll Klarheit bringen Wie die Kehrtwende gelingen kann, soll ein Mobilitätsmasterplan skizzieren, den das Ministerium in den kommenden Monaten fertiggestellt haben will. Die zu beackernden Problemstellen sind freilich kein Geheimnis und finden sich zum Teil auch im Regierungsprogramm. 2021 darf diesbezüglich als Entscheidungsjahr angesehen werden. So soll die Pendlerpauschale, die seit jeher kaum Anreize zum Umstieg auf Öffis setzt, umgestaltet werden. Ein Vorhaben, das Verlierer kennen wird und deshalb einem politischen Minenfeld gleicht. Auch das Steuerprivileg für Dienstwagen entwickelt sich zum ökologischen GAU und soll überarbeitet werden. Kaum haltbar sein wird auch die steuerliche Bevorzugung von Diesel, wie das Umweltbundesamt und der Fiskalrat der Republik mit Blick auf mögliche Klima-Strafzahlungen feststellen. Das gilt umso mehr, als sich die lange gepredigte klimaschonende Eigenschaft von Dieselautos in der Praxis als Mär erwiesen hat. Ein Schrauben an der Mineralölsteuer wird der Regierung schon aus Eigennutz nicht erspart bleiben. Denn solange der Sprit in Österreich günstiger zu haben ist als im benachbarten Ausland, blüht der Tanktourismus, der zwar die Mineralölsteuer-Einnahmen sprudeln lässt, allerdings das österreichische Klimakonto jedes Jahr Millionen Tonnen CO2 belastet. Elektromobilität löst nicht alle Probleme Doch das Problem beschränkt sich nicht auf die Klimafrage. Der motorisierte Individualverkehr bringt Pendlerrouten und Städte regelmäßig an und über den Rand der Überlastung. Ein Logistikproblem, das immer neue Straßenausbauten und damit Flächenversiegelung nach sich zieht und sich auch durch den Umstieg auf Elektromobilität nicht löst. Eine der Ursachen für die Maßlosigkeit: In den Kosten der Individualmobilität bildet der verursachte Schaden kaum ab. Diesen trägt die Allgemeinheit, das Verursacherprinzip ist ausgeschaltet. Stattdessen gilt über weite Strecken das System Autobahnvignette: Bezahlt wird ein Mal, danach herrscht freie Fahrt. Nur innerhalb solcher Systembedingungen ist es überhaupt denkbar, zur Beförderung von 70 Kilogramm Mensch wie selbstverständlich ein bis zwei Tonnen Metall in Bewegung zu setzen. Die Konsequenzen lassen sich nachlesen. Laut einer aktuellen Studie des Wifo und der Statistik Austria hat der Energieverbrauch des österreichischen Verkehrs zwischen den Jahren 2000 und 2018 um mehr als 37 Prozent zugenommen und das BIP-Wachstum deutlich überflügelt. Im EU-Mittel waren es im selben Zeitraum nur 7,7 Prozent. Die Energieverschwendung des Mobilitätssektors ist unabhängig von der Antriebsart gewaltig und lässt sich nur strukturell lösen. Womit die Diskussion wieder bei den Öffentlichen Verkehrsmitteln gelandet wäre. Diese sind energie-, platz- und klimaschonender unterwegs. Laut Statistik Austria verursacht der Personenkilometer im Pkw im Mittel 217 Gramm CO2. Im Bus sind es 55 Gramm, mit der Bahn 8. Entsprechende Weichenstellungen werden der Politik heuer nicht erspart bleiben.

1-2-3-Ticket bis Pendlerpauschale: 2021 steht der Verkehr im Fokus

Neue Formel für Normverbrauchsabgabe von 1. Jänner 2021 bis 30. Juni 2021: Mit 1. Jänner kommt es für Neufahrzeuge zu einer Änderung der Berechnungsformel für die Normverbrauchsabgabe (NoVA). Bisher galt folgende Formel: Vom CO2-Ausstoß des Fahrzeugs wurde der Wert 115 abgezogen, das Ergebnis durch fünf dividiert. Das Ergebnis dieser Formel war der Steuersatz in Prozent. Ab 1. Jänner 2021 wird der Wert 115 um 3 verringert, wodurch ab kommendem Jahr folgende Berechnungsformel angewendet wird: (CO2-Ausstoß – 112) : 5 = Steuersatz in Prozent Der Steuerbetrag ist jedenfalls um einen Abzugsposten von 350 Euro zu kürzen. Hat ein Fahrzeug einen höheren CO2-Ausstoß als 275 g/km, erhöht sich die Steuer für den, die Grenze von 275 g/km übersteigenden, CO2-Ausstoß um 40 Euro je Gramm CO2/km. Diese Regelung wurde mit dem Steuerreformgesetz 2020 beschlossen und betrifft nicht die am 10. Dezember 2020 beschlossene NoVA-Änderung, die mit 1. Juli 2021 in Kraft tritt. Normverbrauchsabgabe neu ab 1. Juli 2021: Bei Pkw kommt es zusätzlich zu weiteren Verschärfungen: Der Höchststeuersatz für die NoVA wird von 32 auf 50 Prozent angehoben. Darüber hinaus sinkt der Malusgrenzwert auf 200 g/km. Fahrzeuge, die einen CO2-Ausstoß von mehr als 200 g/km haben, zahlen ab Mitte 2021 zusätzlich 50 Euro (bisher 40) pro Gramm an NoVA. Für Fahrzeuge, für die vor dem 1. Juni 2021 ein Kaufvertrag abgeschlossen wurde, die Auslieferung aber erst zwischen 1. Juli und 30 November 2021 erfolgen kann, kommt noch die NoVA-Berechnung mit der Gültigkeit zwischen 1. Jänner und 30. Juli zur Anwendung. Mit Stichtag 1. Juli 2021 unterliegen auch Fahrzeuge der Klasse N1 der leichten Nutzfahrzeuge der Normverbrauchsabgabe. Dabei kommt es zu folgender Berechnungsformel: (CO2-Ausstoß – 165) : 5 = Steuersatz in Prozent Hat ein Fahrzeug einen höheren CO2-Ausstoß als 253 g/km, erhöht sich die Steuer für den, den Malusgrenzwert übersteigenden, CO2-Ausstoß um 50 Euro (Malusbetrag) je Gramm pro Kilometer. Der Höchststeuersatz für die Normverbrauchsabgabe wird bei Motorrädernmit 1. Juli 2021 von 20 auf 30 Prozent angehoben. Neue Berechnung der motorbezogenen Versicherungssteuer: Auch für die Berechnung der motorbezogenen Versicherungssteuer wird eine neue Berechnungsformel angewendet. Ab 1. Jänner 2021 gilt die neue Berechnungsformel, bei der sowohl der Abzugsposten für die Leistung in kW und der CO2-Ausstoß vermindert werden: (kW-64) x 0,72 + (CO2-Ausstoß-112)x0,72 = monatliche Steuer in Euro Die monatliche Belastung von Neufahrzeugen wird demnach ab 1. Jänner 2021 höher ausfallen. Senkung des CO2-Grenzwertes bei Privatnutzung von Dienstwägen: Ab 1. Jänner 2021 wird der CO2-Grenzwert, bis zu diesem der verminderte Sachbezugswert von 1,5 Prozent gilt, von 141 auf 138 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer reduziert. Der maximale Berechnungsbetrag beträgt in diesem Fall 720 Euro. Für Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von mehr als 138 g/km gelten weiterhin 2 Prozent (maximal 960 Euro) als Berechnungsgrundlage. Radar- und Laserblocker werden abgenommen: Das Mitführen von Radar- und Laserblockern oder deren Gerätekomponenten ist bereits verboten und wird mit einer Geldstrafe geahndet. Neu ist, dass zu der bereits verordneten Geldstrafe nun auch das Gerät selbst oder deren Komponenten eingezogen beziehungsweise für verfallen erklärt werden. Strengere Strafen für Schnellfahren: Derzeit in Planung ist ein Paket mit strengeren Strafen für Raser: Der Strafrahmen für Delikte im Zusammenhang mit Rasen soll von 2180 auf 5.000 Euro erhöht werden. Die Grenzwerte für den Führerscheinentzug sollen inner- und außerorts um je 10 km/h auf 30 bzw. 40 km/h gesenkt werden, mit Entzugsdauer von zwei Wochen. Tempoüberschreitungen von 10 km/h unter der jeweiligen Schwelle zum Führerscheinentzug sollen zu einem Vermerk im Vormerksystem führen. Die Mindestentzugsdauer bei Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 40 km/h im Ortsgebiet bzw. von mehr als 50 km/h im Freilandbereich soll von derzeit zwei Wochen auf wenigstens vier Wochen verdoppelt werden. In besonders gefährlichen Fällen ist die Beschlagnahme des Fahrzeugs angedacht, zum Beispiel bei hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen unter gefährlichen Verhältnissen, mehrfach wiederholtes gefährliches Rasen, Fahren nach Abnahme des Führerscheins wegen Rasens, Rasen ohne Führerschein. Bei bereits zum wiederholten Mal auffälligen Rasern sind ebenfalls Verschärfungen geplant. Illegale Straßenrennen sollen zukünftig nach dem Vorbild Deutschland vor Gericht bestraft werden.EU-Symbol mit A auch auf roten Kennzeichentafeln: An Fahrrad-Heckträgern können eigene rote Kennzeichentafeln montiert werden. Das erspart das Umstecken der weißen Kennzeichentafel vom Fahrzeug auf den Radträger. Neu ist, dass das rote Kennzeichen nun auch das EU-Symbol am linken Rand aufweisen muss. Die Ausgabe der Kennzeichen erfolgt wie bisher in der Zulassungsstelle des Wohnbezirks. Digitaler Führerschein: Für Handysignatur- oder Bürgerkarten-Inhaber sollen ab Frühling 2021 Führerschein und Zulassungsschein als digitale Variantenam Smartphone verfügbar gemacht werden. Die Autobahnvignette wird teurer: Die Preiserhöhung der Vignette sowohl in der Digital- als auch in der apfelgrünen Klebevariante beläuft sich auf 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das bedeutet: Für die Jahresvignette für Pkw und alle zweispurigen Kfz bis 3,5 Tonnen werden 92,50 Euro aufgerufen. Für einspurige Kfz sind es 36,70 Euro. Pendlerpauschale für Radfahrer: Künftig haben auch all jene Anspruch auf die Pendlerpauschale, die den Arbeitsweg mit einem Dienstfahrrad zurücklegen. Sachbezugsbefreiung für Öffi-Tickets: Bis jetzt unterlagen Tickets von öffentlichen Verkehrsmitteln der Sachbezugsregelung. Ab 1. Juli 2021 fällt für Öffi-Tickets kein Sachbezug mehr im Rahmen der Einkommenssteuer an.

Was sich für Auto- und Motorradfahrer ändert

Bekannte deutsche Serien wollen die Corona-Krise bis auf Weiteres konsequent ignorieren, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Man will dem TV-Publikum eine halbe Stunde Auszeit vom Thema bieten. In der Realität tobt das Virus, doch auf dem Fernsehbildschirm herrscht eine coronafreie Welt: Das gilt für die “Rosenheim-Cops” in Bayern ebenso wie das “Großstadtrevier” im hohen Norden, für “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” (GZSZ) und “Sturm der Liebe” ebenso wie für “Berlin – Tag & Nacht”. “Inhaltlich thematisieren wir Corona aktuell nicht”, teilt eine Sprecherin der Ufa auf Anfrage mit. Die Ufa produziert beispielsweise die Seifenopern-Dauerbrenner “Unter Uns” und eben “GZSZ”, wo gerade um Serienfigur Alexander getrauert wird – mit viel Abstand und ohne tröstende Umarmungen. Ein Einzelfall ist das nicht – ganz im Gegenteil. Alle angefragten Serien wollen genau so verfahren: Pandemie? Welche Pandemie? Die Geschäftsführung von “Studio Hamburg”, das den Hamburger Klassiker “Großstadtrevier” und die Telenovela “Rote Rosen” produziert, teilt mit, “dass die Covid-19-Pandemie keine Rolle in den Drehbüchern und Geschichten spielen wird” – und nennt auch Gründe dafür: “Erstens verhalten sich Zuschauer eskapistisch und wollen in fiktionalen Formaten nicht mit der Realität konfrontiert werden”, heißt es dort. “Zweitens sind Serien repertoirefähig, das heißt, sie werden als Wiederholungen auf anderen Sendeplätzen auch noch in einigen Jahren eingesetzt werden, wenn es – hoffentlich – kein Corona mehr gibt.” Auf die Dreharbeiten hat Corona zwar große Auswirkungen. Strenge Hygienepläne wurden ausgearbeitet, es muss viel Abstand geben zwischen den Schauspielern. Bei den “Rosenheim-Cops” wurde sogar das Set umgebaut. Und bei einigen Serien finden die Proben mit Masken statt. Doch gedreht wird dann ohne. In der fertigen Folge soll man die Masken, die in der Realität inzwischen das Stadtbild prägen, nicht sehen. “Wir haben uns bewusst entschieden, unserem Publikum eine halbe Stunde Auszeit vom Thema Corona zu bieten und greifen dieses deshalb in “Dahoam is Dahoam” inhaltlich nicht auf”, teilt der Bayerische Rundfunk auf Anfrage zu seiner Erfolgs-Seifenoper mit. “Viele positive Reaktionen von Zuschauerinnen und Zuschauern im Netz bestärken uns in dieser Entscheidung.” RTL 2 führt vor allem ganz praktische Gründe an, warum das Virus auch in “Berlin – Tag & Nacht” oder “Köln 50667”, Sendungen, die sich als “Reality-Soaps” verstehen, keine Rolle spielen wird: Bei Produktionsvorläufen von bis zu acht Wochen sei das schlicht nicht möglich. Vom Tisch sei das Thema damit aber nicht, betont ein Sprecher. “So unterstützen wir mit “Köln 50667″ beispielsweise das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bei der Aufklärung zur Corona-Pandemie. Abseits des Serieninhaltes, aber sehr wohl auf allen relevanten Plattformen und mit großem Erfolg.” Bavaria Fiction, die “Die Rosenheim-Cops” und “Sturm der Liebe” produzieren, teilen mit: “Eine Pandemie passt inhaltlich nicht zur Ausrichtung der beiden Serien.” Darum finde Corona dort nicht statt. “‘Sturm der Liebe'” ist ein modern erzähltes Märchen, ‘Die Rosenheim-Cops’ legen mit Witz und Charme vor der malerischen Kulisse des Alpenvorlandes den Bösewichtern das Handwerk.” In beiden Serien sollen “die Zuschauer bewusst vom Alltag abschalten und in eine fiktionale Welt eintauchen, die Sorgen und Nöte der realen Welt bleiben außen vor”. Eine Art Flucht “Das zentrale Konsumentenbedürfnis, das viele Fiction-Serien adressieren, ist das des Eskapismus: Die Zuschauen wollen flüchten aus ihrer realen Welt mit allen nervigen Details und Beschränkungen”, sagt Thorsten Hennig-Thurau, Professor für Marketing und Medien an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Insofern hätten die Serienmacher mit ihrem Vorgehen wahrscheinlich Recht, so der Forscher. Ganz risikofrei sei das aber nicht. “Wir merken, dass soziale Distanz und Masken zunehmend zu einem Teil unseres Alltags werden, so dass fiktionale Angebote aufpassen müssen, dass sie nicht von den Zuschauern als unrealistisch gesehen werden.” Bei den Serien “Um Himmels Willen”, “Der Bergdoktor” und “Die Bergretter”, die alle von der Firma ndf produziert werden, waren die Drehbücher schlicht schon fertig und damit war kein Platz mehr für Corona, wie Geschäftsführer Matthias Walther sagt. Ob die Geschichten auch künftig coronafrei bleiben sollen, lässt er offen. “Vielleicht wird das Ganze eines Tages ein Thema, das hängt sicher von der weiteren Entwicklung dieser Pandemie ab.”

Coronafreie Welt in Serienhits wie "Rosenheim Cops"

Wir werden immer älter. Jeder dritte Österreicher wird in 10 Jahren älter als 60 Jahre sein Doch das heißt auch – die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den nächsten Jahren stark ansteigen. Wie man sich in Wels auf diese Herausforderungen einstellt?