WT1-Talk - Vorbild Kopenhagen

Merken
Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die vierte Staffel der Netflix-Erfolgsserie “Stranger Things” wird 2021 zu sehen sein. Danach soll es eine weitere Fortsetzung geben. Die “Stranger Things”-Macher Matt und Ross Duffer gaben in einem Interview mit “Hollywood Reporter” bekannt, dass die vierte Staffel der Serie nicht die letzte sein wird. Aufrund der Corona-Pandemie wurde die Produktion der vierten Season allerdings auf 2021 verschoben. “Das wird nicht das Ende sein. Wir kennen schon das Ende und wissen, wann es sein wird. Die Pandemie hat uns Zeit gegeben nach vorne zu schauen und herauszufinden, was das Beste für die Show ist. Nachdem wir das für uns beantwortet haben, haben wir eine bessere Vorstellung davon bekommen, wie lange wir brauchen, um die Geschichte zu erzählen”, so Ross Duffer. Ob sich die Serie nach der fünften Staffel verabschieden wird, gaben die Schöpfer nicht bekannt. Die Drehbücher seien bereits fertig gestellt, wann sie die Arbeiten an der Serie wieder aufnehmen können, sei noch ungewiss. “Die Sicherheit der SchauspielerInnen und der Crew bestimmen, wann wir ans Set zurückkehren”, sagte Matt Duffer. 2016 erschien die erste Staffel der Netflix-Serie “Stranger Things”, die einen regelrechten Hype auslöste. Mit etlichen Auszeichnungen und 38 Emmy-Nominierungen gehört sie zu den erfolgreichsten Serien der Streaming-Plattform. Nach Angaben des US-Unternehmens wurde bisher kein Film oder keine Serie so oft gesehen wie die dritte Staffel von “Stranger Things”.

"Stranger Things" endet nicht mit der vierten Staffel

Nach dem neuen Ausbruch des Coronavirus auf einem Pekinger Großmarkt bleibt die Lage in der chinesischen Hauptstadt angespannt. Wie die Gesundheitskommission am Mittwoch berichtete, meldete die Stadt 31 weitere Infizierte. Damit gibt es seit vergangenem Donnerstag bereits 137 bestätigte Infektionen in der 20-Millionen-Metropole. Als Reaktion auf den Ausbruch, der vergangene Woche auf dem Xinfadi-Großmarkt der Stadt begann, riefen die Behörden am Dienstag die zweithöchste Sicherheitsstufe aus, womit Peking teilweise abgeriegelt wird. Flüge aus und in die Hauptstadt wurden drastisch reduziert. Wie der Staatssender CGTN berichtete, strichen Airlines mindestens 850 Flüge. Bewohner aus Gegenden von Peking, in denen das Risiko als “mittel” oder “hoch” eingestuft wurde, dürften die Stadt nicht mehr verlassen, um zu verhindern, dass sich der neue Ausbruch auf andere Teile des Landes ausweitet. Auch alle anderen Pekinger dürfen nur noch Reisen, wenn sie einen negativen Coronatest vorlegen können. Auch die Schulen wurden wieder geschlossen. Bereits in den vergangen Tagen hatten die Behörden damit begonnen, mehrere Nachbarschaften komplett abzuschotten. In der ganzen Stadt wurden Kontrollen wie etwa Fiebermessen wieder verschärft. Der Xinfadi-Markt lieferte vor seiner Schließung rund 90 Prozent des Gemüses und Obsts für die Metropole. Der Direktor des Marktes sowie zwei Beamte der Pekinger Lokalregierung mussten infolge des Ausbruchs ihre Posten räumen. Neben Peking meldete die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag zwei weitere lokale Infektionen in den Provinzen Hebei und Zhejiang. Zudem wurden elf “importierte” Fälle bei Reisenden registriert, die nach China zurückkehrten. Die weltweite Coronavirus-Pandemie hatte 2019 in der zentralchinesischen Stadt Wuhan ihren Ursprung. Bereits seit Wochen wurden landesweit jedoch kaum noch neue Fälle registriert, weshalb es in China die Hoffnung gab, das Virus besiegt zu haben.

Lage in Peking nach erneutem Corona-Ausbruch angespannt

Der Wirkstoff Remdesivir wird in Europa unter Auflagen als erstes Mittel zur Therapie von Covid-19 zugelassen. Die Entscheidung gab die EU-Kommission am Freitag bekannt. Die Zulassung sei “ein wichtiger Fortschritt im Kampf gegen das Virus”, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Sie sei im Schnellverfahren weniger als einen Monat nach dem Antrag ergangen. Remdesivir gilt als eine von wenigen wirksamen Arzneien bei schweren Fällen der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit. Es kann Studien zufolge den Krankenhausaufenthalt verkürzen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hatte die Zulassung für Patienten ab zwölf Jahren empfohlen, die eine Lungenentzündung haben und mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden müssen. Ärzte sehen Remdesivir nicht als Allheilmittel, wohl aber als Lichtblick für Corona-Patienten. Eine internationale Studie mit über 1.000 Teilnehmern hatte Ende April gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann – von 15 auf elf Tage. Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. Diese Woche machte die US-Regierung eine Vereinbarung mit dem US-Hersteller Gilead Sciences bekannt, wonach sie praktisch die gesamte Produktionsmenge des Mittels für die nächsten Monate aufgekauft hat. Die EU-Kommission verhandelt ebenfalls mit dem Hersteller, um sich ausreichende Mengen des Wirkstoffs zu sichern. Der CDU-Europapolitiker Peter Liese betonte, Bedingung für die Zulassung in Europa sei, dass er auch nach Europa liefere. Eine mögliche Lösung für Engpässe wäre, dass Gilead seine Kenntnisse mit anderen Herstellern teile und diese gegen Lizenzgebühren produzieren lasse. Auch damit könne Gilead sehr viel Geld verdienen, sagte Liese am Freitag. In Österreich wird Remdesivir im Rahmen eines “Compassionate Use”-Programms von Gilead an spezialisierten Krankenhausabteilungen längst verwendet. Ein Engpass ist derzeit nicht in Sicht. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte zur Situation rund um den Remdesivir-Vertrag der US-Regierung bereits am Mittwoch auf APA-Anfrage, man sei “in der EU sehr gut ‘aufgestellt’, was die Impfungen und die Medikamente betrifft”. Bei den – möglichen – künftigen Vakzinen gegen SARS-CoV-2 seien zunächst Deutschland, Italien, Frankreich und die Niederlande als Pressure Group aufgetreten. Mittlerweile sei man in der EU gemeinsam unterwegs, um für die Zukunft die Versorgung mit sich als effektiv erwiesenen Vakzinen in gerechter Weise sicherzustellen. Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte aber eine zu geringe Wirkung. Es ist bisher in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen. Noch gibt es keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie.

Remdesivir erhält europäische Zulassung als Corona-Arznei

Ende März haben österreichische Forscher mit der Entwicklung eines Tests zum Nachweis von SARS CoV-2-Antikörpern im Blut begonnen. In kurzer Zeit ist es ihnen gelungen, ein nach eigenen Angaben “qualitativ hochwertiges” Testsystem zu entwickeln, das auch in kleinen Labors angewendet werden kann. Es wird derzeit validiert und sollte im Sommer einsatzbereit sein, sagten die Forscher. Der an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York (USA) tätige österreichische Virologe Florian Krammer war einer der ersten Forscher weltweit, der einen Test zum Nachweis von Antikörpern gegen das neue Coronavirus im Blut entwickelt hat. Damit lässt sich überprüfen, ob jemand bereits eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht hat. Krammer und sein Team legten ihre Herangehensweise an den serologischen Nachweis mit dem Ziel offen, dass es auch von anderen Laboratorien aufgegriffen werden kann. Genau das hat ein Team um Reingard Grabherr vom Department für Biotechnologie der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien getan. Gemeinsam mit Forschern der Veterinärmedizinischen Universität (Vetmed) Wien und der Medizinischen Universität Wien wurde aufbauend auf den Arbeiten Krammers innerhalb weniger Wochen ein serologischer Test entwickelt, der einen spezifischen und sensitiven Nachweis von SARS CoV-2-Antikörpern im Blut erlaubt, wie die Wissenschafter bei einer Online-Podiumsdiskussion der Boku berichteten. Anfang April habe man per Post von Krammer die Konstrukte für Test-Antigene erhalten. “Wir konnten damit rasch an der Boku selbst Proteine herstellen und haben auch begonnen, eigene Konstrukte herzustellen”, sagte Miriam Klausberger vom Boku-Institut für Molekulare Biotechnologie. Solche Antigene sind notwendig, um die bei der Immunantwort auf eine Infektion gebildeten Antikörper erkennen und binden zu können. Die Forscher verfügen nun über zwei Test-Antigene (eines die Rezeptorbindungsdomäne, das andere das Nucleocapsid-Protein), mit denen vergangene Woche die ersten Prototypen für das notwendige Equipment des Antikörpertests angefertigt wurden. Diese werden nun von Christoph Binder von der Klinischen Abteilung für medizinische und chemische Labordiagnostik der Medizin-Uni Wien unter die Lupe genommen. “Wir wollen testen, wie robust der Test unter Real-Life-Bedingungen eines diagnostischen Labors ist und wie er im Vergleich zu kommerziell erhältlichen Methoden ist”, sagte Binder. Dabei sollen Spezifität und Sensitivität des Tests geprüft werden – ersteres um zu analysieren, ob es falsch positive Ergebnisse gibt, letzteres um zu überprüfen, wie gering die Menge an Antikörper sein muss, um noch etwas zu erkennen. Hilfreich dabei sei eine große Biobank an Blutproben, einerseits aus der Zeit vor Corona, die also garantiert negativ seien, womit sich die Spezifität bestimmen lässt, andererseits mit Proben von Patienten, die bereits an Covid-19 erkrankt waren, so Binder. Er rechnet damit, dass die Leistungsbewertungsprüfung die nächsten paar Wochen dauern wird und ist “zuversichtlich, dass der Test schon im Sommer eingesetzt werden kann”. Bei der Herangehensweise haben sich die Wissenschafter für einen “sehr klassisches Aufbau” eines sogenannten ELISA-Verfahrens (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) entschieden, sagte Wilhelm Gerner vom Institut für Immunologie der Vetmed. Der Hintergedanke dabei sei gewesen, dass der Test dadurch in vielen diagnostischen Labors eingesetzt werden könne, weil die dafür notwendigen Analysegeräte weit verbreitet seien. Tests großer biomedizinischer Unternehmen würden dagegen hoch spezialisierte Analysegeräte verwenden, die nur von diesen Firmen vertrieben werden und auch die entsprechenden Nachweissysteme müsse man von diesen zukaufen – “das ist ein Flaschenhals”, sagte Gerner. Binder hofft, dass der von den Unis entwickelte Test jene kommerzieller Anbieter hinsichtlich Spezifität und Sensitivität übertreffen wird können. Der Labormediziner berichtete über erste Vergleiche kommerziell angebotenen Antikörpertests. Diese würden sich durch hohe Spezifität von bis zu 99,7 Prozent auszeichnen. Doch bei der nur sehr niedrigen Verbreitung der Infektion würden 0,1-Prozent-Punkte sehr viel ausmachen: “99,7 Prozent Spezifität klingt zwar sehr gut, aber dann habe ich nur eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass das ein richtig positiver Befund ist”, so Binder. Er ist zuversichtlich, den selbst entwickelten Test besser zu machen und eine Spezifität von 99,9 Prozent zu erreichen. Auch bei der Sensitivität hofft er, bessere Ergebnisse als die kommerziellen Tests zu erreichen. Diese sei nämlich bei den Proben, mit denen die Med-Uni gemessen hat, im Unterschied zu den Angaben der Anbieter mit rund 90 Prozent gar nicht so hoch gewesen.

Österreichischer Antikörpertest im Sommer einsatzbereit

In den USA hat die Zahl der verzeichneten Neuinfektionen mit dem Coronavirus am sechsten Tag in Folge bei mehr als 60.000 gelegen. Wie aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Sonntagabend hervorging, wurden binnen 24 Stunden weitere 63.872 Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der Infektionen im Land nahm damit auf rund 3,762 Millionen zu. Zudem wurden nach Angaben der Universität weitere 514 Todesfälle binnen eines Tages registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in den USA stieg damit auf 140.474. Die Vereinigten Staaten sind sowohl von den Toten- als auch den Infektionszahlen her das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Erst am Freitag war bei den täglichen Neuinfektionen mit 77.638 Fällen ein neues Rekordhoch erreicht worden. Der US-Bundesstaat Florida meldete mit über 12.000 Neuinfektionen den fünften Tag in Folge mehr als 10.000 Fälle. “Wir haben Glut und wir haben Flammen. Florida wurde flammenartiger, aber es ist – es ist unter Kontrolle zu bekommen”, erklärte US-Präsident Donald Trump. Mindestens 14 Staaten haben bisher im Juli Rekordzahlen für Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus gemeldet, darunter Alabama, Arizona, Georgia, Florida, North Carolina, Nevada und Texas. Dennoch drängt die US-Regierung darauf, die Schulen in wenigen Wochen wieder zu öffnen und widersetzt sich einem Bundesmandat, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen. Trump bekräftigte beim Fernsehsender “Fox News” seine Behauptung, dass der Virus irgendwann verschwinden würde. “Ich werde irgendwann Recht haben”, sagte er. “Es wird verschwinden und ich werde Recht haben.” In Südafrika überschritt die Zahl der verzeichneten Todesfälle durch die Corona-Pandemie die Marke von 5.000. Innerhalb von 24 Stunden wurden weitere 85 Todesopfer gezählt, womit ihre Gesamtzahl auf 5.033 stieg, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der registrierten Infektionsfälle lag bei rund 364.000. Südafrika ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent.

Erneut mehr als 60.000 Corona-Neuinfektionen in den USA

Dem heimischen Handel steht erneut eine triste Zeit bevor. Viele locken am letzten Einkaufstag vor dem harten Lockdown mit großzügigen Rabatten, um wenigstens einen Teil der Ware vor der nächsten Schließwelle loszuwerden. Die Branche ist alles anderes als homogen: Während der Ansturm in manchen Geschäften enorm ist, ist anderswo von einem Run keine Rede.Doch alle stehen vor dem Weihnachtsgeschäft und damit auch vor der Auszahlung doppelter Gehälter. Um ein ähnliches Schicksal wie im Frühjahr zu vermeiden, lockte der Schuhhändler Humanic am Samstag mit einer 50-Prozent-Rabattaktion. Die Folge waren dichtes Gedränge sowie meterlange Schlangen vor den Geschäften und ein enormer Shitstorm in den sozialen Medien. Humanic entschuldigte sich via Facebook, mit einem derartigen Ansturm habe man nicht gerechnet. Run auf Ikea Einen ähnlichen Run erlebt derzeit Ikea. In Haid musste am Montag sogar die Polizei anrücken. Sie sei von einem Kunden gerufen worden, da sich ein anderer Kunde weigerte, die Maske zu tragen. “Wir haben die Situation lösen können, Kunde und Polizei haben das Einrichtungshaus bereits verlassen”, hieß es aus der Ikea-Pressestelle auf APA-Anfrage. Der Ansturm sei derzeit enorm. Ikea versuche, die Situation unter Kontrolle zu halten, doch in einzelnen Einrichtungshäusern sei das nicht einfach umzusetzen, da der erneute Lockdown und der Wunsch der Kunden, ihr Zuhause heimelig zu machen, die Kapazitäten deutlich übersteige, räumt die Möbelkette ein. “Guter Montag” bei XXXLutz Auch Konkurrent XXXLutz berichtet von einem sehr guten Samstag und guten Montag. “Viele Kunden schließen ihre Möbelaufträge noch ab”, sagte XXXLutz-Sprecher und Marketing-Chef Thomas Saliger. Der Welser Möbelkonzern bietet bis zu minus 50 Prozent Rabatt. Es handle sich aber um eine Aktion, die man seit drei Wochen fahre und keine eigens vor dem Lockdown, betonte Saliger. Bei Kika und Leiner gibt es minus 25 Prozent auf alles. Auch in anderen Branchen, etwa beim Schuhhändler Delka, will man noch so viel Ware wie möglich verkaufen. Hart umkämpfte Marktanteile Dass momentan derartige Rabattaktionen gefahren würden, zeige einfach, wie hart im Handel um Marktanteile, Umsätze und Liquidität gekämpft werde, sagte WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik. “Nach sechs Monaten Krise sind die Reserven aufgezehrt.” Jede Rabattaktion diene dazu, die Frequenz zu steigern. Im Modehandel müsse bereits jetzt die Saisonware für das Frühjahr bezahlt werden. Trefelik betreibt selbst ein Damenmodengeschäft in der Wiener Innenstadt. Von einem Run könne er weder am Samstag noch heute berichten, “ganz und gar nicht”. “Ich habe viele Rückmeldungen von Betrieben, wo das genauso ist. Man muss den Handel sehr differenziert betrachten”, so der Branchenvertreter. Das Coronajahr ist für den Einzelhandel ein zweischneidiges Schwert. Führen Lockdown, Homeoffice und geschlossene Restaurants dazu, dass die Menschen mehr im Supermarkt einkaufen, online bestellen oder ihr Zuhause verschönern, haben die Maßnahmen in anderen Zweigen des Handels genau den gegenteiligen Effekt. Bekleidungs- und Schuhhandel kämpfen schon das ganze Jahr. Ausgefallene Feste und Konzerte machen eine neue Garderobe überflüssig. Mit Fixkostenzuschuss, Kurzarbeit und Umsatzabgeltung werden die Betriebe am Leben gehalten. “Jeder Tag zählt, die Firmen brauchen das dringend”, sagte Trefelik. Die nächste Hürde steht vor der Tür: In zwei Wochen müssen die Weihnachtsgehälter ausbezahlt werden. Trefelik appelliert an die Kunden, nicht nur bei Amazon & Co zu bestellen.Es gebe viele heimische Händler mit Onlineshops. Auch XXXLutz hat aus dem letzten Lockdown gelernt und wird Online-Küchenplanungen sowie Montagen anbieten, wenngleich deutlich eingeschränkt. Kunden, die Möbel ursprünglich zur Selbstabholung bestellt haben, würden diese nun zugestellt bekommen, so Saliger. Bei Ikea arbeite man auf Hochtouren, zu evaluieren, welche Services in diesem Lockdown angeboten werden dürfen. Die Möbelkette hofft, dass kontaktloses Click&Collect (online bestellen und Ware kontaktlos abholen) erlaubt ist.

Shoppen vor dem Lockdown: Handel lockt mit Rabatten