Zögerliche Maßnahmen in Japan: Druck auf Abe wächst

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Zögerliche Maßnahmen in Japan: Druck auf Abe wächst

In Japan wächst die Kritik an Ministerpräsident Shinzo Abe. Die Regierung habe durch spärliches Testen die Fallzahlen lange kleingehalten und zu spät und zu wenig Maßnahmen gegen die Ausbreitung angeordnet, kritisieren Mediziner und internationale Beobachter.

Am Freitag wurden 634 neue Sars-CoV-2-Fälle in Japan bestätigt, ein neuer Rekordanstieg, den vierten Tag in Folge. Aktuell liegt die Gesamtzahl erfasster Infizierter laut der Nachrichtenagentur Kyodo bei 6.885. Laut einer Studie der Oxford-Universität liegt die Zahl der Tests auf 1.000 Einwohner in Japan bei 0,57. In Deutschland beträgt sie 15,97, in Südkorea 9,77.

Nicht nur die geringe Testrate, auch die bisherigen Maßnahmen stehen in der Kritik. Erst Dienstag hatte Abe den Notstand für den besonders betroffenen Großraum Tokio sowie einzelne Provinzen ausgerufen. Von einem landesweiten “Lockdown” war keine Rede.  Auch gibt es keine strengen Auflagen für die Bevölkerung. Entsprechend strömen weiter Millionen Pendler zur Arbeit, wenn auch mit Masken im Gesicht in etwas weniger gefüllten Zügen.

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