Weltranglisten-Erster Djokovic sagt für US Open zu

Merken
Weltranglisten-Erster Djokovic sagt für US Open zu

Der serbische Tennisprofi Novak Djokovic hat seine Teilnahme an den US Open zugesagt. Anders als der spanische Titelverteidiger Rafael Nadal will der Weltranglisten-Erste beim ersten Grand-Slam-Turnier nach der Coronavirus-Zwangspause antreten, wie er am Donnerstag bestätigte. Die Titelverteidigerin bei den Damen, Bianca Andreescu, lässt die US Open hingegen aus.

Djokovic wird am Samstag nach New York reisen und zuvor auch das von Cincinnati verlegte Turnier spielen. “Es war keine einfache Entscheidung mit all den Hindernissen und Herausforderungen von so vielen Seiten. Aber die Aussicht, wieder an einem Wettbewerb teilzunehmen, reizt mich sehr”, schrieb Djokovic, der sich im Juni noch höchst unsicher bezüglich eines Antretens gezeigt hatte. Der 33-Jährige könnte bei den ab 31. August ohne Zuschauer stattfindenden US Open frühestens im Finale auf den Weltranglisten-Dritten Dominic Thiem treffen.

Nadal hatte wie Ex-Sieger Stan Wawrinka (Schweiz) die USA-Reise aufgrund von Sicherheitsbedenken abgesagt, der Schweizer Roger Federer fehlt nach Knie-Operationen. Australian-Open-Sieger Djokovic hatte in der Corona-Pause mit der von ihm mitorganisierten umstrittenen Adria-Tour für negative Schlagzeilen gesorgt. Er war danach selbst positiv auf das Virus getestet worden.

Nach einem folgenden negativen Test hatte Djokovic in Belgrad und danach in Marbella trainiert. “Ich habe alle Untersuchungen gemacht, um sicher zu sein, dass ich mich völlig erholt habe und auf dem Court mein bestes Tennis zu zeigen”, schrieb der Gewinner von 17 Grand-Slam-Titeln. Er danke allen, die so viel Energie in die Organisation der zwei Turniere in New York gesteckt hätten, damit die Tennisspieler an ihren Arbeitsplatz zurückkehren könnten.

Titelverteidigerin Bianca Andreescu lässt derweil die US Open in New York aus. Das gab die Kanadierin am Donnerstag bekannt. Die 20-Jährige hat seit einer Knieverletzung im vergangenen Oktober kein Turnier bestritten. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie habe sie noch nicht zurück zu ihrer Hochform gefunden, so Andreescu. Mit Ashleigh Barty, Elina Switolina und Kiki Bertens haben drei andere Top-Ten-Spielerinnen ihre Teilnahme am Grand-Slam-Turnier ab Ende August aufgrund der anhaltenden Corona-Krise in den USA abgesagt.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

“Die Europäische Union ist eine der größten Errungenschaften des 20. Jahrhunderts und gleichzeitig das erfolgreichste Friedensprojekt unseres Kontinents”, erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Samstag. Um ihre Errungenschaften “und unser einzigartiges europäisches Lebensmodell für die Zukunft zu wahren und weiterzuentwickeln“, sei Veränderung nötig. “Viele große Zukunftsfragen werden sich nicht mehr von den Mitgliedsstaaten alleine lösen lassen, sondern nur von einer starken europäischen Union, wie uns die Coronakrise aktuell beispielhaft vor Augen führt”, bekräftigt Kurz seine Forderung nach einem “Umdenken” auf europäischer Ebene.

Kurz spricht sich für neuen EU-Vertrag aus

Seit gestern wird in Offenhausen verzweifelt nach dem entlaufenen Therapiehund Tobi gesucht. Der Husky wurde zuletzt in Richtung Kematen in der Nähe von Offenhausen gesichtet. Wer den Hund sieht oder Hinweise hat – bitte an die Telefonnummer 0650/62 43 996 wenden!

Therapie-Hund wird vermisst!

Mit dem Ende des Lockdowns in Italien ruft die Regierung in Rom die EU-Länder zur Aufhebung der Reisebeschränkungen und zum Neustart des Tourismus auf. “Nach dieser Phase der Epidemie, müssen alle EU-Länder ihre Grenzen neu öffnen und Regeln teilen, damit die Touristen in diesem Sommer in Sicherheit reisen können“, sagte der italienische Außenminister Luigi Di Maio in einer Videobotschaft. In seinem Appell nach einem Treffen in Videokonferenz mit Vertretern von acht EU-Ländern, darunter Österreich und Deutschland, erklärte Di Maio am Montag, dass Italien bereit sei, ausländische Touristen wieder zu empfangen. Di Maio begrüßte die Aussagen seines deutschen Amtskollegen Heiko Maas, wonach es zu keinen bilateralen Abkommen unter EU-Mitgliedstaaten zur Regelung der Tourismusströme im Sommer kommen wird.

Italien ruft zu Aufhebung der Reisebeschränkungen auf

Bei den Miami Marlins aus der Major League Baseball sind vier weitere Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit sind bereits 15 Spieler mit dem Virus infiziert. Eine offizielle Bestätigung des Clubs steht noch aus. Am Dienstag hatte es allerdings eine weitere Testreihe im Team gegeben. Die MLB setzte daraufhin weitere Partien des Teams vorerst aus. “Unter den gegebenen Umständen glaubt die MLB, dass es das Beste ist, den Marlins Zeit zu geben, sich um ihre Spieler zu kümmern und die Wiederaufnahme der Baseball-Aktivitäten Anfang nächster Woche zu planen”, erklärte die MLB am Dienstag. Insgesamt sind bereits 15 MIami-Spieler mit dem Virus infiziert. Die Spiele der Marlins gegen die Baltimore Orioles am Montag und Dienstag waren bereits abgesagt worden, genauso wie die beiden Partien der Philadelphia Phillies und den New York Yankees. Die ersten vier Fälle im Team von Miami sollen bereits am Samstag bekannt gewesen sein. Dennoch waren die Marlins bei den Philadelphia Phillies noch, sie gewannen das Spiel mit 11:6.

Weitere Baseball-Spieler bei Miami Covid-19-positiv

Die Coronakrise lässt nicht nur die Beitragseinnahmen der Krankenkassendrastisch sinken sondern auch die Ausgaben für Medikamente rasant steigen. Wie die APA aus den Sozialversicherungen erfuhr, hat die Erleichterung bei der Medikamentenverschreibung schon im März zu einem exorbitanten Anstieg der Kosten bei den Heilmitteln geführt. Allein im März 2020 sind die Ausgaben der sozialen Krankenversicherung für Heilmittel um rund 25 Prozent von 236 Millionen auf 295 Mio. Euro gestiegen – und das obwohl die Coronakrise erst Mitte des Monats schlagend geworden ist. Im Jänner lag dieser Anstieg noch bei moderaten bei 4,7 Prozent, im Februar bei 8,4 Prozent. Die Daten für April liegen noch nicht vor. Die Österreicher haben offenbar nicht nur Lebensmittel und Klopapier in großen Mengen auf Vorrat gekauft, sondern auch Medikamente. Und da offenbar die teureren Medikamente, heißt es in den Sozialversicherung. Die Einlösung von Rezepten in öffentlichen Apotheken auf Kosten der sozialen Krankenversicherung ist nämlich im Vergleichszeitraum nur um 5,5 Prozent gestiegen.

Coronakrise lässt Medikamentenkosten rasant steigen

Durch das Näherrücken einer Schutzimpfunggegen das Coronavirus könnte ein bisher wenig beachtetes Volksbegehren Aufmerksamkeit bekommen: Von 18. bis 25. Jänner 2021 kann “Für Impf-Freiheit” unterschrieben werden, ebenso wie zwei weitere Volksbegehren. Sicher ist das aber noch nicht. Sollten im Jänner noch Ausgangsbeschränkungen gelten, kann der Innenminister die Eintragungswoche auf Grundlage des im April beschlossenen 4. COVID-19-Gesetz verschieben. In einem am Dienstag an die Gemeinden ergangenen Leitfaden für die Volksbegehren heißt es, dass Vorsorge für den Corona-Infektionsschutz zu treffen sind. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass das Innenministerium die Eintragungswoche absagen und für einen späteren Zeitraum festlegen kann, “wenn durch Maßnahmen, die zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 getroffen werden, die Bewegungsfreiheit oder der zwischenmenschliche Kontakt eingeschränkt werden und dadurch ein persönliches Unterstützen von Volksbegehren bei den Gemeinden unmöglich gemacht oder erschwert wird”. Tierschutzvolksbegehren Festlegen will man sich im Ministerium noch nicht. “Aus derzeitiger Sicht lassen sich die Voraussetzungen für die Abwicklung eines Eintragungszeitraums, der erst Mitte Jänner 2021 stattfinden wird, noch nicht abschließend beurteilen. Im Bundesministerium für Inneres werden die weiteren Entwicklungen allerdings genau und mit größtem Verantwortungsbewusstsein verfolgt”, heißt es in dem Schreiben. Insgesamt geht es um drei Volksbegehren. Hinter der Anti-Impfpflicht-Initiative steht Rudolf Gehring, bekannt durch die Christliche Partei Österreichs (CPÖ). Wunsch der Initiatoren ist eine Änderung der Bundesverfassung. Es soll ein Diskriminierungsverbot verankert werden für “Staatsbürger, die an ihrem Körper keine chemische, biologische oder hormonelle Veränderung durchführen haben lassen und keine mechanischen oder elektronischen Implantate tragen”. Weitere gewünschte Ergänzung: “Es ist unzulässig, solche Veränderungen zwangsweise an Personen vorzunehmen.” Ebenfalls zur Eintragung liegt das “Tierschutzvolksbegehren” auf, verantwortlich ist unter anderem Sebastian Bohrn Mena, einst Tierschutzsprecher der Liste Pilz. Auch hier wird eine Verfassungsänderung verlangt. Man will heimische Bauern stärken und für eine tiergerechte Landwirtschaft sorgen, Hunde und Katzen besser schützen und Tierschutzorganisationen mehr Mitspracherechte verleihen. Das dritte Volksbegehren heißt “Ethik für ALLE“. Zustellbevollmächtigt ist Eytan Reif, bekannt von der Initiative “Religion ist Privatsache”. Gefordert wird ein vom Religionsunterricht entkoppelter Ethikunterricht für alle Schüler.

Anti-Impfzwang-Volksbegehren könnte verschoben werden