Zahlreiche EU-Warnungen zu Covid-Hotspot Ischgl

Merken
Zahlreiche EU-Warnungen zu Covid-Hotspot Ischgl

Drei Tage nach der ersten Warnung aus Island haben am 8. März die Dänen Covid-Verdachtsfälle über das Frühwarn- und Reaktionssystem EWRS an Österreich gemeldet. Als Hotspot wurde die Ischgler Bar “Kitzloch” vermutet. Das berichtet “Der Standard” in seiner Online-Ausgabe. Das Land Tirol bestätigte die Recherchen in einer Aussendung am Donnerstag nur zum Teil.

“Der Standard” bezieht sich in seinem Bericht auf den Blogger Kurt Krickler,der über das dänische Informationsfreiheitsgesetz Einblick über den Mailverkehr zwischen Dänemark und Österreich sowie Innsbruck und Wien bekam. Laut Mailverkehr bestätigte die Tiroler Landes-Sanitätsdirektion der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) gegenüber, dass elf der Kitzloch-Mitarbeiter angegeben hatten, zum Teil bereits seit Februar unter grippeähnliche Symptome gelitten zu haben.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Angesichts von Umsatzeinbrüchen in der Corona-Krise haben internationale Einzelhandelsunternehmen ihre Aufträge bei Zulieferern storniert. Hunderttausende Fabrikarbeiter in Asien sind damit nach Angaben der Organisation Human Rights Watch (HRW) existenziell bedroht. Betroffen sind vor allem Näherinnen, die die Kleidung für Modeketten wie C&A oder H&M fertigen.

Modeketten streichen Aufträge in Asien

Gitarrist Brian May von der britischen Rockband Queen (“We Are The Champions”) freut sich, nach langer Zeit wieder draußen spazieren gehen zu können. Auf Instagram verbreitete der 72-Jährige in der Nacht auf Samstag ein Foto von sich im Sonnenschein auf einer Parkbank und dazu den Kommentar: “Mein erster Spaziergang im Park seit all das angefangen hat.” Damit spielte er wohl auf die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Ausgangssperren an, die nun schrittweise gelockert werden. “Oh Mann, die Luft fühlt sich gut an! Der Himmel ist blau, die Sonne strahlt hell und warm und es weht eine kalte Brise”, schrieb May weiter. Der einzige Haken seien seine Krücken, so der Sänger. Auf die ist er angewiesen, seit er sich Anfang des Monats bei der Gartenarbeit eine schmerzhafte Verletzung am Gesäß zugezogen hatte. Danach kündigte May an, sich für eine Weile aus den sozialen Medien zurückziehen zu wollen, war aber zwischenzeitlich immer wieder bei Twitter und Instagram aktiv.

Queen-Gitarrist geht wieder im Park spazieren

Twitter wird seinen Mitarbeitern erlauben, auch nach dem Ende der Corona-Krise uneingeschränkt im Homeoffice zu arbeiten. “Wenn unsere Beschäftigten in einer Rolle und Lage sind, die es ihnen erlauben, von Zuhause aus zu arbeiten, und sie für immer damit weitermachen wollen, werden wir das möglich machen”, erklärte der Kurznachrichtendienst am Dienstag. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass es funktioniert, wenn Menschen an verschiedenen Orten zusammenarbeiteten. Twitter gehörte zu den ersten Unternehmen, die nach Ausbruch der Corona-Krise die Mitarbeiter zum Arbeiten ins Homeoffice schickten. Die Büros sollen nun mindestens bis September geschlossen bleiben. “Es wird unsere Entscheidung sein, die Büros zu öffnen – und die Mitarbeiter entscheiden, wann und ob sie zurückkehren”, betonte Twitter. Der Dienst, der unter anderem größere Büroflächen an der Market Street im Herzen von San Francisco hat, geht damit bereits weiter als andere Tech-Firmen. Facebook und Google stellen sich bisher darauf ein, dass viele ihrer Mitarbeiter noch bis Ende des Jahres von Zuhause aus arbeiten werden.  

Twitter-Mitarbeiter dürfen "für immer" von Zuhause aus arbeiten

Für Italiens Medien ist klar. Heuer gibt es keine Fußball-EM. Der Corriere dello Sport titelt in seiner Dienstag-Ausgabe bereits: Europa, wir sehen uns nächstes Jahr.

Fußball-EM: Italienische Medien verkünden bereits Verschiebung

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran hält eine Lockerung der Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie derzeit für noch nicht möglich. “Wir befinden uns immer noch in der Phase der Verschlechterung”, sagte Véran am Dienstag dem Fernsehsender BFMTV. Zwar hätten Maßnahmen wie die strenge Ausgangssperre die Entwicklung abgebremst, die Pandemie halte aber weiter an. Die Beschränkungen seien mehr denn je notwendig, da es immer mehr Kranke gebe, sagte der Minister. Verschiedene Möglichkeiten, die Beschränkungen aufzuheben, würden abgewogen, erklärte Véran. In Frankreich gilt seit mehr als drei Wochen eine strikte Ausgangssperre. Sie dauert noch bis mindestens 15. April.

Französischer Minister lehnt Lockerungen ab

Am 16. März hat in Österreich der Lockdown zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie begonnen. Hätte man aber sieben Tage später reagiert, wäre es in etwa zu einer Vervierfachung der positiv getesteten Fälle gekommen. Darüber hinaus wären knapp über 1.000 Intensivbetten belegt gewesen, erläuterte der Simulationsexperte Niki Popper von der Technischen Universität (TU) Wien. Er betonte ebenso wie Herwig Ostermann, Geschäftsführer von Gesundheit Österreich, dass man sich derzeit in einem “Präventionsparadoxon” befinde. Dieses Phänomen beschreibt, dass man Maßnahmen ergreift, damit etwas nicht eintritt, dann der Erfolg der Präventionsmaßnahmen aber paradoxerweise zu Unzufriedenheit führt. Österreich habe nicht zu viele Kapazitäten freigehalten für den Zeitpunkt X, bekräftigte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). “Hätten wir nicht frühzeitig reagiert, hätte es dazu geführt, dass wir bis an die Grenzen der Möglichkeiten gegangen wären”, konstatierte Anschober. Es wären keine einfachen Beschlüsse gewesen, als Österreich “relativ frühzeitig” so entschieden hatte, betonte der Minister. Ostermann führte aus, dass es mittlerweile bereits in mehreren Ländern ähnliche Untersuchungen gibt, die zeigen, welche wichtigen Effekte die Quarantänemaßnahmen hatten. Popper simulierte rückblickend auch die Auswirkungen einer früheren Öffnung aller Geschäfte und Schulen. Am 14. April durften hierzulande kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte öffnen, für Maturaklassen startete am 4. Mai der Unterricht wieder. Wären Geschäfte und Schulen bereits am 1. April geöffnet worden, “wäre die Kurve sehr rasant nach oben gegangen”, erläuterte Popper: “Da wäre die Post wieder abgegangen.” Zum Höhepunkt der Pandemie hatten die Österreicher ihre Kontakte um rund 90 Prozent reduziert. “Das gemeinsame Reduzieren von Freizeitkontakten war enorm wichtig”, betonte der Forscher. Ein Rückgang von 50 Prozent hätte die Kurve wiederum weiter ansteigen lassen. Anschober betonte, dass es “für die Zukunft entscheidend ist zu wissen, was hat in der Vergangenheit funktioniert”. Die Situation in Österreich ist weiterhin “sehr stabil”. 674 aktiv Erkrankte gab es mit Stand Donnerstag, davon waren 107 im Spital und 30 davon in intensivmedizinischer Behandlung. 37 Neuinfektionen kamen hinzu, dem standen 58 Neugenesene gegenüber.

Lockdown eine Woche später hätte Zahl der Infizierten vervierfacht