Wenn der Zusteller nicht einmal klingelt

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Wenn der Zusteller nicht einmal klingelt

Die Konsumentenschützer kennen die ganze Palette an Problemen mit dem DPD-Paketdienst: Kunden warten zum Beispiel vergeblich auf ihr Paket, doch statt der Lieferung kommt die Information, dass das Paket im Pickup Paketshop hinterlegt wurde. Da wird beispielsweise per E-Mail angekündigt, dass das Paket am Montag zwischen 10.45 Uhr und 14.45 Uhr kommt, knapp vor Mittag kommt eine E-Mail, dass das Paket im Pickup-Paketshop hinterlegt wurde. Manche Kunden berichten auch, dass der Lieferwagen von DPD bei ihrer Wohnung vorbeifuhr, aber nicht anhielt, um ihr Paket zu liefern – sie mussten ebenfalls in die Paketstation.

Seitens der Arbeiterkammer wurde kürzlich auch der Postregulator RTR über die steigenden Fallzahlen informiert. Jetzt raten die Konsumentenschützer Kunden, die negative Erfahrungen mit DPD haben, sich jedenfalls auch direkt bei der RTR melden: und zwar unter poststreitschlichtung@rtr.at. „Je mehr Beschwerden, desto besser kann seitens der RTR gegen solche Praktiken einzelner Paketzustelldienste – wie DPD – vorgegangen werden“, sagt AK-Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Was viele Konsumenten nicht wissen, ist, dass Empfänger bei Konflikten – (zugesicherte Zustellversuche erfolgen nicht, Pakete gehen bei der Beförderung verloren, usw.) –  keine Ansprüche gegenüber dem Paketdienst haben. Der Grund: “Die Empfänger haben kein Vertragsverhältnis mit dem Paketdienst, sondern nur der Absender, der das Paket zur Versendung aufgegeben hat”, sagt Zimmer und ergänzt: “Onlinehändler haften immerhin in der Regel, wenn die Ware am Transportweg verloren geht oder beschädigt wird.”DPD muss jedenfalls, wie die AK-Expertin betont, selbst dafür sorgen, dass die eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen bzw. die Pflichten von Postdienstanbietern aus dem Postmarktgesetz eingehalten werden. “Das darf nicht zulasten der einzelnen Zusteller gehen – sie dürfen am Ende des Tages nicht draufzahlen. Wir wissen, dass die einzelnen Zusteller extrem unter Druck stehen – ihnen dürfen jedenfalls keine Konsequenzen daraus erwachsen.“

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