Wissenschafter fordern Verschärfung der Maßnahmen

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Wissenschafter fordern Verschärfung der Maßnahmen

Wissenschafter sprechen sich für eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie in Österreich aus. Notwendig sei etwa die Einführung einer Schutzmaskenpflicht im öffentlichen Raum und ein striktes Durchsetzen des “Social Distancing”, appelliert der Quantenphysiker Hanns-Christoph Nägerl von der Uni Innsbruck in einem Offenen Brief an Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP).

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Offene Waffenläden, geschlossene Buchhandlungen, Abholservices nur für die Gastronomie und Supermärkte, die ihr Sortiment nicht beschränken wollen, sorgen diese Woche für Unmut. Adventkranz Lieferservice „Viele Kunden waren sehr nervös und haben Panik bekommen, woher sie ihre Kränze und Gestecke jetzt bekommen“, sagt Elisabeth Lippe. Sie und ihr Mann betreiben schon in vierter Generation einen kleinen Blumenkiosk am Stadtpark. Derzeit sind sie beide im „Homeoffice“, wo sie auf Bestellung Blumensträuße und Adventkränze binden und ausliefern. Dass ihr Kiosk, bei dem ohnehin alles im Freien stattfindet, geschlossen bleiben muss, findet Frau Lippe schade. „Adventszeit ist die Hauptzeit für uns. Außerdem ist auch das Weihnachtsgeld für Angestellte auszuzahlen.“ Großer Unmut über Kranzverkauf im Supermarkt Ähnlich wie das Ehepaar Lippe haben mittlerweile viele Floristen auf ein Lieferservice umgestellt. Dass aber auch Supermärkte trotzdem weiter Gestecke und Adventkränze verkaufen, sorgt unter Floristen für großen Unmut: „Der Lebensmittelhandel hat ohnehin ein Umsatzplus und dann haben sie es auch noch notwendig, denen, die eh schon hinten und vorne kämpfen etwas wegzunehmen. Es wäre eine Sache des Anstandes“, sagt Angelika Laager, die ein Blumengeschäft in der Garnisongasse im 9. Bezirk betreibt. Als Mitglied der Floristen-Innung der WKW bekommt sie die vielen Beschwerden ihrer Kolleginnen und Kollegen mit. Lieferung auf den Gehsteig Auch, dass eine Selbstabholung von vorbestellter Ware verboten ist, erschwert Floristen ihre Arbeit. Angelika Laager liefert ihre Bestellungen deshalb auf Wunsch unter anderem vor die Bäckerei auf der gegenüberliegenden Straßenseite. „Man muss kreativ sein!“ Als großes Kapital im zweiten Lockdown stellte sich auch das detaillierte Auftragsbuch des Vorjahres heraus: „Wir haben alle Kunden der Reihe nach durchtelefoniert, viele haben auf diesem Weg gleich ihre Adventkränze bestellt, die je nach Wunsch und Maß spezialangefertigt werden.“ Kreative Lösungsansätze Wesentlich schwerer haben es Floristen, die auf Laufkundschaft angewiesen sind. Einige haben ganz geschlossen, ein Aufsperren wäre nicht kostendeckend. Andere, wie etwa der Betreiber von Space Flowers in der Praterstaße, verkauft neben Blumen jetzt auch Obst und Gemüse, um offen haben zu dürfen. „Uns geht’s leider schlecht, wir hatten seit vorgestern zwei Bestellungen, dabei liefere ich sogar gratis.“ Kreativ müssen auch Event-Floristen sein. Nach Hochzeiten und Kongressen fallen heuer wohl auch Weihnachtsfeiern aus. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir als Zulieferer, die seit Monaten kaum Aufträge haben, mehr beachtet werden. Das ist für mich unverständlich“, sagt Emil Doll von „Doll’s Blumen“. Sein Team ist von rund 20 Personen vor Corona auf 13 Mitarbeiter geschrumpft. Mit dem 60-Prozent-Umsatz-Ersatz, die das Blumengeschäft aller Voraussicht nach bekommen sollte, und dem Online-Shop komme man aber gut über die Runden. DIY Adventkränze Auch Doll erhofft sich vom Adventkranzgeschäft den dringend benötigten Umsatz. Er setzt dabei auf Do-it-yourself-Pakete, die man sich selbst online zusammenstellen kann. Alles Nötige zum Selberbasteln wird dann direkt vor die Haustüre geliefert – teils mit dem Auto, teils auch mit einem Fahrradboten. Auf der Website und dem Instagram-Kanal des Geschäfts gibt es dann Video-Inspiration und Anleitungen. Alternativ können auch bereits geschmückte Kränze geordert werden, Maßanfertigungen gibt es heuer erstmals keine. Die Unsicherheiten, ob überhaupt gearbeitet werden darf und ob Lieferketten halten, sei zu groß gewesen. So oder so gibt es Entwarnung: Jeder bekommt heuer einen Adventkranz und niemand muss ihn im Supermarkt kaufen.      

Floristen kämpfen mit Kreativität ums Überleben

Nach einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt haben sich mehr als 40 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt, Rene Gottschalk, am Samstag mit. “Die weitaus meisten sind nicht sonderlich krank. Nach unserem Kenntnisstand ist auch nur eine Person in einem Krankenhaus.” Der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten, Wladimir Pritzkau, war davon ausgegangen, dass sechs Betroffene in Krankenhäusern sind.

Mehr als 40 Infizierte nach Gottesdienst in Frankfurt

SARS-CoV-2-Infektionen bei Spitalspersonal erfolgen vor allem außerhalb der Krankenhäuser. Die perfekte technische Lösung gibt es nicht. “Wir müssen in der Lage sein, den unkontrollierten Eintrag von Infektionen zu verhindern”, sagte der medizinische Direktor des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) gegenüber der APA. Der Wiener Infektiologe Christoph Wenisch (Kaiser-Franz-Josef Spital) erklärte Dienstagabend in einer Ärztefortbildungsveranstaltung online: “Das Krankenhaus ist der sicherste Ort für ‘Gesundheitsarbeiter’.

Spitäler sind sicherster Ort für Gesundheitspersonal

Ob und unter welchen Bedingungen man alsArbeitnehmer im Ausland Urlaub machen darfund ob man nachher im Falle einer Coronavirus-Erkrankung um sein Gehalt fürchten muss, wurde in den letzten Wochen von Arbeitsrechtlern rege diskutiert. Das Arbeitsministerium hat sich am Mittwoch mit den Sozialpartnern getroffen um die Rechtslage zu konkretisieren. Gemeinsam mit Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, ÖGB und Industriellenvereinigung kam das Ministerium zu dem Ergebnis, dass ein Arbeitnehmer sich in der Regel nicht sorgen müsse, nicht bezahlt zu werden, wenn er im Ausland Urlaub macht, sich an die dortigen Corona-Auflagen hält und dann an Covid erkrankt. “Sowohl beim Urlaub in Österreich als auch im Ausland gilt, hält man sich an die landesüblichen Covid-Vorsichtsbestimmungen, wird man in der Regel keine Probleme mit der Entgeltfortzahlung bekommen”, heißt es in einer Aussendung des Ministeriums. Achtung bei Reisewarnung! Keine Sicherung der Entgeltfortzahlung gebe es jedoch, wenn der Arbeitnehmer in einem Land mit Reisewarnungsstufe 5 oder 6 urlaubt, so das Ministerium. Dies gilt in der EU aktuell für Schweden, Großbritannien und Portugal sowie für die italienische Region Lombardei und für das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfahlen. Ein Entlassungsgrund liege im Falle einer Erkrankung aber nicht vor. Generell kann der Arbeitgeber “eine Reise ins Ausland nicht verbieten oder als Entlassungsgrund heranziehen”, so das Ministerium. Bei einem Urlaub in Österreich sei die Entgeltfortzahlung durch das Epidemiegesetz gesichert. Ab Donnerstag soll es auf der Ministeriums-Homepage ein Handbuch mit den konkretisierten Regeln geben. Ein anschließendes Gesetz brauche es aber nicht mehr, da das Handbuch nur eine Klarstellung sei, sagte ein Ministeriumssprecher zur APA. “Wir haben die bestehenden Regeln so ausgelegt, dass alle klar wissen, was sind die Spielregeln”, sagte der Sprecher.

Gehalt muss nach Covid-Erkrankung weiter bezahlt werden

In den Niederlanden ist möglicherweise erstmals ein Mensch durch einen Nerz mit dem neuen Coronavirus infiziert worden. Neuen Untersuchungen zufolge gelte es als wahrscheinlich, dass sich ein Mitarbeiter einer Nerzfarm bei einem Tier angesteckt hat, teilte das Landwirtschaftsministerium in Den Haag mit.

Möglicherweise Coronavirus-Infektion durch Nerze

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) setzt bei der Nutzung der Corona-App des Roten Kreuzes weiter auf Freiwilligkeit. “Die Hoffnung ist aber, dass es möglichst viele machen”, sagte er am Samstag in einer Pressekonferenz. Auch die Grüne Klubobfrau Sigrid Maurer verteidigte die App. Kritik am Wunsch von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) nach einem verpflichtenden Einsatz kam von der FPÖ.

Kogler setzt bei Corona-App weiter auf Freiwilligkeit