Wiener Festwochen abgesagt

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Wiener Festwochen abgesagt

Die Wiener Festwochen, die von 15. Mai bis 21. Juni stattfinden hätten sollen, werden wegen des bis Ende Juni geltenden Veranstaltungsverbots im Zuge der Coronakrise zur Gänze abgesagt. Das teilte eine Sprecherin des Festivals am Montag mit.

“Wir arbeiten weiterhin an alternativen Optionen und wünschen uns sehr, dass zumindest Teile des Festivals das kulturelle Programm der Stadt noch 2020 bereichern werden”, hieß es in einer Stellungnahme. Man führe derzeit mit einzelnen Produktionen “intensive Gespräche” darüber, ob sie zu einem späteren Zeitpunkt des Jahres gezeigt werden können, sagte eine Sprecherin zur APA.

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Als eine junge Frau namens Gisele Bündchen 1994 in ihrer brasilianischen Heimatstadt Horizontina mit ihren Schwestern shoppen war, änderte sich ihr Leben auf einen Schlag. Ein Agent sprach die 14-Jährige an und fragte, ob sie nicht Lust aufs Modeln hätte. Innerhalb der nächsten Jahre katapultierte sich Bündchen auf die Cover der internationalen Modezeitschriften. Bündchen wurde 1980 in Brasilien in eine deutsche Einwandererfamilie geboren. Der Vater lehrte an der örtlichen Universität, die Mutter arbeitete bei einer Bank. Das kleine Horizontina liegt im Süden des Landes, wo jeder Fünfte deutscher Herkunft ist – im Ort selbst stehen auch Fachwerkhäuser. Anders als in ihrer beschaulichen Heimat ging für Bündchen plötzlich alles ganz schnell. Sie zog noch als Teenager nach New York. “Das war sehr schwer, alleine in die Welt”, sagte ihre Mutter, Vania Nonnenmacher, in einem Video für die Modemarke Dior zum Muttertag. Ihr Vater Valdir Bündchen hielt seine Tochter inzwischen schon früh zur Selbstreflexion an, um ihre “Einzigartigkeit” zu erkennen, wie er dem brasilianischen Portal “Terra” sagte: “Was bedeutet, ihre Stärken und Schwächen zu verstehen, die Karriere auf den Stärken aufzubauen und die Schwächen zu verwalten.” Stärken hatte Bündchen für den Modeljob einige. Designer Alexander McQueen gab ihr nach ihrer Ankunft in New York den Spitznamen “The Body” – der Körper. 1999 schafft die etwa 1,80 große junge Frau dann ihren Durchbruch. Die Frontseiten der Modemagazine rissen sich um sie, im Juli hebt die “Vogue” Bündchen aufs Cover und titelt: “Die Rückkehr des sexy Model”. Gisele, die man fortan oft nur unter ihrem Vornamen kannte, war mit ihren Muskeln und Kurven der Gegenentwurf zu dem bis dahin gängigen Typus abgemagerter, blasser und kränklich aussehender Models. Als sie dann noch anfing, Schauspieler Leonardo DiCaprio zu daten, war ihr die globale Aufmerksamkeit sicher. Furore machte Bündchen auch mit ihrem Laufstil auf Modenschauen. Ihre Schritte mit hochgezogenen Knien erinnerten Beobachter dabei an den stampfenden Gang von Pferden und machten das Model so gefragt wie kaum jemanden sonst. Kein Wunder also, dass Unterwäschehersteller Victoria’s Secret sie mit einem 25-Millionen-Dollar-Vertrag lockte, damit sie auf den Modeschauen der Firma mit Engelsflügeln auflief. Dessous-Schauen wurden ihr unangenehm Was am Anfang nach einem Traumdeal aussah, sagte Bündchen nach einer Zeit aber nicht mehr zu, wie sie in ihrem 2018 erschienen Buch “Lessons” schrieb: “In den ersten fünf Jahren fühlte ich mich wohl beim Modeln in Dessous, aber im Laufe der Zeit war ich immer weniger entspannt, wenn ich mit nur einem Bikini oder einem Tanga auf dem Laufsteg fotografiert wurde.” Als sie ihren Vertrag Jahre später verlängern sollte, so erzählt sie, wählte sie per Zufallsprinzip zwischen zwei zusammengeknüllten Papierstücken, auf denen “Ja” und “Nein” stand. Bündchen zog “Nein”. Wirtschaftlich hat es ihr nicht geschadet. Lange Zeit war sie die einsame Spitzenverdienerin der Modeszene. Laut Forbes hat sie Hunderte Millionen Dollar in ihrer Karriere eingenommen – deutlich mehr als ihr Mann,Footballstar Tom Brady, mit dem Bündchen zwei Kinder hat.

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