Wieder mehr Neuinfektionen in Südkorea

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Wieder mehr Neuinfektionen in Südkorea

Südkorea hat 147 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert, wie die zuständige Gesundheitsbehörde mitteilt. Damit legte zwar die Zahl der Ansteckungen am Freitag wieder auf über die Marke von 100 zu, nachdem am Donnerstag nur 87 Fälle gemeldet worden waren. Der grundsätzliche Abwärtstrend seit dem Höhepunkt mit 909 Neuinfektionen am 29. Februar hält aber an. Insgesamt sind in Südkorea nun 8.799 Infektionsfälle bestätigt.

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Er wollte seine Eltern noch einmal sehen, doch wegen der grassierenden Corona-Pandemie waren alle Flüge gestrichen. Da setzte Juan Manuel Ballestero kurz entschlossen Segel und stach in See. Nach einer dreimonatigen Atlantiküberquerung in einem kleinen Segelboot von der portugiesischen Insel Porto Santo bei Madeira nach Argentinien erreichte der 47-Jährige den Badeort Mar del Plata. “Als das Coronavirus sich ausbreitete, starben in Europa 1.000 Menschen am Tag und ich hatte Angst, meine Familie nie wieder zu sehen”, sagte er der Zeitung “La Nacion”. Mit 90 und 82 Jahren gehören seine Eltern zur Risikogruppe. Weil es keine Flüge nach Argentinien mehr gab, entschied sich Ballestero dazu, mit seinem 8,80 Meter langen Segelboot “Skua” die Überfahrt zu wagen. Er kaufte für 200 Euro Proviant und nahm Kurs auf Argentinien. Ballestero ist ein erfahrener Skipper und hatte bereits 2011 einmal den Atlantik überquert, dennoch brachte die Fahrt ihn und vor allem sein Boot an die Grenzen. Mehrfach geriet er in heftige Stürme und die Außenhaut des Boots bekam Risse. “Das Wasser stand mir bis zum Bauchnabel”, erzählte er. Nach kurzen Zwischenstopps in Brasilien und Uruguay ist er nun im Hafen seiner Heimatstadt Mar del Plata vor Anker gegangen. Allerdings kann er seine Eltern Carlos und Nilda noch immer nicht in die Arme schließen – vorher muss er noch die zweiwöchige Quarantäne auf seinem Boot verbringen. Ein Wunsch konnte nach einer Fahrt über 8.000 Kilometer und 85 Tage auf hoher See allerdings nicht länger warten. “Schickt mir ein Schnitzel rüber”, rief er seinen Freunden und Bekannten zu, die ihn an der Hafenmole erwarteten.

Argentinier segelt von Portugal nach Hause

Ganz so leicht lässt sich der Wunsch der Sozialpartner, die Geschäfte während der Zeit der Ausgangsbeschränkungen schon um 19 Uhr zu schließen, nicht umsetzen. Da es noch keine entsprechende Verordnung gibt, hängt es am Goodwill der Betriebe, ob sie der Empfehlung von Gewerkschaft und Wirtschaftskammer folgen. Der Lebensmittelhandel hat nach wie vor normale Öffnungszeiten, andere, wie Ikea oder die Designer Outlets in Parndorf und Salzburg, haben die Zeiten angepasst und schließen nun schon um 19 Uhr. Bei der Möbelkette XXXLutz haben die Geschäfte ohnehin nie länger als bis 19 Uhr offen, auch sonst nicht. Bei Spar hält man die frühere Schließzeit sogar eher für kontraproduktiv. “Wir sehen eine Verkürzung auch eher problematisch, denn erstens wäre es aus epidemiologischer Sicht ja besser, die Märkte länger geöffnet zu lassen. Dann verteilen sich die Kunden über mehr Stunden. Zudem arbeiten ja viele Menschen und die möchten gerne nach der Arbeit am Abend noch einkaufen gehen”, sagte Spar-Sprecherin Nicole Berkmann zur APA. Auch die Supermarktketten von Rewe – Billa, Merkur und Penny – haben die Zeiten derzeit nicht geändert. Bei Hofer will man erst etwas ändern, wenn von der “Bundesregierung eine Anpassung der Öffnungszeiten beschlossen wird”. Ministerium prüft “Es wird aktuell geprüft, ob es denkbar ist, diesen Bereich in der angedachten Form rechtlich zu regeln. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit der Sozialpartner, in dieser Frage selbst entsprechende Regelungen zu treffen“, hieß es dazu am Mittwoch aus dem Gesundheitsministerium auf APA-Anfrage. Dem Vernehmen nach gibt es rechtliche Bedenken. In der Schutzmaßnahmenverordnung gebe es bezüglich der Ausgangssperre ab 20 Uhr klare Ausnahmen für berufliche Zwecke, aber auch zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, sagte der Rechtsanwalt Georg Krakow laut “Standard”. Das Einkaufen einerseits explizit zu ermöglichen, andererseits aber die Geschäfte per Verordnung früher zu schließen, sei nicht argumentierbar. Zudem käme es zu einer kaum erklärbaren Ungleichbehandlung mit allen anderen Angestellten, die zu beruflichen Zwecken auch länger im Büro sein dürften, so der frühere Staatsanwalt. Rechtzeitig zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen . . . Laut Öffnungszeitengesetz dürfen Geschäfte unter der Woche von 6 bis 21 Uhr und an Samstagen von 6 Uhr bis 18 Uhr offen halten, insgesamt also bis zu 72 Stunden pro Woche. Bis 21 Uhr haben aber ohnehin nur wenige Händler offen. Seit Dienstag gelten Ausgangsbeschränkungen in der Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr, jedoch mit mehreren Ausnahmen. “Die Öffis fahren, man darf, wenn man bis 20 Uhr arbeitet, auch noch nach Hause fahren. Also auch von den Mitarbeitenden ist es kein Problem, die Öffnungszeiten wie gehabt beizubehalten”, sagte Spar-Sprecherin Berkmann. Gewerkschaft und Wirtschaftskammer haben sich am Montag für einen Ladenschluss um 19 Uhr ausgesprochen. Die Gewerkschaft will mit der früheren Schließung der Geschäfte den überwiegend weiblichen Handelsangestellten die Möglichkeit geben, rechtzeitig zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen zu Hause zu sein. WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik sagte, dass sich die temporäre Beschränkung der Öffnungszeiten bereits während des ersten Lockdowns bewährt habe.

Früherer Ladenschluss im Handel? Verordnung wird noch geprüft

Am Wiener Donaukanal haben sich Sprayer mit dem Thema Coronavirus beschäftigt. Das Ergebnis ist sehr farbenfroh.

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Oberösterreich verzeichnet derzeit 901 Infizierte, davon sind 34 aus Wels und 45 aus Wels-Land.

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US-Präsident Donald Trump hat sich über einen auf der New Yorker Fifth Avenue geplanten “Black-Lives-Matter”-Schriftzug beschwert. Bürgermeister Bill de Blasio will damit die Straße direkt vor dem Trump-Tower im Zentrum Manhattans großflächig bemalt lassen. Trump nannte den in ähnlicher Form auch vor dem Weißen Haus angebrachten Schriftzug ein “Symbol des Hasses”. Auf Twitter kritisierte Trump, dass die Stadt mit einem “großen, teuren, gelben Zeichen die Luxus-Straße verunglimpft” und gleichzeitig das Polizeibudget um eine Milliarde Dollar reduziere. Diesen Beschluss hatte der Stadtrat am Mittwoch getroffen. Eine Streichung von Stellen soll es dabei nicht geben, die Kürzung von rund sechs auf etwa fünf Milliarden Dollar geschieht vor allem durch Veränderungen in der Verwaltung und Arbeitsorganisation. So fallen beispielsweise künftig rund 53.00 Polizisten in Schulen unter die Zuständigkeit des Bildungsressorts. Trump behauptete in seinem Tweet, de Blasio hasse die Polizei der Stadt. Die Polizisten würden sich noch “lebhaft” an Schmähgesänge gegen sie erinnern, schrieb Trump weiter. Die von ihm zitierten Rufe waren bereits 2015 bei Protesten in Minnesota aufgenommen worden. Trump hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach rassistisch geäußert und auch die “Black-Lives-Matter”-Bewegung scharf kritisiert. In Umfragen unterstützt aber eine deutliche Mehrheit der US-Bevölkerung die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Trump wettert gegen "Black Lives Matter"-Schriftzug in N.Y.

Der Corona-Lockdown ab Mitte März bis Ostern hat laut Bilanz der Statistik Austria zu einem starken Rückgang an Verkehrstoten geführt: Waren es im ersten Halbjahr 2019 noch 196 Tote, so sank die Zahl 2020 um 22 Prozent auf 152. Negativ ist die Entwicklung bei Radfahrern: 17 Personen starben in den ersten sechs Monaten, 16 waren es 2019, was ein Plus von sechs Prozent bedeutet. Der positive Aspekt: Kein Kind wurde im ersten Halbjahr bei Unfällen getötet, 2019 waren es acht. Die Gesamtzahl der Verunglückten (Verletzte oder Getötete) ging im ersten Halbjahr 2020 mit 15.676 um 25 Prozent im Vergleich zu 2019 ebenfalls deutlich zurück: Sowohl bei Fußgängern, Pkw oder Motorrad/Moped war der Rückgang über 30 Prozent. Einen Anstieg gab es auch hier bei Radlern – um 8,6 Prozent auf 3.640. Ebenfalls gegen den Gesamttrend ist der Anstieg der Alkoholtoten von zehn auf 14 Personen, was ein Plus von 40 Prozent bedeutet. Überhöhtes Tempo “Häufigster Grund für die tödlichen Verkehrsunfälle war diesmal überhöhte Geschwindigkeit. In den Jahren zuvor war Unachtsamkeit bzw. Ablenkung stets die häufigste Ursache gewesen”, hob Tobias Thomas hervor, Generaldirektor der Statistik Austria. Der steigende Trend bei den Alkoholunfällen setzte sich fort: War im 1. Halbjahr 2019 bei 6,7 Prozent (2018: 5,9) aller Unfälle eine alkoholisierte Person am Steuer oder zu Fuß beteiligt, stieg der Anteil 2020 auf 7,1 Prozent. Somit wurden im 1. Halbjahr 2020 bei Alkoholunfällen 14 Personen getötet; das entspricht neun Prozent aller im Straßenverkehr tödlich verunglückten Personen, um 40 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2019. Die Auswirkung der Ausgangsbeschränkungen zeigt sich noch deutlicher bei einem Blick auf die Kalenderwochen zwölf bis 17, beginnend mit dem Lockdown am 16. März bis zum Auslaufen der Beschränkungen Ende April: 36 Personen wurden in dieser Zeit bei Unfällen getötet – 49 waren es im Vergleichszeitraum 2019, was minus 27 Prozent bedeutet. Noch deutlicher zeigte sich der Rückgang bei den Unfällen insgesamt – diese sanken von 3.831 im Jahr 2019 auf 1.734, was ein Minus von 55 Prozent bedeutet. Die Zahl der Verletzten ging sogar um 60 Prozent von 4.886 auf 1.959 zurück. Eine deutliche Zunahme während des Lockdowns gab es indes beim Anteil der Schwerverletzten an der Gesamtzahl der Verletzten: Dieser lag in den Kalenderwochen zwölf bis 17 bei 23 Prozent, im selben Zeitraum 2019 bei 16 Prozent. Die negative Entwicklung bei den Radfahrern im ersten Halbjahr setzte sich 2020 weiter fort, bis inklusive 18. Oktober wurden bereits 33 Radfahrer getötet und somit bereits so viele wie im gesamten Vorjahr – 13 davon waren mit einem E-Bike unterwegs, berichtete der ÖAMTC unter Berufung auf Daten des Innenministeriums (BMI). Noch deutlicher ist der Anteil der getöteten E-Bike-Lenkern im ersten Halbjahr – hier verunfallte mehr als die Hälfte (53 Prozent) von ihnen mit einem Elektrofahrrad. Die Coronakrise hat allerdings den Fahrradboom deutlich verstärkt, so waren beispielsweise im Juli in Wien 1,25 Millionen Biker unterwegs – um 17,3 Prozent mehr als 2019. Bei den Unfallursachen im Radverkehr ist in nicht einmal der Hälfte der Fälle der Radler der alleinige Verursacher: Die Bilanz für 2019 aufgrund der BMI-Zahlen ergab, dass 53 Prozent von anderen Verkehrsteilnehmern verursacht wurde.

Lockdown führte zu weniger Verkehrstoten