Von der Leyen: "Teufel steckt im Detail"

Merken
Von der Leyen: "Teufel steckt im Detail"

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sieht noch Klärungsbedarf beim geplanten europäischen Programm zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise. “Natürlich steckt der Teufel immer im Detail”, sagte von der Leyen am Freitag dem Sender CNBC. “Es gibt noch eine Menge Diskussionen darüber, wie man das Geld ausgibt und wie viel davon Kredite sind und wie viel Zuschüsse.”

Grundsätzlich stünden aber alle 27 EU-Staaten hinter der Idee eines solchen Programms im Rahmen des nächsten mehrjährigen Haushaltsplans. Von der Leyen sprach erneut von einem Umfang in Billionenhöhe. Die EU-Staaten hatten sie beauftragt, die Details des Wiederaufbau-Plans auszuarbeiten. Sie sollen in ein bis zwei Wochen vorliegen. Von der Leyen hat aber schon skizziert, wie sie vorgehen will. Sie will mithilfe von Garantien der EU-Staaten im nächsten siebenjährigen EU-Budget eigene Anleihen ausgeben und am Kapitalmarkt Geld leihen – das scheint im Kreis der 27 Länder auch konsensfähig.

Umstritten ist jedoch, ob dieses über Kredite aufgenommene Geld nur als Darlehen – also mit Rückzahlungspflicht – an die Krisenstaaten gehen kann oder als Zuschuss. Von der Leyen sagt, sie wolle eine Balance von beidem. Die in der Pandemie besonders betroffenen Staaten Italien, Spanien und Frankreich befürworten Zuschüsse. Deutschland und andere Staaten haben Einwände.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Drei Monate nach den ersten gemeldeten Fällen gibt es weltweit mittlerweile rund 800.000 bestätigte Coronavirus-Infektionen sowie fast 40.000 Todesfälle. Knapp die Hälfte aller nachgewiesenen Fälle geht auf Europa zurück. In Italien gab es jedoch einen ersten Hoffnungsschimmer: Laut Oberstem Gesundheitsinstitut stabilisiert sich die Epidemiekurve. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres kritisierte indes die seiner Ansicht nach schleppende globale Antwort im Kampf gegen das Coronavirus.

Weniger Neuinfizierte in Italien, Kritik vom UNO-General

Der niederländische Blumenhandel ist durch die Corona-Krise schwer getroffen. Der Umsatz sei um mehr als 70 Prozent zurück gegangen, sagte der Sprecher von Royal Flora Holland, Michel van Schie, der Nachrichtenagentur DPA. Sollte die Krise länger anhalten, dann erwartet der Sektor einen Gesamtschaden von zwei bis drei Mrd. Euro.

Niederländischer Blumenhandel eingebrochen - Milliarden-Schaden

Schauspieler Arnold Schwarzenegger (72) hat Highschool-Schülern in den USA zu ihrem Abschluss einen Rat mit auf den Weg gegeben. “Ihr braucht eine Vision”, sagte der ehemalige Gouverneur von Kalifornien in einem Video auf Instagram zu den Schülern, die wegen der Coronavirus-Pandemie ihre Abschlussfeier nur per Videoschaltung abhalten konnten.

Schwarzenegger an Highschool-Schülern: "Habt eine Vision!"

Feuerwehr und Polizei standen am späten Dienstagabend bei einem Kleinbrand im Welser Messegelände im Einsatz.

Brand eines Strohballens im Welser Messegelände rasch gelöscht

Der Arbeit der österreichischen Bundesregierung stellen 93 Prozent ein gutes Zeugnis aus und halten sie für kompetent, ergab eine repräsentative Umfrage von Marketagent im Auftrag von DocLX unter 14- bis 24-Jährigen.Dementsprechend hoch sei die Zustimmung zu den Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Sorgen machen sich die jungen Menschen vor allem um die Ansteckung von Familienmitgliedern (69,6 Prozent) und Freunden (32,5 Prozent), um die eigene Infizierung nur 20,2 Prozent. 80,8 Prozent geben an, gut oder sogar sehr gut mit der Situation zurechtzukommen. Nur knapp jeder Fünfte kann sich mit der neuen Normalität noch nicht so wirklich anfreunden. Trotzdem sind 96,7 Prozent bereit, die Maßnahmen einzuhalten – 72,8 Prozent der jungen Frauen sind dazu “voll und ganz” bereit, bei Männern sind es 63,2 Prozent.

94,3 Prozent der Jugend nimmt Lage ernst

Die Odyssee des vom Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes “Zaandam” ist vorbei.  Die “Zaandam” und kurz danach auch das Schwesterschiff “Rotterdam” legten am Donnerstag (Ortszeit) im Hafen von Fort Lauderdale in Florida an. Bilder von Hilferufenden auf dem Kreuzfahrtschiff gingen um die Welt, vier Passagiere seien gestorben, 45 erkrankt.

"Zaandam" legte in Fort Lauderdale an