Wird "Sputnik V" bald in Österreich produziert?

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Wird "Sputnik V" bald in Österreich produziert?

Zuletzt hatte es geheißen, dass Russland eine Lieferung seines selbst entwickelten Impfstoffs“Sputnik V” in die Europäische Union nicht vor Mai oder Juni für möglich hält. Nun könnte das vom renommierten Gamaleja-Institut in Moskau entwickelte und zunächst mit viel Kritik und Skepsis bedachte Vakzin doch schneller in Europa verbreitet werden.

Moskau sucht neue Produktionsstätten für den Impftstoff – nun offenbar auch in Österreich. Der Leiter der russischen Staatsfonds Kirill Dmitrijew ließ dazu im ORF-“Mittagsjournal”aufhorchen: Gespräche seien bereits im Laufen – obgleich Dmitrijew den Namen des Pharamunternehmens nicht nannte.

Der staatliche Fonds für Direktinvestitionen (RFPI) ist für wirtschaftliche Aspekte sowie die Vermarktung des Impfstoffes verantwortlich.

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Im Endeffekt, was ich ihr vermitteln soll, ist, dass ihr für diese Geschichte bereit seid, ihr zu helfen, aber ihr erwartet keine Gegenleistung.” Strache: “Nichts, nichts.” Konversation 2 Detektiv: “Schau, sie (Anm.: die Oligarchin) will hören: Ich bringe 270 Millionen, innerhalb von so und so viel Zeitraum bekomme ich das zurück und ihr bekommt’s das …” Gudenus: “Her , ja, aber” Strache: “Ja, aber das spielt’s nicht.” Konversation 3 Detektiv: “Schau, sie braucht mehr oder weniger definitive Zusagen auf egal was. Es gibt 20 verschiedene Optionen, und sie braucht klare, irgendwas! Was wäre so als, o. k., wenn’s passiert, schau ma, verschiedene Möglichkeiten, wir finden einen Weg.” Strache: “Nein, aber das wäre unredlich.” Detektiv: “Natürlich, aber ganz ehrlich…” Strache: “Unredlich.” Konversation 4 Strache: “Ich will einen netten Abend, ich will kein Geld. Ich scheiß auf das. Ich will Leute, die ehrlich sind und da (zeigt auf sein Herz, Anm.), da, da – das ist ja viel mehr wert. 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Wo du Wasser verkaufst, wo natürlich der Produzent, der das Geschäft macht, sein Geschäft macht, aber der Staat auch.” Gudenus: “Weil unser Wasser eine sehr gute Qualität hat.” Oligarchin: “Diese Idee. Das ist einfach. Ja. Das kommt von mir. Beschäftigt ihr euch schon lange damit? Habt ihr schon lange diese Idee mit dem Wasser?” Gudenus: “Die Idee von Strache war, das Wasser.” Oligarchin: “Habt ihr aber keine Idee wie meine gehabt, dass ihr eine Gesetzesänderung vornehmt und Bodenschätze.” Gudenus: “Er hat immer gesagt, dass dafür ein Gesetz geändert werden soll, damit es eine Möglichkeit zu verkaufen gibt.” Strache: “Eine Privatisierung des Wassers ist undenkbar.” Gudenus: “Nein, nein, es geht um die Ress (unverständlich, Anm.), um den Verkauf des Wassers und nicht des Eigentums. Also ja. Und da geht es um Lizenzen, um die Arbeit hin und her. Punkt.” Strache: “Nein. Unsere Idee war und das ist das. Wir wollen das österreichische Wasser nicht privatisieren. Sondern wir wollen eine Struktur schaffen, wo wir das Wasser verkaufen als Trinkwasser.” Strache: “Wo der Staat eine Einnahme hat, und derjenige, der das betreibt, auch eine Einnahme hat.” Strache: “So, und da kann man dann diskutieren. Das muss verkaufbar sein. Der Staat nimmt jährlich mit einem Produzenten, der das macht und verkauft und das Management macht, das und das ein. Und da ist halt der Staat mit so und so viel Prozent beteiligt. Ja? Das macht Sinn.” Strache: “Da reagieren die Österreicher irrsinnig allergisch. Das heißt, was wir nicht wollen, ist, dass wir so Quellen zur Verfügung stellen. Wir wollen ein System, wo wir sagen, wir nehmen einen Investor, der bereit ist einzugehen.” Konversation 7 Strache: “Es ist möglich, aber es ist verdammt schwer, weil du brauchst bei uns, schau, die Casinos Austria, die gehört (Strache macht eine halsabschneidende Handbewegung, Anm.) – ja? Die hat heute alle staatlichen Monopolstellungen, das wollen wir abdrehen, wir wollen kein Monopol, das heißt, wir sind gegen das Monopol. Die ÖVP ist aber eine Monopolpartei, wir wollen das Monopol aufbrechen und wollen, dass das Ganze in eine Privatisierung geht nach Möglichkeit, und da ist eine Möglichkeit da, und der große Player ist natürlich Novomatic. Die Möglichkeit, dass wir das Monopol kappen und Lizenzen ausschreiben.” Strache: “Wir wollen einfach privatwirtschaftliche Strukturen, weil wir alles mit staatlichen Monopolstellungen …” Oligarchin: “But this is not the reason.” Strache: “… wir sagen, Konkurrenz belebt den Markt.” Detektiv: “He says competition is good for the market.” Strache: “Wir haben klare gesetzliche Regelungen, wir wollen Steuereinnahmen, das heißt, wir wollen ein gutes Glücksspielgesetz, das heißt mit guten Steuereinnahmen, und wir wollen verdienen natürlich als Staat, das ist gar keine Frage, aber da braucht es gute Regeln, und da braucht es Konkurrenz.” Konversation 8 Strache: “Aber da sind wir genau beim Thema. Was können wir tun? Sie muss definieren, was sie genau will.” Gudenus: “Ja eh.” Strache: “Ganz offen. Da muss ich wissen: Liberalisierung des Glücksspielmarktes, staatspolitische Wassergeschichte mit einem privaten Investor. Das muss man definieren.” Gudenus: “You told me you have 20 projects. We just heard one. Tell us what you want and than, okay?” Detektiv: “Im Prinzip alles was erlaubt ein Staatsauftrag mit Überpreis.” Strache: “Ja. Ja. Ja. Ja. (….) Noch einmal. Autobahn bin ich sofort dabei. Statt Haselsteiner jeden öffentlichen Auftrag abseits der Strabag.” Detektiv:“Der Punkt ist nicht der öffentliche Auftrag. Der Punkt ist der Überpreis, der garantiert wird” Strache: “Nochmal, du, beim staatlichen Auftrag hast du das.” Gudenus: “Das wird man nie aussprechen. Das wirst du nie aussprechen. Das macht man nicht.”

Neue Passagen aus Ibiza-Video veröffentlicht

Die Premiere von Verdis “Don Carlo” mit Anna Netrebko an der Dresdner Semperoper im Mai ist wegen Corona ausgefallen – ihr Rollendebüt der Elisabetta aber nicht. Mit dem ersten Ton des Duetts “Io vengo a domandar” aus Giuseppe Verdis “Don Carlo” nimmt ihre Stimme die rund 330 Zuhörer gefangen, die später die russische Sopranistin, eine der prominentesten Sängerinnen der Gegenwart, feiern. Grandios, bezaubernd, besonders: Majestätisch betritt sie die Bühne der Dresdner Semperoper, in einer schwarzen, im Graffito-Stil bestickten Taftrobe. Anna Netrebko ist Elisabetta, Königin von Spanien – ohne Kostüm und Perücke. Musikalisch ist Elisabetta für Netrebko eine Herausforderung. “Diese Rolle hat viele niedrige Tessitura und sehr lange Phrasen im mittleren Register”, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. “Meiner Meinung nach wurde es für Sopran-Spinto geschrieben, was ich im Prinzip nicht bin.” Sie habe hart daran arbeiten müssen. Auch ohne Kulissen, Requisiten und großes Orchester ist Verdis Oper präsent. Wegen der Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie ist es ein fast exklusives Konzert in dem weltberühmten Opernhaus, das eigentlich 1250 Plätze hat und sich nach gut dreimonatiger Zwangspause nun spektakulär zurückmeldet. Mit “Aufklang! Don Carlo” hat das weltberühmte Opernhaus den Spielbetrieb wieder aufgenommen – mit Einschränkungen aufgrund der Hygieneregeln. Solisten, Musiker und Chorsänger hielten Abstand auf der Bühne. Nur Netrebko und ihr Mann, Tenor Yusif Eyvazov als Don Carlo, kamen sich bei den Duetten ganz nah. Beide hatten für die “Don Carlo”-Inszenierung in der Semperoper geprobt, aber die Aufführung im Mai musste abgesagt werden. Der Musikalische Leiter Johannes Wulff-Woesten arrangierte nun eine konzertante Fassung für Kammerensemble. Neben Netrebko und Eyvazov überzeugten auch die russische Mezzosopranistin Elena Maximova als Prinzessin Eboli sowie die Bässe Tillmann Rönnebeck als Philipp II. und Alexandros Stavrakakis als Mönch. Sie alle spielten ihre Rollen, obwohl es eine konzertante Präsentation war. “Man spürte Leidenschaft und auch Freude, dass sie wieder auftreten können”, sagte eine Mitfünfzigerin. 2016 hatte Netrebko schon einmal ein gefeiertes Rollendebüt an der Sächsischen Staatsoper, als Elsa in Richard Wagners “Lohengrin”. Auch damals hatte sie sich akribisch auf ihre erste deutschsprachige Partie vorbereitet – und mit dem erwarteten Wohlklang ebenso wie mit Textverständlichkeit brilliert. Für die 48-Jährige war es eine Freude, “wieder in Dresden und in diesem wunderbaren Theater zu sein”. Sie habe nur positive Erinnerungen an das erste Debüt, “die mir sehr am Herzen liegen”. Semperoper-Intendant Peter Theiler sprach von “Segen und Glück”, dass “die weltberühmteste Sängerin” auch in der konzertanten Version singt. Die drei noch folgenden Abende sind ebenso ausverkauft. “Einfach wunderbar!”, sagte ein junger Kölner mit Leidenschaft für die Oper und Anna Netrebko. “Sie hat heute besonders große Dynamik in ihrer Stimme gehabt, der Kontrast zwischen Piano und Forte”, schwärmte er.

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Erstmals seit Ende Oktober liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut(RKI) unter der Schwelle von 100. In Deutschland wurden binnen einer Woche 98 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an die Behörden übermittelt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete. Damit hat sich die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen seit dem Höchststand kurz vor Weihnachten – die Inzidenz lag am 22. Dezember bei 197,6 – in etwa halbiert. Das politische Ziel allerdings ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50.Deutsche Gesundheitsämter meldeten 17.553 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem wurden 941 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vergangenen Donnerstag hatte das RKI 20.398 Neuinfektionen und 1013 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

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