Von der Leyen sieht "gute Zusammenarbeit" mit Wien

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Von der Leyen sieht "gute Zusammenarbeit" mit Wien

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht trotz des Widerstands Österreichs und anderer Nettozahler gegen zu hohe Transferzahlungen an Krisenländer “eine gute Zusammenarbeit” mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Im Ö1-“Morgenjournal” warb sie am Donnerstag für ihren Wiederaufbauplan und drängte: “Wir brauchen dieses Aufbaupaket und den europäischen Haushalt so schnell wie möglich.”

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Im Schweizer Dorf Charmey hat am Samstag ein Drive-In-Musikfestival auf einem Bergbahn-Parkplatz begonnen. Das Publikum kann dabei durchs offene Autofenster in mehreren Konzerten verschiedenste Stile hören, vom barocken Lied über Streichquartette und Volkslieder bis zu Liedern von Ella Fitzgerald und Nina Simone. Das Festival dauert bis kommenden Freitag (31. Juli). Die Idee für die “Auto-Konzerte” stammt von der Freiburger Sängerin Marie-Claude Chappuis, der Gründerin des “Festival du Lied”. Zu hören sein werden Künstlerinnen und Künstler von Weltruf, etwa der Blockflötist Maurice Steger und das Stradivari-Quartett. Die Musikerinnen und Musiker treten im Freien auf einer Bühne auf. Das Publikum kann sie auf einer Großleinwand sehen – und durch das offene Autofenster hören. Wenn es regnet, wird die Musik via Radio übertragen. In jedem Auto dürfen bis zu vier Personen sitzen. Jedem Fahrzeug wird entsprechend der Größe ein Standplatz zugewiesen. Damit sollen die wegen des Coronavirus geltenden Distanzregeln eingehalten werden können. Bei der Eröffnung am Samstagabend standen rund 40 im allgemeinen gut besetzte Autos auf dem Parkplatz, und etwa 70 Personen wohnten dem Konzert auf Stühlen bei.

Kultur-Neustart: Drive-In-Musikfestival in der Schweiz

Damit die Lebensmittelversorgung sichergestellt bleibt, gehen die Arbeiten in der Landwirtschaft in gewohnter Weise weiter. Wegen der Grenzschließungen dürfen Saison-Arbeitskräfte nicht mehr einreisen, sie bleiben auf den landwirtschaftlichen Betrieben aus. Kammerpräsident Franz Titschenbacher: „Mit unserer neuen Online-Plattform für die Arbeitsvermittlung wollen wir unseren Bäuerinnen und Bauern helfen, Arbeitskräfte für saisonal notwendige landwirtschaftliche Arbeiten zu finden.“

Neue Online-Plattform soll Bauern helfen, Arbeitskräfte zu finden

Ab Herbst dürfen wieder Schulveranstaltungen wie Lehrausgänge, Skikurse, Sport- oder Projektwochen durchgeführt werden. Das hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einem Erlass festgehalten. Allerdings wird den Schulen empfohlen, “aufgrund der aus heutiger Sicht coronabedingten unsicheren Entscheidungslage” mit beteiligten Unternehmen günstige Stornomöglichkeiten bzw. Umbuchungen auszumachen. Seit März war es den Schulen untersagt, Schulveranstaltungen oder schulbezogene Veranstaltungen durchzuführen. Zahlreiche Sport- oder Projektwochen wurden deshalb abgesagt, zur Abdeckung der Stornokosten wurde ein eigener Härtefonds eingerichtet. Der kommende Schulstart im Herbst werde “noch immer von COVID-19 überschattet werden”, hält der Erlass fest. Vor diesem Hintergrund sei daher bei der Durchführung von Schulveranstaltungen bzw. schulbezogenen Veranstaltungen “Vorsicht angebracht”. Allerdings seien diese “aus heutiger Sicht unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygienestandards jedenfalls möglich”. Das gilt auch für Schulveranstaltungen im Ausland, wobei allerdings die Reisewarnungen des Außenministeriums zu berücksichtigen seien. Die NEOS verlangten von Faßmann indes eine Perspektive für Schüler, Eltern und Lehrer, wie der Unterricht im Herbst an den Schulen gestaltet sein wird. “Bleibt es bei der Zweiteilung, oder gibt es wieder Regelunterricht”, fragt NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Es brauche “Klarheit und Planbarkeit”. Auch müsse die Digitalisierung schneller vonstattengehen. Es sei ja schön, dass die Versäumnisse erkannt wurden, so Meinl-Reisinger: “Aber es muss viel schneller gehen.” Denn die schrittweise Ausstattung mit Laptops bzw. Tablets ab 2021/22 und eine flächendeckende Breitband- und W-Lan-Versorgung bis 2023 sei “einfach nur lächerlich”. “Ich erwarte mir, dass man hier die Ärmel hochkrempelt”, meinte Meinl-Reisinger. Denn schließlich könnte es bereits im Herbst wegen der Corona-Entwicklung wieder notwendig sein, teils auf digitalen Unterricht umzustellen. Jedenfalls gebe es viel zu tun an Vorbereitung für den Herbst.

Schulveranstaltungen ab Herbst wieder möglich

Die Coronakrise trifft den vom deutschen Staat geretteten Reisekonzern TUI schwer. Der Umsatz brach zwischen April und Juni binnen Jahresfrist um 98,5 Prozent auf knapp 72 Millionen Euro ein und der Konzernverlust lag bei 1,45 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hannover mitteilte. Trotz eingeleiteter Kostensenkungen summierte sich der Verlust unter dem Strich in den ersten neun Monaten des Ende September endenden Geschäftsjahres 2019/20 auf rund 2,3 Milliarden Euro. “Mit der zweiten staatlichen Kreditlinie sind wir vorbereitet, falls die Pandemie im Tourismus erneut signifikante Auswirkungen hat”, erklärte TUI-Chef Fritz Joussen. Deutschland erhöhte wegen des immer noch weitgehend brachliegenden Tourismusgeschäfts die Staatshilfen für TUI von 1,8 Milliarden Euro um weitere 1,2 Milliarden Euro. TUI waren in der Coronakrise wegen der weltweiten Reisebeschränkungen große Teile des Geschäfts komplett eingebrochen. Um gegenzusteuern will der Konzern rund 8000 Stellen abbauen. Allein die Flotte der Airline TUIfly soll von 39 auf 17 Maschinen verkleinert werden.

Umsatz von Reiseprofi TUI brach zwischen April und Juni um 98,5 Prozent ein

Oberösterreich erarbeitet derzeit ein Konzept für eine steuerfreie Prämie für Mitarbeiter in Gesundheits- und Pflegeberufen. Man wolle “nicht nur Danke sagen, sondern auch unsere Wertschätzung zeigen”, begründeten LH Thomas Stelzer (ÖVP) und sein Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) ihre Ankündigung. Die SPÖ vermisst “Nägel mit Köpfen”, hieß es nach der Regierungssitzung am Montag. Die rote Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer hatte bereits in der Regierungssitzung der Vorwoche eine Prämie in Form einer Auszahlung eines 15. Gehaltes beantragt. Die Abstimmung darüber wurde jedoch zurückgestellt. Am Montag sei ihr Antrag “ein weiteres Mal auf die lange Bank geschoben” worden, kritisierte sie und sprach von einer reinen Ankündigungs-Politik der ÖVP-FPÖ-Regierungskoalition. Aus dem Büro von Stelzer hieß es, dass man derzeit alle Details einer Prämie ausarbeite. Allerdings will Schwarz-Blau kein 15. Gehalt sondern eine steuerfreie Prämie. Oberösterreich sei das erste Bundesland, das eine derartige finanzielle Vergütung einführen werde.

Oberösterreich arbeitet an Konzept für steuerfreie Prämie

Der britische Staat hat im vergangenen Monat so viele Schulden aufgenommen wie nie zuvor. Das teilte die Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) am Freitag in London mit. Demnach belief sich die Neuverschuldung der öffentlichen Hand im April auf rund 62 Milliarden Pfund (68,93 Mrd. Euro), das sind 51 Milliarden mehr als im Vorjahreszeitraum. Die britische Regierung hat wegen der Coronavirus-Pandemie ein großzügiges Programm für Unternehmen aufgelegt, die ihre Arbeitnehmer freistellen. Die Gehälter werden noch bis Ende Juni zu 80 Prozent vom Staat gezahlt. Vergangene Woche kündigte Schatzkanzler Rishi Sunak an, das Programm werde bis Oktober verlängert, wenn auch mit geringerer Beteiligung vom Staat. Gleichzeitig sind die Steuereinnahmen eingebrochen.

Großbritannien nimmt so viele Schulden auf wie noch nie