Familie und Beruf - Auszeichnung für Klinikum WEGR

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Damit die Wiederöffnung der Schulen und Kindergärten nicht zu einem Treiber der Coronavirus-Infektionszahlen wird, sollte man dort laut Simulationsexperten Niki Popper von der Technischen Universität (TU) Wien nicht nur für möglichst kleine Gruppen auf möglichst viel Raum sorgen. Bei Auftreten positiv getesteter Fälle müsse man auch lokal schnell reagieren und Schulen auf Zeit sperren können. Wo es technisch und organisatorisch möglich sei, sollte an Schulen die Dichte soweit wie möglich reduziert werden.

Punktuelle Schulschließungen auch künftig nötig

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat der von der ÖVP geforderten raschen Verkürzung der Kontaktpersonen-Quarantäne eine Absage erteilt. “Ich bin gerade in Zeiten der massiven Zunahme der Infektionszahlen nicht bereit, ein erhöhtes Risiko für die Bevölkerung einzugehen”, teilte Anschober am Samstag auf APA-Anfrage mit. Die ÖVP will das “Freitesten” von K1-Kontaktpersonen nach fünf Tagen Quarantäne erlauben. Gesundheitsreferenten der Länder sind skeptisch. Zuvor hatte Bildungsminister Heinz Faßmann(ÖVP) gefordert, dass Lehrer, die zwar engen Kontakt zu einer Covid-positiven Person hatten, die aber nach fünf Tagen keine Symptome entwickeln, mit einem negativen Test wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Auch ÖVP-Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hat sich für dieses “Freitesten” ausgesprochen. Eingefordert wird das insbesondere von Unternehmensvertretern. Auch die Gewerkschaft vida begrüßte diese Idee am Samstag. Hoffen auf “baldige Lösung” “Ich hoffe da auf eine baldige Lösung”, deponierte Faßmann im Ö1-Morgenjournal in Richtung Gesundheitsminister Anschober. Dieser verwies allerdings auf Leitlinien von Gesundheitsorganisationen wie der europäischen ECDC und der WHO. Österreich habe als erstes Land die Quarantäne von 14 auf zehn Tage verkürzt. “Weitere Erleichterungen überprüfen wir und werden wir umsetzen, sobald sichergestellt ist, dass damit keine Erhöhung des Risikos einhergeht”, so Anschober. Er werde kein erhöhtes Risiko für die Bevölkerung eingehen. Die zuständigen Gesundheitsreferenten der Bundesländer können ebenfalls wenig mit dem “Freitesten” anfangen. Der Wiener Stadtrat Peter Hacker verweist auf knappe Testkapazitäten und schlägt stattdessen vor, die Quarantäne symptomloser K1-Kontaktpersonen von zehn auf sieben Tage zu verkürzen. Damit würde sich die Debatte um das “Freitesten” erübrigen, meinte Hacker am Samstag in der “Presse”. “Völlig illusorisch” Die Vorarlberger Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP) hatte das “Freitesten” schon am Donnerstag als “völlig illusorisch” bezeichnet. Weil bis zum Ausbruch der Krankheit fünf bis sieben Tage vergehen, würde das aus ihrer Sicht frühestens ab dem achten Tag Sinn machen. “Dann würde man das negative Testergebnis am neunten Tag bekommen. Am zehnten Tag endet die Quarantäne ohnehin”, sagte Rüscher in den “Vorarlberger Nachrichten”.

Anschober bremst ÖVP: "Kein erhöhtes Risiko eingehen"

Nach dem ersten Ansturm am vergangenen Samstag, war der Ansturm auf Einkaufszentren und auch auf Baumärkte auch am Montag nahezu ungebrochen.

Ansturm auf Einkaufszentren und Baumärkte vor neuerlichem Covid-19-Lockdown

Die britische Schlagersängerin Vera Lynn ist im Alter von 103 Jahren gestorben. Lynn galt im Zweiten Weltkrieg als Sweetheart der britischen Soldaten. Sie starb laut der Mitteilung am Donnerstag im Kreis ihrer Familie. Honigsüß sang Vera Lynn gegen das Heimweh und die Albträume der britischen Soldaten im Grauen des Zweiten Weltkriegs an. Eine ganze Generation fand sich in ihren sentimentalen Liedern wieder. Nun ist sie im Alter von 103 Jahren gestorben. Ab 1941 moderierte sie das nächtliche BBC-Radioprogramm “Sincerely Yours” und verlas Nachrichten von Familien und Freundinnen an die Soldaten in der Ferne: “Für unsere Männer in Uniform, von dem Mädel daheim, ein persönlicher Brief in Worten und Musik” war das Motto. Ihre Stimme machte Hoffnung auf ein Ende der Kriegsschrecken. “We’ll meet again” (“Wir werden uns wiedersehen”) wurde zum populärsten Song der Show. Der Radiostar verkörperte das pflichtbewusste nette Mädchen mit breitem Lächeln und vernünftiger Kleidung, mit dem sich auch die Frauen an der Heimatfront identifizieren konnten: Sie warteten auf ihre Männer, arbeiteten in den Munitionsfabriken, trotzten Hunger und deutschen Bombenangriffen. Die Show brachte ihr nicht nur den Titel “Sweetheart” der Truppen, sondern auch viel Geld ein: Bereits nach einem Jahr verkaufte sie mehr Platten als der amerikanische Superstar Bing Crosby. Geboren am 20. März 1917 während des Ersten Weltkriegs im Londoner East End, sang sie schon mit sieben Jahren in Freizeitclubs für Arbeiter. In den wilden 1930ern nahm sie mit bekannten Bigbands erste Songs auf. Der Zweite Weltkrieg wurde zum Sprungbrett für ihre Karriere: Sie wurde zum Superstar. Der britische Komiker und Kriegsveteran Harry Secombe sagte nur halb im Scherz über sie: “Nicht Churchill hat die Nazis geschlagen. Vera sang sie zu Tode.” Wie eine britische Marlene Dietrich reiste sie in die entlegensten Kriegsgebiete. Allein 1944 verbrachte sie drei harte Monate im burmesischen Dschungel, wo Briten gegen Japaner kämpften, während in Europa der Krieg tobte. Damit verdiente sie sich den Respekt “ihrer Männer” – bis zu ihrem Tode hielt sie die Verbindung mit den Veteranen dieser “vergessenen Armee” aufrecht. Noch Jahre nach dem Krieg erzählte sie, wie der faulige Geruch von Wundbrand sie immer noch verfolgte. 1941 heiratete sie den Musiker Harry Lewis; sie waren fast 60 Jahre lang ein Paar. Nach Kriegsende verließ sie die Bühne, um ihre Tochter Virginia aufzuziehen. Doch schon wenige Jahre später inszenierte sie ihr Comeback mit “Auf Wiederseh’n Sweetheart” und schaffte es damit 1951 als erste Britin an die Spitze der amerikanischen Hitparaden. In den 60ern und 70ern erhielt sie mehrere Auszeichnungen der Queen, und durfte sich fortan “Dame” nennen. Doch ihr nostalgisches Repertoire wurde zur künstlerischen Zwangsjacke, der sie zeitlebens nicht mehr entkam.Dem “Telegraph” sagte sie: “Ich wollte nie eine Judy Garland oder so etwas sein, und nie die Art ändern, wie ich sang.” Bis 1992 tourte Dame Vera Lynn in Deutschland, Australien, den USA; dann wurden ihr die Reisen zu beschwerlich. Noch mit 97 Jahren brachte der ehemalige Superstar eine Platte heraus und schaffte es prompt in die britischen Top-20-Charts – weltrekordverdächtig. Anlässlich ihres 100. Geburtstags erschien “Vera Lynn 100”, eine Sammlung ihrer größten Hits, mit Originalaufnahmen ihrer Stimme und neuer Orchesterbegleitung. “Ich hoffe, es verliert dadurch nicht an Gefühl”, sagte sie der BBC. “Die jungen Leute finden es wahrscheinlich ziemlich zahm, aber für uns war es aufregend und bedeutsam.” Sie singe nicht einmal mehr daheim, verriet sie lachend: “Besser, ich erinnere mich an meine Stimme, wie sie mal war!”

Trösterin der Soldaten-Seele: Sängerin Vera Lynn ist tot

Ein regelrechtes Verkehrschaos bei winterlichen Straßenbedingungen lösten Montagfrüh mehrere Unfälle auf der Wiener Straße bei Marchtrenk (Bezirk Wels-Land) aus.

Stauchaos nach Verkehrsunfällen auf Wiener Straße bei Machtrenk