Wiener Staatsoper öffnet Generalproben für junges Publikum

Merken
Wiener Staatsoper öffnet Generalproben für junges Publikum

Die Wiener Staatsoper will verstärkt neue Publikumsschichten ansprechen. Deshalb öffnet das Haus am Ring seine Generalproben, die bisher in erster Linie von der Belegschaft besucht wurden, für Menschen unter 27 Jahren. Für sie wird künftig ein Kontingent von 700 Karten um je zehn Euro zur Verfügung, teilte die Staatsoper am Montag mit.

“Die Staatsoper muss sich Gedanken machen über das Publikum von morgen”, meint der neue Direktor Bogdan Roscic laut Aussendung in einem Interview mit dem Ö3-“Wecker”, das am Dienstag gesendet wird. Wer sich für ein Ticket interessiert, müsse sich auf der Website der Staatsoper registrieren. Zwei oder drei Tage vor der Premiere könne man dann die neueste Produktion des Hauses sehen, so Roscic weiter.

Den Auftakt macht bereits der Saisonauftakt, Puccinis “Madama Butterfly” in der Regie von Anthony Minghella (Premiere: 7. September, Generalprobe: 5. September). Der Erlös aus den verkauften Tickets soll “in Programme der Jugendarbeit der Wiener Staatsoper wie die Opernschule, neue Vermittlungsformate und eigens für ein junges Publikum kreierte Produktionen außerhalb des Haupthauses am Ring” fließen, so die Staatsoper. In der ersten Spielzeit unter der Leitung von Roscic, der mit 1. Juli auf Dominique Meyer gefolgt ist, sind insgesamt zehn Opernpremieren sowie drei Ballettpremieren geplant.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holstein hat wegen der Corona-Zwangsschließung Notpläne für das Schlachten seiner Tiere erarbeitet. Dort stehe auch, wer im Fall des Falles zuletzt auf die Schlachtbank komme: Der 3,60 Meter große Eisbär “Vitus”, sagte Zoodirektorin Verena Caspari. Österreichische Zoos schließen derartige Pläne einstimmig und vehement aus, ergab ein Rundruf der APA.

Keine Notschlachtungen in heimischen Zoos

Durch Sturmböen einer Gewitterfront ist Montagabend in Wels-Neustadt ein Teil eines Baumes auf ein parkendes Auto gestürzt. Feuerwehr und Rettungsdienst befreiten den Lenker aus dem Kleintransporter.

Personenrettung: Baum stürzt in Wels-Neustadt während Gewitter auf parkenden Kleintransporter

Die für 2021 bzw. 2024 geplanten PISA-Studien werden aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. Das gab die OECD am Freitag bekannt. Die Tests für die nächste Studie mit dem Schwerpunkt Mathematik hätten in Österreich im Frühjahr 2021 stattfinden sollen. Dabei wäre neben Mathe, Lesen und Naturwissenschaften erstmals auch die Finanzkompetenz der 15- und 16-jährigen Schüler erhoben worden. Nun werden die Schüler erst 2022 getestet. Die Ergebnispräsentation verschiebt sich dadurch ebenfalls von Dezember 2022 auf Dezember 2023. Ebenfalls betroffen ist der darauffolgende PISA-Zyklus. Dessen Ergebnisse werden nicht 2025, sondern erst 2026 vorliegen.

PISA-Studien werden wegen Corona-Pandemie verschoben

Patrick Hochhauser (GF Eurothermen) im Talk

Als Geste der Fairness hat Schach-Weltmeister Magnus Carlsen einen äußerst ungewöhnlichen Zug gemacht. Im Online-Duell mit dem Weltranglistendritten Ding Liren aus China schenkte der 29-jährige Norweger im dritten Zug erst seine Dame her – und gab nach dem Antwortzug auf. So “revanchierte” sich Carlsen dafür, dass er die vorangehende Partie ihres Wettkampfes in einer Stellung gewann, die auf ein Remis hinausgelaufen wäre – wenn die Internetverbindung des Chinesen nicht abgebrochen wäre. “Ich habe enormen Respekt vor Ding als Spieler und als Mensch, und darum war das gegen ihn die einzig korrekte Art”, sagte der Weltmeister, nachdem er das Match nach zwei weiteren Partien mit 2,5:1,5 für sich entschieden hatte. Es war das erste von bis zu drei Matches im Halbfinale des mit 150.000 US-Dollar dotierten Chessable Masters auf der Plattform chess24, die zur Play-Magnus-Firmengruppe gehört. Das mit zwölf Weltklasse-Großmeistern besetzte Turnier ist die dritte Station der Magnus Carlsen Chess Tour um insgesamt eine Million US-Dollar Preisgeld.

Fairer Zug: Schach-Weltmeister Carlsen gibt absichtlich auf

Das kleinste Auto der Welt, der Dreiräder Peel P.50, Baujahr 1963, ist am Freitag für 85.100 Euro im Wiener Dorotheum versteigert worden. Das Gefährt war Teil der “Sammlung RRR – Roller, Rollermobile & Raritäten” aus dem Museum Eggenburg in Niederösterreich, die allesamt unter den Hammer kamen. Gutes Geld wurde mit 66.700 Euro auch für den Peel Trident eingenommen. Für 36.800 Euro fand der 1954er Messerschmidt KR 175 einen neuen Besitzer. Laut Dorotheum wurden sämtliche 129 Roller, Rollermobile und Miniautos erfolgreich versteigert.

Kleinstes Auto der Welt in Wien versteigert