Weniger Luftverschmutzung vermeidet 11.000 Todesfälle

Merken
Weniger Luftverschmutzung vermeidet 11.000 Todesfälle

Die verbesserte Luftqualität in Europa aufgrund der Corona-Beschränkungen hat gesundheitliche Vorteile gebracht, die einer Vermeidung von 11.000 Todesfällen gleichkommen. Der Wert sei auf eine Verringerung der Stickstoffdioxid-Belastung um 40 Prozent und eine Abnahme der Feinstaubbelastung um zehn Prozent in den vergangenen 30 Tagen zurückzuführen, so das Centre for Research on Energy an Clean Air (CREA) am Donnerstag.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Christopher Nolans neuer Thriller “Tenet” soll nach mehrfacher Verschiebung aufgrund der Corona-Pandemie nun doch Ende August in über 70 Ländern weltweit starten. Das gab das Filmstudio Warner Bros. am Montag (Ortszeit) bekannt. Der Österreich-Start ist für 27. August geplant, in den USA folgen einzelne Kinos am “Labor Day”-Wochenende (7. September). Ursprünglich sollte der Action-Thriller mit John David Washington (“BlacKkKlansman”) und Robert Pattinson (“Harry Potter”, “Twilight”)am 17. Juli in die Kinos kommen, wurde dann aber wegen der Corona-Pandemie auf den 31. Juli geschoben. Bei “Tenet” hat Christopher Nolan nicht nur die Regie übernommen, sondern auch das Drehbuch geschrieben.

Jetzt doch: Christopher Nolans Thriller "Tenet" startet im August

Personen mit besonders hohem Risiko schwer an dem Coronavirus zu erkranken sollen die Möglichkeit zu Homeoffice oder eine Dienstfreistellung erhalten, gab die Regierung vor knapp zwei Wochen bekannt. Offen ist noch, wie diese Risikopatienten identifiziert werden sollen. Nun soll eine Lösung gefunden worden sein: Den Hausärzten soll eine tragende Rolle zukommen, berichtet der “Kurier”. Bereits in Kürze soll ein Leitfaden herausgegeben werden, in welchem verschiedene Krankheitsbilder aufgelistet werden, und der dem Arzt eine Handlungsanleitung bietet. Diese Liste sei von Fachleuten erstellt worden und soll dem Vernehmen nach sehr genau sein. Einfacher Bluthochdruck etwa reicht nicht aus, um in die Risikogruppe zu fallen, so der “Kurier”.

Hausärzte sollen bei Bewertung von Risikopersonen wichtiger werden

Das neue Coronavirus ist einer Studie zufolge auch nach Stunden auf Oberflächen auffindbar. Auf Kupfer seien lebensfähige Viren bei Tests bis zu vier Stunden, auf Karton bis zu 24 Stunden und auf Plastik und rostfreiem Stahl bis zu drei Tage nachweisbar gewesen, teilten die Forscher unter anderem von der Universität Princeton und der University of California in Los Angeles mit.

Virus bis zu drei Tage auf Plastik und Stahl feststellbar

Mehrere Hundert Menschen haben sich am späten Donnerstagnachmittag vor der Wiener Volksoper zur Demonstration gegen institutionellen Rassismus und Polizeigewalt versammelt. Der Organisator, das Kollektiv “Black Movement Austria”, fordert von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) die “sofortige Reform des öffentlichen Sicherheitsdienstes”. Die Veranstalter rechneten laut Polizei mit 1.500 Teilnehmern. Unter lautstarken Aussagen wie “No Justice, No Peace” oder “Black Lives Matters” und Musik ging der Demozug über die Währingerstraße zum Siegmund Freud Park und nicht wie ursprünglich geplant zum Minoritenplatz. Die Demonstranten kamen auch mit jeder Menge Schildern, auf denen “Racism is a pandemic too”, “Being black is not a Crime” oder “End White Supremacy” zu lesen war. Die corona-bedingte Maskenpflicht wurde weitgehend eingehalten. “Wir sind in einer Zeit angekommen, in der alle Menschen die gleichen Rechte haben sollten”, sagte die 14-jährige Mahi Sherif gegenüber der APA. Es könne nicht sein, dass das im Jahr 2020 noch immer nicht der Fall sei. Sie und ihre Freundin Maram Saad sind nach eigenen Angaben schon öfters aufgrund ihrer Hautfarbe oder Religion diskriminiert worden. Neben der Polizeireform pochten die Organisatoren zudem auf die “Einführung begleitender Gesetzgebung sowie Wiederaufnahme von Untersuchungsverfahren wegen polizeilicher Misshandlungen” wie zu Beispiel den Fall des nigerianischen Schubhäftlings Marcus Omofuma, der 1999 auf dem Flug nach Sofia in Polizeigewahrsam starb. In einem der APA vorliegenden Brief richtete das Kollektiv insgesamt 25 konkrete Forderungen an das Innen- und das Justizministerium, darunter die regelmäßige Überprüfung des Verhaltenskodex der österreichischen Sicherheitspolizei, die Einbeziehung von Experten aus der Zivilgesellschaft, insbesondere Menschen afrikanischer Herkunft, sowie die Einrichtung einer unabhängigen Kontroll- und Beschwerdestelle. In dem Brief stellte “Black Movement Austria” aber auch klar: “Wir sagen nicht, dass alle Polizeibeamt_innen rassistisches Gedankengut vertreten, oder willkürlich ihre Befugnis zur Ausübung von Zwangsgewalt missbrauchen würden”, allerdings ließen unter anderem Studien und Medienberichte “keinen anderen Schluss zu, dass es zumindest Teile innerhalb der Exekutive gibt, deren Arbeit durch eigene Vorurteile geprägt ist”. Seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis am 25. Mai kommt es weltweit zu Protesten und in den USA teils auch zu gewaltsamen Ausschreitungen. An der “#BlackLivesMatter”-Kundgebung Anfang Mai in Wien nahmen rund 50.000 Menschen teil. Black Movement Austria versteht sich seit 2020 nach eigenen Angaben als Kollektiv von Menschen afrikanischer Herkunft.

Anti-Rassismus-Demo in Wien - Polizeireform gefordert

Die Ukraine will die wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Flugverbindungen ins Ausland in zwei Wochen wieder aufnehmen. Der zweitgrößte Flughafen der Hauptstadt Kiew kündigte am Montag an, ab dem 16. Juni unter anderem auch Wien wieder anfliegen zu wollen. Derzeit gilt in Österreich noch ein Landeverbot für Maschinen aus der Ukraine, das jedoch bis 14. Juni befristet ist.

Ukraine will internationale Flüge ab Mitte Juni wieder aufnehmen

Zu totalem Chaos an Kärntens Grenzen zu Slowenien hat die Samstag in Kraft getretene Verordnung des Gesundheitsministeriums geführt. Es gab mehr als zehn Stunden Wartezeit am Karawankentunnel, bei der Einreise über den Loiblpass waren es sieben Stunden. Schließlich griff Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) ein und setzte die Verordnung außer Kraft. Danach entspannte sich die Lage. Kaiser begründete seine Entscheidung mit dem “Menschenwohl”, das im Mittelpunkt stehen müsse. Gegenüber der APA sagte er, er habe mit dem Gesundheitsministerium telefoniert und darauf hingewiesen, dass die rigorose Umsetzung der Verordnung zu unzumutbaren Zuständen führe, allein die Hygiene-Situation sei untragbar. Er übte deutliche Kritik an der Vorgangsweise des Ministeriums: “Es kann nicht sein, dass die Gefährdung durch Kontrollen größer ist als durch das Virus.” Er glaube, dass diese Entscheidung keine besonders gute war, vor allem an einem solchen Wochenende. Die Vorgangsweise der Bezirksbehörden verteidigte er. Zuvor sei man mit Vorhalten konfrontiert worden, dass zu wenig kontrolliert werde. Bei der Kärntner Polizei stand das Telefon nicht mehr still. Verzweifelte Urlauber fragten, was los sei, man habe keinerlei Informationen. Das Rote Kreuz war die ganze Nacht im Großeinsatz, um die Menschen mit Getränken zu versorgen, es musste Bezirksalarm gegeben werden. Der Grund für die rekordverdächtigen Grenzwartezeiten war die neue Verordnung der österreichischen Bundesregierung. Demnach müssen Durchreisende eine Erklärung unterschreiben, dass sie ohne Zwischenstopp Österreich durchqueren und das Land wieder verlassen. Einreisende wiederum müssen ein längeres Formular mit zahlreichen persönlichen Daten ausfüllen. Am Samstag und in der Nacht auf Sonntag waren vor allem deutsche und niederländische Urlauber auf der Heimreise. Sie wurden von den neuen Vorschriften völlig überrascht, zumal die Verordnung erst am Samstagvormittag überhaupt an die Bezirksbehörden gingen. Das Gesundheitsministerium versuchte, die Verantwortung auf die lokalen Gesundheitsbehörden zu schieben. Diese seien berechtigt, bei der Einreise zu überprüfen, ob die Vorgaben der Verordnung für die Einreise eingehalten werden. Das bedeute, dass die Behörden vor Ort die Kontrollen auch stichprobenartig durchführen können. “Es gilt, bei den Kontrollen verhältnismäßig vorzugehen, wobei insbesondere die Verkehrslage, die Vermeidung von Staus und die Versorgung der Ein-und Durchreisenden zu berücksichtigen sind”, hieß es aus dem Ressort. Die slowenische Behörden erklärten am Sonntag, nichts von den Maßnahmen gewusst zu haben. “Die slowenische Polizei wurde über die veränderte Arbeitsweise der österreichischen Grenzbehörden nicht informiert”, sagte der Sprecher der Polizeidirektion Kranj. Die Staus seien in diesem Zeitraum üblich, heuer tragen coronabedingte Maßnahmen zusätzlich zu längeren Wartezeiten bei. “Wir waren auf Staus unter solchen Umständen vorbereitet, keinesfalls aber auf eine so langsame und restriktive Arbeitsweise der österreichischen Behörden”, hieß es. Nach Informationen, die der slowenischen Polizei vorliegen, soll die österreichische Seite ab Sonntag an eine bessere Kooperation aller zuständigen Behörden an der Grenze gewährleisten, um eine schnellere Abfertigung von Reisenden sicherzustellen. “Bei einem solchen System, wie es von der österreichischen Seite gestern und in der Nacht angewendet wurde, ist die Situation bei einem zunehmenden Verkehrsaufkommen nicht human”, so die Polizei. Am Montag tagt in Klagenfurt das Koordinationsgremium, in dem alle beteiligten Behörden vertreten sind. Bei dieser Sitzung soll die weitere Vorgangsweise besprochen werden. Vom Land Kärnten hieß es am Sonntag: “Laut Bundesseite entspricht die stichprobenartige Kontrolle der aktuell geltenden Verordnung über die Einreise nach Österreich, es wurde seitens des Bundes jedoch eine etwaige Änderung der Verordnung in Aussicht gestellt.”

Totales Chaos an Kärntner Grenze: 10 Stunden Wartezeit