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Als erster Fußball-Bundesligist hat Rapid seinen Fans detaillierte Richtlinien für den Stadionbesuch im Herbst mitgeteilt. Pflicht im Allianz Stadion ist in Coronazeiten demnach das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, außer man befindet sich direkt am zugewiesenen Platz. Die Behörden erlauben bei einer Höchstanzahl von 10.000 Zuschauern ausnahmslos Sitzplätze, bei der Vergabe erfolgt eine Reihung. Klar ist damit, dass die Fantribüne Block West umgerüstet werden muss, damit die im Schachbrettmuster anzuordnenden Sitzplätze bereitgestellt werden können. Beim Verkauf wird es ein gereihtes Vorauswahlrecht geben: Zuerst dürfen alle Rapid-Mitglieder, die bereits seit Eröffnung des Allianz Stadions durchgehend ein Jahres-Abonnement besitzen, ihren Sitzplatz auswählen, dann jene, die seit fünf Jahren ein Abo besitzen. Abo-Neulinge kommen zuletzt zum Zug. Offen bleibt die Frage nach besonderen Vorkehrungen wegen der An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Rapid-Fans reisen großteils mit der U-Bahnlinie U4 zur Endstation Hütteldorf an und wieder retour. An Spieltagen kommt es im und um das Stationsgebäude kurzfristig zu großen Menschenansammlungen, sodass Abstandsregeln kaum eingehalten werden können. Von den Wiener Linien hieß es diesbezüglich, dass man im Zuge von Bundesliga- oder Europacup-Spielen ohnehin immer in enger Abstimmung mit Rapid und der Austria sei. Konkrete Gespräche vor der neuen Saison habe es noch nicht gegeben, erklärte ein Sprecher. Rapid teilte auf APA-Anfrage mit, man werde an die Fans appellieren, nicht zu kurzfristig vor Matchbeginn anzureisen. Bis zum Start der neuen Bundesliga-Saison sind es noch drei Wochen.

Mund-Nasen-Schutz und Sitzplatz-Zwang im Rapid-Stadion

Bundespräsident Alexander Van der Bellen eröffnet am Sonntag am späten Nachmittag das diesjährige Europäische Forum Alpbach. Der seit 1945 existierende Kongress geht heuer Corona-bedingt neue Wege und findet vorwiegend online statt. Viele hochrangige Gäste wie etwa UNO-Generalsekretär Antonio Guterres wollen per Zuschaltung an dem auf zwölf Tage verkürzten Forum teilnehmen. Der Tiroltag bildet am Sonntag den Auftakt der Veranstaltungen. Dabei werden die Landeshauptleute der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino – Günther Platter, Arno Kompatscher und Maurizio Fugatti – über eine mögliche Weiterentwicklung der Euregio diskutieren. Um 17.00 Uhr beginnt dann die offizielle Eröffnung der bis 3. September dauernden Konferenz mit Reden von Van der Bellen und Forumspräsident Franz Fischler, der im Vorfeld angesichts der vielen Neuerungen von einer “Neuerfindung” des Kongresses sprach.

Auftakt zum Forum Alpbach - Kongress heuer vorwiegend online

Ständchen von Alicia Keys und Katy Perry, Tipps von Taylor Swift und Beyoncé und weise Worte von Michelle und Barack Obama: Weil die meisten Abschlussfeiern an den Highschools und Colleges in den USA aufgrund der Beschränkungen in der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden mussten, haben Stars und Politiker den Absolventen bei einer Online-Zeremonie gratuliert. “Ihr habt etwas Bemerkenswertes geschafft”, sagte die Sängerin Alicia Keys, nachdem zum Auftakt der am Sonntag (Ortszeit) via YouTube ausgestrahlten vierstündigen Show die New Yorker Philharmoniker gemeinsam mit Sängerin Lizzo den traditionell bei Abschlussfeiern aufgeführten “Pomp and Circumstance”-Marsch gespielt hatten. “Es war eine harte Woche, ein harter Monat und ein hartes Jahr und ich weiß, dass es sich jetzt gerade nicht so anfühlt, als gebe es viel zu feiern”, sagte Sängerin Keys, die sich wie alle Beteiligten per im Voraus aufgezeichneter Video-Botschaft zu Wort meldete, weiter. “Aber es ist OK, wenn ihr euch jetzt gerade nicht OK fühlt.” Die USA sind von der Coronavirus-Pandemie besonders stark betroffen. Zudem gibt es seit Tagen Massendemonstrationen gegen Rassismus und Polizeibrutalität nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis. “Ihr denkt jetzt nicht an eure Zeit in der Schule, sondern an Demonstrieren und Protestieren”, sagte Keys. “Und da fühle ich mit euch. Die Welt liegt gerade auf so viele Arten in Scherben. Aber ihr zeigt, dass ihr die Generation seid, die das heilen wird.” Eine virtuelle Abschlussfeier inmitten einer Pandemie und Massenprotesten sei wohl nicht das, was sich die Schüler und Studenten erhofft hätten, sagte Sängerin Taylor Swift. “Aber erwartet das Unerwartete und feiert trotzdem.” Unter den Gratulanten waren zudem BTS, Justin Timberlake, Shawn Mendes, Billie Eilish, Tom Hanks und Rita Wilson, Jennifer Lopez. Lady Gaga, die Simpsons, Bill und Melinda Gates, Bono, Jack Black und Martha Stewart. Auch Sängerin Beyoncé gratulierte den Absolventen – und bedankte sich, dass so viele von ihnen in den vergangene Tagen an den Protesten teilgenommen hatten. “Danke, dass ihr eure kollektive Stimme hören lasst, und der Welt klar macht, dass schwarze Leben zählen.” Das habe “echte Veränderungen” in dieser “entscheidenden Zeit in der Geschichte und in euren Leben” angestoßen, sagte Beyoncé. “Ihr seid alles, was die Welt jetzt braucht.” Zum Abschluss der Highschool beziehungsweise des Colleges werden Absolventen in den USA normalerweise bei großen Veranstaltungen gefeiert. Sie tragen traditionell Doktorhut und Talar, bekommen ihre Abschlussurkunden überreicht und viele Familienmitglieder und Freunde sitzen im Publikum. Aufgrund der Einschränkungen der Coronavirus-Pandemie mussten diese Feiern in diesem Jahr weitgehend abgesagt werden. In manchen Bundesstaaten waren Veranstaltungen in kleinerem Rahmen oder aus Autos heraus möglich. Für den Bundesstaat New York hatte Gouverneur Andrew Cuomo am Sonntag angekündigt, dass ab Ende Juni Abschlusszeremonien unter freiem Himmel mit Abstandsregeln und bis zu 150 Menschen wieder möglich sein sollen. Gleich mehrmals zeigten sich bei der Veranstaltung der frühere US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle. “Auch in schwierigen Zeiten, gebt ihr mir weiter Hoffnung. Ihr sei genau das, was wir jetzt brauchen”, sagte Michelle Obama. “Ihr habt so schnell so viel gelernt und ich weiß, dass ihr es nicht nur besser machen könnt als die Generationen vorher, sondern dass ihr es auch besser machen werdet.” Das Land könne aus diesen schweren Zeiten “stärker und besser” hervorgehen, sagte Barack Obama. “Aber das hängt von Menschen wie euch ab. Ich wünschte, meine Generation hätte mehr getan, um einige dieser Probleme zu lösen, so dass ihr das nicht hättet machen müssen. Aber die gute Nachricht ist, ich weiß, dass ihr der Herausforderung gewachsen seid.” Trotz allem dürften die Absolventen das Feiern nicht vergessen, sagte Michelle Obama. “Los, tanzt ein bisschen! Euren coolen Tanz! Nur für euch selber! Vielleicht auch den nicht ganz so coolen Tanz! Seid albern!”

Stars und Obamas gratulierten Absolventen online

Am Montag findet im Gesundheitsministerium zum ersten Mal ein Tierschutzgipfel statt. Der zuständige Minister Rudolf Anschober (Grüne) holt am Nachmittag Vertreter von Tierschutzorganisationen, Behörden, Wirtschaft und Politik an einen Tisch. Besprochen werden die verschiedensten Themen des Tierschutzes, begonnen wird mit den oft qualvoll langen Tiertransporten. In Zukunft will Anschober für das Tierwohl viermal im Jahr mit 40 in dem Bereich aktiven Menschen zusammentreffen. “Wir müssen in Österreich herauskommen aus dem Patt der vergangenen Jahre”, sagte der Minister. “Und das kann nur funktionieren, wenn man miteinander spricht und engagiert nach Lösungen der Vernunft sucht. Wer davon überzeugt ist, dass Tiere keine Ware sind, sondern Lebewesen mit Empfindungen, sollte diesen Weg der Veränderung mitgehen.” Erste Ergebnisse vom ersten Treffen sollen voraussichtlich am Dienstag veröffentlicht werden.

Anschober lädt zu Tierschutzgipfel ins Ministerium

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erteilt der auch von den Grünen erhobenen Forderung, abgelehnte Asylwerber nach erfolgreichem Lehrabschluss im Land zu behalten, eine Absage. “Wenn ich mir die Arbeitsmarktsituation in Österreich anschaue, habe ich nicht das Gefühl, dass wir zu wenig Menschen haben, die Jobs übernehmen könnten”, richtet Kurz im Interview mit Krone-TV seinem Koalitionspartner aus. Für Kurz haben beide Krisen, Flüchtlingskrise wie Corona-Krise, zwar inhaltliche Unterschiede, doch beide Male habe sich gezeigt, dass man nicht “falsch abbiegen” dürfe. Weder in die “Willkommenskultur” der offenen Grenzen, noch in einen zu laschen Umgang mit dem Coronavirus.

Kurz gegen Bleiberecht für Asylwerber mit Lehrabschluss

Zwei Anästhesisten – eine Ärztin und ein Arzt – am Wiener AKH sind positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Das bestätigte Oswald Wagner, Vizerektor für Klinische Angelegenheiten der Med Uni Wien, Dienstagmittag der Austria Presse Agentur. Die Betroffenen hätten am vorvergangenen Wochenende an einem Ärztekongress in Zürs am Arlberg teilgenommen und dürften sich dabei infiziert haben. Wagner versicherte, dass der Spitalsbetrieb im AKH intakt sei und weiter funktioniere.

Zwei Wiener Ärzte sind am AKH positiv auf Corona getestet worden.