Zahl der Infizierten in Spanien höher als in China

Merken
Zahl der Infizierten in Spanien höher als in China

In Spanien gibt es inzwischen mehr Infizierte als in China, wo das Virus Ende 2019 ausgebrochen war. Das Gesundheitsministerium in Madrid teilte mit, die Zahl der bestätigten Ansteckungen sei binnen 24 Stunden um 6.398 auf 85.195 gestiegen, die Zahl der Todesfälle um 812 auf 7.340.

Die Anstiegsrate von 8,1 Prozent bei den Neuinfektionen war aber die niedrigste seit Beginn des Ausgangsverbots am 15. März. “Schon seit dem 25. März beobachten wir hier eine Umkehr der Tendenz”, sagte die Sprecherin der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Maria Jose Sierra. Man dürfe aber nicht nachlassen. Sorgen mache weiterhin der drohende Kollaps der Intensivstationen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Gitarrist Brian May von der britischen Rockband Queen (“We Are The Champions”) freut sich, nach langer Zeit wieder draußen spazieren gehen zu können. Auf Instagram verbreitete der 72-Jährige in der Nacht auf Samstag ein Foto von sich im Sonnenschein auf einer Parkbank und dazu den Kommentar: “Mein erster Spaziergang im Park seit all das angefangen hat.” Damit spielte er wohl auf die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Ausgangssperren an, die nun schrittweise gelockert werden. “Oh Mann, die Luft fühlt sich gut an! Der Himmel ist blau, die Sonne strahlt hell und warm und es weht eine kalte Brise”, schrieb May weiter. Der einzige Haken seien seine Krücken, so der Sänger. Auf die ist er angewiesen, seit er sich Anfang des Monats bei der Gartenarbeit eine schmerzhafte Verletzung am Gesäß zugezogen hatte. Danach kündigte May an, sich für eine Weile aus den sozialen Medien zurückziehen zu wollen, war aber zwischenzeitlich immer wieder bei Twitter und Instagram aktiv.

Queen-Gitarrist geht wieder im Park spazieren

Polen führt eine Mundschutz-Pflicht ein, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. Vom 16. April an, dem nächsten Donnerstag, müssten alle Bürger in der Öffentlichkeit Mund und Nase bedecken, sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski am Donnerstag in Warschau. “Das muss keine Gesichtsmaske sein, ein Halstuch oder ein Schal tun es auch.” Außerdem verlängert Polen alle bisherig bestehenden Schutzmaßnahmen, allerdings mit unterschiedlich langer Dauer. Bis zum 19. April sollen weiterhin alle Läden mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften, Drogerien und Geschäften geschlossen bleiben, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Das gleiche gelte für Friseursalons und Kosmetikstudios. Bis zum 26. April dagegen hält Polen an der Schließung aller Schulen fest. Auch internationale Flüge und Zugverbindungen wird es bis dahin nicht geben.

Polen führt Mundschutz-Pflicht ein

Die Statistik Austria hat die umstrittene Vorabübermittlung von Pressemitteilungen an das Kanzleramt ausgesetzt. Das sagt der neue fachstatistische Generaldirektor Tobias Thomas im APA-Interview und kündigt eine rechtliche Prüfung der seit März laufenden Praxis an. Die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft will Thomas intensivieren und die Unabhängigkeit der Statistik Austria sichern. Der Verhaltenskodex der EU-Statistikämter verpflichtet die Statistik Austria zur Gleichbehandlung aller Nutzer. “Jeglicher bevorzugte Vorabzugang externer Nutzerinnen und Nutzer ist beschränkt, stichhaltig begründet, kontrolliert und wird öffentlich bekannt gegeben”, heißt es darin. Dass die Statistik Austria seit 24. März alle Pressemitteilungen vorab dem Kanzleramt sowie ihren Aufsichtsgremien Wirtschafts- und Statistikrat vorlegen muss, hat daher Warnungen der Opposition nach türkiser “Message Control” bei der amtlichen Statistik neue Nahrung verliehen. Thomas, seit Dienstag einer von zwei Generaldirektoren der Statistik Austria, hat diese Vorabübermittlung nun vorerst ausgesetzt: “Mir ist wichtig, dass die Unabhängigkeit nicht infrage gestellt und der rechtliche Rahmen strikt eingehalten wird. Das sehen unser Wirtschafts- und Statistikrat übrigens genauso.” Daher habe er als erste Amtshandlung eine rechtliche Prüfung der Vorabübermittlungen eingeleitet. “Bis diese Überprüfung abgeschlossen ist, werden wir die Meldungen zeitgleich übermitteln.” “Die Unabhängigkeit ist die DNA einer Statistikbehörde”, betont Thomas, der zuletzt das wirtschaftsliberale Institut EcoAustria geleitet hat. Auch er selbst würde sich nicht parteipolitisch vereinnahmen lassen, versichert der Deutsche, dessen Vorgänger Konrad Pesendorfer der SPÖ nahe stand: “Ich bin in keiner Partei, weder in Österreich noch in Deutschland. Ich bin hier in Österreich noch nicht einmal wahlberechtigt – also ein Höchstmaß an Unabhängigkeit ist gegeben.” Aufgabe der Statistik Austria sei die Bereitstellung von Zahlen, Daten und Fakten – politische Ableitungen daraus zu ziehen, bleibe dann der öffentlichen Debatte überlassen. Die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft will Thomas intensivieren. Hier geht es insbesondere um den von Forschern geforderten besseren Datenzugang über das im Regierungsprogramm angekündigte “Austrian Micro Data Center”. Thomas ist zuversichtlich, “in absehbarer Zeit Verbesserungen erreichen zu können”. Der rechtliche Rahmen und die Finanzierung seien aber zu klären, denn die Statistik Austria habe schon in den vergangenen Jahren einen strammen Konsolidierungskurs vorgelegt: “Es ist klar, dass wir das nicht aus dem eigenen Fleisch bis auf ultimo machen können.” Geführt wird die Statistik Austria von zwei Generaldirektoren, wobei Thomas für fachliche Fragen und seine Kollegin Gabriela Petrovic für die Finanzen zuständig ist. Zur Forderung seines Vorgängers Pesendorfer nach mehr Budget will Thomas daher nicht viel sagen. Er verweist aber darauf, dass der Beitrag des Bundes seit Jahren nicht angepasst wurde. Sollten die Mittel nach Ausschöpfung aller Sparpotenziale nicht ausreichen, um alle vorgeschriebenen Aufgaben und alle weiteren Wünsche zu erledigen, die an die Statistik Austria herangetragen werden, “dann ist es offensichtlich, dass diese Rechnung nicht aufgeht”, sagt Thomas: “Aber ich glaube, das ist allen bewusst.”

Statistik Austria stoppt Vorabübermittlung an Kanzleramt

Demnächst wird an manchen Universitäten auch für schriftliche Prüfungen auf das Online-Format gesetzt. An der Wirtschaftsuniversität (WU) findet bereits Ende April eine Großprüfungswoche online statt. Auch die Uni Wien will ihre schriftlichen Prüfungen im Sommersemester grundsätzlich online abhalten – dafür stellt man auch auf andere Prüfungsformate um.

Auch schriftliche Prüfungen demnächst online

Er kann bald wieder cool durch Hamburg cruisen: Sänger Udo Lindenberg hat seinen Porsche wieder. Der Wagen des 74-Jährigen war am Dienstag aus der Tiefgarage des Hotel Atlantic in Hamburg gestohlen worden. Das Fahrzeug sei am Donnerstag in einer Tiefgarage in Ahrensburg in Schleswig-Holstein gut 20 Kilometer von Udos Hotel entfernt entdecktworden, sagte ein Polizeisprecher. Einer Zeugin sei der Wagen aufgefallen, weil er sonst nicht in der Tiefgarage stand. Daraufhin habe sie die Polizei gerufen. Udo Lindenberg selbst zeigte sich dankbar und erleichtert: “Der Wagen ist wieder da, das freut mich natürlich”, sagte er NDR Info am Telefon. “Ich bin jetzt auf dem Weg zur Kripo – dann sehen wir weiter.” Allerdings musste sich der 74-jährige noch etwas gedulden. Zunächst müssten alle Spuren sichergestellt werden, sagte der Polizeisprecher. Udo Lindenberg hatte den Diebstahl in der Nacht auf Dienstag um 3.00 Uhr bemerkt, als er eine seiner nächtlichen Spritztouren mit dem Porsche machen wollte. Bei dem Wagen handelt es sich um einen Porsche 911 R, von dem nur 991 Exemplare gebaut wurden. Der Neuwagen soll um die 200.000 Euro gekostet haben, mittlerweile liege der Wert des Liebhaberobjekts bei 600.000 Euro.

Udo Lindenberg: "Der Wagen ist wieder da"

Twitter hat das Nutzerkonto des populären britischen Rappers Wiley wegen antisemitischer Beiträge dauerhaft gesperrt. “Hasserfüllte Inhalte haben auf unserer Plattform keinen Platz, und wir verurteilen Antisemitismus auf das Schärfste”, erklärte der Onlinedienst am Mittwoch. Twitter war zuvor wegen seines zögerlichen Vorgehens in dem Fall kritisiert worden. Wiley entschuldigte sich für die Beiträge und bestritt, rassistische Ansichten zu haben. Der Musiker hatte vor rund einer Woche antisemitische Botschaften veröffentlicht, woraufhin Twitter sein Konto zunächst vorübergehend für sieben Tage geblockt hatte. Einige der antisemitischen Kommentare blieben jedoch bis zu zwölf Stunden sichtbar, bevor sie gelöscht wurden. In der Folge kam es zu einem zweitägigen Twitter-Boykott, an dem sich eine Reihe von britischen Stars und Politikern beteiligten. Nun sperrte das US-Unternehmen Wileys Konto dauerhaft. In einer Stellungnahme entschuldigte sich Twitter für sein zögerliches Handeln und versprach, den Vorfall intern zu prüfen. Auch die Onlinenetzwerke Instagram und Facebook kündigten an, den Rapper auszuschließen. Der Verein Campaign Against Antisemitism (Kampagne gegen Antisemitismus) begrüßte die Entscheidung Twitters, kritisierte das Vorgehen jedoch als “zu wenig und zu spät”. Wiley selber sagte dem Sender Sky News, er sei “nicht rassistisch”, sondern “ein Geschäftsmann”. Er nahm seine antisemitischen Äußerungen jedoch nicht komplett zurück. Er entschuldige sich dafür, dass er “verallgemeinert” habe. Er hätte seine Kommentare nicht gegen “alle Juden” richten sollen, sagte der 41-Jährige. Wiley, der mit bürgerlichem Namen Richard Cowie heißt, ist einer der bekanntesten britischen Rapper. Er ist ein Pionier des sogenannten Grime-Stils. Dabei handelt es sich um eine Verschmelzung von Rap und elektronischer Musik.

Twitter sperrt britischen Rapper Wiley wegen Antisemitismus