Corona-Cluster: 37 Infektionen in einem Alten- und Pflegeheim in Wels-Neustadt

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Corona-Cluster: 37 Infektionen in einem Alten- und Pflegeheim in Wels-Neustadt

Wels. 37 Personen umfasste Sonntagnachmittag das Corona-Cluster im Alten- und Pflegeheim “Haus Neustadt” im Welser Stadteil Neustadt, nachdem am Freitag eine Fallhäufung bekannt geworden ist.

1.328 Personen sind derzeit in Oberösterreich mit dem Coronavirus infiziert. Am Freitag wurde bekannt, dass es in einem Welser Alten- und Pflegeheim eine Fallhäufung gibt, ein sogenanntes Cluster. Ein 89-jähriger Bewohner zeigte leichte Krankheitssymptome, folgliche Testungen brachten bereits bis am Freitag 24 Infektionen zu Tage. Am Sonntag erhöhte sich laut Land Oberösterreich die Zahl auf 37 Personen – elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 26 Bewohnerinnen und Bewohner. Insgesamt fasst die Betreuungseinrichtung 130 Bewohnerplätze. Nun würden aus dem betroffenen Altern- und Pflegeheim alle Testergebnisse vorliegen, heißt es.
“Die Stadt Wels leitete in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden umgehend nach Bekanntwerden der Testergebnisse alle erforderlichen Maßnahmen ein. Der Zugang zum Gebäude wurde geschlossen. Besuche sind nur mehr in Ausnahmefällen (palliative Situationen, Seelsorge) und mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen in abgetrennten Bereichen möglich. Zum Gebäude haben auch dann nur mehr Personen Zutritt, die frei von Krankheitssymptomen sind. Beim Betreten des Gebäudes wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kontrolliert. Weiters ist strikt auf die Einhaltung der Abstands- und Hygienemaßnahmen zu achten. Neuaufnahmen sind bis auf Weiteres nur in dringenden Fällen möglich”, so die Stadt Wels zu den Maßnahmen.

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Schweden ließ sich womöglich zu viel Zeit, bevor man Rückkehrer aus Ischgl testete. Die Causa Ischgl wird nun auch in Schweden zum Politikum. In einem Interview mit der Zeitung “Expressen” räumte Staatsepidemologe Anders Tegnell ein, dass die schwedische Gesundheitsbehörde früher damit beginnen hätte sollen, Verdachtsfälle, die im Zusammenhang mit Urlauben in Ischgl standen, auf Covid-19 zu testen. Island hatte bekannterweise als erstes Land in Europa bereits am 5. März Alarm geschlagen und Ischgl auf die Liste der gefährlichen Corona-Gebiete gesetzt. Während Dänemark und Norwegen innerhalb einiger Tage nachzogen, als sich auch dort bei Ischgl-Rückkehrern Symptome gezeigt hatten, ließ man sich in Schweden Zeit, obwohl bald auch dort erste Covid-19-Fälle mit Ischgl-Hintergrund auftauchten. Tegnell beteuerte in dem Interview, man habe sich zum damaligen Zeitpunkt noch auf Norditalien als Risikogebiet konzentriert. Die ersten Tests an zurückgekehrten Ischgl-Touristen führte laut dem Artikel ein Arzt in der Stadt Skövde auf eigene Faust durch. “Zuerst machten wir nur einige wenige Tests, aber sie erwiesen sich als positiv. Das war für uns die Lektion, dass man sich nicht auf offizielle Statements verlassen konnte. Man will ja gerne Seuchenschutzbehörden und offiziellen Stellen glauben, und dass sie nicht Dinge sagen, um den Tourismus zu schützen, wenn nur das der Hintergrund ist”, sagte der betreffende Arzt zu “Expressen”. Erst am 9. März begann auch die staatliche Gesundheitsbehörde Skiurlaub-Heimkehrer aus Tirol zu testen. Am 11. März riet das Außenministerium in Stockholm von Reisen nach ganz Österreich ab. “Mit heutigem Wissensstand hätten wir jene, die aus Österreich kamen, getestet”, so Tegnell, und schränkte ein:” Wir können niemals hergehen und sagen, alle die heimkommen, müssen sich testen lassen”. Im Übrigen glaube er nicht, dass die Infektionskette in Europa jemals restlos klargelegt werden wird.

Corona-Hotspot Ischgl wird auch in Schweden zum Politikum

Kurz vor dem Ferienende in sechs deutschen Bundesländern hat sich Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) für eine Maskenpflicht in Schulgebäuden ausgesprochen. Es sei zwar nachvollziehbar, “wenn Länder auf Abstandsregeln in den Schulen verzichten wollen, weil die räumlichen Bedingungen ansonsten nur eingeschränkt Präsenzunterricht zulassen würden”, sagte sie der “Welt am Sonntag”. “Dennoch wird der Präsenzunterricht nur dann funktionieren können, wenn weitere Regelungen zur Hygiene, zum Tragen von Schutzmasken sowie zum Abstandhalten auf dem Schulhof und auf den Fluren strikt eingehalten werden”, so Karliczek. Mehrere Bundesländer wie Berlin, Bayern und Baden-Württemberg haben bereits angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen. Sie soll allerdings nicht im Unterricht selbst gelten. In anderen Ländern wie etwa Nordrhein-Westfalen ist von freiwilligen Maskengeboten die Rede, oder es liegt – wie in Hessen oder Sachsen – im Ermessen der Schulen. Am Montag startet Mecklenburg-Vorpommern als erstes deutsches Bundesland ins neue Schuljahr, Hamburg folgt am Donnerstag. In der Woche darauf geht es in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein los. Der bayerische MInisterpräsident Markus Söder (CSU) hat sich unterdessen aufgrund der steigenden Zahl an Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen und für höhere Bußgelder ausgesprochen. “Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt”, sagte Söder der “Bild am Sonntag”. Die steigenden Fallzahlen in Deutschland machten ihm “große Sorgen”. “Ebenso die Urlaubs- und Familienheimkehrer, die aus den verschiedenen Teilen Europas zurückkommen”, fügte er hinzu. Der bayerische Ministerpräsident warnte, “wenn wir nicht aufpassen, kann bei uns wieder eine Situation wie im März entstehen”. Gefragt sei “absolute Wachsamkeit”, deshalb sei “jetzt nicht die Zeit für neue Lockerungen oder naive Unvorsichtigkeit”. Das Virus bleibe eine Daueraufgabe, “die uns permanent unter Stress setzt”. Viele Menschen seien im Umgang mit dem Virus leider leichtsinniger geworden. Dazu gehörten auch die “extremen Lockerer und Verschwörungstheoretiker, die alle Maßnahmen schnellstens aufheben wollten”. Jeder, der Corona unterschätze, sei widerlegt worden. Die zweite Welle sei “praktisch doch schon da”, sagte der bayerische Ministerpräsident. “Sie schleicht durch Deutschland. Es gilt daher, noch aufmerksamer zu sein und rasch und konsequent zu reagieren. Je schneller wir handeln, desto geringer sind die Folgen.” Vor diesem Hintergrund lehnte Söder Fußballspiele mit Zuschauern zum Start der neuen Saison ab. Er bezweifle, dass im August weitere Lockerungen beschlossen werden könnten. “Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25.000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar.” Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln, “wenn man dafür Unmengen von Testkapazitäten aufbrauchen würde”. Die Deutsche Bahn forderte Söder dazu auf, dafür zu sorgen, dass die Fahrgäste die Maskenpflicht einhalten. Wer dagegen verstoße, müsse die Konsequenzen tragen. Söder forderte hier höhere Bußgelder. Auch Rückkehrer aus einem Risikogebiet, die sich einem Corona-Test verweigerten, sollten mit einem Bußgeld belegt werden, meinte Söder.

Deutsche Ministerin für Maskenpflicht an Schulen

Nach den Bildern von Menschenmassen vor den Einstiegsstellen von Liften und Gondeln hat das Gesundheitsministerium am Dienstag mit einem Erlass reagiert. Darin heißt es unter anderem: “Im Fall der wiederholten mangelhaften Umsetzung von ausreichenden Schutzmaßnahmen sind Betretungsverbote auszusprechen.” Die Überprüfung der Einhaltung der Maßnahmen der COVID-19-Maßnahmen seien zu verstärken. Weiters wird festgehalten: “Es hat eine verstärkte Überprüfung der COVID-19-Präventionskonzepte für Seil- und Zahnradbahnen dahingehend zu erfolgen, dass vom Betreiber jeder Seil- und Zahnradbahn die Vorlage des COVID-19-Präventionskonzeptes zu verlangen ist und die COVID-19-Präventionskonzepte stichprobenweise dahingehend zu überprüfen sind, ob die Konzepte dem Stand der Wissenschaft entsprechen und zur Minimierung des Infektionsrisikos geeignet sind.” Der Betreiber habe die Einhaltung der Bestimmungen durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen. “Jedenfalls sind epidemiologisch bedenkliche Situationen, wie Menschenansammlungen, zu verhindern, dies beispielsweise durch Leitsysteme und zahlenmäßige Limitierungen”, wird in dem Erlass des Gesundheitsministeriums ausgeführt. In den letzten Tagen hatte die Regierung bereits erste Warnungen ausgesprochen. Bilder vom Massenandrang machten am Wochenende die Runde. Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) betonte in einer heutigen Stellungnahme dazu: “Um sicherzustellen, dass die aktuellen Regelungen im Wintersport flächendeckend konsequent eingehalten und umgesetzt werden, geht heute Nachmittag ein entsprechender Erlass meines Ressorts an die Landeshauptleute. Wir fordern die zuständigen Behörden darin auf, verstärkt zu kontrollieren, ob die vorgeschriebenen Maßnahmen vor Ort eingehalten werden. Ist dies nicht der Fall, sind im Wiederholungsfall Betretungsverbote auszusprechen.” Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ergänzte. “Ich habe nicht das geringste Verständnis dafür, wenn sich einige wenige schwarze Schafe nicht an die Regeln halten. Diese Einzelfälle gehören unterbunden, wir werden nicht dulden, dass der überwiegende Teil der Skigebiete, die sich an alle Regeln halten, unter diesen Einzelfällen leidet.” Die Kapazitätsbeschränkungen bei den Seilbahnen und Liftanlagen werden bleiben, stellte Köstinger klar. Zuvor hatte sich Lifteobmann und ÖVP-Abgeordneter Franz Hörl in einer Aussendung noch zufrieden mit den Corona-Sicherheitskonzepten bei den Liften gezeigt. Dies hätten “nach dem Sommer auch jetzt wieder funktioniert”. Kein Verständnis zeigt er für das “künstliche Aufbauschen einzelner Bilder”, die “in keiner Weise als Abbild des tatsächlichen Geschehens in Österreich herangezogen werden können”. “Es war zu befürchten, dass manche Kritiker genau diese Bilder ausschlachten werden, auch wenn sie nichts mit der Realität in vielen Gebieten des Landes zu tun haben”, so Hörl. Er verbiete sich dabei auch Kritik an stadtnahen Skigebieten, wie etwa Hinterstoder. “Wenn eine Familie am Lift zusammensteht, dann ist das absolut ok, wird aber von manchen als Missachtung der Abstandsregelung dargestellt”, kritisiert Hörl.

Anschober droht mit der Schließung von Skiliften

Für die etappenweise Schulöffnung ab 18. Mai stattet das Bildungsministerium die Schulen ab sofort mit Desinfektionsmittel und Schutzmasken aus, um einen hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten. Die Auslieferung der ersten Tranche wurde am Dienstag vom Bundesheer übernommen, teilten Bildungsminister Heinz Faßmann und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner am Dienstag mit. In weiterer Folge sollen etwa 500 weitere Schulen in Österreich durch Soldatinnen und Soldaten der Streitkräftebasis des Bundesheeres beliefert werden.

Auslieferung von Masken für Schulöffnung gestartet

Facebook ist in der Corona-Pandemie bisher ungebremst gewachsen. Doch das weltgrößte Online-Netzwerk stellt sich auf Gegenwind aus zwei Richtungen ein: von Apple und aus der EU. Der iPhone-Konzern bereitet Facebook schon seit Monaten Sorgen mit seinem Plan, Nutzern mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre zu geben. Gerade erst hat Apple einen Quartalsgewinn von 30 Milliarden Dollar bekanntgegeben. Jetzt attackierte Facebook-Chef Mark Zuckerberg Apple so scharf wie nie zuvor. In der Europäischen Union sieht Facebook die rechtliche Lage rund um den Transfer von Daten in die USA als Unsicherheitsfaktor. Apple will Nutzern in den kommenden Monaten neue Möglichkeiten geben, die Datensammlung auf iPhones einzuschränken. Sie werden leichter verhindern können, dass Apps und Werbedienste Informationen über ihr Verhalten über die Grenzen einzelner Anwendungen und Websites hinweg sammeln. Apples Plan ist, dass jede App die Nutzer für den Zugriff um Erlaubnis fragen muss. Facebook befürchtet, dass die Personalisierung der Werbung durch das geringere Wissen über die Menschen ungenauer wird. Dabei ist das Versprechen an die Werbekunden, präzise die gewünschte Zielgruppe zu treffen, ein Eckpfeiler von Facebooks Geschäftsmodell. Zuckerberg kritisiert Apple-Pläne seit Monaten Zuckerberg und Facebook hatten schon in den vergangenen Monaten kritisiert, schlechtere personalisierte Werbung würde vor allem kleinen und mittleren Unternehmen schaden. Dabei seien sie gerade in der Corona-Krise auf das Online-Netzwerk als Plattform für ihre Geschäfte angewiesen. Facebook sammele Daten aus verschiedenen Quellen, “um kleinen Unternehmen zu helfen, ihre Kunden effizienter zu erreichen”, sagte Zuckerberg. Damit könne Apples Vorgehen die gesamte Wirtschaft bremsen, lautet der Vorwurf. “Nur Wettbewerbsinteressen” Doch der Facebook-Chef legte bei seiner Kritik noch eine Schippe drauf. “Apple mag behaupten, dass sie es tun, um den Leuten zu helfen – aber ihre Schritte folgen klar ihren Wettbewerbsinteressen”, sagte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Analysten nach Vorlage aktueller Quartalszahlen. “Ich möchte betonen, dass wir Apple verstärkt als einen unserer größten Konkurrenten sehen.” Speziell schoss sich Zuckerberg auf Apples Chatdienst iMessage ein, der mit Facebooks Angeboten WhatsApp und Messenger konkurriert. Der Apple-Service sei auf allen iPhones vorinstalliert und werde dort bevorzugt, kritisierte er. Zudem griff er Apples Haltung beim Datenschutz an. Chat-Inhalte bei WhatsApp seien dank Komplett-Verschlüsselung grundsätzlich nur für die Beteiligten im Klartext verfügbar, betonte der Facebook-Chef. Apple aber speichere standardmäßig iMessage-Backups ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf seinen Servern, wenn man den iCloud-Dienst nicht ausschalte. “Apple und Regierungen haben die Möglichkeit, sich Zugang zu Nachrichten der meisten Leute zu verschaffen”, sagte Zuckerberg. WhatsApp kämpft mit Abgang von Nutzern WhatsApp hatte jüngst mit einem Abgang von Nutzern zu kämpfen, nachdem neue Datenschutz-Regeln veröffentlicht worden waren. Sie befürchteten, dass mehr Daten mit Facebook geteilt werden sollen. Facebook betonte, dass die Änderungen nur für die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden auf WhatsApp gelten sollen. Zuckerberg versuchte jetzt erneut, “Verwirrung auszuräumen”: “Dieses Update verändert nicht den Datenschutz bei Chats mit Freunden und Familie”, sagte er. “Alle diese Nachrichten haben Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, was bedeutet, dass wir nicht sehen oder hören können, was gesagt wird. Und wir werden es auch nie tun.” Im vergangenen Quartal war noch kein Gegenwind im Facebook-Geschäft zu spüren. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um ein Drittel auf knapp 28,1 Milliarden Dollar. Beim Gewinn gab es einen Sprung von 53 Prozent auf gut 11,2 Milliarden Dollar, wie Facebook nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte. Nutzerzahlen bei Facebook legen zu Auch die Nutzerzahl legte weiter zu. Mindestens einmal im Monat kamen 2,8 Milliarden Nutzer zu Facebook – 60 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Täglich waren es 1,84 Milliarden nach 1,82 Milliarden im Schlussquartal des Vorjahres. Insgesamt griffen 3,3 Milliarden Nutzer monatlich auf mindestens eine App des Facebook-Konzerns wie auch Instagram und WhatsApp zu. Auffällig war zugleich, dass in den USA und Kanada die Zahl täglich aktiver Nutzer im zweiten Vierteljahr in Folge zurückging. Nach 198 Millionen im zweiten Quartal 2020 waren es zuletzt 195 Millionen. Dabei ist die Region mit durchschnittlich über 53 Dollar Umsatz pro Nutzer besonders lukrativ für Facebook. In Europa waren es zuletzt im Schnitt knapp 17 Dollar pro Nutzer.

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