Wimbledon verteilt 2020er-Preisgeld an 620 Spieler

Merken
Wimbledon verteilt 2020er-Preisgeld an 620 Spieler

Eine generöse Geste nicht zuletzt dank einer Versicherung gegen eine Pandemie haben die Veranstalter des Wimbledon-Turniers in London gezeigt. Der Rasen-Tennisklassiker, der vom 29. Juni bis 12. Juli hätte ausgetragen werden sollen, schüttet insgesamt 10 Mio. Pfund (11,15 Mio. Euro) an 620 Spieler aus. Profitieren werden all jene, die aufgrund des Rankings teilnahmeberechtigt waren.

Die Auszahlung des All England Lawn Tennis Club (AELTC) richtet sich an Einzel-Hauptbewerbs-Spieler sowie Qualifikanten und auch Doppel sowie Rollstuhl-Spieler. 256 Spielerinnen und Spieler, die im Hauptbewerb gestanden wären, erhalten 25.000 Pfund (27.884,67 Euro), Qualifikanten die Hälfte.

“Wir sind erfreut, dass es unsere Versicherungspolitik es erlaubt hat, die Auswirkungen der Absage auf die Spieler zu erkennen und wir in der Position sind, diese Zahlung anzubieten”, meinte AELTC-Boss Richard Lewis. Andere Grand-Slam-Turniere verfügen über keine Pandemie-Versicherung. Auch in Wimbledon wird diese außergewöhnliche Maßnahme wohl ein Einzelfall bleiben: 2021 ist das Turnier gegen eine Pandemie nicht mehr versicherbar.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Der Schweizer Sänger Luca Hänni (25) und seine Tanzpartnerin aus der RTL-Show “Let’s Dance”, Christina Luft (30), sind mittlerweile auch privat ein Paar. Die Beziehung habe sich erst nach dem Showfinale Ende Mai entwickelt, sagte Hänni der Schweizer Tageszeitung “Blick”: “Während der Produktionszeit gab’s keinen Platz für Liebeleien. Dort konzentrierten wir uns voll auf unsere Leistung.” Ihm gefalle alles an seiner neuen Freundin, schwärmte der ehemalige “DSDS”-Gewinner: “Von ihrer positiven und lieben Art bis hin zu ihrem wunderbaren Lächeln.” Bei “Let’s Dance” hatten Hänni und die Profitänzerin Luft es bis ins Finale geschafft und schließlich den dritten Platz belegt.

Luca Hänni und "Let

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erwartet, dass Österreich der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionen noch bevorsteht. “Je erfolgreicher wir sind, desto geringer ist der Peak, aber desto länger dauert es auch, bis alle Erkrankungen stattfinden. Ich gehe von einem Zeitfaktor irgendwo zwischen Mitte April bis Mitte Mai aus”, sagte Anschober im ORF-Radio am Freitag in der Früh.

Anschober: Corona-Peak "zwischen Mitte April und Mitte Mai"

Nach rund drei Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen hat Italien seine Grenzen wieder für Urlauber geöffnet. Seit Mittwoch gilt für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz wieder die Reisefreiheit. Eine zweiwöchige Quarantäne für Ausländer, die nach Italien reisen, wurde abgeschafft. Auch die Italiener selbst erlangten mit Mittwoch ihre Reisefreiheit zurück. Sie dürfen sich jetzt unbeschränkt im Rahmen der nationalen Grenzen bewegen, was bisher lediglich innerhalb der Heimatregion erlaubt war. Angehörige, die in unterschiedlichen Regionen leben, können einander jetzt wieder treffen. Bisher durfte man die Heimatregion lediglich aus beruflichen oder dringenden gesundheitlichen Gründen verlassen. Die zurückerlangte Reisefreiheit führt zu einigen Neuigkeiten für Reisende in Italien. So wird ab heute (Mittwoch) die Temperatur der Passagiere an Bord von Hochgeschwindigkeitszügen gemessen, berichtete Verkehrsministerin Paola De Micheli. Catering an Bord der Züge ist wieder erlaubt, allerdings werden Speisen und Getränke direkt am Platz serviert. Regionenminister Francesco Boccia begrüßte den Beginn der neuen Phase in Italien. “Wir waren auf eine so lange Phase des Lockdowns nicht vorbereitet, haben es aber geschafft. Jetzt beginnt eine noch komplexere Zeit, in der die Italiener weiterhin Verantwortung beweisen müssen”, sagte Boccia. Der Präsident der norditalienischen Region Venetien, Luca Zaia, zeigt sich optimistisch, dass mit der Reisefreiheit wieder massiv Touristen in seine Region zurückkehren werden. “Seit dem Lockdown haben wir in unserer Region 65.000 Arbeitsplätze verloren, davon 35.000 allein im Tourismus. Ich hoffe, dass wir neue Jobs schaffen werden. Die Welt bleibt nicht stehen, ich bin optimistisch”, meinte Zaia. Die wiedererlangte Reisefreiheit verdankt Italien der positiven Entwicklung der epidemiologischen Daten. 55 Todesopfer wurden am Dienstag gemeldet, das ist der niedrigste Stand seit dem 2. März. In sechs der 20 italienischen Regionen und in der vom Coronavirus schwer betroffenen Provinz Bergamo beklagte man keine Todesopfer. In acht Regionen, darunter Trentino Südtirol, gab es keine Neuinfektionen, in sieben weiteren wurden unter zehn Neuinfizierte gemeldet. Italien ist von der Corona-Pandemie als erstes Land in Europa getroffen worden. Bisher starben seit Februar rund 33.530 Menschen. Mehrere italienische Experten behaupten, dass die Ansteckungsfähigkeit von Covid-19 in den letzten Wochen nachgelassen hat. Über 500.000 Italiener haben indes die Tracking-App “Immuni” kostenlos heruntergeladen. Diese wird ab dem kommenden Montag (8. Juni) in vier Regionen – Ligurien, Marken, Abruzzen und Apulien – aktiv sein. Die Tracking-App soll bei der Ermittlung positiver Fälle helfen, mit der eine Person in Kontakt gekommen ist. Die App hatte viele Diskussionen in Italien ausgelöst. Bedenken gibt es noch in Sachen EU-Datenschutzbestimmungen.

Italien öffnet seine Grenzen für EU-Bürger

Inmitten der Coronakrise gibt es beim Stahl- und Technologiekonzern voestalpine in Teilbereichenzarte Signale einer konjunkturellen Entspannung. Deshalb will das Unternehmen seinen dritten Hochofen in Linz, der vorübergehend stillgelegt wurde, Anfang September wieder hochfahren, wie es am Freitag auf APA-Anfrage hieß. “Wir haben gesagt, wir fahren wieder hoch, wenn wir bei 80 Prozent der Auslastung sind, das ist jetzt der Fall”, sagte Konzernsprecher Peter Felsbach im Vorfeld der Vorstandssitzung am kommenden Montag zur APA. “Wir merken, dass es vor allem im hochqualitativen Bereich eine Erholung der Nachfrage gibt”, erklärte der Sprecher. In Summe fünf Hochöfen Die stufenweise Erholung vor allem in der Automobil-, Elektro- und verarbeitenden Industrie führe zu einem erhöhten Bedarf an hochqualitativen Stahlgütern und mache diesen Schritt möglich. Erste Anzeichen einer Verbesserung verzeichneten auch die Marktsegmente Maschinenbau und Energie. Im Bereich Luftfahrt sowie im Erdöl- und Gasrohrsegment hingegen läuft es aber nach wie vor schlecht. Da baut die voestalpine auch massiv Personal ab. Das Hochfahren des dritten Hochofens in Linz werde seit dieser Woche vorbereitet und starte Anfang September. Es dauert den Angaben zufolge dann rund einen Monat, also bis Anfang oder Mitte Oktober, bis die normale Produktionskapazität erreicht ist.  Die voestalpine erzeugt ihre Stahlprodukte in Österreich an zwei Standorten und betreibt dafür in Summe fünf Hochöfen – drei davon in Linz: einen großen und zwei kleine. Einer der beiden kleinen steht derzeit noch coronabedingt still und wird nun wieder angeworfen. Die drei Hochöfen in der oberösterreichischen Landeshauptstadt haben eine Produktionskapazität von 5 Millionen Tonnen Roheisen pro Jahr – 60 Prozent davon entfallen auf den großen und jeweils 20 Prozent auf die beiden kleinen. Die Steel Division der voestalpine erzeugt in Linz Stahlprodukte für alle Premium-Automobilhersteller und deren Zulieferer, für die europäische Hausgeräte- und Maschinenbau- sowie die Energieindustrie. Am Hauptsitz der Metal Engineering Division der voestalpine in Donawitz stehen zwei weitere Hochöfen mit einer Kapazität von insgesamt 1,5 Millionen Tonnen (jeweils 750.000 Tonnen) – davon ist derzeit nur einer in Betrieb. Für den zweiten Hochofen in der Steiermark wurde die bereits geplante “Renovierung”, die sich nun über den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein zieht, wegen der Coronakrise “um ein paar Wochen vorgezogen”. Die “Zustellung”, wie die routinemäßige Wartung eines Hochofens auch genannt wird, startete im Juni und dauert laut Felsbach noch bis Oktober. Erst bei entsprechender Kundennachfrage werde dort ebenfalls hochgefahren. “Da werden wir kurzfristig entscheiden”, so der Sprecher. Die wirtschaftliche Entwicklung und das Ausmaß der Erholung variierten stark innerhalb des voestalpine-Konzerns nach Regionen und Marktsegmenten, hieß es. Durchaus solide entwickeln sich den Angaben zufolge auch die Technologiebereiche Bahninfrastruktur und Hochregallager. Besonders stark von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie getroffen seien hingegen die Branchen Luftfahrt sowie Öl- und Gasindustrie. Die auf die Produktion von Nahtlosrohren für die Öl- und Gasindustrie spezialisierte Gesellschaft voestalpine Tubulars im steirischen Kindberg ist auf ihrem wichtigsten Markt, den USA, seit 2018 zusätzlich mit Wettbewerbsnachteilen durch die Schutzzölle auf Stahlprodukte (“Section 232”) konfrontiert. Anfang August hatte das Management der Voest angekündigt, in Kindberg fast ein Viertel der rund 1.100 Beschäftigten einzusparen, bei voestalpine Aerospace in Kapfenberg sogar rund ein Drittel der knapp 800 Arbeitnehmer. Bis der “schwache Geschäftsgang” wieder in Schwung komme, sei es noch “ein sehr langer Weg”, hieß es seitens der Konzernführung.  

Voestalpine: Dritter Hochofen in Linz geht wieder in Betrieb

Die Mailänder Justizbehörden ermitteln gegen den Leiter des bekannten Mailänder Seniorenheims “Pio Albergo Trivulzio”, in dem seit Beginn der Coronavirus-Epidemie am 20. Februar über 100 Menschen gestorben sind. Einige Medien berichteten von sogar 150 Todesopfern. Die Untersuchung wurde nach Anzeigen von Familienangehörigen der Todesopfer und Mitarbeiter des Seniorenheims eingeleitet. Vermutet wird, dass Sicherheitsvorkehrungen ignoriert worden seien, berichtete die Mailänder Tageszeitung “Corriere della Sera” (Samstagsausgabe). Das italienische Gesundheitsministerium entsendete Inspektoren zur Kontrolle der Lage in dem Seniorenheim, das zu den größten Italiens zählt. Die Justizbehörden ermitteln wegen der Todesfälle in mehreren anderen lombardischen Seniorenheimen. Von den über 10.000 Todesopfern, die in der Lombardei dem Covid-19 erlegen sind, lebten 1.822 in Seniorenheimen, berichtete der Präsident von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut, Silvio Brusaferro, am Freitag.

100 Tote in Mailänder Seniorenheim, Justiz ermittelt

In der Tourismusbranche wurden bisher knapp 80.000 Corona-Tests in mehr als 2.500 Betrieben durchgeführt. Bis heute, Montag, wurden 79.249 Personen getestet, wie das Tourismusministerium mitteilte. Bisher nahmen 2507 Tourismusbetriebe an dem Programm, das seit Anfang Juli läuft, teil. Tirol vor Salzburg und Kärnten Die meisten Personen wurden in Tirol (22.663) und Salzburg (14.200) getestet. Dahinter folgen Kärnten (10.134), Vorarlberg (7183), Niederösterreich (6163), Wien (5877), Steiermark (5073), Oberösterreich (4989) und Burgenland (2967). Bis zu 85 Euro an Förderung Seit Juli fördert der Bund Corona-Testungen in Tourismusbetrieben mit maximal 85 Euro pro Test – jeder Mitarbeiter kann sich einmal pro Woche untersuchen lassen. Dafür stehen bis Jahresende bis zu 150 Millionen Eurozur Verfügung, 65.000 PCR-Abstriche können wöchentlich durchgeführt werden. Informationen zu dem Testprogramm gibt es auf der Plattform www.sichere-gastfreundschaft.at/beherbergung.

Fast 80.000 Corona-Tests bisher im Tourismus durchgeführt