WHO koordiniert Studie mit fünf Medikamenten

Merken
WHO koordiniert Studie mit fünf Medikamenten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) leitet eine großangelegte Studie zur Wirksamkeit von fünf Medikamenten bei der Behandlung von Coronavirus-Infizierten. Krankenhäuser in neun Ländern beteiligten sich bereits daran, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Darunter sind Frankreich, der Iran, Norwegen und Spanien. Unter den getesteten Wirkstoffen sind antivirale Medikamente, die etwa gegen das HI-Virus entwickelt wurden, das die Immunschwächekrankheit AIDS auslösen kann.

Das deutsche Robert-Koch-Institut hat indes die Hoffnungen auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus gedämpft. “Ich persönlich schätze es als realistisch ein, dass es im Frühjahr 2021 sein wird”, sagte Präsident Lothar Wieler.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Auch wenn seit der Coronakrise mehr Menschen auf das Fahrrad umgestiegen sind, können die Sportgeschäfte verloren gegangene Umsätze nicht mehr aufholen. Üblicherweise werden im Monat vor Ostern 50 Prozent aller Fahrräder verkauft. Wegen des Lockdowns fiel dieses Geschäft weg. “Fahrradkäufe zu Ostern sind Anlasskäufe und werden nicht im Mai oder Juni nachgeholt. Das werden wir trotz des Ansturms auf einige wenige Geschäfte nicht mehr aufholen können”, sagte Michael Nendwich, Geschäftsführer des Verbands der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs (VSSÖ), am Montag laut einer Aussendung. Die Branche rechnet mit Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent im Sommer und bis zu 30 Prozent im Winter. “Am stärksten durch die Coronakrise betroffen sind die Fachgeschäfte, viele kämpfen ums Überleben”, so Nendwich. Aufgrund der positiven Verkaufszahlen der letzten Jahre seien die Lagerbestände sehr hoch und mit teilweise bis zu 30 Prozent höheren Lagerkosten verbunden. 2019 wurden in Österreich 439.000 Fahrräder verkauft, um 4 Prozent weniger als 2018. Trotz gesunkener Absatzzahlen stieg der Umsatz, der mit Fahrrädern erzielt wurde, um ein Fünftel auf 700 Mio. Euro. Grund ist ein um mehr als 25 Prozent auf 1.585 Euro gestiegener Durchschnittspreis aufgrund des starken Absatzes von E-Bikes. Mit 170.000 Stück kamen E-Bikes im Vorjahr auf einen Marktanteil von 39 Prozent.

Coronakrise schädigt Fahrradmarkt

Dieser Tage ist nicht alle Tage: Dem deutschen Rockmusiker Udo Lindenberg (“Alles klar auf der Andrea Doria”) setzt die Corona-Pandemie zu. Er sagte gegenüber der Funke-Mediengruppe, dass seine “ganze große Panikfamilie” durch die “grausame Pandemie einen schweren Blues abgekriegt” hat. Der 74-jährige Musiker will aber anderen Mut machen, in Ausnahmesituationen kreativ zu werden: Er selbst lenke sich mit der Malerei ab. “Wenn ich so richtig dabei bin, dann überkommt mich absolute Besessenheit ähnlich wie bei der Musik”, sagt der Sänger. Das Malen habe dabei auch “etwas Entspannendes” für ihn. Bekannt wurde Udo Lindenberg bereits in den 1970er Jahren. Sein Album “Andrea Doria” verschaffte ihm den Durchbruch. Sein Deutschrock wurde massentauglich – Rio Reiser und “Ton Steine Scherben” vor ihm hatten noch nicht jenen durschlagenden Erfolg wie es Lindenberg hatte.

Udo Lindenberg hat "schweren Blues abgekriegt"

Der Sondergipfel zum billionenschweren EU-Finanzpaket geht in die Verlängerung: Nach zähen Verhandlungen am Freitag und Samstag hat EU-Ratspräsident Charles Michel die Zusammenkunft der 27 Staats- und Regierungschefs auf Sonntagmittag vertagt. Zugeständnisse für die “Sparsamen Vier” und intensive bilaterale Gespräche hatten am Samstag nicht den erhofften Durchbruch gebracht. Michel hatte den größten Teil des Samstags für Einzel- und Kleingruppengespräche mit den Staats- und Regierungschefs, darunter auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), verwendet, um mögliche Kompromisslinien auszuloten. In großer Runde kamen die EU-Chefs nur am Vormittag zusammen und dann wieder zum Abendessen. Nach dessen Ende schrieb Michels Sprecher Barend Leyts auf Twitter: “Der EU-Ratspräsident wird das Treffen morgen Mittag wieder einberufen.” Wie aus Diplomatenkreisen verlautete, sollten aber noch am Abend weitere bilaterale Treffen stattfinden, etwa zwischen den “Sparsamen Vier” (Österreich, Niederlande, Dänemark, Schweden), denen sich am Samstag auch Finnland anschloss, einerseits und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron andererseits. Macron hatte am Abend bereits mit seinem Abflug aus Brüssel gedroht. Nach Angaben von Diplomaten soll Michel am Sonntagvormittag einen neuen Kompromissvorschlag unterbreiten. Erwartet wurde ein weiteres Entgegenkommen an die Nettozahler-Gruppe der “Sparsamen Vier”. Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte vor dem Abendessen von einem “Patt” beim Gipfel gesprochen und scharfe Kritik an der Gruppe geübt. Bundeskanzler Kurz hatte am Nachmittag von einer “Bewegung in die richtige Richtung” gesprochen, aber einen noch höheren Budgetrabatt für Österreich und einen noch geringeren Anteil an Zuschüssen beim 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds verlangt. Für Österreich erhöhte das Verhandlungspapier vom Samstag den jährlichen Budgetrabatt auf 287 Millionen Euro gegenüber dem früheren Entwurf, der 237 Millionen Euro vorsah. Für den siebenjährigen EU-Finanzrahmen von 2021 bis 2027 schlug Michel ein Volumen von 1.074 Milliarden Euro vor. Der “Next Generation EU” genannte schuldenfinanzierte Aufbaufonds umfasst 750 Milliarden Euro (in Preisen von 2018), der Anteil der nicht-rückzahlbaren Zuschüsse wurde zuletzt von 500 Milliarden Euro auf 450 Milliarden Euro reduziert, jener der Kredite entsprechend erhöht. Die “Sparsamen Vier” wollen die am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder vorwiegend über Kredite unterstützen und lehnen Zuschüsse weitgehend ab. EU-Budgetkommissar Johannes Hahn hatte den EU-Chefs am Samstagabend ins Gewissen geredet. Diese sollen “inmitten aller Diskussionen darüber, wer was unter welchen Bedingungen bekommt”, nicht vergessen, dass die Coronakrise noch nicht vorbei sei und die Infektionen in vielen Ländern wieder steigen. “Es ist höchste Zeit, eine Einigung zu erzielen, die es uns erlaubt, unseren Bürgern und Wirtschaften die dringend benötigte Hilfe zukommen zu lassen”, twitterte Hahn. Michel hatte in seinem Kompromissvorschlag am Samstag auch die Einführung einer “Super-Notbremse” gegen die Auszahlung von Geldern aus dem Coronafonds vorgeschlagen, um den Niederlanden entgegenzukommen. Einer der Mitgliedstaaten könnte demnach die Auszahlung an einzelne Empfängerländer vorerst stoppen. Ob dies de facto ein nationales Veto bedeuten könnte, blieb unklar. Der niederländische Premier Mark Rutte hatte ein solches Vetorecht am Freitag vehement gefordert und dafür Kritik mehrerer Mitgliedsstaaten geerntet. Allerdings schien Rutte mit Michels Vorschlag nicht ganz zufrieden. Wie aus italienischen Diplomatenkreisen verlautete, beharre der niederländische Premier weiterhin auf einem nationalen Vetorecht gegen Auszahlungen aus dem EU-Konjunkturfonds. Diese Forderung sei “inakzeptabel”. Scharfe Kritik kam auch von EU-Abgeordneten. Ein solches Vetorecht würde “eine dauerhafte Krisensituation in den kommenden Jahren in Europa verursachen”, warnte der spanische Liberale Luis Garicano. Der italienische Ex-Premier Enrico Letta brachte wegen des Konflikts sogar ein “Opt Out” der Niederlande aus dem Aufbaufonds ins Spiel. Gipfelpräsident Michel hatte indes auch mit Widerstand der Visegrad-Staaten zu tun, die sich gegen die Rechtsstaats-Kriterien für EU-Fördermittel sträuben. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán bekräftigte am Samstagabend über einen Sprecher seine Vetodrohung gegen das Finanzpaket, sollte der Plan, die Ausschüttung von EU-Geldern an Rechtsstaatlichkeits-Bedingungen zu knüpfen, nicht fallen gelassen werden. “Politische Vorbedingungen” für den Erhalt von EU-Mitteln “können nicht akzeptiert werden”, schrieb der ungarische Regierungssprecher Zoltán Kovács am Samstag auf Twitter. Diplomatenkreisen zufolge wollen Merkel und Macron Orbán nun entgegenkommen. Orbán hatte einen eigenen Vorschlag für die Rechtsstaats-Konditionalität eingebracht, der den Mechanismus wirkungslos machen würde. Nach den Vorstellungen des ungarischen Regierungschefs sollte die Ausschüttung von Geldern nur nach einem einstimmigen Beschluss der Mitgliedsstaaten gestoppt werden könnten.

EU-Sondergipfel geht in die Verlängerung

Händler und Betriebe aus Österreich rufen dazu auf, den heimischen Unternehmen in einer schwierigen Situation wie dieser die Treue zu halten.

Bleib Österreich treu

Heuer sind in Österreich bisher deutlich weniger Menschen auf den Straßen getötet worden als in den Vorjahren. Bis 24. Mai starben 115 Personen bei Verkehrsunfällen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet diese einen Rückgang von zwölf Prozent, im Vergleichszeitraum 2018 sogar ein minus von 24 Prozent, geht aus den vorläufigen Unfallzahlen des Innenministeriums hervor.

Heuer bisher deutlicher Rückgang bei Verkehrstoten