Weniger vermisste Kinder

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Weniger vermisste Kinder

Mit Beginn der Corona-Maßnahmen im März gab es einen leichten und im April einen sehr starken Rückgang der Anzahl der Minderjährige, die als vermisst im Fahndungssystem gespeichert waren. Im Jänner und Februar 2020 waren es österreichweit noch etwa 600 Unter-18-Jährige, im März sank diese Zahl auf knapp über 500. Im April 2020 wurden 343 Fälle der Polizei gemeldet, fast 45 Prozent weniger als zu Beginn des Jahres.

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Mit der Warnung, nicht gleich in den ersten Tagen nach der vielfach herbeigesehnten Öffnung Österreichs Shoppingcenter und Einkaufsstraßen zu stürmen, sind die Spitzen der Bundesregierung am Vorabend der heute in Kraft tretenden Lockerungen an die Öffentlichkeit gegangen. „Es sind noch knapp drei Wochen Zeit bis Weihnachten“, erklärt Innenminister Karl Nehammer, „Sie müssen nicht am ersten Tag in die Einkaufszentren strömen. Es bleibt genug Zeit, seinen Weihnachtseinkauf zu erledigen.“ Nahezu gleichlautend Gesundheitsminister Rudolf Anschober: „Bitte stürmen Sie nicht an den ersten Tagen in die Einkaufszentren, auch nach dem 8. Dezember gibt es ausreichend Einkaufsmöglichkeiten.“ 25 Euro bei Verstoß gegen Maskenpflicht Den Appell an die Vernunft verknüpft der Innenminister mit der Ankündigung, dass er die Polizei beauftragt habe, „engmaschige Kontrollen in Einkaufsstraßen wie auch Einkaufszentren durchzuführen“. Bei Verstößen, insbesondere bei grober Uneinsichtigkeit, würden die Streifenpolizisten nicht vor Strafen zurückschrecken. Wer keine Maske trägt, zahlt 25 Euro, wer Abstände nicht einhält, 50 Euro. Bei Anzeigen drohen Strafen von bis zu 1450 Euro. Keine Konsumation in Einkaufszentren Vor Kontrollen sind aber auch sowohl Geschäftsinhaber als auch die Betreiber von Einkaufszentren nicht gefeit, es drohen Strafen bis zu 3600 Euro. Bekanntlich gelten in Geschäften strenge Kapazitätsbeschränkungen: Auf zehn Quadratmeter darf nur ein Kunde kommen. Im Prinzip dürfen Einkaufszentren nur betreten werden, um Einkäufe zu tätigen. Das Verweilen in Verbindungsgängen und Verbindungshallen ist nicht erwünscht. Die Verordnung sieht vor, dass „die Konsumation von Speisen und Getränken verboten“ ist. Betreiber müssen ein detailliertes Präventionskonzept ausarbeiten, das klare „Regelungen zur Steuerung der Kundenströme“ vorsieht – inklusive Bodenmarkierungen und Absperrungen. “Alternativlose Maßnahmen” Erstmals nennt Anschober auch ein klares Ziel. Die Zahlen seien immer noch „viel zu hoch“. Ziel müsse es sein, dass „wir die Neuinfektionen in Richtung 1000 Fälle weiter absenken können“. Der Minister bittet den Handel, vor allem die Einkaufszentren, die strengen Vorgaben einzuhalten. Bundeskanzler Sebastian Kurz appelliert in einer eigenen Aussendung einmal mehr an die Bevölkerung, die weiter geltenden Maßnahmen einzuhalten. Nur so könne sich die positive Entwicklung fortsetzen. Die verbleibenden Maßnahmen – etwa die nächtliche Ausgangssperre, Kontakt-Beschränkungen und geschlossene Lokale sowie leere Tourismusbetten – seien “alternativlos”.  

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In den beiden Monaten März und April 2020 sind in Österreich laut Statistik Austria 588 Personen an Covid-19 gestorben. Das waren etwa vier Prozent der Todesfälle. Ab dem Alter von 65 Jahren erhöhte sich der Anteil dieser Todesursache stark. Am höchsten – mit 8,7 Prozent – war der Anteil von Covid-19 an der Mortalität in Tirol. Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas wurde am Donnerstag so zitiert: “Mit Ausbruch der Covid-19-Krise Mitte März ist die Sterblichkeit in Österreich spürbar angestiegen. Der Höhepunkt wurde in der ersten April-Hälfte erreicht mit rund 16 Prozent mehr Sterbefällen als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Danach ist die Sterblichkeit wieder auf das Niveau der Vorjahre zurückgegangen. Insgesamt lag sie in den Monaten März und April somit nur um ein Prozent höher als in den Jahren zuvor. Betroffen waren zumeist ältere Personen mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz- oder Nierenerkrankungen.” Die Zahlen im Detail: Zwischen dem 1. März und 30. April 2020 verstarben in Österreich 15.107 Personen. Bei 588 Sterbefällen wurde Covid-19 als zugrunde liegende Todesursache angegeben, das waren 3,9 Prozent aller Todesfälle. In der Altersgruppe der unter 60-Jährigen war der Anteil der nach einer SARS-CoV-2-Infektion und Krankheit Verstorbenen mit 1,4 Prozent nur sehr klein (60 bis 64 Jahre: 1,9 Prozent). Schon bei den 65- bis 69-Jährigen waren es 4,3 Prozent (70 bis 74-Jährige: 4,4 Prozent; 75- bis 79-Jährige: 4,5 Prozent; über 80-Jährige: 4,2 Prozent). “Ischgl” und die Folgen: In Tirol betrug der Anteil der Covid-19-Opfer 8,7 Prozent an allen Verstorbenen und stellte damit die Spitze in Österreich dar. In der Steiermark waren es 5,4 Prozent, in Wien fünf Prozent. Dann kamen Salzburg (vier Prozent), Vorarlberg (3,3 Prozent), Niederösterreich (2,8 Prozent) und Oberösterreich (zwei Prozent). In Kärnten (1,2 Prozent) und im Burgenland (1,1 Prozent) wirkte sich die SARS-CoV-2-Pandemie offenbar kaum auf die Sterbeursachen aus. Berücksichtige man die unterschiedliche Anzahl älterer Menschen in der Bevölkerung der einzelnen Jahre, zeige sich, dass die Sterblichkeit insgesamt – d. h., die altersstandardisierte Sterberate – im März und April 2020 nur um ein Prozent höher war als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Im März bzw. April 2020 lag damit die Sterblichkeit (mit einem Wert von 167,1 auf 100.000 Personen) zwar etwas über dem Jahr 2019 (mit einem Wert von 162,4 auf 100.000 Personen), aber dennoch unter den Werten der Jahre 2015 und 2018 (177,0 bzw. 170,2 auf 100.000 Personen). Die Sterblichkeit aufgrund von Covid-19 (6,5 auf 100.000 Personen) war in der Periode März/April 2020 höher als die Sterblichkeit durch chronische Atemwegserkrankungen oder Diabetes. Covid-19- Sterbefälle betrafen häufiger Männer (55,1 Prozent) als Frauen. Erwartungsgemäß trat der Tod bei der überwiegende Mehrzahl der an der Infektion verstorbenen Personen in einer Krankenanstalt (rund 86 Prozent) ein. Verstorbene aufgrund von Covid-19 wiesen etwas mehr zusätzliche Krankheiten auf (durchschnittlich 4,8 Angaben auf dem Totenschein) als Personen ohne SARS-CoV-2-Infektion. Die häufigste Begleiterkrankung bei Covid-19-Sterbefällen ab dem 65. Lebensjahr war Bluthochdruck. Ein Fünftel hatte zusätzlich eine Nierenerkrankung und/oder Diabetes und/oder eine ischämische Herzkrankheit. Bei 17 Prozent der Pandemie-Opfer wurde zusätzlich eine Demenzerkrankung auf dem Totenschein vermerkt, bei etwas über zehn Prozent eine chronische Atemwegserkrankung und bei etwas weniger als zehn Prozent eine Krebserkrankung.

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